Atomic Eater – Hope U Die Too

Für den Wochenstart hab ich noch ein paar positive Vibes aus Schweden. Treffend bezeichnet sich der Atomic Eater selber als „Apocalypse Rock“ und versprüht schon seit letztem September gute Laune in Form von sehr eingängigem Synthie Punk.

OK, also mir macht so ein Kram gute Laune. Das hier sind zwei neue Songs, die wohl anscheinend eigentlich eine Split Single zur Tour mit den großartigen Kool and The Gang Bangers hätte werden sollen. Aber mit Touren ist ja gerade nicht so gut.

Tolle Band. Hört euch die anderen Songs auch mal an. Das lohnt.

Vielleicht erinnert Ihr Euch ja auch an die Split, die bei dem ersten Beitrag zu Kool and the Gang Bangers bereits hier aufgetaucht ist? Tolle Kombination. Was wäre das für eine geile Tour. Fuck, ey.

Kool And The Gang Bangers – Feel Bad Music LP

Oha. Ein starker Anwärter für den Soundtrack zum Jahr 2020. Hier ist wirklich alles scheiße, außer der Musik.

Die Jungs von Kool and the Gang Bangers aus Schweden haben offensichtlich schlechte Laune und finden alles kacke. Das ist so schön infantil und unbedarft, man fühlt sich direkt wieder wie ein Teenager, der erst einmal gegen alles rebelliert, ohne Sinn und Verstand.
Alles Mist. Sehr sympathisch.

Diese Aversion gegen so ziemlich alles und jeden in ihrem Leben vertonen sie in 15 tollen und melodischen Garage Punk Stücken und nennen das Ganze dann treffend „Feel Bad Music„. Zusätzlich packen sie als Zuckerli noch ein sehr gutes Cover von The DirtsI’m so poor“ mit dabei. Ganz nebenbei ist das gesamte Album wirklich richtig gut und taucht mit Sicherheit auch in der Top 10 des Jahres auf, die ich nicht mache.

Erschienen vor ein paar Wochen bei dem feinen Label No Front Teeth Records in London.

Lest Euch einfach mal die Songtitel durch, da geht einem ja das Herz auf. Not gonna go outside, Hate your guts, This City sucks, Full of Shit, usw. Haha

Festival der Teaser

Die in der Vergangenheit bemängelte Marketingstrategie „Wer kauft eine Kuh, wenn er die Milch umsonst bekommt?“, scheint heutzutage auf Bandcamp und Soundcloud ganz normal geworden zu sein.
Wir bekommen hier von jeder Kuh jeweils einen oder ein paar Schlücke, damit wir Appetit auf mehr bekommen.

Das ist auch ok, die Künstler und Labels sollen ja bezahlt werden. Aber so ganz versteh ich das nicht. Wenn ich das Lied toll finde und das Album digital hören will und auch dafür bezahlen möchte, warum muss ich dann bis zur Veröffentlichung warten, wenn dann auch der Rest der Platte kostenlos zur Verfügung steht? Hm.
Egal. Deswegen bin ich ja kein BWLer sondern Punk Rocker, haha.

Bikini Beach – Atoll

Eine kleiner Asuzug aus dem 5. Album der Fuzz-Garage-Rocker. An einem Bikini Beach wäre ich jetzt auch gern. Die Figur dafür hab ich.

Tommy And The Commies -^Hurtin‘ for Certain EP

Tommy und seine Genossen sind mit einer neuen EP zurück. Verzeihung, werden nächste Woche zurück sein. Garage Punk der melodischen Sorte, wie auf dem Album. Ebenfalls wieder auf Slovenly. Kanada kanns noch!

Clock Of Time – Pestilent Planet

Post Punk aus Berlin. Klingt inzwischen ja fast wie eine Drohung. Oder wollte ich Qualitätssiegel sagen? Naja, ziemlich gelungen ist auf jeden Fall der Vorgeschmack auf das Album der jungen Band in Form von „Rotten Master“. Erscheint auf Static Shock und ist eine Empfehlung.

Era Bleak – S/T LP

Im August kommt auch mal wieder was Neues aus dem Hause Dirt Cult, unserem Lieblingslabel aus Portland. Mit Leuten von Piss Test und Dark/Light und wahrscheinlich tausend anderen Portland Bands, sind die beiden Songs auch richtig guter Punk Rock. Fertig.Aus.

