Zulo – Noche Fría EP

Lasst euch nicht vom Cover abschrecken. Ach so, ich pack das ja gar nicht hier rein. OK.

Musik ist irgendwie Garage Punk von einem Typen namens Zulo, der das Schlagzeug laut eigener Aussage mit dem Mund eingespielt hat. Früher hat man dazu "Beatboxing" gesagt. Der Soundtrack für die kalten Nächte. Cool.

Fake Sex Tape. Ein paar Coversongs, ein paar eigene Lieder – fertig ist der Spaß.

Gurl – S/T 12″

Mir ist ja neulich aufgefallen, dass der Regen gar nicht aufhört, wenn ich aus Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt fahre. Ob das auch mit dem weltweiten Klima so ist?
Das hieße ja, dieses nationalistische Denken ist kompletter Unsinn, weil wir immer alle betroffen sind. Oh nein. Wer sagt es ihnen?

Das Debütalbum von Gurl aus Paris nach ein paar EPs geht in die Indie Rock Richtung der Dorfdisko, setzt sich dort auf den Schoß der Strokes und macht es sich bei den schmuddeligen Dinosaur Jr. Fans mit einer Flasche Lost Balloons gemütlich.

Passt sehr gut zum Nieselregen über die Landesgrenzen hinweg. Hübsch.

La Cèpe Records. Auf LP erschienen. Apropos Grenzen. Die Band bietet die Platte auf ihrer Bandcampseite portofrei für Pariser an. OK.

Nancy And The Jam Fancys – S/T CS

Wann hat das eigentlich angefangen mit diesen X and the XY Bands?
From the top of my head, wie der Angelsachse sagt, fallen mir Amyl and the Sniffers, JJ and the A’s, Judy and the Jerks, Lucy and the Rats, Yea-Ming and the Rumours, Buck Biloxi and the Fucks, die französische Variante Jacques Grêle et les Fausses Fuites und vielleicht noch die Oma Siouxsie and the Banshees ein.
Ich hab bestimmt tausende vergessen, ihr könnt gerne einen Zettel schreiben und mit zusenden, ich freu mich immer über Post.

Hier die millionste Version der Bla and the Blabla Bands, diese kommt aus Moruya in Australien und hat kürzlich ihr erstes Release für den europäischen Markt via Idiotape Records in den Ring geworfen.  Nancy and the Jam Fancys!
Die ist eigentlich schon 3 Jahre alt und es gibt inzwischen sogar noch bessere Sachen der Garage Punks, aber ich belasse es mal dabei. Falls ihr Bock auf Whisky zum Morgengurgeln habt. Ganz geil.

Idiotape Records. Auf Kassette erschienen. Sollen wir auch ne Band machen? Wer ist Anführer?

Hustle Culture – New Government Pyramid Scheme

Dieses NC-Konstrukt, dass man nur dann irgendwas Schlaues studieren darf, wenn man in der Schule strebsam, fleißig und hörig war, ist auch ein bisschen antiquiert, oder?
Wieso muss mein Hausarzt gut in Kunst, Musik oder Religion gewesen sein? Ich will nicht mit dem über Lemmy und Mozart sprechen.

Mir ist das ja egal, ich kann mich jetzt mit meinen 56 Wartesemestern quasi überall einschreiben, aber die neue Generation an Therapeuten muss immer noch nachweisen, dass sie einen Purzelbaum können, bevor man sie an die menschliche Psyche lässt. Komisch.
Neuer Song von Hustle Culture aus Cincinnati. Post Punk Synth Garage Core. Richtig gut und genau das Richtige für die Aufwärmrunde bei der letzten Partie Mini-Golf im Herbst, bevor das Laub die Spielbahnen unsicher macht. Vorsicht: Rutschgefahr. OK.

Feel It Records. Richtig tolles Foto auf dem Bandcamp Account. So stelle ich mir tatsächlich einen gelungenen Abend und Ausflug des Labels vor. Cool.

Botox – You Need

Eine gute Platte, um ins Wochenende zu starten. Tut mir ja auch leid, dass heute Montag ist; müsst ihr selber sehen, wie ihr damit umgeht und wohin ihr das Botox jetzt spritzen müsst, damit das im Büro nicht so auffällt.

Die Band aus London spielt eine Art von poppig schepperndem 77er Garage Punk, der jetzt fast schon als klassisch zu bezeichnen ist. Also wenn man The Reds mit ein bisschen mehr Melodie oder Sick Thoughts ein bisschen weniger asozial mag, sollte man sich hier mal bedienen.

