Drunk Dial: Fakes – Volume Three CS

Ach, warum nicht. Zur Auflockerung unserer Unterhosen mal eine kleine Compilation aus Songs von erdachten und fiktiven Bands aus Film und Fernsehen. Gespielt von echten Menschen und echten Bands, versteht sich – das ist kein KI-Scheiß, hoffe ich. Kann man das noch unterscheiden im Punk Rock und Garage? Hm. Interessant.

Drunk Dial Records. Keine Ahnung, ob die Künstler und Bands hier auch besoffen spielen mussten oder oab das Label auch nüchterne Einsendungen akzeptiert hat. Ist auch langweilig. Ich schau mir jetzt School Of Rock an.

The Cowboys – Captain Easy’s Downfall LP

Wer Power Pop und Beat und sweet sweet Rock’n’Roll mag, kann an der neuen Cowboys LP nicht vorbeilaufen, ohne kurz für ein paar Steps foxzutrotten und Drehungen zu vollführen und sich darüber zu freuen, dass einem die Sonne aus dem Arsch purzelt. Gute Laune, Sonne, Sommer, Ignoranz. Die musikgewordene Erdbeerbowle meiner Oma. Toll.

Feel It Records. Auf LP und CD zu bekommen. Mit 19 Liedern und 2000 Melodien.

Headcheese / Caustic – EPs

Wenn die Leute zu doof zum Split Single veröffentlichen sind, muss man sich die eben selbst basteln. Zwei neue Releases von Slow Death Records passen wunderbar zusammen und bieten am Tag der Apokalypse den besten Soundtrack zum freudigen Tanz ums Feuer.

Da hätten wir einmal die großartigen Headcheese aus Kamloops, die ja nun auch schon seit über 5 Jahren ihren angepissten Hardcore Sound an der schlechten Montagmorgenlaune gefeilt und perfektioniert haben. Ein Song jetzt, der Rest im Juli.

Und auf die andere Seite klebe ich mir Caustic, ebenfalls aus Kamloops – das sind quasi Nachbarn – die machen ebenfalls sehr schlecht gelaunten Hardcore Punk, der hier genauso erst einmal nur ein 40-sekündiges Ansichtsexemplar abliefert. Das reicht aber schon für genügend Energie, um den Eisschnee aufzuschlagen. Man muss ja auch was frühstücken.

Slow Death Records. Dieses Kamloops muss ja toll sein, so ne kleine Stadt (90.000) und so viele tolle Bands (2-12). Das schreit ja eigentlich nach einer Compilation, aber die wollen offenbar alle nur unter sich bleiben. Alles muss man selber machen. OK.

Cel Ray – Cel Rayzer LP

Total zeitgenössisch und aktuell brisante Themen aufgreifend schicken sich Cel Ray aus Chicago an, mit einer sympathisch chaotischen Mixtur aus Punk und Hektik die Dringlichkeit der beinekreuzenden Menschen in der Warteschlange vor dem Autobahnrastplatzklo zu vertonen. Das ist gut so.

Exploding In Sound Records. Kommt auf LP raus und kann vorbestellt werden. Trägt die senfgelbe Farbe eines ungesunden Wasserhaushalts. Dass ihr mir genug Flüssigkeit zu euch nehmt, solange das noch ausm Hahn kommt, Freunde. Ich glaub, ich muss mal aufs Klo.

Jug – Head 12″

Was für ein beschissener Tag, Leute. Man wacht auf und liest GEAS und Musk und will eigentlich nicht aufstehen. Zum Glück ist gerade Fußball, sonst müsste man noch über die echte Welt nachdenken und zum Glück kann ich liegen bleiben und alles Notwendige erledigen. Ein Hoch auf Starlink und mein Internet und Lieferando und Bettpfannen.

