V.A. – Aliens, Psychos & Wild Things Vol.5 – LP

Auch schon bei der 5. Ausgabe angekommen dieser sympathische Sampler von 60’s Garage Punk, Surf und Psychobilly Hits. Ich hab mir das nur wegen des Covers hier reingeklebt. Wer sind die Leningrad Cowboys? Geilste Frisuren.

Hier gibt’s den tanzbaren Partytraum eurer Eltern, ein paar entspannte Klänge zum LSD des Tages und fuzzigen Fuzz an den richtigen Stellen, um durch das Intelligenzvakuum am Wochenende zu kommen.
Mit solch illustren Bands wie The Mods, The Unknowns (nein, andere), The Second Coming, Morning Disaster, Rise, usw. Cool.

Dig! Records bzw. Arcania International. Vormals wurde diese Reihe von Norton Records kompiliert und veröffentlicht, vielleicht sagt das den älteren Menschen noch was. Ich geh mit dem Bild jetzt zum Friseur und lass mir das auch machen. Wie, Perücke?

Orsini – Ezin Atera LP

Poppiger Garage Punk aus Bilbao mit mehrstimmigem Gesang, tollen Gitarren und noch mehr Melodien im Abgang. Sympathisch cleane Gitarre. Orsini sind eine runde Sache auf Spanisch. Un asunto redondo. OK.

Andalucía Über Alles und Crapoulet Records. Auf LP erschienen und beim Label noch zu bekommen. Auch rund. También redondo.

Xanny Stars – Take Sharp 7″

Richtig tolle Garage Pop Punk Band aus Cleveland, die das jetzt auch schon seit sieben Jahren macht. Eingängig, melodisch, mehrstimmig und laut. Nach meheren LPs und Single spielen die Xanny Stars morgen ihre Release Show in der Little Rose Tavern und danach erst einmal wieder längere Zeit nicht mehr.

Guter, solider Schachzug, wenn man seinen neuen Scheiß verkaufen will. Aber wenn man sich als "most anxious Band" des Landes betitelt, dann darf man sich auch live rar machen, denk ich mal. Cool.

Just Because Records. Auf 7″ erschienen und schon käuflich zu erwerben. Gibt nur 100 Stück, also werden wir davon eh nie was sehen. Funktioniert aber auch digital ganz gut, wenn man ein bisschen Sonnenschein auf dem Weg zur Arbeit benötigt, während die soziale Kälte im ÖPNV die Lebensfreude aus den Gesichtern der Menschen saugt.

An Tec’h – Dalc’h Da Gano CS

Das kann man nicht nur nicht lesen, das versteht man auch nicht.

Wie schön die keltische Sprache klingt, kann man bei der bretonischen Band An Tec’h hören, die auf ihrer Landessprache hübsche acht Songs aus der Garage Punk bis Post Punk Ecke wegfegen und in eingängige Melodieportionen anhäufen, die man ganz wunderbar im Spätsommer zu einem Glas Fraises de Plougastel-Schorle genießen kann.

Die haben ja so ein tolles Klima da. Schönes Debüt.

Substance D. Auf Kassette erschienen. Interessanterweise ist die Sprache dem Walisischen sehr nah, aber dem Irischen weit entfernt, obwohl diese drei die letzten gesprochenen Sprachen keltischen Ursprungs sind. Toll, ne?

Ultra Lights – Pleasure’s All Yours LP

Poppiger Gitarren Garage Punk aus Georgia. Ultra Lights betreten die Bühne mit 11 schönen Stücken Zuckergebäck und werfen die akustischen Süßspeisen großzügig in die weit aufgerissenen Mäuler der gelangweilten Hörerschaft.

Falls ihr euch gerade im Internet radikalisieren wollt, dann fangt damit an. Aber bedenkt, dass Ultra Lights genauso Krebs machen wie diese schlimmen Black Death Kippen mit dem Totenkopf. Nur sind die Ultra Lights halt nicht so cool, ihr Luschen. Haha.

