Hin und wieder muss man auf seine Armbanduhr schauen, um sich zu vergewissern, dass wir im Jahr 2026 leben bei dieser ganzen anachronistischen Musik, die uns den ganzen Tag berieselt oder zuhagelt.
Das wird auch heute wieder bei Conspiracy of Owls aus Detroit deutlich, die irgendwie in den 60ern und 70ern der Power Pop Beach Boys Klonerei steckengeblieben sind.
Falls also jemand noch nicht alles aus dem Umfeld der hippiesken Surfbands aus den swinging Sixties ausgelutscht hat sowieso noch ein bissle psychedelische Drogenreste aufzubrauchen sind, dann sollte er sich dieses feine Werk auf den Plattenteller legen und in die ferne Wohlfühl-Vergangenheit entfliehen. Gut für den müden Montag.
Wild Honey Records. Auf ganz vielen LPs erschienen. Ich hab nicht mal eine Armbanduhr. Wer hat denn bitte Armbanduhren?
Hardcore Punk aus den Appalachen. Hatten wir so auch noch nicht. Eigentlich gibt es auch dort nichts Neues und L.I.P.S. aus Harlan liefern bekannten Kram ab, aber deswegen macht man das ja auch, der "Kram" ist halt immer wieder super eingängig und mitreißend, wenn man sich beschweren will.
Emo Schrammel Indie Punk mit abwechselndem und gemeinsamen Gesang und viel Dudelei, weil man in Toulouse noch ein bisschen mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens hat.
Eine spanische Band aus Bilbao, die auf Italienisch singt. Das behauptet zumindest das Label, ich kann das leider nicht verifizieren. Ich verstehe auf beiden Sprachen nur Spanisch.
Ach ja, die Ambivalenz des Wiedererkennungswerts. Schon beim ersten Gitarrenakkord hört man die Herkunft heraus, ist das dann ein Markenzeichen?