Qlowski – Ikea Youth / Grinding Halt 7″

So ein Umzug hat ja auch was Schönes. Nicht.

Man muss tausend Sachen bedenken und vergisst doch wieder 2000 andere Kleinigkeiten, die man dann mit Geld irgendwie kompensieren muss.

Und damit es am Ende nicht zu viel Geld wird, geht man für die notwendigen Sachen zu IKEA, damit man spart. Solche Sachen wie Bett, Schrank, Regal. Hab ich alles vergessen. Aber will man dann ein kack IKEA Musterhaus als Zuhause haben? Ugh.
Vielleicht sollte ich auch anfangen, mir die Möbel einfach selber zu schnitzen.

Wie dem auch sei. Hier eine passende Single zu dem Thema von den genialen Qlowski (Klauski?) aus London. B-Seite ist ein Cure Cover. Beide Songs sind super. Vor 2 Wochen bei Maple Death Records erschienen.

Nebenfrage: Gibt es Immobilienmakler, die sympathisch, kompetent und hilfreich sind?

Dangereens – Tough Luck LP

Power Pop Glam Rock aus Montreal. Klingt so stark nach 70ern, dass man den verrauchten Konzertsaal schmecken und das Treibhausgas aus den leeren Dosen Haarspray riechen kann.

Als man noch sorgenfrei mit Blei in den Autos fuhr und Heroin 4 Mark 50 kostete, sind bereits die Ideen für Songs wie „1003“ oder „Love Jive“ entstanden und haben die letzten 40 Jahre in den floralen Tapeten unter Nikotinschichten überlebt, um nun von den talentierten Dangereens abgekratzt und endlich in Musik gegossen zu werden.

Das Album erschien gestern bei den sympathischen Berlinern von Alien Snatch Records. Ein bisschen Klavier, hin und wieder Saxophon und viel Gitarre. Rock n‘ Roll, wie ihn Deine Eltern gehört haben!

Ich würde das ja kaufen, aber ich hab es schon.

Vapaa Maa – Vesi Nousee LP

Ohne da großartig auf diesem elenden Fußballthema in Coronazeiten rumreiten zu wollen, ne?
Aber das mit den Pappkameraden im Stadion ist tatsächlich nun auch in Deutschland angekommen. Naja, zumindest in Gladbach.

Die ziehen das jetzt am Wochenende durch und „setzen“ die Fans da ausgedruckt in die Kurve. Ich bin ja mal gespannt, ob dann vielleicht St. Pauli mit den Sexpuppen nachzieht? Ich mein, wer, wenn nicht St. Pauli?

Das wird dann vielleicht schwieriger/verwirrender mit dem ausgedruckten Konterfei und den Sexpuppen, aber offenbart auch wiederum die männliche Dominanz in den Stadien. Oder gibt es diese Sexpuppen auch in männlich? Hm.

Was ich auch nicht verstehe, ist Finnisch.

Sehr gute Hardcore Punk Platte von einer Band, die ich noch gar nie gehört hatte, obwohl sie quasi die gleiche Besetzung hat wie Manifesto Jukebox.

Vapaa Maa prügeln nicht durch den ganzen Langspieler durch, sondern mischen sehr viel Melodie und Tempowechsel mit rein. Außerdem ist Mikka ein ausgezeichneter Sänger – von den verspielt aggressiven Riffs, dem ultra tighten Bass & Schlagzeug Zusammenspiel und Gin Tonic mal ganz abgesehen.
Echt gut!

Cherry Cheeks – No Ticket

Ey. Da hab ich doch erst vorgestern was zu geschrieben..?
Pfft. Der Typ hat jetzt noch 3 Songs mehr aufgenommen und die sind auch nicht schlechter geworden.

Wenn das so weitergeht, erscheint Ende des Jahres eine Operette und Sinfonie und dazu noch auf drei Sonderalben die dazugehörigen Outtakes. Mannomanno

Das wird wohl auch kein Vinylrelease, wenn man sich das Cover so ansieht, hm? Schade.

Jeff Rosenstock – No Dream LP

Na sowas.

Welch Freude!

Cherry Cheeks – No Ticket

Hurra. Ein neuer Song von den quietschvergnügten Cherry Cheeks aus Florida. Ihr wisst schon, die hatten ja erst letzten Monat hier ihre Premiere, also was heißt die, das ist ja nur ein Typ.

Hoffentlich bleibt der gute Kyle so arbeitswütig/fleißig/kreativ – da muss mal bald ein Album kommen, der Kram wird ja immer besser.

Mehr Zeit hab ich nicht. Das ist ne neue Regel hier. Nur so lange tippen, wie die Musik vom Beitrag auch tatsä

Fracture – Upcoming 7″

Erinnert ihr euch noch daran, dass die lustigen Leute in Taiwan zu Beginn der Baseball Saison letzten Monat wegen der Corona/Covid-19 Pandemie Pappkameraden ins leere Stadion gestellt haben? Hatte ich erwähnt.

