Surrender – Hurt No More

Und da ist auch schon die zweite Single von Surrender, der neuen Band von Dave und Scott, die vorher bereits bei den Crusades ihre Genialität beim Schreiben/Singen hervorragender Melodien bewiesen haben. Die erste Single hatte ich vor kurzem hier toll gefunden und mich damals schon gefragt, warum eigentlich.
Das ist schließlich tief in den 80ern verwurzelter Synthie Pop á la Erasure, New Order oder so Kram. Tina hat das gerade beiläufig gehört und meinte dazu, das sei ja mega peinlich, so was gut zu finden. Aber sie findet es super. Das beschreibt die Band ganz gut – kann man nicht scheiße finden, obwohl der Sound eigentlich eher aus der Zeit gefallen ist und nicht so ganz zu dem Zeug passt, was man sonst so hört.
Aber wer will sich selber schon limitieren? Also, ich kauf die Platte. Zur Not schenke ich sie Tina, haha.

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Post-Trash – Volume Four

Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich hier um die Ausgabe Nummer Vier des kostenlosen Samplers, mit dem Spenden für gute Zwecke gesammelt werden sollen. Ach so, das steht natürlich nicht im Titel, äh…also zum vierten Mal Post-Trash, den Rest erklär ich später.

Zum vierten Mal gibts auf jeden Fall auch wieder eine sehr coole Auswahl von Bands, die man schon kennt und liebt (Buck Gooter, Blonde Redhead, Screaming Females, uvm.) und gaaanz viele Bands, die man/ich bisher noch nicht aufm Schirm hatte.

Für diesen Sampler solltet ihr aber wenigstens einen lausigen Dollar spenden, wenn ihr die 40 Songs downloaden wollt. Ihr könnt damit nämlich auch noch etwas Gutes tun – und zwar für RaicesTexas. Ja, schon klar, das ist eine Organisation aus Texas, die sich um rechtlichen Beistand für Einwanderkinder und -familien sowie Flüchtlinge in den USA kümmert und kein Verein aus Deutschland, der eine weitere Spur auf der A8 baut.

Aber ehrlich mal, wem ging es nicht gehörig auf den Sack, wie die Kinder von ihren Eltern getrennt und weggesperrt wurden und offensichtlich immer noch nicht wieder zusammengeführt wurden..? Diese Menschen sind leider meist nicht so reich wie ich und Du, deswegen können sie sich oftmals keinen rechtlichen Beistand leisten – aber das können wir beiden jetzt ändern!

Also hopp – ein bisschen was gespendet, tolle Musik hören und gute neue Bands kennenlernen. Weitersagen.

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Pinch Points – Moving Parts LP

Welches Wort benutzt Ihr eigentlich für „Brötchen„? Semmel, Wecken, Schrippe, Rundstück? Oder wie nennt Ihr ein Limo/Bier Gemisch? Radler, Alster, Russ, Panasch? Es ist ja schon immer wieder interessant, wie man anhand von kleinen Unterschieden in der Wortwahl die regionale Herkunft von seinen Mitmenschen bestimmen kann. Und damit meine ich tatsächlich nur diese kleinen Unterschiede; dass niemand Eichhörnchenschwanz auf Bayrisch verstehen/sagen kann, der nicht dort geboren ist und dass Plattdeutsch eine eigene Sprache ist – geschenkt.

Klar ist es spannend, dass sich ein Opa aus dem Allgäu nicht mit einer Oma von den friesischen Inseln unterhalten kann, ohne dass sie beide über den blöden sich gegenüber hockenden Ausländer schimpfen, der nicht mal richtig Deutsch sprechen kann. Aber viel spannender noch finde ich die Tatsache, dass man beiläufig in einer Unterhaltung mit seinen lieben Mitmenschen plötzlich merkt, dass sie ja völlig bekloppt daherreden und falsche Vokabeln benutzen, obwohl man sie bislang für ganz normal und gescheit gehalten hatte.

In der Bibel gibt es da eine „Geschichte„, in der Leute, die das Wort „Shibboleth“ nicht korrekt aussprechen konnten, nicht nur der Zugang zu einer Stadt verwehrt, sondern die auch kurzerhand in den Jordan geworfen wurden. Sollen 42000 Menschen gewesen sein. Hach, das Alte Testament, das waren noch Zeiten, werden sich jetzt sicherlich die Bayern denken, die gerne den gleichen Test mit Zuagorasten machen würden.

Oachkatzlschwoaf Oachkatzlschwoaf Oachkatzlschwoaf, ihr Penner…verzeihung Zipfiklatscha!

