Hä? Das ist ja ne Rhythm & Blues Band. Aus Leipzig. Wasn hier los? Hab ich mich auf der Frequenz vertan? Nimmt der Typ jetzt Geld für den Scheiß hier?
Nö. Aber ich hab mir irgendwann mal gesagt, dass ich jedes analoge Release, das mir zugeschickt wird, auch mit einem Artikel verwöhne vernichte. Heute Schneckenkönich, die mir Gregor noch ins Paket gelegt hatte und auf die ich sonst wohl nie gestoßen wäre.
Klingt wie eine Band, die hinter den Netzvorhängen in den amerikanischen Bars spielt, wo sie von gelangweilten Rassisten mit Bierflaschen beworfen werden. Die meinen und können es gut, allein, es fehlt mir die Prärie, um so richtig in die Stimmung zu kommen. Das kann man bestimmt richtig gut hören und wertschätzen, wenn man gerade den Grill vom Vorabend putzt und die verkohlten Wurstreste abkratzen muss, während ein kühles Bier im Cooler daneben steht. Aber ich hab halt nix davon hier herumstehen und esse keine Wurst.
Sounds Of Subterrania. Auf Vinyl erschienen mit einem tollen Cover, das die Band aus Knete geformt darstellt. Schon geil. Und das mit der Prärie und dem Wüstenstaub erledigt sich demnächst von ganz alleine. Die Rassisiten haben wir ja schon hier. OK.
Das letzte Mal, als mir eine Doris auf den Plattenteller geplumpst ist, war sie noch tödlich. Was ist nur aus dem Feminismus geworden, wenn die sich inzwischen schon selbst klein machen? Einst gefährlich, heuer lütt.
Wochenende, keine Zeit für Spaß. Kümmert euch endlich mal um die neue Öllieferung und den Garten und das Feuerholz für den Winter und die Dusche muss geputzt werden, ihr Dreckspatzen. Der Kühlschrank könnte mal ausgewischt werden und wer füttert endlich den Hamster und die Zimmerpflanzen?
Das kann man nicht nur nicht lesen, das versteht man auch nicht.
Schon wieder Mittwoch, in der Kantine gibt es heute Pancakes, um die Leute bei Laune zu halten. Bitte aber den Sirup und den Schokoaufstrich selbst mitbringen, danke.
Ich hab im
Zum Wochenende ein kleiner Vorgeschmack auf das neue Album von Sniffany & The Nits, das irgendwann demnächst erscheinen soll; mit ein bisschen Verspätung, weil der Gitarrist zwischendurch indisponiert war – er wurde kurzerhand von einer rivalisierenden Hardcoreband mit dem Auto überfahren – und von dem man jetzt schon einmal zwei Songs vorhören darf.
Jetzt hab ich die Hälfte meiner halbschlauen Leserschaft verloren, weil sie gestern Abend stumpf mit einer 3-D Brille aus dem letzten Kinobesuch in die Sonnenfinsternis gesehen haben, anstatt sich so eine sichere Alufolie vor die Augen zu kleben.