Pit Pony – World To Me LP

Ich bin heute das erste Mal mit meinem "Good Night White Pride" T-Shirt, das ich mir mal vor langer Zeit auf nem Onkelz Konzert geklaut habe, im Wald vor der Tür laufen gegangen.
Und prompt werde ich von dem ersten Mistköter angefallen, der mir über den Weg läuft. Wäre die verunglückte Zuchtmischung nicht an der Leine gewesen, hätte sie einen ordentlich Tritt in die abgeschnittenen Eier bekommen.

Das hat mich aber zum Grübeln gebracht. Konnte der Hund lesen und war ein Rassist? Ich mein, wer, wenn nicht Hunde können das noch von sich behaupten, ohne schief angeguckt zu werden? Und wenn ja, welche Hunderasse gilt als "weiß"? Muss man die alle rasieren, damit man das sieht?

Es ergibt dann irgendwie mehr Sinn bei den Pferden, die den Waldpfad zuscheißen. Immerhin haben wir hier eine komplett weiße Rasse, die sich bestimmt auch für was Besseres hält. Sieht jedenfalls so aus. Ach, Pferde sind alles Arschlöcher. Rassisten auch.
Apropos Pferde.

Pit Pony bringen eine Platte raus und die ist sehr gut. Ich habe eine Schwäche für gute Musik. Es ist Post Punk Garage Rock, aber klingt besser. Aus England. Toll.

Cuir – EP 7″

Hoppla, der Synth-Punker aus Lorient verlagert auf seiner neuen Single die Betonung von Synth in Richtung Punk und wirft ein bisschen mehr Geschwindigkeit in die Waagschale. Somit kippt das Konstrukt von Cuir während der ersten beiden Songs und der ersten beiden Minuten leicht in die Ecke von Uffta-Uffta und wird dementsprechend auch in den letzten 50 Sekunden der Single von einem gelungenen Zeke Coversong mit Hardcore Punk Synthie abgerundet, auf Französisch, natürlich!
Gibt es als Single bei Offside Records.

3 Songs unter 4 Minuten. Der gute Mann kommt Ende Juni nach Deutschland und spielt auch bei Dir in der Nähe. Naja, was heißt das schon? Alles ist nah, wenn man Zeit hat. Geht dahin, wir sehen uns dann. Wenn mein Sonnenbrand nicht bis dahin verschwunden ist, kann ich mich sogar als Doppelgänger mit auf die Bühne stellen.

Freitag, der 13.

Wenn das so weiter geht, gibt es nur noch 1642 Möglichkeiten, den Klimawandel aufzuhalten. Das ist die Anzahl der Freitage in den kommenden 30 Jahren, an denen wir für die Future auf die Straße gehen können. Danach ist dann der Asphalt zu warm. Fuck, ey.

Ich hätte ansonsten noch das Angebot vom Verkehrsminister, sein Essen nicht mehr zu fotografieren. Also nicht das Essen des Ministers, sondern sein eigenes. Beides nicht. Herrjee. Vielleicht hilft das ja auch besser und schneller und nachhaltiger, als zum Beispiel ein Tempolimit oder so ein unsinniger Quatsch. Also ICH hab noch nie mein Essen fotografiert und gehe da mit gutem Beispiel voran. Und auf der Autobahn fahr ich absichtlich immer in Gegenrichtung Tempo 30, alles andere wäre ja Wahnsinn.

OK – schönes Wochenende.

Whitney K – Hard To Be A God 12″

Zum Einstimmen etwas Sanftes. Herr Whitney spricht und säuselt und singt über ein bissl seichtes Geplänkel drüber, was bestimmt über den tieferen Sinn dahinter hinwegzutäuschen versucht. Der tiefere Sinn entzieht sich mir jetzt zwar gerade – ich nutze die EP als Untermalung zum Wüstenstaubputzen, aber die Musik finde ich ganz fantastisch. Kam jetzt bei dem großartigen Label Maple Death Records heraus und kann auf rot und schwarz gekauft werden.

Feed – Stimuli CS

Na sowas, etwas Handfestes von dem Punker aus Hammond, Indiana. Das ist man ja schon gar nicht mehr gewohnt, dass es die Veröffentlichungen von Feed auch auf einem Tonrtäger zu kaufen gibt. Ansonsten nix Neues, der Typ hat mich noch nie enttäuscht, immer noch der gleiche coole Synthie Gitarren Garage Punk Rock mit schnodder Oi-Stimme. Kommt bei Dirtbag Distro und Dial Club auf Kassette heraus.

Clean Cut Kid – Little Black Space

Fragt man die Plattenhändler seines Vertrauens im Second-Hand-Shop, erhält man meistens immer die gleiche Antwort. "Wer bist Du denn? Geh kacken, Junge." Hach, Platten kaufen, ich liebe es. Auf jeden Fall sind die Topseller in den Läden nach wie vor immer irgendwelche Pop/Rock Sachen. Also nehm ich das jetzt auch mmit ins Programm. Hier, bitte schön. Clean Cut Kid bietet saubere Sommerunterhaltung für das Ed von Schleck Eis um 4. Toll.

