Hustle Culture – New Government Pyramid Scheme

Dieses NC-Konstrukt, dass man nur dann irgendwas Schlaues studieren darf, wenn man in der Schule strebsam, fleißig und hörig war, ist auch ein bisschen antiquiert, oder?
Wieso muss mein Hausarzt gut in Kunst, Musik oder Religion gewesen sein? Ich will nicht mit dem über Lemmy und Mozart sprechen.

Mir ist das ja egal, ich kann mich jetzt mit meinen 56 Wartesemestern quasi überall einschreiben, aber die neue Generation an Therapeuten muss immer noch nachweisen, dass sie einen Purzelbaum können, bevor man sie an die menschliche Psyche lässt. Komisch.
Neuer Song von Hustle Culture aus Cincinnati. Post Punk Synth Garage Core. Richtig gut und genau das Richtige für die Aufwärmrunde bei der letzten Partie Mini-Golf im Herbst, bevor das Laub die Spielbahnen unsicher macht. Vorsicht: Rutschgefahr. OK.

Feel It Records. Richtig tolles Foto auf dem Bandcamp Account. So stelle ich mir tatsächlich einen gelungenen Abend und Ausflug des Labels vor. Cool.

Botox – You Need

Eine gute Platte, um ins Wochenende zu starten. Tut mir ja auch leid, dass heute Montag ist; müsst ihr selber sehen, wie ihr damit umgeht und wohin ihr das Botox jetzt spritzen müsst, damit das im Büro nicht so auffällt.

Die Band aus London spielt eine Art von poppig schepperndem 77er Garage Punk, der jetzt fast schon als klassisch zu bezeichnen ist. Also wenn man The Reds mit ein bisschen mehr Melodie oder Sick Thoughts ein bisschen weniger asozial mag, sollte man sich hier mal bedienen.

Zum Glück beschränkt sich unsere Drogenzufuhr auf die Verstärkung von Spaß oder Abstumpfung und wir können missbilligend und verständnislos auf diese Lifestyle-Scheiße herabblicken. Also wenn schon Spritze, dann muss das auch zwirbeln.

Game Show Models – American Standard CS

Garage Punk vom Einzelartisten, der eigentlich gerne mehrere Game Show Models wäre. In Chicago ist das alles gar kein Problem, in den US of A sowieso nicht – man habe dort unbegrenzte Möglichkeit, heißt es. Eine davon ist, acht neue Lieder aus der Mülltonne der Kreativität mit genügend Pop und Melodien auszustatten, um in der Tanzschule den Cha-Cha-Cha-Pogo zu etablieren. Ganz geil.

Knuckles On Stun. Auf ein paar Kassetten erschienen und im Einkauf auch einen Dollari günstiger als der digitale Kram. Ist das der neue American Standard? Leute dazu motivieren zwingen, physische Produkte zu kaufen, damit Arbeitsplätze erhalten werden? OK.

V.A. – Aliens, Psychos & Wild Things Vol.5 – LP

Auch schon bei der 5. Ausgabe angekommen dieser sympathische Sampler von 60’s Garage Punk, Surf und Psychobilly Hits. Ich hab mir das nur wegen des Covers hier reingeklebt. Wer sind die Leningrad Cowboys? Geilste Frisuren.

Hier gibt’s den tanzbaren Partytraum eurer Eltern, ein paar entspannte Klänge zum LSD des Tages und fuzzigen Fuzz an den richtigen Stellen, um durch das Intelligenzvakuum am Wochenende zu kommen.
Mit solch illustren Bands wie The Mods, The Unknowns (nein, andere), The Second Coming, Morning Disaster, Rise, usw. Cool.

Dig! Records bzw. Arcania International. Vormals wurde diese Reihe von Norton Records kompiliert und veröffentlicht, vielleicht sagt das den älteren Menschen noch was. Ich geh mit dem Bild jetzt zum Friseur und lass mir das auch machen. Wie, Perücke?

Orsini – Ezin Atera LP

Poppiger Garage Punk aus Bilbao mit mehrstimmigem Gesang, tollen Gitarren und noch mehr Melodien im Abgang. Sympathisch cleane Gitarre. Orsini sind eine runde Sache auf Spanisch. Un asunto redondo. OK.

Andalucía Über Alles und Crapoulet Records. Auf LP erschienen und beim Label noch zu bekommen. Auch rund. También redondo.

Xanny Stars – Take Sharp 7″

Richtig tolle Garage Pop Punk Band aus Cleveland, die das jetzt auch schon seit sieben Jahren macht. Eingängig, melodisch, mehrstimmig und laut. Nach meheren LPs und Single spielen die Xanny Stars morgen ihre Release Show in der Little Rose Tavern und danach erst einmal wieder längere Zeit nicht mehr.

Guter, solider Schachzug, wenn man seinen neuen Scheiß verkaufen will. Aber wenn man sich als "most anxious Band" des Landes betitelt, dann darf man sich auch live rar machen, denk ich mal. Cool.

Just Because Records. Auf 7″ erschienen und schon käuflich zu erwerben. Gibt nur 100 Stück, also werden wir davon eh nie was sehen. Funktioniert aber auch digital ganz gut, wenn man ein bisschen Sonnenschein auf dem Weg zur Arbeit benötigt, während die soziale Kälte im ÖPNV die Lebensfreude aus den Gesichtern der Menschen saugt.

An Tec’h – Dalc’h Da Gano CS

Das kann man nicht nur nicht lesen, das versteht man auch nicht.

Wie schön die keltische Sprache klingt, kann man bei der bretonischen Band An Tec’h hören, die auf ihrer Landessprache hübsche acht Songs aus der Garage Punk bis Post Punk Ecke wegfegen und in eingängige Melodieportionen anhäufen, die man ganz wunderbar im Spätsommer zu einem Glas Fraises de Plougastel-Schorle genießen kann.

Die haben ja so ein tolles Klima da. Schönes Debüt.

Substance D. Auf Kassette erschienen. Interessanterweise ist die Sprache dem Walisischen sehr nah, aber dem Irischen weit entfernt, obwohl diese drei die letzten gesprochenen Sprachen keltischen Ursprungs sind. Toll, ne?

Ultra Lights – Pleasure’s All Yours LP

Poppiger Gitarren Garage Punk aus Georgia. Ultra Lights betreten die Bühne mit 11 schönen Stücken Zuckergebäck und werfen die akustischen Süßspeisen großzügig in die weit aufgerissenen Mäuler der gelangweilten Hörerschaft.

Falls ihr euch gerade im Internet radikalisieren wollt, dann fangt damit an. Aber bedenkt, dass Ultra Lights genauso Krebs machen wie diese schlimmen Black Death Kippen mit dem Totenkopf. Nur sind die Ultra Lights halt nicht so cool, ihr Luschen. Haha.

Chunklet Industries. Auf LP vor einem Monat erschienen. Digital aber auch gut und sogar besser fürs Klima, wenn man mal drüber nachdenkt, aber ich will euch nicht endgültig an die Terroristen mit Grashalm-Schwertern verlieren. OK.

OP ED – E.P.

Falls ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank. Kurze Pause. OP ED aus LA haben mit E.P. Bock auf Großbuchstaben und Garage Punk aus den 80er Melodienkisten, an denen sich auch schon Steve E. Nix bedient hatte.

Fast schon sleazy. Die musikgewordene Portion Brausepulver für deinen morgendlichen Kaffee. Waldmeister.

Heather The Jerk – Write A Letter

Falls ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank. Kurze Pause. Schreibt mir einen Brief mit Herzchen und Rosenduft.

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