Zum Glück beschränkt sich unsere Drogenzufuhr auf die Verstärkung von Spaß oder Abstumpfung und wir können missbilligend und verständnislos auf diese Lifestyle-Scheiße herabblicken. Also wenn schon Spritze, dann muss das auch zwirbeln.

Game Show Models – American Standard CS

Garage Punk vom Einzelartisten, der eigentlich gerne mehrere Game Show Models wäre. In Chicago ist das alles gar kein Problem, in den US of A sowieso nicht – man habe dort unbegrenzte Möglichkeit, heißt es. Eine davon ist, acht neue Lieder aus der Mülltonne der Kreativität mit genügend Pop und Melodien auszustatten, um in der Tanzschule den Cha-Cha-Cha-Pogo zu etablieren. Ganz geil.

Knuckles On Stun. Auf ein paar Kassetten erschienen und im Einkauf auch einen Dollari günstiger als der digitale Kram. Ist das der neue American Standard? Leute dazu motivieren zwingen, physische Produkte zu kaufen, damit Arbeitsplätze erhalten werden? OK.

V.A. – Aliens, Psychos & Wild Things Vol.5 – LP

Auch schon bei der 5. Ausgabe angekommen dieser sympathische Sampler von 60’s Garage Punk, Surf und Psychobilly Hits. Ich hab mir das nur wegen des Covers hier reingeklebt. Wer sind die Leningrad Cowboys? Geilste Frisuren.

Hier gibt’s den tanzbaren Partytraum eurer Eltern, ein paar entspannte Klänge zum LSD des Tages und fuzzigen Fuzz an den richtigen Stellen, um durch das Intelligenzvakuum am Wochenende zu kommen.
Mit solch illustren Bands wie The Mods, The Unknowns (nein, andere), The Second Coming, Morning Disaster, Rise, usw. Cool.

Dig! Records bzw. Arcania International. Vormals wurde diese Reihe von Norton Records kompiliert und veröffentlicht, vielleicht sagt das den älteren Menschen noch was. Ich geh mit dem Bild jetzt zum Friseur und lass mir das auch machen. Wie, Perücke?

Orsini – Ezin Atera LP

Poppiger Garage Punk aus Bilbao mit mehrstimmigem Gesang, tollen Gitarren und noch mehr Melodien im Abgang. Sympathisch cleane Gitarre. Orsini sind eine runde Sache auf Spanisch. Un asunto redondo. OK.

Andalucía Über Alles und Crapoulet Records. Auf LP erschienen und beim Label noch zu bekommen. Auch rund. También redondo.

Xanny Stars – Take Sharp 7″

Richtig tolle Garage Pop Punk Band aus Cleveland, die das jetzt auch schon seit sieben Jahren macht. Eingängig, melodisch, mehrstimmig und laut. Nach meheren LPs und Single spielen die Xanny Stars morgen ihre Release Show in der Little Rose Tavern und danach erst einmal wieder längere Zeit nicht mehr.

Guter, solider Schachzug, wenn man seinen neuen Scheiß verkaufen will. Aber wenn man sich als "most anxious Band" des Landes betitelt, dann darf man sich auch live rar machen, denk ich mal. Cool.

Just Because Records. Auf 7″ erschienen und schon käuflich zu erwerben. Gibt nur 100 Stück, also werden wir davon eh nie was sehen. Funktioniert aber auch digital ganz gut, wenn man ein bisschen Sonnenschein auf dem Weg zur Arbeit benötigt, während die soziale Kälte im ÖPNV die Lebensfreude aus den Gesichtern der Menschen saugt.

An Tec’h – Dalc’h Da Gano CS

Das kann man nicht nur nicht lesen, das versteht man auch nicht.

Wie schön die keltische Sprache klingt, kann man bei der bretonischen Band An Tec’h hören, die auf ihrer Landessprache hübsche acht Songs aus der Garage Punk bis Post Punk Ecke wegfegen und in eingängige Melodieportionen anhäufen, die man ganz wunderbar im Spätsommer zu einem Glas Fraises de Plougastel-Schorle genießen kann.

Die haben ja so ein tolles Klima da. Schönes Debüt.

Substance D. Auf Kassette erschienen. Interessanterweise ist die Sprache dem Walisischen sehr nah, aber dem Irischen weit entfernt, obwohl diese drei die letzten gesprochenen Sprachen keltischen Ursprungs sind. Toll, ne?