The Archaeas – S/T LP (Teaser)

He, Grillmeister und Craftbier-Genießer…ihr könnt wieder im Vorgarten die Piratenflagge hissen und eure Tattoos mit der Pflegeserie von DM einschmieren. Hier gibt es mehr Rock n‘ Roll aus Louisville, Kentucky für uns. Yeah! Der Sommer ist gerettet – endlich wieder zu der passenden Musik rotzevoll mit dem Kopp auf dem Fliesentisch einpennen.

Nach der großartigen Single auf Total Punk, die im Februar hier vorgestellt wurde, haben sich die drei Archaeen auf Goner Records eingefunden, weil da mal die Japaner Guitar Wolf veröffentlicht haben, oder so. Zumindest hab ich mir das jetzt so eben auf die Schnelle merken können. Egal.

Wir haben eh nur Zeit für einen Song – den Rest gibt es in 6 Wochen. Das Album erscheint am 19. September.

Kann man jetzt vorbestellen und 40 Euro Versandkosten bezahlen. Aber das spart man dann ja beim Nackensteak wieder ein.

Catsick / Conflicted – Split

Wie schön! Catsick aus Christchurch melden sich schon wieder mit ein paar neuen Songs auf dieser Split zurück.
Ich denke mal, das verhält sich bei den virtuosen Trash Punkern so ähnlich wie bei irgendwelchen anderen Künstlern, die unbedingt ihre Kreativität rauslassen müssen, bevor sie durchdrehen und sich ein Ohr abschneiden oder Polizist werden.

Auf jeden Fall gibt es hier eine Split mit der russischen Band Conflicted, die wenig überraschend auch in ihrer Landessprache singen und ganz wunderbaren Punk-Hardcore machen. Versteh ich halt nicht. Egal.
I like short songs.

Erscheint bestimmt demnächst auf Dust Up!. Leider erst einmal nur jeweils ein Song der beiden Bands im Stream. Aber gut.

Clang! – Whac-A-Mole LP

Mit Post-Punk verhält es sich ein bisschen so wie mit guten Büchern. Natürlich kann man sein Leben lang Pitje Puck oder diese komischen Vampir-Bücher lesen und man ist dann glücklich und zufrieden.
Aber wenn man einmal gemerkt hat, was so ein paar talentierte Schriftsteller mit der Sprache anstellen können und dadurch eine völlig andere Stimulation des Hirns erzeugen, dann merkt man schon, dass da mehr sein kann, als nur eine stumpfe Befriedigung der Unterhaltungssehnsucht.

Vielleicht ist das dann auf Dauer zu anstrengend. Und man hat auch nicht immer Bock auf Herausforderungen. Na klaro. Dann hört man halt NOFX oder so. Aber ab und zu braucht es so tolle Sachen wie Clang! aus Tampa in Florida.

Die machen ganz wunderbaren Noise Post Punk Kram, der mit Saxophon und Synthesizer garniert auch richtig viel Spaß macht. Vielleicht ist das schon wieder nicht für alle was, aber wenn Euch die 25. Platte von Bad Religion ein bisschen zu langweilig wird, dann probiert doch mal, eure musikalischen Geschmacksknospen ein wenig zu kitzeln…

Erschienen vor zwei Wochen – erhältlich bei X-Mist.

Was hatte er hier in dieser Stadt, in diesem verrückt gewordenen Steinbaukasten zu suchen? Blumigen Unsinn schreiben, damit die Menschheit noch mehr Zigaretten rauchte als bisher? Den Untergang Europas konnte er auch dort abwarten, wo er geboren worden war. Das hatte er davon, daß er sich einbildete, der Globus drehe sich nur; solange er ihm dabei zuschaue. Dieses lächerliche Bedürfnis, anwesend zu sein!“ aus „Der Gang vor die Hunde“ von Erich fucking Kästner.

Chain Whip – Demo 2020

Wie ist das bei Euch eigentlich passiert, dass Ihr auf einmal Punk wurdet? War Euch das quasi in die Wiege gelegt, weil die Eltern entweder Hippies oder Bankiers waren, gegen die man dann zeitgemäß mit Punk rebellierte?
Oder seid Ihr eines Morgens aufgewacht und habt in den Spiegel gesehen und gedacht: „Nee, heute nicht kämmen, nicht schminken, Zähneputzen kann man auch mit Bier, ich bin jetzt Punk, Alter“
Ich musste kürzlich nur daran denken, dass es so einen Knackpunkt in meiner Kindheit gab, ab dem ich in die richtige Richtung gestoßen wurde.

Grundsätzlich ist es ja auch eine interessante Frage, ob man ein geistiges Fundament für Punk Rock benötigt, oder ob man durch das bloße Hören von der Musik zum Punk wird. Schwierig. Das besprechen wir ein anderes Mal.