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Dead Broke Rekerds – Year Of The Dawg (2018)

Das Label sagt Euch sicherlich was, wenn Ihr so Bands wie Iron Chic, Canadian Rifle, Low Culture, Basement Benders oder viele viele andere gute mittelmäßige Bands Musik mögt. Letztes Jahr haben die Leute von Dead Broke Rekerds auch wieder einen Schwung an coolen Platten veröffentlicht, der Freunde von melodiösem Punk Rock Gedudel sicherlich erfreut hat. Ich muss mal eben nachsehen, Moment…Nein – ich habe tatsächlich nix von denen aus dem Jahr 2018 gekauft.

Das heißt natürlich nicht, dass hier nur Quatsch raus kam, ich hab ja keine Ahnung, das wisst Ihr doch. Und bei so zwei Releases hatte ich eigentlich schon den Finger am Mausklick-Abzug-Bestellbutton. Die Iron Chic Split mit Toys That Kill und die Radon zum Beispiel. Das ist doch solider Punk Rock. Aber ich war wohl pleite…haha.

Ja, Dead Broke Rekerds haben jetzt auf jeden Fall einen Sampler veröffentlicht, auf dem 16 Bands vertreten sind, die letztes Jahr ein Release bei dem Label hatten. Kann man sich für umsonst holen – passend zum Labelnamen. Und wer doch schon arbeiten geht und Geld verdient und gut haushalten kann und nicht mehr raucht und deswegen zu viel Kohle hat, der kann sich auch ein T-Shirt mit dem schicken Coverdesign kaufen. Schöne Sache. Bitte weitermachen, aber weniger Kassetten.

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Rubber Room – Chemical Imbalance CS

Ziemlich geiler und verrückter Scheiß aus Melbourne. Hört sich an wie die Screamers mit einer Prise Reatards. Sag ich ja, geiler Scheiß.

Die Kassette ist schon etwas älter und kommt jetzt in einem Repress daher, das in 9 verschiedenen Farben serviert wird. Toll, könnt ihr euch eure Lieblingsfarbe aussuchen und dann direkt bei dem sympathischen Label Pissfart Records bestellen.

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J. Robbins – Soldier On

Der Typ kann einfach nix verkehrt machen. Das ist irgendwie so wie bei Blake Schwarzenbach. Es kann ja kein Zufall sein, dass alle Bands, in denen die beiden Burschen Gitarre gespielt und gesungen haben, ziemlich großartig waren/sind. Das tut mir dann ja auch leid für die anderen beteiligten MusikerInnen, die zweifelsfrei ihren Beitrag geleistet haben. Aber irgendwie reduziert es sich dann doch immer wieder auf die Stimme und das Gitarrenspiel.

Ach, ach. Ich freu mich auf ein neues Album, das am 31.05. auf seinem alten Hauslabel Dischord Records erscheinen wird. Und wie klingt das? Gemessen an dem Song, den man schon einmal kosten darf, so, wie Jawbox, Channels & Burning Airlines. OK, vielleicht ein bisschen poppiger…Aber ansonsten bekommt man das, was drauf steht. J.Robbins.

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Clowns – Nature/Nurture LP

Ich hatte ja eigentlich schon beim letzten Album der Clowns damit gerechnet, dass sie auf Fat Wreck landen und sich ihr konstantes Touren bezahlt macht. Aber anscheinend musste sich Stevie erst die Haare schneiden und aussehen wie Aaron Carter, damit das amerikanische Publikum die Band akzeptiert. Haha.

Dass sich nicht nur die Frisur des Frontmannes ändern würde, wenn die Band auf Fat Mike’s Label eine Platte veröffentlicht, hätte man sich auch denken können. Der Sound ist deutlich anders als noch bei der „Lucid again„. Andererseits könnte man auch sagen, dass sich bereits die letzte Platte ziemlich stark von deren Vorgängern unterschieden hat und somit die Band einfach immer weiter an ihrem perfekten Sound bastelt.

Das ist alles nicht mehr ganz so meins, aber ich gönne es der Band und deswegen pack ich das hier auf die Seite, damit ihr das geil findet und dann das Album kauft und die Band reich macht. Man kann die LP bereits vorbestellen, allerdings über die offizielle Seite in Europa nicht in der limitierten Version, was dann auch wieder irgendwie sinnlos ist, ne? Der Umweg geht über This Charming Man, der auch das letzte Album veröffentlicht hatte. Dort könnt ihr die neue LP in bunt kaufen – die klingt bestimmt auch noch besser!

Noch ein Video. Mit bewegten Bildern und so. Hübsch.

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Blaha – The Calming Room LP

So, nachdem wir hier so schön über den RSD geschimpft haben, preisen wir jetzt mal direkt ein Release an, das exklusiv zum Record Store Day 2019 erscheint. Haha…
Blaha ist nicht etwa ein besonders dämlicher Bandname, nein, dahinter verbirgt sich der sonst bei den großartigen Blind Shake tätige Gitarrist Mike Blaha – Geheimnis gelüftet. Und das hier ist dann eben das Soloprojekt von ihm. Bestehend aus 4 Musikern, muss man nicht verstehen. Höchstwahrscheinlich spielt er alles im Stile von Prince oder Rikk Agnew  alleine ein, um dann bei Konzerten ein paar Trottel zu engagieren, die das live umsetzen können.

