DC Threat – Disorder Control Threat – Perihal Prahara

Die heißen nicht nur so, die klingen auch ein bisschen wie eine Mischung von den DC Bands aus den 80er bis 90ern und den Straight Edge Hardcore Opas von Minor Threat. Wenn man ein Ohr zukneift. Eine Meinung, die ich von Bluesky geklaut habe.

Aber das kann ja dann kein Zufall sein. Vielleicht manchmal ein bisschen generisch, wie man heute gerne sagt. wenn man Angst vor der KI hat, die vielleicht dahinter stecken könnte. Ich hab die Band noch nicht live gesehen, aber gehe davon aus, dass es Menschen aus Fleisch und Bintang Bier sind. Ganz geil.

Meinetwegen hätten die Passagiere auf der Hanta-Cruise alle über Bord geworfen werden können. Kreuzfahrten sind das Schlimmste, auf dem Rücken von Billigarbeitern unter Deck werden schnöselige Möchtegern-Globetrotter mit ihren dicken Bäuchen und Deutschlandhüten in die Innenstädte der Welt gespült und verpesten den ganzen Globus mit ihrem asozialen Verständnis von Urlaub, der ihnen genau so zustehe. Widerliches Volk, widerliches Geschäftsmodell. Brauchen wir nicht, wir sollten uns das nicht mehr leisten. OK.

District Six Records. Kommt bestimmt auf Kassette. Aber es ist ein weiter Weg bis nach Indonesien mit dem Boot. Dann halt digital, die sind ja eh nicht echt.

Media Puzzle – New Racehorse CS/LP

Schöne neue LP von dem Media Puzzle, das jetzt auch auf Kassette mit einem extra Song veröffentlicht wird. Die Musik von den 5 Australiern bewegt sich knapp an der Egg Punk Kante entlang und spielt mit den Genrevariationen aus Garage und Post Punk herum, bis sich eine interessante Mischung zum schmutzigen Badesee für den Sommer ergeben hat. Besser nicht so genau hinsehen, einfach genießen. Sehr schön.

Knuckles On Stun (Kassette) & Impressed Recordings (Vinyl). Das soll ein Rennpferd gewesen sein. Komischer Name, aber nach "Hoof Hearted" kann mich bei Rennpferden nichts mehr überraschen.

SMARM – S/T

Was Neues von dem Feel It Records Menschen, der auch schon mit Bands wie Fried Egg und Slugz sein Label verziert hat. Namentlich ist das Sam Richardson, der mit SMARM jetzt ein bisschen weg vom Hardcore und ein bisschen hin zu postigen Gefilden unterwegs ist.

Steht uns sehr gut. Klingt fast schon ein bisschen nach frühen Punk Sachen aus den 70ern. Also Proto. Quasi Proto-Post-Punk. Was für ein Quatsch, ich sollte wirklich aufhören, über Musik zu schreiben.

Tolle 3 Lieder, passt hervorragend zum Start in die kürzeste Woche der Welt.

Kommt bestimmt dann auch bei Feel it auf 7″ raus, aber hab ich noch nicht gesehen. Digital geht’s auch. SMARM bedeutet soviel wie sich einschleimen. Hat er als Label-Boss doch gar nicht nötig. Ha.

Mod Lang – Borrowed Time LP

Na, wenn schon Power Pop, dann auch richtig. Mod Lang aus Detroit machen alles so, wie sie es von ihren Eltern (oder Großeltern? Die sind ja alle so jung heutzutage und sehen mit ihren Schnurres und langen Haaren nur so alt aus) gelernt und abgeschaut haben.

Perfekte Melodien, mehrsprachiger Gesang mit Harmonien und Glam Rock Anwandlungen aus den Plateausohlen längst begrabener Hippies. Ganz geil.

Just Add Water Records. Kommt auf verschiedenen Farben und Formaten und Pressungen aus dem fernen Amerika in deine Wohnstube geflattert, wenn du genügend Geld hast. Sonst leih dir was.

Bruise Control – S/T LP

Noch ein bisschen mehr Punk mit Rock zum Wochenende. Bruise Control aus Manchester haben gute Laune, viele Haare und Bock auf Gitarren- und Schreihalslärm. Das macht sehr viel Spaß, wenn man beim zweiten Bier merkt, dass ja eigentlich Donnerstag und noch nicht vier Uhr ist.

