Ich verstehe diese Genrebezeichnungen nicht mehr, weswegen ich ja auch irgendwann angefangen hatte, alles nur noch als Garage Punk zu bezeichnen. Ihr könnt das gerne so kleinteilig molekular aufdröseln, wie ihr wollt, aber es bleibt am Ende Punk Rock.
Oder eben Garage Punk, wenn es ein bissle krachiger und lofi sein darf. Vielleicht fällt mir dann gelegentlich ein Metal-Pups vor die Füße und ich bemerke das nicht, oder es schmuggelt sich ein Egg-Punk Geschöpf in die Playlist, ohne dass ich das bemerke, aber das Risiko nehme ich in Kauf.
Heute zum Beispiel ist laut Etikett die Band Pin-Up Sisters aus Leeds eine Garage Punk lofi Rock Egg-Punk Band. Und normalerweise würde ich da sofort vor zurückschrecken, weil igitt Leierei, aber das hier ist ja gar kein Eiersalat, das ist einfach nur lofi Garage und ein bisschen weirdo Punk. Hm. Jetzt merk ich gerade, dass ich dafür, dass ich keinen Bock auf das Genre-Gelaber habe, ganz schön viel Genre-Gelaber veranstalte.
Lassen wir das. Gute Musik.
Noise Merchant. Die kann man auf Kassette kaufen. Und dann in eine Schublade packen.
Tolle Hardcore Band aus St. Louis, die sich selbst als Medieval Slut Punk bezeichnet und ich hab keine Ahnung, was das bedeuten soll.
Geballer aus Melbourne. Whose Reality? machen Crust-verliebten D-Beat Hardcore Punk mit netten melodischen Anleihen in den Gitarrenschrammelversatzstücken und viel Hall auf dem Gesang.
Zum Ausklang der Woche ein bisschen Hardcore aus Neuseeland. Genauer gesagt aus Auckland. Und noch genauer gesagt ist das Tāmaki Makaurau, wo Another Fucking Problem herkommen. So viel Zeit muss sein.
Wieso hat mir noch niemand von dieser Band erzählt? Das ist ja großartig, was Puddy Knife hier aus dem Klappmesser schütteln.
Eine Würgeschlange kann ja einfach mal so ein ganzes Schwein auffressen. Kiefer aushaken und rein damit. So ähnlich hab ich früher auch die Toblerone zu mir genommen, als ich noch gekifft habe. Und ich meine diese riesigen Dinger, die eigentlich eher nach Panzersperren als nach Schokoladenriegel aussehen. OK.
Ganz viel Liebe und ganz viel Hass kann man derzeit nach Los Angeles schicken, wo irgendwelche verrückten Vollidioten Jagd auf Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung machen und diese vom Fleck weg einsperren, aussperren und wegsperren, ausweisen und abweisen.
Genau das Richtige für Montagmorgen. Ein etwas infantiler Blick auf Skate-Hardcore-Punk mit einem homogenen Gemisch aus adoleszenten Problemen und simplen Gitarrenmelodien. Das eine gibt es nicht ohne das andere, oder?