Die beiden EPs zusammen auf einer schmucken Kassette, das ergibt Sinn und Spieldauer, die noch irgendwie zu rechtfertigen ist. Das Debüt von 2018 (Most of my friends died in space) und die neue EP von jetzt (Babagsak sila) – zusammen ergibt das 9 mal Hardcore Riffs mit Hardcore Geballer und einer Hardcore Sängerin, die ziemlich angepisst ist. Piper Maru kommen aus Toronto und was muss man sonst noch wissen?
Babagsak sila ist Tagalog, die Sprache auf den Philippinen, und bedeutet so viel wie "Ich geh mal eben Kippen holen und bin dann für immer weg, weil der Laden mich dermaßen ankotzt, dass ich keine weiteren 5 Minuten mit euch ertragen kann und lieber einsam auf der Welt umherwandere, als noch einen Moment hier in der Langeweile zu versauern." Also stark verdichtet.
Noise Merchant Records. Auf pink und blauen Kassetten erschienen und ausverkauft. Zu dumm. Funktioniert auch digital in der Playlist ganz gut, wenn man seine Performance im Großraumbüro auf ein neues Höchstniveau steigern will.
Ich verstehe diese Genrebezeichnungen nicht mehr, weswegen ich ja auch irgendwann angefangen hatte, alles nur noch als Garage Punk zu bezeichnen. Ihr könnt das gerne so kleinteilig molekular aufdröseln, wie ihr wollt, aber es bleibt am Ende Punk Rock.
Tolle Hardcore Band aus St. Louis, die sich selbst als Medieval Slut Punk bezeichnet und ich hab keine Ahnung, was das bedeuten soll.
Geballer aus Melbourne. Whose Reality? machen Crust-verliebten D-Beat Hardcore Punk mit netten melodischen Anleihen in den Gitarrenschrammelversatzstücken und viel Hall auf dem Gesang.
Zum Ausklang der Woche ein bisschen Hardcore aus Neuseeland. Genauer gesagt aus Auckland. Und noch genauer gesagt ist das Tāmaki Makaurau, wo Another Fucking Problem herkommen. So viel Zeit muss sein.
Wieso hat mir noch niemand von dieser Band erzählt? Das ist ja großartig, was Puddy Knife hier aus dem Klappmesser schütteln.
Eine Würgeschlange kann ja einfach mal so ein ganzes Schwein auffressen. Kiefer aushaken und rein damit. So ähnlich hab ich früher auch die Toblerone zu mir genommen, als ich noch gekifft habe. Und ich meine diese riesigen Dinger, die eigentlich eher nach Panzersperren als nach Schokoladenriegel aussehen. OK.
Ganz viel Liebe und ganz viel Hass kann man derzeit nach Los Angeles schicken, wo irgendwelche verrückten Vollidioten Jagd auf Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung machen und diese vom Fleck weg einsperren, aussperren und wegsperren, ausweisen und abweisen.
Genau das Richtige für Montagmorgen. Ein etwas infantiler Blick auf Skate-Hardcore-Punk mit einem homogenen Gemisch aus adoleszenten Problemen und simplen Gitarrenmelodien. Das eine gibt es nicht ohne das andere, oder?