The Celetoids – Optic Nerve EP

Hier, das ist eine nette Band aus Kroatien. Vielleicht sind euch die Celetoids schon mit ihrer Debüt LP auf Drunken Sailor und Doomtown Records aufgefallen oder sogar schon mit ihrem Tape? Oder vielleicht habt ihr die Burschen ja auch live gesehen?
Das ist mir nämlich aus Versehen passiert, als ich mich vor ein paar Jahren in Ljubljana verlaufen hatte und im Klub Gromka gelandet bin, wo irgendwie 2-3 Bands gespielt haben.

Der Sound war kacke, aber diese Band ist mir im Kopf geblieben. Und nach dem ernüchternden Blick auf den Merch-Tisch habe ich kurz überlegt, ob man die Jungs nicht mal ansprechen sollte wegen einer LP Veröffentlichung. Ich neige schließlich zu Größenwahn, wenn ich zwei Bier getrunken hab.
Zum Glück ist der Drunken Sailor dann ja auch auf den Trichter gekommen.

Und nun also ein neuer Song von den hektischen Punk Rockern, die hier mal eben ein Gitarrenriff bei den genialen Red Dons geklaut haben, um dann wie die Observers zu klingen. Geil. Nehm ich.

Heute noch auf Tape bei Doomtown. In ein paar Monaten dann wieder beim Drunken Sailor? Hm. Ach komm, ich mach’s selber…

Bad Moves – Untenable LP

Der Konsum von Musik ist wie der Konsum von Drogen.
In der Jugend fängt man mit den Klassikern, den leicht bekömmlichem Kram an. Vielleicht ein bisschen Beatles und Queen oder Tote Hosen und Ärzte zu den ersten Zigaretten und dem ersten Bier. Dann wird man etwas experimentierfreudiger aufgrund seiner guten und schlechten Erfahrungen.
So ist vielleicht für den einen dann Hip Hop eine gute Wahl, was wunderbar zum Kiffen passt. Für die andere muss es psychedelic Rock und LSD sein. Außerdem natürlich SxE Hardcore, dem praktischerweise der fehlende Umgang mit Drogen inhärent ist.

Und dann gibt es noch Sachen, von denen man einfach die Finger lässt. Weil man sieht, was für Vollidioten das hören/nehmen. So zum Beispiel Plastik Pop und Koks.

Ich weiß, das Bild ist ein bisschen schief, aber ich wollte eigentlich bloß darauf hinaus, dass es eine feine Sache ist, wenn man nach jahrelangem Genuss einfach die verschiedensten Dinge immer noch mag. Ich freu mich, dass ich mich für Hip Hop/Rap und Metal und Rock n‘ Roll und Punk Rock und Indiekram heute (fast) gleichermaßen begeistern kann.

Deswegen auch Bad Moves aus Washington D.C.. Tolle Indie-Band auf Don Giovanni. Bedient meine Schwäche für abwechselnden männlichen/weiblichen Gesang. Die dritte Platte inzwischen. Sie ist super. Kann man prima zu vapen, haha.

Vielleicht sollte ich mal eine Tabelle machen mit Bands und korrespondierenden Drogen. Oder ich schieb mir noch ein Zäpfchen in den Arsch und geh pennen. Hm. Mal sehen.

Lucy And The Rats – Got Lucky

Wenn ihr einen lebensdurstigen und experimentierfreudigen Teenager mit Liebeskummer und Zugang zu dem Drogenarsenal seiner Apothekeneltern kennt, der zwei Wochen mit einem Cocktail aus Diazepam und Amphetaminen, Alkohol und Hydroxyzin auf einer Party mit seinen imaginären Freunden am Strand feiert, dann gebt ihm dieses Album als den perfekten Soundtrack zu seinem Exzess.

Für alle anderen Menschen ist das zweite Album von Lucy and the Rats vielleicht einfach nur schnöder Powerpop oder Garage Punk. Aber da steckt mehr hinter.

Ja, da ist ein bisschen weniger Druck als bei der ersten Platte, aber Druck haben wir ja alle eh schon genug.

Heute erschienen. Passt ehrlicherweise auch sehr gut auf eine Ü-40 Party. Generationsübergreifendes Album, quasi.