Apropos. Heißer Scheiß von Jug im Anflug. Zwar kommt erst im August die 12″ raus, aber man darf sich jetzt schon zwei kleine Appetithäppchen zu Gemüte führen und für manche zarte Pflanzen reicht diese tägliche Dosis an Aggression bereits vollkommen aus, um die EU-Grenzen anzupinkeln und die Space-X Rakete im Nachbargarten umzuwerfen.

Hardcore Punk mit schlechter Laune und gefährlichen Gitarren in voller Fahrt. Da will ich auf dem Konzert nicht in der ersten Reihe sitzen. Puh. Ganz geil.

Neon Taste bringt die 12″ auf Vinyl im August raus. Hab ich schon gesagt. OK.

Stuhlkreis – Von Innen Nach Außen CS

Da erkennt man mal, dass die Grazer keine Ahnung von der Zahnpflege haben. Anschaulich dargestellt ist das Ergebnis auf dem Cover des Debütalbums, aber hier darf man nicht fragend daneben stehen, sondern muss als Philanthrop direkt darauf hinweisen, dass natürlich nach der sogenannten "KAI-Formel" geputzt werden muss. Kaufläche, Außen, Innen.

Ihr seht ja, was passiert, wenn man von innen nach außen pflegt und dann nicht einmal den schmutzigen Finger vom letzten Stuhlgang aus dem Mund nimmt. Apropos Stuhl.

Die junge Band Stuhlkreis macht tollen Punk Rock, der vielleicht manchmal ein bisschen an den NDW Kram der 80er und an die Verlierer aus den letzten Jahren erinnert und ich meine die Band. Irgendwie eine spannende Mischung. Kann man so machen.

Urban Lurk. Auf Kassette erschienen. Covergestaltung von Anna Painer, die 2019 Siegerin der Wildcard für einen Fotografen in Ausbildung. Vielleicht ist sie konfus und weiß es nicht besser.

Doss – S/T EP

Doss. Eine neue EP von dem verrückten Duo aus Glasgow. Die Stimmung wechselt schlimmer als ein Tag in der Menopaus und steckt mit der abwechslungsreichen Lärmeinheit aus Punk, Funk, Indie und Garage Punk die verschwitzten Tanzschuhe in den Kopf. Doss bedeutet wohl soviel herumdödeln, wenn du auf der Arbeit keinen Bock hast. OK – Ganz geil.

Alcopop! Records. Bei dem bescheuerten Labelnamen erwarte ich jedes Mal Pop Punk, aber das scheint hier das einzige Genre zu sein, das nicht bespielt wird. Verrückt.

House Proud – Again

House Proud. Eine Post Punk Band für den Mittagstisch. Ein bisschen aus den Lego-Schubladen der 90er und 00er Jahre Helden geklaut und daraus einen neuen Helden gebastelt mit Fugazi-Armen und Mclusky-Körper. Hört sich dann genau so an und macht 2 Minuten einfach nur Freude, wenn man Freude an Musik hat.

Serial Bowl Records. Erstmal nur dieser Song, mal sehen, was da noch kommt, die letzte EP ist ja erst ein knappes halbes Jahr her.

The TSG – Skydiver 7″

The TSG. Power Pop Band aus Wales, glaube ich.

Da sind Leute von den Tubs mit dabei und die schicken sich nun an, den Pfad des Indie Rocks zu verlassen und in die weniger weinerliche Nische der fröhlichen Kneipenmusik abzubiegen, die man am besten mit einem alkoholfreien Ale oder Cider am Mittwochvormittag genießt, um dem wiederkehrenden Ärger über die zu langsam voranschreitende Woche zu feiern.

Ganz geil.

Gob Nation. Erscheint auf einer 3-Song 7″. Hat nichts mit Hoffenheim zu tun, glaube ich.

Helga Pataki – S/T CD

Apropos Saufen. Alter Scheiß aus Denver, nun bei einem Label gelandet. Skate Core Hardcore Keine Zeit Geballer. Wer ist Helga Pataki?

No Time Records. Auf CD zu bekommen. Haha. Wird doch eh nur als Untersetzer für schäbbiges Dosenbier verwendet. Naja.