Selten so eine tolle Post bekommen wie die Promo-Geschenktüte von Muell aus Berlin. Mit der neuen Kassette, einem Paar Socken, die ich schon in kurzen Hosen zur Arbeit tragen konnte, zahlreiche Aufkleber, einem netten Brief und einem ausgeschnittenen tanzenden Skelett als Promozettel. Toll, vielen Dank.
Nebenbei sind aber auch die drei Songs ziemlich guter deutschsprachiger Punk Rock aus der schnelleren bis hektischen Ecke der dreckigen Garage. Wenn man bedenkt, dass hier ein ausgezeichneter Gitarrist am Werk ist, beruhigt mich meine Fixierung auf dieses Genre.
Manchmal fühlt es sich ja so an, als ob Punk und HC und Garage zu plump sei und man müsse sich in den Hörgewohnheiten "weiterentwickeln". Aber wenn hier ein Männlein am Werke ist, das das Instrument studiert und mit summa cum laude abgeschlossen hat und Unterricht erteilt und quasi Doktor der 6 Saiten und 12 Felle ist und dennoch keinen Bock auf Jazz oder Pop hat… dann muss ja eine gewisse Faszination von diesem Punk Rock ausgehen, die nicht vor Qualität halt macht. Toll, oder?
Punk Rock kann jeder, egal, wie gut oder schlecht man an den Instrumenten herumzappelt. Immer gut, selten Müll. Außer heute halt. Haha.
Eigenvertrieb. Kauft euch Socken, es wird bestimmt wieder kalt. Das Tape ist auch schön, aber leider schnell vorbei. Spielzeit von 3:40 unterbietet so manche 7″ Single Seite. Ausgezeichnet.
Musik! Aber nur für Erwachsene. Oder Kinderohren. Ich kann mich nicht entscheiden. OK, von vorne.
Das neue Album von D.B.R. aus Berlin kommt in Gestalt einer richtigen Garage Punk Band daher. Ungestüme Melodien versteckt in krachigen Gitarren, die von dem schepperndem Schlagzeug aus der hinteren Ecke befeuert werden und mit dem Post Punk Bassläufen vom Sofa zum übertriebenen Kopfnicken einladen.
Ah, die gute alte 10″ Split, wer hat sie nicht. Wenn 6 Minuten pro Band einfach nicht ausreichen und 20 Minuten zu viel sind.
Wasn das für ein komischer Name? Wasn das für ein seltsamer Buchstabe? "Ÿ" (ALT + 0159). Mehr Marketing braucht es eigentlich nicht, um als exotisch zu gelten, nehme ich an.
The Snags aus Berlin. Alles daran erinnert an früher.
Das ist ja eigentlich gar nicht so mein Ding, aber der Song "Work On Display" ist mir gerade zufällig in die Kopfhörer gerutscht, während ich in einem bekackten Café mit anderen beknackten Leuten am Rechner sitze und von anderen bekloppten Menschen auf der Straße blöde angegafft werde, weil ich in einem Café nix Besseres zu tun habe, als auf den blöden Laptop zu schauen.