Dead Finks -The Death and Resurrection of Johnathan Cowboy LP

Nach viel Ärger und Geld muss ich mich mal umorientieren und einen anderen Billiganbieter suchen, der es schafft, diese unfassbare Datenmenge und den täglichen Besucherstrom, der in die 5er geht, zu bewältigen. Vielleicht bin ich deswegen ein bisschen länger nicht da. Also, äh, wahrscheinlich merkt das gar niemand. Hätte ich mal nix gesagt.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Die genialen Dead Finks aus Australien Berlin. Tolle Band, die es schon seit 5 Jahren gibt und die damals noch am unteren Ende unserer Landkarte zusammen Musik gemacht haben. Nun sind die zwei Haupttäter in die deutsche Provinz/Hauptstadt gezogen und veröffentlichen ihre kreativen Ergüsse auf Vinyl.
Vielleicht findet man aufgrund der langen Schaffensphase auch so viele unterschiedliche Schwingungen auf dem Album. Es geht von Pop über Post Punk und Rock in die Indie Indie und mit Hardcore-Spritzern wieder zurück auf die Garagestrecke in Richtung Post Post. Ziemlich genial – und deswegen dürfen die Leute auch als finalen Schuss die Spitzenband The Fall covern. Das kann und darf nicht jeder. Gut gemacht!

Kam bei Erste Theke raus und kann man dort kaufen. Hey, genießt das mal, eine LP für unter 15€ (!), das sind ja quasi Ramsch-Preise.

Mit neuem Server und neuem Speicher mach ich dann auch wieder die geilsten Podcasts und lad die hier hoch. Nicht.

So viel Sand und keine Förmchen

Ich habe heute im Bus hinter mir einen Mann reden hören, weil ich meine Kopfhörer vergessen hatte. Das war ja schon schlimm genug.
Von manchen Gesprächen, denen man unfreiwillig lauscht, wird man nur vom Versuch, diese kognitiv zu verarbeiten, ein kleines bisschen dümmer. Und ich glaube, der Typ hat da auch was mit nem Sprichwort konkret falsch wiedergegeben.
Er meinte, er sei am Tag zuvor in der Ottostraße gewesen (Straßenstrich) und sein Geld habe hinten und vorne nicht gereicht. Musste lachen.
Musik.

Jackson Reid Briggs & The Heaters – Fear/Move EP

Schon wieder was Neues von dem fleißigen Punk (?) Rocker aus Melbourne. Die 4 Songs gehen stark in Richtung Reigning Sound & co., haben Soul und Orgel im Blut und laden zu Zigarette und Flaschenbier auf dem Bonanza Rad ein. Sonnenuntergang, tanzen und ein bisschen in die Lederjacke kuscheln. Jackson Reid Briggs kann keinen schlechten Song schreiben. Toll.

The Chisel – Retaliation LP TEASER

Ist das jetzt noch Oi? Ich hab da keine Ahnung von, aber wenn der Sänger mal kurz schweigt, klingt das alles nach Indie-affinem Post Punk aus England. Und dann, huch – der Gesang setzt ein und man hat einen wunderbaren Grund, irgendwas mitzugrölen. Bei La Vida Es Un Mus spritzt also wieder das Bier und The Chisel lecken es auf. Erst mal nur ein Song (und Video), aber Album ist bestimmt genauso gut. Erscheint Ende November, wünsch ich mir zu Weihnachten!

White Stains – Blood On The Beach 7″

Noch eine zuckerfreie Hardcore Band für die Spaß-Diabetiker. White Stains klingen so, wie der Name vermuten lässt. Nach 80er Jahren US Hardcore Punk ohne viel Schnickschnack. UfftaUffta, kaputte Hose, Achtung – Stagediver. 2 Songs von den Vieren kann man schon mal hören und die machen auf jeden Fall Spaß – nee, keinen Spaß. Eher Krachlaune. Neon Taste macht wie immer alles richtig. Spermaflecken entfernt man im übrigen am besten mit Rotwein.

Liquids – Fuck Up

Man kommt an diesen Liquids einfach nicht vorbei. Das ist so eine tolle Band, ich hab keine Ahnung, wie man in so kurzer Zeit so viele gute Songs schreiben und einspielen kann. Großartiger Garage Punk mit viel Schrammel und Melodie. Geht direkt ins Herz und explodiert dort. Eine von den wenigen Bands, die aus wenig ganz viel zaubern können. Ist selten, sollte man schätzen.