Nun, in Südkorea hat man die Idee weitergesponnen und statt ordinärer Pappaufsteller mal direkt Sexpuppen genommen und auf die leeren Tribünen gesetzt. Kein Scheiß. Zum Anfeuern.

Ich mein, man hätte ja auch erst einmal normale Mannequins nehmen können oder so, aber nein. „Die Zuschauerinnen in unserem Stadion müssen alle Riesentitten unter dem Trikot haben…das ist wichtig.“
Das war den Veranstaltern dann aber doch unangenehm und sie haben sich entschuldigt. Haha.

Hier, zum Nachdenken über Sinn und Unsinn von Sportveranstaltungen vor leeren Rängen, ein neuer Song von Fracture. Die erinnern mich stark an Autistic Youth. Und kommen aus Philadelphia. Mehr weiß ich nicht, aber wenn die anderen Songs auch so sind, wie die 84 Sekunden Vorgeschmack, dann nehm ich eine.

Woher hat der Verein eigentlich spontan diese Puppen her? Werden die verliehen? Ugh. Oder sind das die Spielerfrauen? Ha…

Sectarian Bloom – S/T CS

Ziemlich guter Dark Post Punk Kram aus der Bay Area (Oakland, glaub ich), der kürzlich auf Transylvanian Tapes veröffentlicht wurde.
Die drei MusikerInnen von Sectarian Bloom klauen hier einfach kurzerhand bei allen Bands, die man auf dem schmutzigen Sektor zwischen Dark Wave und Death Rock im Matsch des Post Punks rumliegen sieht.
Warum auch nicht, machen ja eigentlich alle Bands, die sich diesem Sound heutzutage verschrieben haben – Musikalische Leichenfledderei. Und es funktioniert.

Klingt aber weniger nach Tod, als ich das hier beschrieben habe. Macht aber auch nicht lebendig.
Hm. Vielleicht der richtige Soundtrack für den Zustand zwischen den Zuständen? Alter…voll meta!

Kann man kostenlos herunterladen oder die Kassette für 6.66 Dollar erwerben. Oder beides.

Keith Ival – S/T EP

Habt ihr das eigentlich mitbekommen, dass der gute Groschi von 12XU neulich umgezogen ist und viel zu lange nix mehr gepostet hat? Na, hoffentlich.
Aber jetzt ist er wieder da und macht wie gewohnt souverän dort weiter, wo bei mir die Qualität und das Fachwissen aufhören. Falls ihr die Seite noch nicht kennt, hier, hört euch den letzten Mix einfach mal an, nehmt das auf Kassette auf und lasst den Walkman leiern. Geil!

Da kam ich jetzt nur drauf, weil bei mir auch ein Umzug ansteht. Und auch wie beim Groschi ein echter, nicht ein virtueller Scheiß, wo ich meinen bekackten Hoster wechsel oder so. Nix. Andere Stadt. Anderes Land. Es könnte also sein, dass auch hier für ne Zeit mal nicht so viel los ist. Keine Ahnung, wie ihr das überstehen sollt. onetwoxu? Gute Idee!

Ein paar Kleinigkeiten hab ich aber noch. Zum Beispiel heute diese hübsche Sammlung von Liedern, die bei Discontinuous Innovation Inc. aus San Francisco, California erschienen sind. Immer eine Quelle für großartige Musik.
Lo-Fi Garage Indie Rock? Klingt für mich ein bisschen wie eine Mischung aus Lost Balloons und Lemonheads. Und das schafft der gute Keith Ival ganz alleine.

Mutant Love – Revolution, Redacted (Part One)

Heute morgen hab ich mir noch mal das alte Sleaford Mods T-Shirt angezogen, das zwar über dem Bauch ein bisschen spannt, aber das sieht ja niemand. Außer den Kindern. Und der Frau. Und den Nachbarn, weil ich ja Brötchen holen muss. Ach so, der Bäcker. Stimmt. Und natürlich alle Leute im Zoom-Meeting, klar.

Aber ich bin ja Punk und steh da drüber, Eitelkeiten kenn ich nicht. Vielleicht sollte ich einfach mal mit Gewichtheben anfangen, oder so. Hm. Egal. Außerdem muss ich einkaufen, ich will mit den Kindern Muffins backen.

Und da steh ich in der Schlange an der Kasse und lese dann in meinem Newsfeed, dass Herr Wiliamson von den Sleaford Mods sehr gerne und gut backt. Und Gewichte hebt. Seit er nicht mehr so viel trinkt und Drogen und so, ihr wisst schon.
Ist das noch Zufall oder kann ich dazu schon bei YouTube ein Verschwörungstheorie-Video einreichen? Glaubt mir bestimmt keiner, aber das war mein Tag heute.
Hier, Mutant Love aus Texas machen Punk Rock wie früher. Hört sich nach Lookout an. Sommer kann kommen.

Muffins sind ganz ok geworden. Das Geheimnis ist, die Kinder nicht helfen zu lassen.