Jedenfalls kam irgendwann als ich so 6 oder 8 war mein bester Freund zum Spielen vorbei und ich machte ihm die Tür auf. Ich bemerkte einen roten Fleck auf seinem Pullover und fragte ihn, ob es Nudeln mit Tomatensoße zum Mittag gegeben hätte und er fragte verwundert zurück, woher ich das wüsste. Daraufhin zeigte ich auf seinen Pullover und er erwiderte nur achselzuckend, das könnte ja auch von gestern oder vorgestern sein.

Ich war schockiert. Bin ich doch auf Sauberkeit und Ordnung geeicht und musste penibel darauf achten, was die anderen Leute so von mir hielten.
Diese Freiheit, mit einem dreckigen Kleidungsstück nicht nur einen Nachmittag, sondern womöglich mehrere Tage herumzulaufen und darauf zu scheißen, war mir völlig fremd und mir eröffnete sich eine gänzlich neue Welt.
Eine Welt, in der man tun konnte, was man wollte, egal, was die anderen Leute dann von einem dachten. Wow. Großartig!

Leider machten mir meine Eltern schnell einen Strich durch die Rechnung, aber der Stein des Anstoßes rollte unaufhaltbar in Richtung Pubertät und Punk. Ich glaube, damals habe ich beschlossen, nix auf die Meinung anderer zu geben.

Leider hab ich das bis heute nicht geschafft, aber in so manchen Situationen denke ich heute daran zurück, wie mir mein Freund mit einem simplen Achselzucken eine neue Welt offenbarte. Danke.

Ach so. Chain Whip sind sehr gut. Neues Demo:

Der Grund, warum ich da mal wieder dran denken musste, sind meine Kinder, denen ich hundertmal am Tag sage, dass sie nicht so mit dem Eis kleckern sollen.

Rocket Reducers – Dead Beat Demo

Bock auf Rock n‘ Roll und gerade keine New Bomb Turks Platte zur Hand? Dann nehmt eine Prise von den Rocket Reducers. Das ist auch schon wieder 10 Jahre her, verdammt. Kennt ihr das überhaupt`Seid ihr überhaupt schon so alt? Hm.

Aber vielleicht kennt ihr ja die eine oder andere Band, in denen die Typen dann nach der Auflösung von Rocket Reducers gespielt haben…wie zum Beispiel PlasticHeads oder die jetzigen Solosachen von Matt Ellis..?

Na, egal – das hier würde auch heutzutage für eine richtig gute 7″ reichen.
Und so langsam werde ich ein großer Fan der Bandcampseite von Loose Lips Records, wo alte, tote und verstaubte Sachen ans Licht der Öffentlichkeit gezogen werden, die dann auch noch kostenlos zum Download angeboten sind.

Da ist sogar besser als der meiste Scheiß, der mir heute als geiler Punk Rock n‘ Roll Kram verkauft werden will. Gönnt euch…

Paranoise – Dragon

Nach der famosen „Single“ aus dem vergangenen Monat mit den Hits Influenza Influencer und Lost My Phone, die auch hier mit dabei sind, legen die Garage/Surf/Punk Rocker kräftig nach.

Wahnsinniger Mix aus allem, was Krach macht. Sie selber bezeichnen sich als Dirt Surfers und psychedelic prog punk…Wir haben dazu früher „Matschfilter“ gesagt. Heute ist das wahrscheinlich alles einfach nur lofi, aber das klingt auch cooler.
Nix gegen den Sänger, aber der instrumentale Song Dead Sailor ist der Hit.

Das sollte mal jemand auf Platte pressen. Vielleicht reicht auch ne Flexi, der Sound wird nicht darunter leiden. Haha.

Graveyard Of The Pacific – Radium Girls

Ob sich Nazis wohl heutzutage klammheimlich in der Öffentlichkeit mit „Radium“ begrüßen, weil das Element die Ordnungszahl 88 hat? Hm. Muss ich mal drüber nachdenken.

Nebenbei wollte ich aber eigentlich erzählen, dass dieser Death Surf aus Austin, Texas eine ziemlich gelungene Ergänzung zu den anderen Bands ist, in denen Alex Cuervo sein Unwesen treibt.

Leider werden hier erst einmal nur 3 Songs aus der Misch- und Masterwerkstatt von Mark Ryan ins digitale Nirwana geblasen und davon ist einer auch noch ein Cover. Die beiden Songs aus der eigenen Feder von Graveyard of the Pacific sind recht unterschiedlich. Einmal höre ich tatsächlich eine Mischung aus Hex Dispensers und Eerie Family mit einem anderen Sänger, aber beim anderen Songs klingt ein wenig Gun Club durch. Cool.

