CUIR – Album LP

Fühlt sich albern an, die Platte hier zu besprechen und normalerweise mach ich das ja auch nicht. Ich trenne da strikt Hobby von Hobby. Man muss ja journalistisch glaubwürdig echt authentisch nüchtern bleiben.
Aber es wäre auch dumm, die LP hier nicht reinzukleben, nachdem ich den ganzen anderen Kram von CUIR ja auch toll finde und hier verunglimpft hab. Dann hau ich mal den Beschreibungstext in den automatischen Übersetzer und baller das als Info hier rein.

Nach „Demo Demo Demo“ und „Single Single“ ist dies endlich das erste Album von Ein-Mann-Wunder Doug aus Lorient in voller Länge.
Sie kennen den Mann hinter der Maske vielleicht aus seinen anderen exquisiten Projekten SORDID SHIP oder COUPE GORGE, in denen er vor allem seine Vorliebe für Oi!
Auf der Debüt-LP zeigt er wie bei den vorherigen Singles eher seine Leidenschaft für Synthpunk und kombiniert dann einfach beide Vorlieben zu einem ziemlich großartigen und großartigen Punk-Stil. Super melodische Synth-Parts mischen sich mit wütendem Oi Punk and Roll Sound.
Voilà: CUIR.

Kann man ab heute bestellen. Aber Offside Records ist schon ausverkauft. Also nur noch bei mir Rockstar Records.

Headlice – Vol.1 7″

Tolle neue Synth-Punk Band aus Brisbane in Australien. Die nenen sich Headlice und sind zu viert. Tjoa, mehr Info braucht man heutzutage eigentlich gar nicht mehr, um hier zumindest mal wohlwollend ein paar Songs anzuklicken, oder? Ich kann euch alle 6 empfehlen, das geht eh wieder viel zu schnell rum.

Kann man auf einer 7″ kaufen oder auf einer Kassette. Und Merch haben die auch. Lustigerweise einen Kamm. Na, wegen Läusen, verstehste? Höhö.

Und ansonsten? Keine Ahnung, das sind bestimmt Leute von tausend anderen Bands, aber ich bin gerade zu faul, um mich in die Untiefen des Internets zu stürzen oder um in Brisbane anzurufen und meinen privaten Schnüffler von der Leine zu lassen.
Gute Band, da kommt anscheinend noch mehr, wenn man dem Titel des Debüts mal eine gewisse Bedeutungsschwangerschaft nachsagen darf.
Yeah.

Hatte ich ja nie. So Läuse. Auch nicht schön, oder? Ich glaub, ich hatte mal Würmer. Aber ob da so ein Kamm was bringt? Hm.

Atomic Eater – Message From The Outer Zone CS

Gerade noch kurz vor Ende des letzten Jahres haben es die Atomic Eater geschafft, ein paar stimmungsvolle Schunkellieder unter das besoffene Volk zu bringen. Und wenn man sich selbst schon als Apokalypse Rock bezeichnet, dann muss der Kram auch auf jeden Fall im Jahr des großen Kackhaufens erscheinen.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Band, da war mal was im Sommer. Und schlechter ist das hier nicht geworden, immer noch sehr lofi geratener Synthie Punk der schlechten Laune.
Find ich dementsprechend richtig gut.

Kann man auf Kassette kaufen. Lohnt sich schon wegen des Covers, weil da unter anderem ein Komodowaran drauf ist und das Vieh ist quasi die Ausgeburt eines Kuscheltiers der Apokalypse Rock Dudes. Cooler Scheiß aus Helvete’s Kitchen.

Hat es bei euch auch geschneit? Cool, oder? Endlich ein weiterer Grund, nicht das Haus zu verlassen. Haha.

Silicon Hertbeat – Earth Static CS

Na? Seid ihr schon in der schnöden Normalität des nächsten Jahres 2021 angekommen oder sitzt ihr noch unter dem Heizpilz auf dem Balkon eures Nachbarn und feiert das ganze Wochenende weiter, weil die Pillen Ende 2020 abgelaufen wären und man dann noch schnell alle eingeworfen hat und zu spät realisieren konnte, dass das ja gar keine Valium waren, weil man ja eigentlich den drecks Jahreswechsel verschlafen wollte, sondern, äh, Upper, und nun hat man mehr vom Tag und der Nacht und dem Tag und der Nacht und sitzt hier unter dem scheiß Pilz und vergisst, was man eigentlich vorhatte?

Na dann.

Silicon Heartbeat könnte da auf jeden Fall den Rhythmus meines Blutdrucks ganz gut wiedergeben mit ihrem wunderbaren Synth-Fuzz-Punk Rock. Die Leute kommen aus Kalamazoo in Michigan und haben schon das ganze vergangene Jahr ein paar schöne Sachen herausgebracht.
Wenn ihr eine Mischung aus Shrinkwrap Killers und Komplikations sucht, dann könntet ihr hier fündig werden. Eigentlich bei Goodby Boozy erschienen, aber da schon ausverkauft. Jetzt noch einmal zu haben und wenn man den Kram digital erwirbt (zahl-was-du-willst), erhält man sogar einen Bonus Song. Yeah.

Hier geht es weiter, wie bisher. Frohes neues Jahr?

Atomic Eater – Hope U Die Too

Für den Wochenstart hab ich noch ein paar positive Vibes aus Schweden. Treffend bezeichnet sich der Atomic Eater selber als „Apocalypse Rock“ und versprüht schon seit letztem September gute Laune in Form von sehr eingängigem Synthie Punk.

OK, also mir macht so ein Kram gute Laune. Das hier sind zwei neue Songs, die wohl anscheinend eigentlich eine Split Single zur Tour mit den großartigen Kool and The Gang Bangers hätte werden sollen. Aber mit Touren ist ja gerade nicht so gut.

