Wie armselig kleinkariert muss man eigentlich sein, um mir einen Strafzettel zu geben, weil ich "falsch herum" auf dem Bürgersteig stehe. An einer Wohnstraße, versteht sich. Also mit dem Auto, versteht sich.
Obwohl, bin mir hier in diesem Puff gar nicht so sicher, ob man nicht auch lieber alle Menschen in dieselbe Richtung blicken lassen und ein Abweichen lieber schnell unter Strafe stellen möchte. Daran erkennt man natürlich auch, dass die Ordnungskräfte zum Glück nichts Anderes zu tun haben, uns geht’s gut; hier ist die größte Aufregung das allabendliche Fernsehbild, um Herrn Ruheständler Frege zu zitieren.
Die Musik von Crimes De Guerra spiegelt meine Laune.
District Six Records. Band aus Brasilien, Label aus Indonesien. Ob die auch solche Probleme haben, dass Autos verkehrt herum an der Straße stehen und dadurch Massenpaniken und Chaos verursachen? Schlimm.
Wie werden Menschen eigentlich so empathielos und dumm, dass sie sich an dem Leid anderer Menschen erfreuen? Ich kann das noch nachempfinden, wenn es um Antipathien gegenüber Individuen geht, also der Nachbar von oben, der zu laut hustet, der hat natürlich den Tod verdient.
Was für ein beschissener Tag, Leute. Man wacht auf und liest GEAS und Musk und will eigentlich nicht aufstehen. Zum Glück ist gerade Fußball, sonst müsste man noch über die echte Welt nachdenken und zum Glück kann ich liegen bleiben und alles Notwendige erledigen. Ein Hoch auf Starlink und mein Internet und Lieferando und Bettpfannen.
Da erkennt man mal, dass die Grazer keine Ahnung von der Zahnpflege haben. Anschaulich dargestellt ist das Ergebnis auf dem Cover des Debütalbums, aber hier darf man nicht fragend daneben stehen, sondern muss als Philanthrop direkt darauf hinweisen, dass natürlich nach der sogenannten "KAI-Formel" geputzt werden muss. Kaufläche, Außen, Innen.