Ähnlich wie The Bronx oder Charlie Sheen zu seinen besten Zeiten, kennen die vier Jungs auch nur eine Gangart – nach vorne. Viel Spaß.

Ohne Label. Die machen seit immer schon alles selbst. Ziemlich gut.

Institute – S/T 7″

Ach, die gibt’s auch noch. Hatte ich etwas sperriger in Erinnerung. Sobald die zweite Gitarre hier aber einsetzt, ist das ja ein unglaublich melodischer Song (Shoote) von den vier Post Punkern aus Austin. Der Rest der neuen Single von Institute ist wie gehabt ein bisschen schräg bis quietschig und macht bei mehrmaligem Hören erst so richtig Freude.

Anti Fade Records. Auf einem australischen Label? Ja, weil das ne Tour Single ist. Verrückt, schon im Februar erschienen und erst jetzt mit der Flaschenpost hier angeschwemmt worden. Cool.

Klint – Our Innocence Makes Way For Bitter Hate

Da hat doch tatsächlich irgend so ne Wurst die Denic gehackt und das deutsche Internet (haha) kaputtgeschossen. Hab ich gar nicht mitbekommen? Viele Leute hatten aber wohl Probleme, auf Webseiten mit der "de"-Endung zuzugreifen. Was ein Jammer.

Was tun denn Leute, wenn sie sich gefühlt wieder in der dunklen Vergangenheit der 90er Jahre zurückversetzt finden? Barbarisch ihre Mitbewohner anknabbern, Feuer in der Stube machen und lustige Helme aufsetzen. Apokalyptische Zeiten.

Ich hab den passenden Soundtrack dazu gefunden. Dankenswerterweise macht Klint weiterhin Musik. Der Synth Punk Wikinger aus Haitabu hört einfach nicht auf und liefert mit seiner neuen Single drei Songs für jede Wetterlage ab. Von angepisstem Krach über verstörend schöne Sphärenklänge bis hin zu klassischem Aggro-Synth-Elektro-Punk. Ziemlich gut. Und für Zeiten ohne verfügbare Informationen aus der deutschen Internetblase bestens geeignet.

Oder war das ein Ablenkungsmanöver unseres armen Kanzlers, der sich nicht die ganze Zeit beschimpfen lassen möchte und einfach mal die Nase voll hatte von den bösen Kommentaren auf deutschen Internetseiten, wo er doch gerade ein Jahr im Amt ist. Quasi in Feierlaune mal die Denic abgestellt. Danke, Merz.

Shrudd – Hammerman / Autovisit

Habt ihr ein Auto? Putzt ihr das? So richtig mit Bürsten von außen und Schläuchen und Duschgel, oder was man da nimmt. Und von innen auch?

Ich dachte nur, weil ich jetzt mal die Schneeketten abnehmen sollte, könnte ich auch direkt mehr an dem treuen Gefährt erledigen. Einfach in so ne DIY Station fahren und nass machen reicht, ne? OK.

Der Soundtrack dazu kommt von den fleißigen Kerlchen namens Shrudd aus Louisville in Kentucky. Haben neulich erst ihr neues Album veröffentlicht und kommen nun schon wieder mit ein paar Songs um die Ecke. Der Snythie erinnert mich ein bisschen an White Reapers beste Zeiten. Garage Punk für die Waschanlage am Mittwochmorgen.

Ziemlich gut.

Screaming Ears Records. Oh, es regnet. Hat sich dann wohl erledigt.

The Burrow – Bitter Wind

Besser als sie selbst kann man den Sound kaum beschreiben, den The Burrow aus Portland in Oregon zelebrieren. "Rainy Portland Basement Punk". Und das mit aller Liebe. Richtig gut und manchmal ein bisschen an die ersten Singles von den Crusades erinnernd, aber weniger poppig. Toll.

Ob das wohl Tolkien Fans sind und heimlich als Hobbits verkleidet proben in ihren "burrows", oder hab nur ich diese Assoziation? OK.

Trollop – Manic Pixie Dream Violence

Hektisch sympathischer Garage Punk mit ein bissle Hardcore Geschmack. Trollop kommen aus Cleveland und mehr weiß ich nicht. Ganz geil.

Noise Merchants Records. Ein paar Kassetten gibts davon. Sind barbusige Damen auf Covern jetzt wieder in? War da nicht gestern erst was? Na sowas.