Alien Nosejob – Paint It Clear LP TEASER

Noch so ein Typ, der nicht schläft. Jake Robertson ist mit seinen ganzen Bands da in Australien nicht ausgelastet und hat deshalb kurzerhand Alien Nosejob ins Leben gerufen, um seinen kreativen Überschuss in lofi Synth-Garage-Punk Lieder zu kotzen. Das hier ist das vierte Album in drei Jahren. Und Singles hat er auch nebenbei noch drölftausend gemacht. Kommt im November auf Vinyl raus, aber Porto.

Cherry Cheeks – Therapy

Gute Laune mit Synth-Punk. Quietsch, Boing, Kaugummi unter den Chucks. Für den Abend, wenn man eigentlich zu müde ist, um noch mal vor die Tür zu gehen. Das motiviert jetzt zwar auch nicht, hinaus in die Welt zu tanzen und seinen Job zu kündigen und auf alles zu scheißen. Aber vielleicht nimmt man den Müll mit raus. Immerhin. Ende September erschienen und lief hier schon 17 mal. Jeden Abend. Cherry Cheeks!

Nightwatchers – Common Crusades LP

Hey, heute ist offiziell das neue Album von den großartigen Nightwatchers aus Toulouse erschienen. Kann man jetzt auf LP bei Lövely Records vorbestellen. Hä?
Ja, heute ist erst mal "nur" digitales Release. Das haptische Glücksgefühl einer Vinylscheibe zwischen den Zähnen muss bis Weihnachten warten. Das mutet zwar ob des Titels etwas ironisch bis zynisch an, aber immerhin. Dann kann man das Teil auch direkt verschenken oder an den Oh Tannebaum hängen.

Vielleicht sollten wir auch endlich mal aufhören mit diesem ganzen Kirchenscheiß. Hatten wir uns nicht mal irgendwann darauf verständigt, dass hier Säkularisierung herrscht? Aufklärung? Huhu Humanismus?
Pfui, ich verzichte gerne auf die Feiertage der Christen und aller anderen verdammten Religionen, wenn wir dafür von dieser organisierten Verblendung loskommen. "Ach komm, die Kirchen tun doch so viel Gutes." Alter, wenn Greenpeace so viel Geld in den Arsch geblasen worden wäre, wie der christlichen Kirche in Deutschland, hätten wir heute schon auf der ganzen Welt Klimaneutralität erreicht und in den Kindergärten würden Aktivisten herangezüchtet und keine gehorsamen Vollidioten, die an einen Freak im Himmel glauben.
Ach. Egal. Nur ein weiterer Nagel im Sarg meines Optimismus'. Hier.
Musik.

Wenn man jeden Morgen auf WDR5 der Kirche schon Raum gibt, ihren furchtbaren Quatsch durch den Äther zu blasen, warum nicht auch mal was aus dem Koran? Oder dem Tanach? Oder lasst Marius Müller Westernhagen seine Kontoauszüge der Deutschen Bank vorlesen. Pluralistische Gesellschaft? Nein? Ach Ach Ach.

Radio Days – Walk Alone 7″

Wusstet Ihr eigentlich, dass wir in Europa ein sehr interessantes Nord-Süd-Gefälle haben, wenn es um Bezahlung im Internet geht? Das ist spannend, was? Jaja!

Im Norden wird fast ausschließlich mit Karte oder irgendwelchen Internetzahldienstleistern bezahlt; hey, die bezahlen sich sogar auf Flohmärkten digital gegenseitig per Telefon. Ist das schon diese unterkühlte Mentalität, die zurückhaltende Arroganz, die man den Skandinaviern nachsagt? Oder isses zu kalt im Norden für Münzen, weil die immer an der Zunge festfrieren, wenn man schauen will, ob es Falschgeld ist? Hm.

Im Süden hingegen klimpern sie ja gerne in den Taschen und bezahlen auch ihre Käufe im Internet liebend gerne per Nachnahme. Da würde es sich noch lohnen, die Postboten zu überfallen, hehe. Manche sagen ja, diese Barzahlungsneurose ist dem vielen Schwarzgeld geschuldet, das gewaschen werden muss.

