The Film Critics – 4 Songs From…

Nach den Oscars ist vor den Oscars. The Film Critcs haben immer was zu tun.
Sehr netter und sympathischer lofi Garage Punk mit etwas schräger Grundstimmung, wenn man gerade ohnehin emotionale oder körperliche Schieflage hat.

Erinnert mich ein bisschen an Zero Percent APR, aber das passt eigentlich gar nicht. Vielleicht ist da im Kopf doch ein bisschen mehr durcheinandergerüttelt worden. Also bei denen, ich bin ok.

Cooler Scheiß aus London in Kanada.

Wie viele Filme gab es eigentlich, aus denen Serien entstanden sind? Fargo fällt mir ein. Oder Terminator, ne? Ein paar Menschen behaupten auch Ash vs. Evil Dead sei eine gute Adaption. Aber kommt denn irgendeine Serie wirklich an den jeweiligen Film heran? Muss ich die Burschen mal fragen.

Various Artists – Take O Rama CD

Throwback Thursday, sagen die Leute. Na dann.

Damals, als das Internet noch nicht die Welt mit zu viel guter und viel mehr schlechter Musik vollgekotzt hat, wusste man oftmals gar nicht, was der Lümmel aus dem Nachbarsdorf so treibt. Also musste man sich selber bilden. Entweder durch die Linernotes der letzten guten Platte, auf denen dann die Thank-You-Liste akribisch nach den nächsten Lieblingsbands durchforstet wurde, oder auf den heißgeliebten Split-Singles von dem letzten Distro-Stand auf dem Konzert, auf deren B-Seiten vielleicht die nächste tolle Band versteckt war.

Oder eben anhand von Compilations, wir nannten sie Sampler, auf denen tausende gleiche Bands vertreten waren, die man vielleicht auch mögen könnte. Einer dieser Sampler war der Punk-O-Rama von Epitaph Records (Nicht zu verwechseln mit Rock-O-Rama, dem größten Vertrieb für Rechtsrock Bands aus den 80ern). Die erste Ausgabe kam 1994 raus (oder 1995, man ist sich da nicht so einig) und enthielt Bands wie Bad Religion, NoFX, Offspring usw. – ein guter Einstieg also in die Eintönigkeit, die man als Jugendlicher so braucht.

Diese Punk-O-Rama CDs waren gern gesehene Gäste auf den ersten Partys und den Skate-Sessions am Nachmittag, versprachen sie doch ein wenig Abwechslung (nope) und konstante Beschallung von verschiedenen Bands, ohne die CD umdrehen zu müssen. Und das Cover sah auch kacke aus. Loose Loose.

Ziemlich genau so, wie es Take The City Records nun ebenfalls zelebriert. Keine Ahnung, ob so eine Compilation heutzutage noch Sinn ergibt oder Anklang findet, aber ich hatte heute nichts Anderes vor und kleb mir hier 29 Skate Punk Pop Plunder Rock Songs rein. Vielleicht ist ja was dabei.

Take The City Records. Auf CD erschienen. Ich habe nie einen solchen Rama-Sampler besessen. Ich glaub, die CD, die ich am häufigsten mitgebracht habe und die dann nie gespielt wurde, war der, ähm, Dings. Mordam Records 1999 auf einer Doppel-CD mit 48 Songs von Men’s Recovery Project über Turbonegro, Clikatat Ikatowi bis Jets To Brazil und J-Church. Muss ich mal suchen, da war cooler Scheiß drauf.

Toulup – S/T CS

Halbwegs alter Scheiß aus dem Jahre 2000, als man gerade zaghaft an das neue Millennium geklopft hat und noch nicht so genau wusste, ob man noch im Soundgewand der 90er oder des neuen Jahrtausends musiziert.

Zur Sicherheit einfach mal ohne Gesang alles eingespielt. Toulup aus Köln haben schönen Post Punk gemacht, der irgendwo zwischen Faraquet, Les Savy Fav und Monochrome passt. Nur halt ohne Gesang, ne.