Tolle Band. Hört euch die anderen Songs auch mal an. Das lohnt.

Vielleicht erinnert Ihr Euch ja auch an die Split, die bei dem ersten Beitrag zu Kool and the Gang Bangers bereits hier aufgetaucht ist? Tolle Kombination. Was wäre das für eine geile Tour. Fuck, ey.

Warm Exit – Fat Time Cas-sette

Zwei neue Songs von den SynthiePunks aus Brüssel.
Keine Ahnung, wie die das gemacht haben, aber irgendwie sind sie seit dem letzten Release vor einem halben Jahr auf einmal ein bisschen „erwachsener“ geworden.
Soll heißen: ein bisschen zahmer. Tempo runtergeschraubt, übersichtlichere Komposition. Fast schon langweilig.

Aber zum Glück grätscht da zwischendurch (im zweiten Song) der verrückte Synthie durch und dann wird wieder schräg Gitarre gespielt (im zweiten Song) und eine Roboterstimme erzählt Unsinn (jep).

Also sagen wir es mal so: Zwei Lieder fürs Uni-Radio, eins für die Germanisten und eins für die Designer.

Das Demo mit 5 Songs hat noch 1€ gekostet. Jetzt sind sie schon bei 2€. Sie sind nicht mehr jung und brauchen das Geld.

Cherry Cheeks – No Ticket

Hurra. Ein neuer Song von den quietschvergnügten Cherry Cheeks aus Florida. Ihr wisst schon, die hatten ja erst letzten Monat hier ihre Premiere, also was heißt die, das ist ja nur ein Typ.

Hoffentlich bleibt der gute Kyle so arbeitswütig/fleißig/kreativ – da muss mal bald ein Album kommen, der Kram wird ja immer besser.

Mehr Zeit hab ich nicht. Das ist ne neue Regel hier. Nur so lange tippen, wie die Musik vom Beitrag auch tatsä

EUGH – The Most Brilliant Man Alive

Ein sehr talentierter Mann, der normalerweise seine Zeit bei den großartigen Kitchen People verschwendet, hat hier aus der Not der Isolation eine Tugend gemacht und mal eben in kompletter Eigenregie verflixte 7 Synth Punk Songs eingespielt.

Ich wiederhole mich ja nur sehr ungern, aber Synth Punk ist die Zukunft! Naja, zumindest die Gegenwart. Den Kram kann man auch mit einem bekackten Mundschutz singen. Gut, das Cover ist jetzt äh, eher künstlerisch. Aber ansonsten..ziemlich cooler Scheiß.

Wie auch Kitchen People – den Namen hier muss man sich merken: Vincent Buchanan-Simpson. Guter Mann.

Der Bandname ist ganz nebenbei eine interessante lautmalerische Beschreibung des höchsten europäischen Gerichts, haha.

Cherry Cheeks – Motivator

Hier, an so einen Kram könnt ihr euch jetzt schon einmal gewöhnen. Ein gelangweilter, jedoch talentierter Mann spielt mit seinem Synthesizer im heimischen Florida so lange herum, bis ein recht ansehnlicher Bastard aus Punk, Wave, Pop und Rock entsteht.

Das kann natürlich auch eine Frau sein. Oder ein Kind. Oder ne Katze? Hund? Goldfisch? Und das muss auch nicht zwangsläufig Orlando sein. Kann ja auch in Duderstadt passieren, haha.

Egal – was ich sagen wollte: in diesen Zeiten steht eine Sache auf jeden Fall fest: Bands mit mehr als zwei Leuten sind tot! Man darf nicht mehr gemeinsam proben oder ins Studio gehen. Und Konzerte sind ja sowieso alle bis 2022 abgesagt. Das Motto Amerikas E Pluribus Unum (Aus Vielen wird Eins) kann man jetzt also eigentlich umdrehen, wenn aus tausend Bands auf einmal 5000 Solokünstler werden. Munu Subirulp E!

Der Künstler heißt im übrigen in diesem Fall Kyle Harms und ist mir gänzlich unbekannt.

Also dann…Solokünstler. Was macht eigentlich Atom? Ach komm, ich kann das auch. Ich fühl mich jetzt voll motiviert und such mal im Keller nach meinem alten Taschenrechner. Dann gehts ab.

Kitchen People – Planet Perth EP

Ich schau mir gerade verschiedene Wohnungen auf sämtlichen Immobilien-Seiten an, weil ich sonst kein Hobby habe. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass der Großteil von Euch einen ganz furchtbar beschissenen Geschmack hat, was die Inneneinrichtung angeht. Ach so, und dass eine große Küche cool ist.

Denn wo steht man auf ner Party rum? Wenn man nicht raucht und auf dem Balkon friert, schwätzt man in der Küche – da ist die Musik nicht so laut und da ist das Bier, ein bisschen Reste vom Essen, vielleicht ein paar Chips und ein Tisch, wo man alles abstellen kann. Küchen Leute sind also per se schon einmal gute Leute.

Da trifft es sich ganz hervorragend, dass die Band aus Perth in Australien auch noch richtig gute Musik macht. Ein Synthie Punk Rock Feuerwerk aus fünf Kanonen geschossen. Super Sound, tolle Lieder. Die Kitchen People haben vor 6 Jahren zu dritt angefangen und sind inzwischen zu einem, äh, Quintett herangewachsen. Wie das eben so ist, wenn in der Küche erst einmal drei coole Leute stehen, wird es schnell voll.

Dafür würde ich auch wieder ins Wohnzimmer gehen und den Lautstärkeregler ein wenig weiter nach rechts drehen, damit man das auch in der Küche hört.