Tja, ich weiß es nicht. Ist mir nur eingefallen, als ich gesehen hab, dass hier eine italienische Band auf einem spanischen Label eine neue Single herausgebracht hat – und weil ich von Vorurteilen zerfressen bin, hab ich das direkt hier aufgeschrieben. Radio Days haben zwei neue Power Pop Stücke für den Herbst an den Start gebracht und netterweise noch einen David Bowie Klassiker für den Winter aufgearbeitet. Kann man so machen. Sehr entspannend.
Bei Snap erschienen.

Wer ne 7″ haben will, muss im übrigen dem Label ne Mail schreiben (kein Witz) und dann höchstwahrscheinlich einen Batzen Bargeld im Briefumschlag schicken (vielleicht Witz).

Mein Auto fährt…

Tut Tut. Ich plane einen Roadtrip am Wochenende. Da mach ich mir gerade einen Mix für. So lange man hier noch Autofahren kann und dabei 100 Liter Diesel verbrennen darf, will ich das natürlich jetzt auch ausnutzen. Und wenn 200 km/h mit angezogener Handbremse noch ok geht, bis die scheiß Sommerreifen endlich platt sind und ich den Text von Winnebago Warrior auswendig pfeifen kann, dann bin ich glücklich. Hab ich jedenfalls so im FDP Parteiprogramm gelesen. Oder waren es die Grünen? Hm.
Ein paar aktuelle Vorschläge hätte ich da für mich auf jeden Fall.

Algara – Absortos En El Tedio Eterno

Anarchisten aus Spanien, die ganz wunderbar in diese Zeit passen. Schlecht gelaunter Punk Rock, weil die Welt halt kacke ist. Hin und wieder ein bisschen Synthesizer, verspielte Gitarrenmelodien und Elektro-Drums sichern trotzdem die restliche gute Stimmung und machen das Punk Rock Album zu einer fein gewürfelten Reise durch die letzten 30 Jahre Anarcho Punk. Geiler Scheiß von Algara bei La Vida Es Un Mus.

The Good The Bad The Zugly – Classic Oslo Attitude/I Hate Conversations

Die harten Punk Rocker von The Good The Bad and The Zugly haben eine neue Single rausgebracht, die sich hervorragend für die ersten und die letzten Kilometer des Roadtrips eignen. Pusht, macht gute Laune, strengt nicht zu sehr an. Also alles wie immer bei den Norwegern. Der Wechsel des Sängers hat sich hier kaum bemerkbar gemacht. Wenn Du ein bisschen Koks und Bier in zwei Songs gepresst haben willst…dann hör mal.

Gentleman Jesse – Lose Everything

Ein Appetithappen von Gentleman Jesse zum Happen zwischendurch, wenn man die verdreckte Rastplatztoilette mit 2 Meter Abstand angepinkelt hat und nun etwas essen möchte. Schöner Song, der Lust auf das Album macht, das wohl dann auch bald irgendwann bei Beach Impediment Records erscheinen wird. Passt hier ganz wunderbar zu den 5 Minuten stockendem Verkehr wegen der blöden Baustelle. Man kann das Fenster aufmachen, seine E-Zigarette rausschmeißen und ne Tüte rauchen.

Bone Idl – S/T

Erinnert mich an die 90er. Aber eigentlich erinnert mich alles an die 90er, komisch. Vielleicht hatte da mein Hirn seinen kognitiven Peak erreicht und alles, was danach kam, sind nur blasse Kopien vom bereits Erlebten. Naja. Punk Rock mit Pop machen die Bone Idl auf jeden Fall recht gut und das wundert bei Brassneck Records nun auch nicht wirklich. Wenn man jetzt noch nicht sein Ziel erreicht hat, ist man zu langsam gefahren und muss wieder von vorne anfangen.
Cheers.

Aufholjagd

Furchtbar!

Man findet ja kaum noch Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens. Entweder man geht arbeiten und verschwendet unglaublich viel Energie und Zeit auf unsinnigen Quatsch, der uns alle beim Strampeln helfen soll. Oder man tut das nicht und verschwendet seine Zeit damit, seinen Kindern das Strampeln beizubringen.

Schön ist das nicht. Und wählen hilft da auch nicht, Freunde.
Naja.
Ich hab hier heute mal ein bisschen Upper und Downer zusammengestellt. Soll man ja mit Vorsicht genießen, sonst bist Du mirnixdirnix wie River Phoenix.

Paalms – Demo

Nur ein Song, aber der wummert mit genügend Bass für, äh, zwei. Schönes Party Elektro Punk Ding, das natürlich in die moderne 80er Jahre Synthie Kerbe schlägt. Kann ich den ganzen Tag hören, wenn ich Bock auf toupierte Haare und Neon hab. Also immer. Demnächst ein Tape mit 4 Songs von Paalms – ich freu mich drauf. Blank Publishing auch.

