Surrender – A Lifetime Away

Der dritte Song. Ich mach hier jetzt einfach mal das, was jeder Student während seiner Zeit an der Uni am besten gelernt hat und kopiere Kram, den ich dann hier wieder einfüge. Copy & Paste, Alter – ungefähr so, wie die Jungs von Surrender auch ihre Songs aus den 80ern in die heutige Zeit retten…

Irgendwas hat Dave in seiner Stimme, das einfach immer gut klingt – egal, was er macht. Und bisher hat auch unabhängig von seinem Gesang so ziemlich alles richtig Spaß gemacht, was er angepackt hat: Von Crusades über Black Tower und den Sedatives bis zur Aushilfe bei Steve Adamyk Band. Alles super.

Und nun also Surrender mit Scott, der ebenfalls bei Crusades und Black Tower gespielt hat.

Mir gefällts noch immer und ich freu mich auf die Platte.

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Bothers – LP

Hier muss man wahrscheinlich deduktiv vorgehen, um mehr über die Band herauszufinden, denn sie selbst geben auf den ersten Blick nicht sehr viel von sich preis.
Hier die Fakten: Bothers sind zu dritt, männlich, aus Portland, Oregon und die Jungs haben vorher bereits in anderen Bands gespielt und jetzt machen sie im Trio eine angenehm stressige Mischung aus Punk Rock, Hardcore und Garage.

Hm, das ist bei so einer Stadt wie Portland natürlich nicht gerade hilfreich, wenn dort ja quasi jeder Typ zwischen 14 und 50 in einer besseren Punk Band spielt, als der gesamte Labelkatalog von Epitaph hergibt.

Das letzte bisschen Fakten, das ich noch zusammenkratzen kann: Bothers haben Anfang des Jahres 3 Songs auf Bandcamp veröffentlicht und das Ganze dann „LP“ genannt. Verdammt kurze Spielzeit mit unter 7 Minuten für einen „Long Player“, aber immerhin ambitioniert.
Vielleicht hat sich deshalb auch noch kein Label gefunden, die das auf Vinyl pressen wollen? Obwohl, sollen sie mal bei Jack White nachfragen, der baut da um die Songs noch ein paar Hologramme und einen Parkplatz und eine Sprühschablone und schon ist das Super Special Vinyl Exemplar fertig.

Ich find das gut. Die sollen mal mehr machen.

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Slush – S/T EP

Ein Power Pop Punk Rock Trio aus Melbourne namens Slush hat mich aufgeklärt, was eine Menstruationstasse ist. Keine Ahnung, ob ich ignorant oder einfach nur unwissend war, aber jetzt bin ich schlauer – das Ding da auf dem Cover, das ist eine Menstruationstasse. Schön.

Das scheint auch der Band wichtig zu sein, zumindest haben sie zu dem Song ein Video veröffentlicht, obwohl doch eigentlich „Bleed“ der Hit der EP ist.
Egal, thematisch nimmt sich das nicht viel. Vielleicht ein bisschen albern das Video, aber was solls.

Sehr kurzweiliger Kram mit schönen Melodien und tollen Stimmen. Dazu noch ein Bashing des bekloppten U2 Sängers – was will man mehr? Die EP ist vor kurzem auf einer hübschen pinken Kassette erschienen und zugleich die erste Veröffentlichung der Band, da könnte also noch viel Gutes demnächst kommen. Und ich hab offenkundig noch nicht ausgelernt.

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Zig-Zags – They’ll Never Take Us Alive LP

Wann genau sind Metallica eigentlich scheiße geworden? Oder waren die schon immer kacke und ich hab erst im Laufe der Jahre einen besseren Geschmack entwickelt? Nee, das kanns nicht sein – erst kürzlich gefeilscht und eine Tote Hosen LP auf dem Flohmarkt erstanden UND mich darüber auch gefreut.

Egal. Was ich sagen wollte, ist, dass für Freunde von „Kill Em All“ nun ein schönes Album von den Zig-Zags erschienen ist. Mit „They’ll Never Take Us Alive“ haben die drei Jungs aus L.A. den Trash Metal nicht neu erfunden, aber knüpfen sehr nett an dessen 40-jährigen Wurzeln an. Und ja, das hört sich hier und da schon ein bisschen nach der ersten Metallica Platte an.

Natürlich klingt ab und zu auch ein bisschen Stoner Zeugs durch, das können die Deppen einfach nicht lassen. Aber grundsätzlich ist die vierte LP von den Zig-Zags tatsächlich das, was der Opener der Platte verheißt: Punk Fucking Metal!

Der Titeltrack ist zwar irgendwie der Hit, aber fällt auch ein bisschen aus dem Rest der Platte raus. Also das ist so wie früher hier, man muss das ganze Ding hören, damit das wirklich funktioniert. Ich hab ja auch damals nicht immer nach „Motorbreath“ ausgemacht. Obwohl – den letzten Song kann man sich eigentlich sparen. Aber hört selbst!