Ich hab Lust auf mehr.
Mehr Schwimmen mit Feuerquallen. Mehr Spaziergänge bei Gewitter, mehr Roadtrip als Geisterfahrer, mehr Toblerone abbeißen.

Gibt es ein Element mit der Ordnungszahl 1312? Ich frage für mich.

Atomic Eater – Hope U Die Too

Für den Wochenstart hab ich noch ein paar positive Vibes aus Schweden. Treffend bezeichnet sich der Atomic Eater selber als „Apocalypse Rock“ und versprüht schon seit letztem September gute Laune in Form von sehr eingängigem Synthie Punk.

OK, also mir macht so ein Kram gute Laune. Das hier sind zwei neue Songs, die wohl anscheinend eigentlich eine Split Single zur Tour mit den großartigen Kool and The Gang Bangers hätte werden sollen. Aber mit Touren ist ja gerade nicht so gut.

Tolle Band. Hört euch die anderen Songs auch mal an. Das lohnt.

Vielleicht erinnert Ihr Euch ja auch an die Split, die bei dem ersten Beitrag zu Kool and the Gang Bangers bereits hier aufgetaucht ist? Tolle Kombination. Was wäre das für eine geile Tour. Fuck, ey.

Kool And The Gang Bangers – Feel Bad Music LP

Oha. Ein starker Anwärter für den Soundtrack zum Jahr 2020. Hier ist wirklich alles scheiße, außer der Musik.

Die Jungs von Kool and the Gang Bangers aus Schweden haben offensichtlich schlechte Laune und finden alles kacke. Das ist so schön infantil und unbedarft, man fühlt sich direkt wieder wie ein Teenager, der erst einmal gegen alles rebelliert, ohne Sinn und Verstand.
Alles Mist. Sehr sympathisch.

Diese Aversion gegen so ziemlich alles und jeden in ihrem Leben vertonen sie in 15 tollen und melodischen Garage Punk Stücken und nennen das Ganze dann treffend „Feel Bad Music„. Zusätzlich packen sie als Zuckerli noch ein sehr gutes Cover von The DirtsI’m so poor“ mit dabei. Ganz nebenbei ist das gesamte Album wirklich richtig gut und taucht mit Sicherheit auch in der Top 10 des Jahres auf, die ich nicht mache.

Erschienen vor ein paar Wochen bei dem feinen Label No Front Teeth Records in London.

Lest Euch einfach mal die Songtitel durch, da geht einem ja das Herz auf. Not gonna go outside, Hate your guts, This City sucks, Full of Shit, usw. Haha

Festival der Teaser

Die in der Vergangenheit bemängelte Marketingstrategie „Wer kauft eine Kuh, wenn er die Milch umsonst bekommt?“, scheint heutzutage auf Bandcamp und Soundcloud ganz normal geworden zu sein.
Wir bekommen hier von jeder Kuh jeweils einen oder ein paar Schlücke, damit wir Appetit auf mehr bekommen.

Das ist auch ok, die Künstler und Labels sollen ja bezahlt werden. Aber so ganz versteh ich das nicht. Wenn ich das Lied toll finde und das Album digital hören will und auch dafür bezahlen möchte, warum muss ich dann bis zur Veröffentlichung warten, wenn dann auch der Rest der Platte kostenlos zur Verfügung steht? Hm.
Egal. Deswegen bin ich ja kein BWLer sondern Punk Rocker, haha.

Bikini Beach – Atoll

Eine kleiner Asuzug aus dem 5. Album der Fuzz-Garage-Rocker. An einem Bikini Beach wäre ich jetzt auch gern. Die Figur dafür hab ich.

Tommy And The Commies -^Hurtin‘ for Certain EP

Tommy und seine Genossen sind mit einer neuen EP zurück. Verzeihung, werden nächste Woche zurück sein. Garage Punk der melodischen Sorte, wie auf dem Album. Ebenfalls wieder auf Slovenly. Kanada kanns noch!

Clock Of Time – Pestilent Planet

Post Punk aus Berlin. Klingt inzwischen ja fast wie eine Drohung. Oder wollte ich Qualitätssiegel sagen? Naja, ziemlich gelungen ist auf jeden Fall der Vorgeschmack auf das Album der jungen Band in Form von „Rotten Master“. Erscheint auf Static Shock und ist eine Empfehlung.

Era Bleak – S/T LP

Im August kommt auch mal wieder was Neues aus dem Hause Dirt Cult, unserem Lieblingslabel aus Portland. Mit Leuten von Piss Test und Dark/Light und wahrscheinlich tausend anderen Portland Bands, sind die beiden Songs auch richtig guter Punk Rock. Fertig.Aus.