Chunklet Industries. Auf LP vor einem Monat erschienen. Digital aber auch gut und sogar besser fürs Klima, wenn man mal drüber nachdenkt, aber ich will euch nicht endgültig an die Terroristen mit Grashalm-Schwertern verlieren. OK.

OP ED – E.P.

Falls ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank. Kurze Pause. OP ED aus LA haben mit E.P. Bock auf Großbuchstaben und Garage Punk aus den 80er Melodienkisten, an denen sich auch schon Steve E. Nix bedient hatte.

Fast schon sleazy. Die musikgewordene Portion Brausepulver für deinen morgendlichen Kaffee. Waldmeister.

Heather The Jerk – Write A Letter

Falls ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank. Kurze Pause. Schreibt mir einen Brief mit Herzchen und Rosenduft.

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Wine Lips – TV Diner LP

Kleiner Vorgeschmack auf das neue Album von Wine Lips aus Toronto. Feiner Garage Punk mit viel Melodie auf den blau-roten Lippen und genug Krach im Abgang, um seinen Weißwein ohne Eiswürfel in die Blumen zu kippen. Ganz geil.

Ich pack die letzte Single hier noch rein, weil der Song auch auf der neuen LP drauf ist. Da habt ihr direkt zwei von 13 Liedern vorgehört, die eure Spendierlaune anregen sollten.

Kommt auf verschiedenen Farben auf Vinyl Ende August offiziell raus. Vielleicht springen die noch unverhofft auf den Get Lost Fest Zug auf, die sind eh Ende August in Deutschland unterwegs. Das wäre doch mal eine schöne Überraschung. OK.

The Sex Shoppe – S/T CS

Gibt es eigentlich so ordinäre Sex Shops noch? Das müssen dann auch echte Überzeugungstäter sein, die fernab von der Anonymität des Internets breitbeinig in den Laden schreiten und nach 5 Pfund Sexheften verlangen. Warum nicht.

Lo-Fi Garage Punk mit Cramps Geschmack. Keine Ahnung, welche Einstellung am Gitarrenverstärker da genutzt werden muss, um diesen typischen Sound zu kreieren, aber ich hoffe, sie heißt Cramps.

Einfach den Kippschalter um- und loslegen. Wirkt dann direkt sympathisch dilettantisch und punkish. Ab in den Sex Shoppe. Ganz geil.

Ragdoll Records. Auf Kassette erschienen. Soll auch bei Goodbye Boozy kommen – dann auf Vinyl? Hab ich noch nichts von gesehen. Wird wohl in der Schmuddel-Ecke aufbewahrt.

Basilisko – S/T LP

Dieses melodische Garage Punk Orgel Gedöns mit mehr Zucker als in einem durchschnittlichen Glas Nutella erlaubt ist, verklebt immer und immer wieder meine Ohren und mein schwarzes, verklumptes Herz. Gut, wenn es eh verklumpt ist, macht das ja nichts, könnte man meinen. Schiefes Bild irgendwie. Hm.

Das Duo Basilisko aus dem Basken- und Rioja-Land verbindet ja eigentlich eine Liebe zu düsteren Werken und die haben sich thematisch und musikalisch am Mittelalter zu orientieren versucht. Aber das höre ich nicht. Ich höre nur dideldadeltralala mit viel Hall auf den Gitarren. Klingt vielleicht in Spanien anders, das Mittelalter.

Auf jeden Fall höre ich bei der letzten Poison Ruïn mehr Kerkerrasseln und hier ist das eher doch charmantes Gedudel, aber wir hören ja alle unterschiedlich, ne? Lassen wir das. Schöne LP.

Flexidiscos. Erscheint heute offiziell auf blutrotem Vinyl, aber man könnte auch Rioja-Weinrot dazu sagen. Ich hab gerade den zweiten Teil von Harry Potter durch und vielleicht hat mich der Basilisk deswegen angesprochen. Also nicht angesprochen, ich kann ja kein Parsel. Ach, egal.