Vor ein paar Tagen auf RidingEasy Records erschienen und das könnte auch mein Soundtrack zum Skaten werden im Sommer, wenn ich skaten könnte. Kann ich aber nicht.
Dann mach ich mir die Platte halt zum „Tony Hawk“ zocken an, das passt schon.… Mehr...

Ufosekte – S/T 7″

Meine Herrschaften – hier eine Lehrstunde in Sachen Prokrastination: Aufgenommen Dezember 2015 – angestrebte Veröffentlichung Mai 2019. Junge, Junge. Da waren Trump und Brexit noch kein akutes Thema und der dunkelbraune Kugelspringer war – wie wir alle noch wissen – Insekt des Jahres. Fleißige Menschen haben seitdem ein Studium begonnen und abgeschlossen. Ha.

Auf jeden Fall ist jüngst ganz geiler Scheiß aus Frankfurt da in mein Postfach gesegelt. Die Ufosekte hat nun endlich ihre selbst betitelte Debüt Single bei Tomatenplatten veröffentlicht. Dem Namen nach zu urteilen, könnte man bei der Ufosekte eigentlich eine rotzige Deutschpunk Band erwarten, aber die Typen singen auf Englisch. Na gut, das ist zwar irgendwie albern, aber bitte schön. Love A machen das genau umgekehrt und das ist noch alberner…

Musikalisch sind die 4 Frankfurter laut eigener Aussage irgendwo bei „high-energy-dark-ambient-synth-something-with-punk“ zu verorten, was ja mal ziemlich super klingt. Mich erinnert der Gesang teilweise an die unterschätzen Deadverse aus der Schweiz, und das ist ja schon mal was mit Punk. Blendet man die Stimme aus, kann man bestimmt so Kram wie Radioactivity oder meinetwegen auch Autistic Youth raushören, was ja durchaus ganz gute high-energy-dark Punk Bands sind. Dann spielt da irgendwo im Hintergrund der Alibi-Synthesizer mit, der das alles mit ambient-synth abrundet. Also mischt das alles mal zusammen und schon habt ihr Punk aus Hesse – auf die Fresse, haha.

5 Songs mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und einem versteckten Synthesizer. Sehr kurzweilig, sehr gut. „What is not“ ist der Hit. Da ist auf jeden Fall Potential für ein ganzes Album am Start, fragt sich nur, ob es dann noch genug Erdöl zur Vinylproduktion gibt.

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Buffet – All-American LP

Dieses Album schiebe ich jetzt schon 2 Wochen vor mir her. Nicht, weil ich es nicht gut oder blöd genug für den Quatsch hier finden würde. Nein. Es ist großartig.

Tja, ich weiß aber nicht, was ich dazu sonst noch sagen soll…

Die Band teilt sich die Mini-Stadt Anacortes in Washington mit 15.000 anderen Insulanern. In der Stadt gibts anscheinend ein DonotHouse (DoHo), das als Hauptattraktion gilt, weil alle Bars scheiße sind. Auch die anderen Texte lassen auf eine eher jüngere Band schließen (Family Diner). So viel dazu.

Ansonsten können sich die Jungs vielleicht stilistisch noch nicht entscheiden, was sie eigentlich machen wollen. Es ist Hardcore und Punk Rock und Emo und Rock und Fuzz. Toll!
Sie selber beschreiben den Sound unter anderem mit Tags wie circle jerks descendents garage rock metal psychedelic punk rock rock ’n roll.

Da wird man ja bekloppt. Aber passt schon. All-American (das Album) macht sehr viel Spaß und ich wünschte, ich könnte die Band mal live auf ihrer Insel im DoHo live sehen. Da würde ich auch bei All-American (Song) eine Donut Dusche spendieren.

Die Platte ist kürzlich erschienen bei Resurrection Records und die Band merke ich mir mal.… Mehr...

Brandy – Clown Pain 7″

Hier ist das Rezept schnell erzählt. Fuzzige Gitarren, straighter Beat mit Gerassel und Scheppern, eher gesprochener Text als gesungen und mit ein bissl Hall unterlegt. Das Ganze wird monoton dann mindestens 500 Sekunden wiederholt und so laut eingespielt, dass man es später nicht mehr sauber aus den Boxen oder den Ohren herauskriegt – Tadaaaaa… Cooler Scheiß aus New York City!

Da spielen wohl Leute von Pampers mit, von denen hatte ich doch mal irgendwo eine nicht weniger coole Single auf Jackshack Records hier rumfliegen. Muss ich mir gleich noch mal anhören. Aber erst mal zu den aktuellen Themen:

Apropos aktuell. Die Single ist bereits im Februar auf dem tollen Label Total Punk erschienen. Und wenn euch die zwei Songs gefallen, dann hört auch mal bei den Pampers rein.… Mehr...