Hab ich auch schon länger nicht mehr gehört. Passt wunderbar zum Motivationsloch am Mittwoch. Bleibe ich einfach mal ne Weile (knapp 39 Minuten) drin liegen.

Cool.

Mörtel Sounds. Auf Kassette erschienen. Schöne Idee, jedes Teil mit einer Memory-Karte individuell zu gestalten. Ob es da wohl zwei gleiche Exemplare gibt (ja, manche) und man hat zur Aufgabe, dieses Zwillingsstück auf der Welt irgendwo zu finden (Nein)? Bin eh zu unmotiviert.

GAS-TRO-POD – In the ’26 Demo CS

Hardcore Punk aus der Garage. Gas-Tro-Pod, benannt nach Schnecken oder nach einem kulinarischen Podcast. Keine Ahnung, wo die herkommen und wo die hinwollen, aber auf dem Weg haben sie schlechte Laune. Ganz geil.

Slow Death Records. Das Cover lässt ein Schnecken-Theme vermuten. OK. Klingt ein bisschen gelangweilt der Sänger, oder?

Ben Auld – Loserdom LP

Eine neue LP von Ben Auld ist auf dem Weg.

Die letzte Platte, auf der er sich indie-poppig mit Zitronengras auseinandergesetzt hat, ist auch schon wieder vier Jahre her und inzwischen ist er wohl des Öfteren im Leben gescheitert, was nicht nur den Titel des Albums inspiriert, sondern auch den Sound in eine angenehm selbsthassende Melancholie getrieben hat. Wie schön.

Zumindest hört sich der eine neue Song so ein bisschen nach Tony Molina meets Weezer an und bei denen weiß man ja auch oft nicht so genau, welche Emotionen beim Hören jetzt eigentlich angemessen sind. Und jetzt gibt es das gleiche Verwirrspiel aus Norwich in Europa. Wie schön.

Genau das Richtige für den ewigen Montag.

Safe Suburban Home & Repeating Cloud. Erscheint am 1. April auf Vinyl und CD.

Orsini – Ezin Atera CS/LP

Ich verstehe dieses Demokratie-Dings auch irgendwie nicht mehr. Da wählen Leute also mehrheitlich eine Partei, und diese Partei darf dann den Gott des Bundeslandes stellen, aber der kann mit seiner Partei nicht alleine regieren und soll deswegen alles so machen, wie eine andere Partei, die nicht gewählt wurde, um doch zu regieren. Hä?

Können wir das vielleicht einfach mal lassen? Wir sind da zu doof für.

Aus Spanien kommen seit dem 11. Februar viel nettere Klänge über die Pyrenäen geweht. Da geht es um die gleichen Probleme, die man auch hier so kennt (Gentrifizierung, Fußpilz, kalter Kaffee), aber in Bilbao gibt es wenigstens Siesta und Pintxos und Orsini. Letztere nicht in Form des Adelgeschlechts, das Italien rund 800 Jahre mit Päpsten und Kardinälen und anderen Hohlbirnen bombardiert hat, sondern in Form der vierköpfigen Band.

Und die macht ganz wunderbare Hafenpromenaden-Garage-Punk-Schweinereien mit Wave und No. Tolles Album – die nächsten Sommerhits, die man unbedenklich am Strand trällern kann.

Andalucía Über Alles hat die Kassetten gemacht, irgendein anderes Label die LPs, die man derzeit noch vorbstellen muss, denn der Kram erscheint erst nächste Woche auf den physischen Tonträgern. Digital bläst das schon schon seit dem 11. Februar durch alle Gassen.

Taker – Sons And Daughters LP

Ach schau an, die beste Oi Band der Neuzeit hat eine LP veröffentlicht. Ich höre (da zwar gar) kein Oi, aber alle anderen Menschen und Taker selbst behaupten steif und schlapp, dass sei Oi Punk. Ich höre da eher Misfits und Ramones als Cock Sparrer, aber mir solls recht sein.

Wenn ihr also in Buffalo nach melodischer Punk Rock Begleitung für den Tanztee sucht, dann habt ihr sie gefunden. Besser wirds dieses Jahr in diesem Genre nicht mehr.