The Missed – Activation LP

The Missed – Poppiger Garage Punk Rock aus Cleveland, Ohio. Alte Hasen, haben schon ein paar Sachen veröffentlicht. Obwohl, korrekterweise müsste ich die ja als Hasen plus Zibbe bezeichnen, da es sich immerhin um eine Frau handelt, die hier singt, während die Männer am Rhythmus im Hintergrund feilen. Mir sonst nur bekannt von den Nervosas, die Zibbe. Neues Album kommt Ende Mai bei Just Because Records.

Total Sham – Life As A Total Sham

Eine Palette Bier und ein 4-Spur-Gerät. OK, vielleicht noch ein paar Instrumente und ein wenig Gespür dafür, seinen Selbsthass in Spaß zu transformieren – fertig ist das großartige Punk Rock Gedicht aus 9 Songs. Total Sham aus Kansas City machen gehörig Krach und unterstützen mich beim Seepferdchenkurs mit den Kindern. Vielen Dank. Müsst Ihr nicht verstehen, kauft den Scheiß, das ist gute Laune Wochenende bald ist alles im Arsch Musik.

Lamictal – Doctor’s Orders CS

Auf die Schnelle noch ein neues Release für die ganzen Hypochonder unter euch. Mega hektischer Punk Rock mit mehr Höhen als Tiefen, und das ist nicht einmal (nur) bildlich gemeint. Trinkt man zu den 4 Minuten zu viel Kaffe, kann es sein, dass man vor Energie spontan die Buchsbaumhecke herausreißt und den verfickten Staat zerschlägt. Lamictal – geiler Scheiß von Goodbye Boozy.

Sich nach einem Medikament gegen bipolare Störung und Epilepsie zu benennen ist bei mir auf jeden Fall sympatischer aufgeschlagen, als so was infantiles wie Viagra Boys. Aber vielleicht liegt das auch am (mangelnden) persönlichen Bedarf.

Pershagen – Hilma LP & Warthog – S/T 7″

Also wenn man mal meinen geistigen Zustand in zwei kürzlich erschienenen Veröffentlichungen zusammenfassen möchte, würden sich die schwedischen Pershagen aus Piteå und die Amis aus New York von Warthog anbieten. Ist das schon Deperession oder nur Verzweiflung über Krieg, Klima und Kinderkacke?
Ich bin gefangen zwischen Aufbruchstimmung mit blindem Schnaps-Aktionismus und Ignoranz mit Heroin-Lethargie. Aber vielleicht ist es auch einfach zu warm im "mobilen Arbeiten" im Dachgeschoss ohne Fenster? Hm.

Aber ganz nebenbei ist das Pershagen Album auch einfach nur gut und für alle, die dem Schwedischen nicht mächtig sind eine echte Alternative zum kommenden Hurula Album. Erschienen bei Lövely.

Chillig, oder?

Aber wenn man dann mal wieder ein bisschen Nachrichten gelesen oder gehört hat und wutentbrannt nach draußen stürmen will, um den CO2-Ausstoß seiner Nachbarn zu senken (SUV-Autoreifen zerstechen), dann braucht es schon eine andere musikalische Motivationsgrundlage. Warthog zum Beispiel. Mit viel Wohlwollen steckt ja sogar im Warzenschwein "War" drin und wenn das nicht aggressiv macht, was denn sonst. Auf geht’s Kollegen!

Ganz nebenbei isses auch eine tolle 7″. Kommt in ein paar Tagen bei Toxic State bzw. Static Shock.
Und wenn man hier zwischen den Streams immer hin und her springt, ist das so wie "Frozen" mit der Tonspur von "Apocalypse Now" zu schauen. Willkommen in meinem Dachgeschoss.

Billiam – 8 Hours In Billiamville LP

Eine neue Veröffentlichung von Herrn Billiam ist nun nicht unbedingt ein Grund, aus dem Bett zu fallen und vor Überraschung seinen morgendlichen Cognac in den Schoß zu kippen. Der Typ aus Melbourne hat schließlich in den letzten Jahren mit Bands wie Disco Junk, Collective Hardcore, TOR oder Dot Com regelmäßig für Verstimmungen gesorgt und nebenbei auch noch seine Solosachen in einer wahnsinnigen Frequenz auf den Markt geworfen, dass man fast glauben könnte, der meint das ernst.

Mit dem neuen Album führt uns Billiam erneut in die Gefilde von lofi Punk Pop, die ihr ja alle so gerne mögt. Da braucht es kein geschultes Ohr, um das toll zu finden. Man muss nicht lange nachdenken, da bleibt einem ohnehin keine Zeit für. Es ist halt einfach der beste Sound für den Strand (Sandkasten), die Berge (Klettergerüst), das Büro (Mal-Ecke) und den Skatepark (Gehweg vor der Haustür). Bin gerade mit den Kindern unterwegs.