Vånna Inget – Utopi LP

Manchmal ist es auch schön, wenn man sich in dieser hektischen Welt auf Dinge verlassen kann, die sich niemals ändern werden. Die immer so bleiben, wie sie mal waren, ohne dabei langweilig zu werden. Vånna Inget ist so eine Sache.
Seit 3 Alben immer wieder die gleiche Rezeptur. Seit 2011 servieren die 4 Schweden hochmelodischen poppigen Punk Rock mit toller Stimme und einem großartigen Songwriting, wie man es fast nur aus Schweden gewohnt ist.

Wenn in tausend Jahren, nach dem langen Nuklearwinter, nur noch Ratten die Erde bevölkern, dann gibt es im Norden, in der Nähe von Småland, mit Sicherheit ein paar sehr talentierte Nager, die durch poppige Melodien ihre Nagerkameraden zu unterhalten wissen. Das muss da irgendwo im Wasser oder in der Luft verborgen sein; dieses Talent, aus 6 Gitarrensaiten, 4 Basssaiten und 2 Stimmbändern so viele schöne Melodien zu kreieren. Und die Ratten machen das dann sogar ohne Instrumente!

Kürzlich ist Utopi bei Graphals erschienen und bald steht das Ding dann auch bei euch im Plattenladen. Wenn ihr die Platte in bunt haben möchtet, müsst ihr allerdings bei freighttrain bestellen. Ich nehme eine in schwarz und eine in bunt, bitte. Ich muss endlich herausfinden, ob man einen Unterschied hört.

Wenn man sich das Video zu Skuggor ansieht, könnte man meinen, die Apokalypse habe schon stattgefunden. Fröhlich ist anders.

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Dramarama & Jawbreaker

Hört ihr eigentlich regelmäßig irgendwelche Podcasts? Ich tu mich da irgendwie schwer mit, da man ja selten so viel Zeit am Stück hat, um eine ganze Folge zu hören und nur die Hälfte anhören ist kacke und später die Stelle wiederfinden, an der man aufgehört hat und dann auch wieder in den Quatsch reinkommen, der da besprochen wurde…nee.
Das kann ich meistens kognitiv gar nicht leisten. Meine Aufmerksamkeitspanne hat sich im Laufe der Jahre auf die Länge eines Punk Rock Albums eingestellt, und das ist nicht lang.

Nichtsdestotrotz versuche ich hin und wieder bei Tätigkeiten, die länger dauern, als eine durchschnittliche Descendents LP, mir so ein Laberzeug anzuhören. Also hab ich beim letzten Bügeln Saufen wieder einem Podcast eine Chance gegeben. Timo hatte mir mal den von Damian Abraham empfohlen (Fucked Up) und dort kann man auch schon aus einer illustren Gästeschar auswählen.

Ich hatte mich für Blake Schwarzenbach entschieden. Weil super. Und siehe da, schon hab ich was gelernt und kam zu einem Aha-Erlebnis. Wusstet ihr, dass einer der ersten Songs, den Blake für Jawbreaker geschrieben hat, von Dramarama stark beeinflusst wurde? Nein? Jaha. Hört mal.

Und dann hört mal „Shield your Eyes“.

Ja nun, ich hab nicht von einem Oha-Erlebnis gesprochen, sondern von einem Aha. Aber immerhin, das war das Einzige, was ich mir von dem Podcast gemerkt habe. Lohnt sich also doch!… Mehr...

Slatwall – S/T Album

Heute ist so ein Tag, an dem das neue Album von Slatwall ziemlich gut passt. Obwohl, ein neues Album ist das gar nicht, sondern eine Compilation von früheren Singles, EPs und einem Demo. Das ergibt auch Sinn, denn die Band hat bereits 2013 mit „Farewell Songs“ ihr letztes Album vor der Auflösung veröffentlicht. Warum also jetzt dieses „neue“ Ding?

Wat weiß ich. Wahrscheinlich, weil sie alles mal online veröffentlicht haben wollten? Oder weil jemand Langeweile hatte? Oder weil sie Geld für Gummistiefel brauchen? Ist ja auch scheiß egal. Hauptsache, die Songs sind online, richtig?

Also bitte: 10 gute Songs, passend zum Wetter – sie nennen es selber „Rain Punk“. So klingt das halt, wenn man zu dritt Punk Rock im regnerischen Seattle macht/gemacht hat. Inzwischen sind die Leute bei anderen Bands untergekommen, von denen ich noch nie was gehört habe. Könnt ihr ja mal suchen: Nixon’s The One, 7 Year Old Blind Girl, The Snubs, Head Honcho.

Wenns mal wieder regnet.

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