Contra Records in Europa hat noch ein paar LPs, in den USA sind die ersten 100 bereits ausverkauft. Es gibt wohl so ne goldene Regel, dass es, wenn man innerhalb von 11 Songs 15 Mal „Oi“ sagt, sich bei dem betreffenden Album um ein Oi Punk Album handelt. Oioioi.

PeeCeeTee – I Can’t Afford To Rock N' Roll CD(?)

Manche Platten kauft man auf dem Flohmarkt schon gerne mal wegen des Covers, wenn es besonders hässlich oder irgendwie „kreativ“ geraten ist.

Zuhause wird man dann halt entweder positiv überrascht oder fällt vom Stuhl, das ist der Ritt auf der Rasierklinge, das ist der Extremsport für gelangweilte Geldverdiener in der Großstadt.

Analog dazu hab ich mir PeeCeeTee aus Porto hier heute reingeklebt, weil ich den Titel des Albums beim ersten Lesen verlockend fand und mich an „Rock n' Roll Lifestyle“ von Cake erinnert hat. Textlich natürlich, hatte ja noch nichts gehört.

Also ich muss sagen, ich fall nicht vom Stuhl, bin auch nicht ausgeflippt, aber das sind 8 solide Garage Punk Songs, die teilweise ein bisschen zu viel nach Eiersalat schmecken, aber das ist heutzutage ja modern und meine Kinder sagen, ich muss mit der Zeit gehen. Dann latsch ich mal los.

You Tear Me Up Records. Auf CD erschienen, angeblich. Die beiliegende Info wirkt ein bisschen kindisch, aber ich bin auch zu alt oder nicht betrunken genug (Der Teufel und Dennis Rodman hätten die CDs bereits aufgekauft). Ein guter Griff war damals „Frank-E & Mars-L – Control The Universe“. Tolles Cover, bin vom Stuhl gefallen.

X-88 -Demo / Heavensent (Feel It Again) b/w Silver Speckles

Im Nachhinein muss man sagen, dass es ein strategischer Fehler war, Frau von der Leyen als Präsidentin der europäischen Kommission zu krönen. Wenn sie könnte wie sie wöllte, hätte sie ein schmuckes Mini-AKW in ihrem Burgdorf-Beinhorn Familiendomizil-Park und könnte die Brennstäbe anschließend bei den verhassten Braunschweiger Nachbarn im Garten verbuddeln.

Geht aber nicht in Deutschland. Hat sogar der hagere Kanzler gesagt, der allerdings die Entscheidung ebenso bedauert. Kann ich bitte andere Menschen haben, die mich repräsentieren? Wie viele Kreuze muss ich eigentlich machen? Um Slime zu zitieren: „Politik ist scheiße.“

Richtig gut hingegen ist Musik zur Ablenkung, wenn im Nachbarort die Kernschmelze leuchtet. Ich hätte da ein Demo und zwei neue Songs von den Garage Pop Trash Punker X-88 aus Nashville. Darin kann man sich wunderbar vertiefen und billiges Bier verspritzen, bis das teure kommt. Endlich der erste Sommerhit in fünffacher Ausführung. Stark.

Ohne Label und nur digital. Passt so aber besser auf dein Telefon.
Und hier noch zwei Songs, die nur 5 Tage später erschienen sind. Also insgesamt 7. OK.

Das ist vielleicht alles nichts Neues, aber wenn wir uns schon rückwärts bewegen, dann kann auch der Soundtrack dazu anachronistisch sein.

Bullseye – S/T 12″

Lo-Fi Garage Rock mit ein bissle Punk Geschmack. Bullseye treffen nicht genau ins Schwarze, sondern immer ein kleines bisschen daneben und das macht die Band aus Brooklyn so hörenswert. Schrammeliger Indie Pop? Violent Femmes Fans? Kunststudenten? Sehr cool.

ever/never Records. 6 Songs sind auf 12″ Vinyl im April zu bekommen und 8 Songs digital. Ich find Darts ja schon immer richtig scheiße, aber dieser Prollsaufen-Dummbatzen-Pfeilwurf-Hype hat das noch ein bisschen abstoßender gemacht.