Bin gerade über eine banale Erkenntnis gestolpert, für die ich einen Comedian brauchte. "Everything is more expensive nowadays, but nothing got better."
Mist, das stimmt ja. Miete, Nahrung, Zigaretten. Wie soll man denn so sein Leben planen, wenn auf einmal schon am 20. jeden Monats kein Geld mehr auf dem Konto ist, um den Frust des Tages zu feiern? Gunter Gabriel hat dies bereits vor über 50 Jahren messerscharf analysiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass mehr Geld helfen würde. Ach so! Na dann.
Passende musikalische Untermalung zur Stimmungslage kommt von iZM aus Los Angeles. Die scheinen tatsächlich in den Jahren seit ihrem letzten Garage Punk Synth Gerumpel eine Psychose und oder Neurose entwickelt und gepflegt zu haben. Der Sound vom neuem Album fühlt sich zumindest ein bisschen nach deprimierender Kälte und ungewollten Aufenthalten in einer geschlossenen Anstalt an.
Düsterer Hardcore Post Punk mit Anleihen aus australischem Pub Rock und der Metal-verarbeitenden Industrie. Dazu aber ein Haufen Melodie eingestreut, die es sich widersprüchlich gemütlich macht in den monotonen Bassläufen und den stoischen Rhythmen. Richtig gut.
Under The Gun Records. Kommt auf Vinyl. Irgendwann vielleicht auch hier, bis dahin erst einmal digital zu bestaunen. Platte kann man sich ja eh nicht mehr leisten, wenn schon wieder der 29. des Monats ist. Zahle ich die Miete oder geh ich in den Plattenladen? Hm.
Wenn ihr auch den gesamten Winter im Warmen verbringen möchtet, dann empfiehlt Secrecy aus London den dauerhaften Aufenthalt in der Notaufnahme eures Vertrauens.
Jetzt muss ich meinen Q8 wegschmeissen, verdammt. Naja, Audi war eigentlich auch noch nie richtig cool. Vielleicht mal kurz mit dem Quattro, der die Skisprungschanze hochfahren kann (irgendwer muss da oben ja auch mal saubermachen). Aber jetzt? Nee.
Ich kaufe ein "E" und möchte lösen.
Eine kleine Zeitreise zurück in den Süden Kaliforniens der 80er oder vielleicht sogar späten 70er des 20. Jahrhunderts.
Punk Rock ist einfach nicht tot zu kriegen. Das merkt man einerseits an solch lustigen Konzerten wie dem gestrigen Satanic Surfers Gig (wie die coolen Leute sagen), wo dickbäuchige Männer aus der zweiten Hälfte ihres Lebens die Baseball- und Trucker-Cappies spazierenführen und neben lichter werdendem Haaransatz auch ihre Reihenhausmentaliät zu kaschieren versuchen.
Mir ist ja neulich aufgefallen, dass der Regen gar nicht aufhört, wenn ich aus Niedersachsen nach Sachsen-Anhalt fahre. Ob das auch mit dem weltweiten Klima so ist?