Bad Anxiety – Demonstration

Auf die Plätze – Fertig – Los! Schneller als Bad Anxiety kann niemand, die sind unschlagbar. Super hektisch und genialer Hardcore Punk mit ein paar kreischenden Gitarren und manchmal sogar Tempowechseln, wenn Zeit dafür ist. Meistens aber nicht. Ich glaub, die 4 Songs dauern keine 4 Minuten. Ziemlich geiler Scheiß aus dem Hause Earth Girl Tapes.

Van Houten – Home Alone 2

Zum Runterkommen ist dieser Van Houten immer gut. Muss man nur jedes Mal aufpassen, dass man nicht zu tief fällt und depressiv wird bei so viel Dream Pop und Indie Shoegazerei. Neue Single gibts bei Clue Records und passt ganz wunderbar zum Croissant am Morgen oder der Valium am Nachmittag oder dem Rotwein zum Zähneputzen. Oder Liebe machen. Your Choice.

Kohti Tuhoa – Väkivaltaa

Eine neue Single von Kohti Tuhoa aus Helsinki kommt bei unserem Liebling La Vida Es Un Mus Discos heraus und wir dürfen schon einmal einen Song davon hören. Ja, das ist dann wohl Finnisch. Und Hardcore. Und gut. Spannend wird es dann wohl erst, wenn der Rest zu hören ist. Denn das soll auf Seite A ganz was anderes sein, als das hier. Ui. Warten wirs ab gehts auf jeden Fall für Zwei.

The Toxics – Down Down

Ey, wo wir gerade in Helsinki sind, da nehmen wir doch die neue Single von den alten Garage Punkern The Toxics mit. Die machen wohl nächstes Jahr ein neues Album. Also das heißt, es muss jetzt schon fertig sein und im Presswerk. Die brauchen ja inzwischen 8-12 Monate. Haha. Aber immerhin kosten die Platten dann nur 30€, ganz normal. Prost.

Spectres – Hindsight

Hurra, eine neue Spectres LP lauert am Horizont und macht Hoffnung auf gute und schlechte Zeiten. Nein, keine neue Staffel der Serie. Ich meine das Auf und Ab von Montag bis Sonntag, das ich am besten mit ein paar neuen Songs von den grandiosen Spectres ertragen kann. Der Song hier reicht schon einmal für Dienstag, 12:00 Uhr bis Mittwoch, 04:00 Uhr. Ist das schon Death Rock?

Laura Jane Grace

Wie sagen die Deadline-gestressten Menschen? Das ist ein "Late-Entry". Die gute Laura Jane Grace hat heute überraschend eine 10″ veröffentlicht und präsentiert 7 neue Songs, die nicht mehr so wahnsinnig viel mit Against Me! zu tun haben, dafür aber Spaß machen und ganz toll zum Sammeln von Kastanien und Laub zusammenkehren und Pflaumenkuchen backen passen. Das kann ja nicht schlecht sein.

Flop Machine – UFO / Berlin / Jukebox

Mir ist heute Morgen beim Bäcker etwas aufgefallen. Ich habe offensichtlich größere Probleme mit Fans von Scheiße als mit der Scheiße selber.
Scheiße kann ich ganz gut ignorieren, wenn es mich nicht interessiert. Ich habe Scheiße recht erfolgreich aus meinem Leben verdrängt. Ich lebe in einer fast scheißefreien Umwelt. Yay!

Fans von Scheiße hingegen drängen sich in all diese sauberen Lebensbereiche hinein und stinken meine Wohlfühlzonen voll.

Beim Bäcker – Unterhaltung, Mario Barth Hahahahaha, Lindner, Bullerbü hahahaha,
Aufm Markt – Unterhaltung, Tempolimit nicht mit mir verdammtes Donnerwetter, Impfen nee ich gurgel Jod.
Puh.

Hier, zur Stimmungsaufhellung (meiner) drei coole Lieder von Flop Machine aus Bergen in Norwegen, wo die Welt auch nicht in Ordnung ist, aber immerhin macht dort Bønny Evjen von den Scumbugs ganz nette Musik mit Synthesizer, Gitarre und guter Laune. Erinnert ein bisschen an Cuir. Vielleicht auch an Atomic Eater?