Warm Exit – Fat Time Cas-sette

Zwei neue Songs von den SynthiePunks aus Brüssel.
Keine Ahnung, wie die das gemacht haben, aber irgendwie sind sie seit dem letzten Release vor einem halben Jahr auf einmal ein bisschen „erwachsener“ geworden.
Soll heißen: ein bisschen zahmer. Tempo runtergeschraubt, übersichtlichere Komposition. Fast schon langweilig.

Aber zum Glück grätscht da zwischendurch (im zweiten Song) der verrückte Synthie durch und dann wird wieder schräg Gitarre gespielt (im zweiten Song) und eine Roboterstimme erzählt Unsinn (jep).

Also sagen wir es mal so: Zwei Lieder fürs Uni-Radio, eins für die Germanisten und eins für die Designer.

Das Demo mit 5 Songs hat noch 1€ gekostet. Jetzt sind sie schon bei 2€. Sie sind nicht mehr jung und brauchen das Geld.

Sweet Reaper – Closer Still LP

Ich hab mich noch nie gefragt, wie wohl die genialen Hex Dispensers und auch Marked Men/Radioactivity klingen würden, wenn sie nicht in den stickigen, versifften und MAGA-verseuchten Großstädten Texas‘ ansässig wären, sondern hin und wieder mal ein bisschen Pazifikluft schnuppern und Wellenreiten könnten.
Und trotzdem sind Sweet Reaper mehr als nur die Antwort auf eine nicht gestellte Frage. Kalifornischer Power Punk Pop n‘ Roll Garage Surf, der richtig viel Spaß macht und den ich mir jetzt auf ne CD für den Discman gebrannt habe, damit ich damit am Maschsee schön Kiten Inliner fahren Bier trinken kann. Geil.

Das Artwork ist auch toll. Naja. Nee, eigentlich find ich das ziemlich gruselig. Aber man soll ja nicht von der Form auf den Inhalt schließen.
Falls euch Massenger gefallen – da sind 2 Leute mit dabei.
Hurra, Sommer.

Die Platte gibts seit 2 Wochen bei Alien Snatch. Ziemlich gutes Jahr für das Label bislang, ne? Verkackt es nicht!

Paranoise – Lost My Phone / Influenza Influencer

Oh ja. Richtig guter lo-fi Garage Punk Noise, der in meiner Playlist bei Tony Hawk’s Pro Skater ganz oben stünde, hätte ich da was zu sagen.
So, wie es aussieht, müsst ihr aber wieder Dead Kennedys und KISS hören, während ihr in der School über Tische grindet und in Venice Beach die Gaps sucht…
Ich stehe noch in Verhandlungen mit dem Entwicklerteam, die sich allerdings etwas schwierig gestalten, nachdem die bereits den Klassiker „Hund von Baskerville“ von Cindy und Bert strikt abgelehnt haben. Banausen.

Schade, denn diese Dudes hier aus Los Angeles hätten durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

Vielleicht frag ich mal bei den Redakteuren vom Tatort nach, die sind ja so flexibel und weltoffen, hab ich gehört. Besser kann man einen Mord in fucking Ludwigshafen doch nicht untermalen, oder?

Alex Cuervo – Scare Package

Wusstet ihr eigentlich, dass die meisten Massen- und Serienmorde während einer Hitzewelle begangen werden? Ich sag das nur mal so im Hinblick auf die aktuelle Wettervorhersage.

Also falls da jemand spontan noch was geplant hat und musikalische Untermalung für seine Umsetzung braucht, da hätte ich was ganz Feines.

Der gute Alex Cuervo, der Mann hinter Espectrostatic und natürlich Hex Dispensers und Eerie Family, hat kürzlich einen Soundtrack mit sagenhaften 26 Liedern abgeliefert. Einer davon sogar mit Gesang. Ein richtiger Hit. So, wie seine Solo-Sachen damals auf Red Lounge Records.

Ansonsten besticht das Album durch schaurige Synthies und stimmungsvolle Melodien. Also wenn man die Stimmung „Erschrecken“ mag.

Ich bin Fan.

Das mit den Serienmördern und Morden und dem Wetter ist bullshit. Hab ich irgendwann mal in irgendeinem Film gehört und jetzt einfach nachgeplappert. Könnt ihr aber gerne selber recherchieren.