Äh, ja. Hier jetzt leider erst einmal nur ein Song von den 8 Stunden, die dann irgendwie auf rotes Vinyl gepresst werden und in Australien von Zenith Records unter die Leute gebracht werden. Oh und in den USA von Under The Gun Records auch. Hier in Europa nur digital.

Mit dem Song hab ich die kürzeste Mittagspause der Welt hier eigentlich nur erwähnt, weil ich das Cover und das Artwork mag. Kommt von dem schwedischen Comic Typen Theo "Combel" Johannesson.

Flesh Creep – Distributed Lethality CS

Ist eigentlich Will Smith jetzt das amerikanische Äquivalent zu Moses P.? Mal checken…
Fühlt sich von einem Komiker beleidigt, ist mit Komiker zusammen auf einer großen Veranstaltung von gleichgesinnten Kulturbanausen und haut dem Komiker eine aufs Maul, ohne das etwas passiert. Hm, fast, ne? Ich glaube, der RödelheimDödel musste tatsächlich Geld bezahlen dafür, dass er dem Komiker die Nase gebrochen hat. Na gut, knapp daneben, aber immerhin. Schon lustig, diese "Promis".

Falls ihr auch gerade nicht lustig seit und keinen Spaß versteht, hört euch zur Unterstützung doch bitte noch Flesh Creep an und geht dann vor die Tür, um die Komiker zu verhauen, die euch beleidigt haben. Machen alle so.

Flesh Creep – Hardcore Laune aus Birmingham. Geiler Scheiß auf Noise Merchant Records.

Ich glaub, ich spare jetzt auch auf 50.000 DM und dann hau ich dem Mirco Nontschew eine aufs Maul. Hä? Was? Oh, ach so.

AJJ – Solidarity Forever

Hey, schönen 1. Mai, alle miteinander. Ich wollte diesen Knaller* eigentlich ja gestern schon hier reinkneten, aber ich musste morgens in den Supermarkt, Bio-Eier kaufen und dann in die Hauptstadt fahren. Supermarkt hatte zu, musste ich erst entglasen. Dafür konnte ich aber die ganze Strecke schwarzfahren, ohne Maske aufzusetzen, weil Auto und selber.

Im Endeffeket war es schade um die Eier, muss ich sagen. Nächste Mal wieder Mett-Igel aus Gammelfleisch.

*Der Song ist eigentlich für den Soundtrack von "Bald" geschrieben worden. Interessanter Film.

L’Appel Du Vide – Abwärtsspirale 7″

Da flattert unverhofft eine schöne Single von dem sympathischen Label It’s Eleven Records ins Haus und ich kann nicht anders als die Band direkt hier zu verwursten. Für alle, die dem Spanischen nicht mächtig sind, der Name bedeutet übersetzt "Der Ruf der Leere". Nicht zu verwechseln mit dem "Ruf der Lehre", was man auch als euphemistische Bezeichnung der Schulklingel gelten lassen könnte. Kippe aus, ab in die Denkfabrik der Sozialpädagogen.

Die EP oder Single nennt sich Abwärtsspirale, was soviel wie Teufelskreis für Schwermütige bedeutet.
OK, wo war ich? Ach ja, die Band aus Chemnitz mit dem depressiven Namen. Die bringen jetzt im Mai ihre Single heraus und haben da ganz feine 4 Songs drauf gepresst, die sich in dem unübersichtlichen Dschungel von Post Punk eher im schattigen Bereich wohlfühlen (sog. Dark Punk).

Deutschsprachig, düster und druckvoll, dabei jedoch genug Punk, Pop und Poesie, um zweimal hin zu hören. Richtig gut. Erscheint am 27.05. und die Release Party ist am 20.05. in im Nicola Tesla in Chemnitz. Würde ich kaufen, wenn ich sie nicht schon hätte, würde ich hingehen, aber da kommt mein Französisch Tutor zu Besuch. L’Appel Du Vide – geiler Scheiß aus Chemnitz!

Lobend zu erwähnen ist im übrigen auch noch, dass auf dem Label der Single nicht nur die Geschwindigkeit angegeben ist, sondern auch noch die Spieldauer der Lieder. Daumenhochicondings

Doug Tuttle Pause

Hey Poser. Ich hab gerade keinen Bock und keine Zeit für den Unsinn hier. In meinem Kopf schwirren andere Dinge herum und wenn ich Zeit für Musik finde, will ich die selber hören und nichts darüber erzählen. Kommt in ein paar Wochen wieder mal vorbei, dann hab ich mehr von allem. Oder in ein paar Tagen, was weiß ich.
Hier Doug Tuttle zur Pause. Kann man immer hören. Gutes Wetter, schlechtes Wetter, gute Laune, schlechte Laune, Krieg, Frieden.

Ich habe gerade festgestellt, dass ich nach meinem Studium öfters in Unis kacken war als währenddessen. Und was habt ihr so erlebt?