Drei Songs sind bereits erschienen, mal sehen ob er auch mal etwas zusammenhängendes auf den Markt wirft und es Album nennt. Ich bleib für euch dran. Eure Karla Kolumna.

Gibt es eigentlich wirklich deutschen Humor, der lustig ist? Also jenseits von zynischem Kabarett. So lustige Leute, über die man herzhaft lachen kann? Nur ernst gemeinte Zuschriften bitte.

Cheeky – Freaky Deaky: The Cheeky Discography LP

Oh. Heute ist der letzte Freitag im Sommer. Verdammt. Da muss ich aber am Wochenende jetzt noch arg viel Pop Punk Power Pop Zeugs hören, bevor mir das Wetter wieder einen Post Punk Strich durch die Rechnung macht.

OK, wie wäre es denn mit der kompletten Diskografie von den großartigen Cheeky aus Brooklyn? Tolle Band um Kate Eldridge, die später mit Big Eyes weltberühmt wurde auch gute Musik gemacht hat.

Hier könnt ihr 3 Singles und ein Album auf einer LP genießen und sogar auch auf Vinyl kaufen, wenn ihr euch das Porto leisten könnt. Es handelt sich wie versprochen um poppigen Punk Rock aus den 0er Jahren. Mit viel Melodie und viel toller Stimme und ganz viel Keller-Feeling, Bier und Rauch und Schweiß.

Der nette Mann Jeff Rosenstock hat den Kram auf seinem Label Really Records jüngst veröffentlicht. Cool. Mein Lieblingslied ist Small Snails. Aha.

OK – schönes Wochenende, schönen Sommer! Einkaufen.

Fix – More Is More LP

Trash Punk Rock mit Hardcore Spritzern und Kuhglocke.
Klingt so, als hätten Dean Dirg einen Sommerurlaub auf dem Alm-Bauernhof gemacht und zu viel Heumilch geraucht/getrunken. Und das meine ich im positiven Sinne. Wie kann man das auch anders verstehen als positiv?

Hier wird die Gitarre im adretten Stakkato malträtiert, der Bass zuppelt munter im Hintergrund den Rhythmus für die fußwippenden Leute und das Schlagzeug hat ne Kuhglocke. Dazu mal auf Deutsch und mal auf Englisch vorgetragene Texte. Manchmal auch beides zusammen. Toll.

Wieder eine schöne neue Veröffentlichung von Phantom Records. Kann man sogar zusammen mit der 7″ der Band auf Vinyl kaufen.

Auf dem Album sind im übrigen 15 Songs inklusive Intro, zweimal Interlude und einem Outro verewigt worden. Ob das jetzt vom Spannungsbogen her so sinnvoll war, mag ich nicht beurteilen. Aber es ergibt wegen des Titels Sinn. Immerhin.

Frvits – Stupid Era EP 7″

Na sowas, dass die doofe Hummel nun vor Gericht gezogen wird, weil sie als Influencerin angeblich Werbung macht, ist ja schockierend.
Ich dachte, das sei der Lebensinhalt von diesen trantütigen Dölmern – sich dem nächstbesten Unternehmen anbiedern und irgendwelche Produkte seelenlos mit "Duckface" in die Telefonkamera halten..?

Apropos, hier ist eine neue Single aus dem Hause Slovenly Records. Ihr kennt doch bestimmt noch Hugo Mudie, den sympathischen Erfinder des Pouzza Snacks (Poutine auf Pizza) und gleichnamigen Festivals in Monreal und Sänger von den Sainte Catherines, Yesterday’s Ring und einigen anderen. Der hat jetzt mit seinen Kumpels Karl Houde, Alex Ortiz und Adrian Popovich eine neue Band am Start, die mal eben auf ihrer Debüt EP 6 Songs in unter 6 Minuten abliefert. Frvits!
Das klingt nach Hardcore, ist aber irgendwie eher schräger Punk Rock mit unfertigen Liedern, ohne dass man es merkt. Krumme Gitarren, abgehackte Schepperdrums und Geschrei dazu, aber genug Melodie für einen ganzen Grillabend im Skatepark – starke Sache.

Ist vor einer knappen Woche in verschiedenen Farben auf Vinyl erschienen. Aber die klingen alle gleich.

Wenn das jetzt Werbung für Pouzza war, dann tut es mir leid, denn so einen Scheiß kann man wirklich nur im Vollsuff essen. Müsst ihr mich verklagen.