Auf jeden Fall klingt das Album ganz nach ihm und seiner „Hauptband“. Ein bisschen Fuzz, ein bisschen Surf und Garage Punk und fertig ist das bereits 5. Album dieses Mannes aus Minneapolis. Ich mag den Kram hier sogar lieber als die Blind Shake Sachen, weil es ein bisschen abwechslungsreicher ist und nicht so monoton vor sich hin dudelt. Aber ich hab auch keine Ahnung von Musik, vielleicht ist „The Calming Room“ ja eigentlich ein Blind Shake Album rückwärts gespielt oder so, keine Ahnung. Was zum RSD veröffentlicht wird, sollte man immer mit großer Skepsis begegnen. Ich hab euch gewarnt.

Am Samstag freundlicherweise via God Unknown Records und in „teilnehmenden Geschäften“ erhältlich. Jetzt schon zu hören

Und noch viel besser: Es gibt auch was zu sehen. Ein Musikvideo zu „Have me some Fun“ mit Bildern aus Predator. Besser gehts nicht…

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Record Store Day

Der Record Store Day steht an. Puh, wieder ein Beweis dafür, dass eine gute Idee relativ zügig vom Kapitalismus zerstört und ad absurdum geführt wird. Wen interessiert denn eigentlich der ganze unnötige Scheiß, mit dem an diesem Tag versucht wird, Kohle zu scheffeln? Zum Beispiel eine 3″ Single von Bad Religion. Was soll das? Wer braucht das? Und wenn man die wirklich haben will, muss man auch noch 3 andere kaufen, um sicher zu gehen.

Track comes in an Epitaph Records blindbox package that will contain one of four Epitaph Records 3″ singles, along with a collectible poster. You don’t know which Epitaph Records single you’re getting until you open the box, so you better Collect ‘Em All!

Geil – Danke! Wahrscheinlich kostet die bekackte Single pro Stück auch bloß 15€ oder so. Und dann blockieren diese scheiß Labels auch noch die Presswerke mit so einem Kram, damit die Sachen zum 13.04. fertig sind. Ich könnte über diesen Quatsch ja hinwegsehen, wenn es den Plattenläden tatsächlich zugute käme, aber das ist leider nicht so. Dein Plattenladen um die Ecke hat nichts davon, wenn Du einmal im Jahr da hingehst und 50€ für eine blöde Pink Floyd LP ausgibst, von der Dein Plattenladen ganze 5€ einbehalten kann. Geh doch mal an einem gewöhnlichen Samstag hin, trink einen Kaffee, schau Dir die hängengebliebenen Drogenleichen und vielleicht auch die Kunden im Laden an und hör Musik. Das macht Spaß, man kommt ins Gespräch, lernt neue Musik kennen und kann eventuell sogar mit ein paar Euro die Kaffee-/Bier-/Nikotin-/Drogensucht der netten Menschen hinter dem Tresen subventionieren. Oder an einem MontagDienstagMittwoch…Jeder Tag ist Record Store Day!… Mehr...

Gay Anniversary – Μουσική για την οικογένεια LP

Das wird ein kurzer Spaß, denn ich kann nicht viel zu der Band erzählen. Außer vielleicht, dass ich erst letztes Jahr in dem Plattenladen meines Vertrauens die 10″ aus dem Jahr 2012 erstanden habe, die damals noch auf Slovenly erschienen ist und die schon allein wegen des Covers in jede 10″ Sammlung gehört. Falls es sowas gibt. 10″ Sammlungen. Bescheuert.

Musikalisch ging das auf der 10″ schon in Richtung hektischer weirdo Garage Punk mit extra coolem Beigeschmack und kleinem bisschen Nerv-Faktor. Seit spätestens den großartigen Big Black weiß man ja auch, dass Synthies, Gitarren und Drumcomputer ganz schön Krach machen können, dafür aber auch schlechte Laune. Fun Fact: Die Kassette kam auf dem schönen Label Fetaface raus, was für ein griechisches Label doch recht selbst-ironisch ist.

Und in diese Richtung schlägt jetzt auch das Pendel der LP aus, allerdings ist der Sound doch deutlich rockiger, was der Band extrem gut tut. Vielleicht passiert das nach 7 Jahren und man nennt es Entwicklung. Weniger Nerv-Faktor, dafür wesentlich mehr Pogo und Spaß. Erschienen ist die Platte bei Είσοδος Κινδύνου Records, ein recht neues Label aus Athen. Das komplette Album ist diesmal auf Griechisch gesungen. Ich hab also keine Ahnung, worum es geht. Im Großen und Ganzen wohl um Punk, Platten und Feta, hab ich gelesen. Cool.
Wenn ihr in Athen seid, schaut euch die Band an, muss live ziemlich geil sein.

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