Wusstet ihr, dass in Texas traditionell die Gesetze am 1. September in Kraft treten und der Gouverneur dann tagelang zuvor nichts anderes tut, als die Dinger zu unterzeichnen?
Letztes Jahr waren das über 1100 Unterschriften/Gesetze, da kann man schon mal unachtsam werden, was man da unterschreibt. Unter anderem sind dann so tolle Dinge rechtlich bindend wie die Annahme, es gäbe nur Mann und Frau als Geschlecht und daraufhin ist es zudem Lehrkräften verboten, über Diversität zu sprechen (in einem Staat, in dem über 2 Millionen LGBTQ Erwachsene leben).
Oder ganz neu alt: mithilfe dieser Liste sollen die Schulen in Texas ihre Bücher aus der Bibliothek verbrennen, ansonsten wird die komplette Lehranstalt verstaatlicht und die Räumlichkeiten der Bib werden zu gemütlichen Nachsitz-Knästen umfunktioniert. Crazy. Das kann bei uns zum Glück nicht passieren.
Mesh aus Philadelphia haben ihr Debüt Album veröffentlicht. Toller Post Punk mit Tiefe, ohne an Melodien und Leichtigkeit zu sparen. Das klingt ein bisschen nach einer Mischung aus den 80er Jahren UK Bassläufen und aktuellen Gesangslinien aus Australiens Kneipenlandschaften. Sehr cool.
Feel It Records. Auf LP erschienen. No Fun At All haben auch schon 9 LPs rausgebracht und eine hätte gereicht, vor allem, wenn man doch offensichtlich keinen Spaß daran hat. Aber egal.
Was Neues von dem Feel It Records Menschen, der auch schon mit Bands wie Fried Egg und Slugz sein Label verziert hat. Namentlich ist das Sam Richardson, der mit SMARM jetzt ein bisschen weg vom Hardcore und ein bisschen hin zu postigen Gefilden unterwegs ist.
Curaçao ist jetzt bei der FIFA WM nächstes Jahr in den USA mit dabei, das ist ja verrückt. Das Land, was die meisten von uns nur in Verbindung mit dem "Blue" aus der Flasche kennen und das meine Eltern in der Hausbar stehen hatten, um diesen ekelhaften Drink zu mixen.
Also deswegen haben sich die Punk Rocker von Fan Club aus Seattle umbenannt. Das klingt auf der neuen 7″ tatsächlich nicht mehr so stark nach LYSOL, sondern eher nach einer straighten Hardcore Band. Weniger Garage und Kneipe, mehr Straße und Keller. Zum 10-jährigen Bestehen der Band einfach mal auf die Kacke hauen und gerade einmal die 5 Minuten-Marke mit den 5 Songs geschafft.
Komische Zeiten, ne? Auf einmal muss man sich ja richtig schlecht fühlen, wenn man einst pazifistisch von seinen Hippie-Eltern erzogen wurde und das verbale Säbelrasseln von kriegsgeilen Dumpfbacken aus der Bevölkerung immer als dummes Gelaber abtun konnte, wenn jetzt der Minister das ganze Land dazu auffordert, kriegstüchtig zu werden.
Das schreckt mich ja eigentlich immer eher ab, wenn sich eine Band ein Cover einer sensationellen Platte schnappt und dies dann für ihre eigenen Zwecke missbraucht. Wirkt dann halt schnell albern oder im besten Falle sind es langweilige Kopisten aus dem Kindergarten der Punk Rock Akademie.