Gibt es eigentlich so ordinäre Sex Shops noch? Das müssen dann auch echte Überzeugungstäter sein, die fernab von der Anonymität des Internets breitbeinig in den Laden schreiten und nach 5 Pfund Sexheften verlangen. Warum nicht.
Lo-Fi Garage Punk mit Cramps Geschmack. Keine Ahnung, welche Einstellung am Gitarrenverstärker da genutzt werden muss, um diesen typischen Sound zu kreieren, aber ich hoffe, sie heißt Cramps.
Einfach den Kippschalter um- und loslegen. Wirkt dann direkt sympathisch dilettantisch und punkish. Ab in den Sex Shoppe. Ganz geil.
Ragdoll Records. Auf Kassette erschienen. Soll auch bei Goodbye Boozy kommen – dann auf Vinyl? Hab ich noch nichts von gesehen. Wird wohl in der Schmuddel-Ecke aufbewahrt.
Falls es euch ähnlich geht wie mir, und ihr keine schweren Metal- oder Sludge- oder Hardcore-Riffs bei der Hitze ertragen könnt, dann lasst euch an die Hand nehmen und lauscht den sanften, sonnigen und entspannten Klängen von Yea-Ming and The Rumours. Da kommt man nicht ins Schwitzen und braucht auch nicht alle 20 Minuten ein "Hydration Break", da nuckelt man genüsslich nebenbei an Eiswürfeln aus Gemüsebrühe und bliebt elektrolysiert.
Dieses melodische Garage Punk Orgel Gedöns mit mehr Zucker als in einem durchschnittlichen Glas Nutella erlaubt ist, verklebt immer und immer wieder meine Ohren und mein schwarzes, verklumptes Herz. Gut, wenn es eh verklumpt ist, macht das ja nichts, könnte man meinen. Schiefes Bild irgendwie. Hm.
Sind das alles eigentlich Kinderbuchautoren, diese Black Metal und Heavy Metal Typen? Der Albumtitel verspricht ja schon ne Menge Phantasie mit Teufel und Dreizack und schlimmer Hitze und so und der Song, den man jetzt hören darf, hat auch eine blühende Phantasie aus tausend Märchenbüchern als Grundzutat im Hexenkessel, nur halt irgendwo falsch abgebogen und ins Düstere gedriftet.
Die beiden EPs zusammen auf einer schmucken Kassette, das ergibt Sinn und Spieldauer, die noch irgendwie zu rechtfertigen ist. Das Debüt von 2018 (Most of my friends died in space) und die neue EP von jetzt (Babagsak sila) – zusammen ergibt das 9 mal Hardcore Riffs mit Hardcore Geballer und einer Hardcore Sängerin, die ziemlich angepisst ist. Piper Maru kommen aus Toronto und was muss man sonst noch wissen?
Krystian Quint hat inzwischen aus dem Projekt mit den Quitters eine richtige Band gemacht. Irgendwann vor 6 Jahren hatte er noch als Solokünstler Babysitter Musik gemacht, dann mit den Stools krachigen Blues Punk und nun ist ihm langweilig geworden und er hat sich 2 Leute von der Straße Detroits aufgesammelt, die ein bissle scheppern und zupfen können, um nicht immer zwischen den Instrumenten hin und herzulaufen.
Wie armselig kleinkariert muss man eigentlich sein, um mir einen Strafzettel zu geben, weil ich "falsch herum" auf dem Bürgersteig stehe. An einer Wohnstraße, versteht sich. Also mit dem Auto, versteht sich.
Wie werden Menschen eigentlich so empathielos und dumm, dass sie sich an dem Leid anderer Menschen erfreuen? Ich kann das noch nachempfinden, wenn es um Antipathien gegenüber Individuen geht, also der Nachbar von oben, der zu laut hustet, der hat natürlich den Tod verdient.