Brick Wall – S/T

Ich mag kurze Lieder. Und schnelle Musik. Brick Wall haben sich das zu Herzen genommen und ein ganzes Album daraus gemacht. Nur für mich. Und euch. Nett.

Ich glaub, ich bin wegen des Covers an der Band hängengeblieben. Das sah so nach Violent Minds aus und das Album fand ich auch toll.
Wisst ihr eigentlich inzwischen, warum ihr jetzt frei habt? Jesus ist tot, auferstanden und zum Himmel gefahren (klar). Wasn nu noch? Oder fängt es gerade wieder von vorne an? Nee, Geburt ist ja auch erst im Winter. Wird sowas eigentlich bald abgefragt, wenn wir eine christliche Regierung haben? Egal.

Discontinuous Innovation Inc. Brick Wall ist auch ein sehr guter Song von den heißgeliebten Big Boys. Vielleicht bin ich nur deswegen bei der Band hängengeblieben. Oder wegen des Covers. Egal. Frohe Ferien.

DC Threat – Disorder Control Threat – Perihal Prahara

Die heißen nicht nur so, die klingen auch ein bisschen wie eine Mischung von den DC Bands aus den 80er bis 90ern und den Straight Edge Hardcore Opas von Minor Threat. Wenn man ein Ohr zukneift. Eine Meinung, die ich von Bluesky geklaut habe.

Aber das kann ja dann kein Zufall sein. Vielleicht manchmal ein bisschen generisch, wie man heute gerne sagt. wenn man Angst vor der KI hat, die vielleicht dahinter stecken könnte. Ich hab die Band noch nicht live gesehen, aber gehe davon aus, dass es Menschen aus Fleisch und Bintang Bier sind. Ganz geil.

Meinetwegen hätten die Passagiere auf der Hanta-Cruise alle über Bord geworfen werden können. Kreuzfahrten sind das Schlimmste, auf dem Rücken von Billigarbeitern unter Deck werden schnöselige Möchtegern-Globetrotter mit ihren dicken Bäuchen und Deutschlandhüten in die Innenstädte der Welt gespült und verpesten den ganzen Globus mit ihrem asozialen Verständnis von Urlaub, der ihnen genau so zustehe. Widerliches Volk, widerliches Geschäftsmodell. Brauchen wir nicht, wir sollten uns das nicht mehr leisten. OK.

District Six Records. Kommt bestimmt auf Kassette. Aber es ist ein weiter Weg bis nach Indonesien mit dem Boot. Dann halt digital, die sind ja eh nicht echt.

T.U.F.T. – Swallow Me Whole CS

Tolle Hardcore Band aus St. Louis, die sich selbst als Medieval Slut Punk bezeichnet und ich hab keine Ahnung, was das bedeuten soll.

Also dieses Akronym. Tuft bedeutet so viel wie Büschel und hat jetzt auf den ersten Blick keine besondere Nähre zu Punk Rock oder dem Mittelalter oder Slut Gedöns. Und wie das Akronym aufgelöst wird, möchte ich auch nicht googlen. Könnt ihr machen. Ist ja langes Wochenende.

T.U.F.T. spielen eigentlich mit recht modernen Instrumenten herum und ballern uns auf dem Album aus dem letzten Jahr ordentliche 9 Stücke um die Ohren, ohne Kettenrasseln oder besonders schlampige Ausuferungen. Aber was solls, hier darf jeder sein Genre selbst auswählen und bestimmen.

Ganz geil.

Noise Merchant Records. Auf Kassette erschienen. Im Original (also digital) bereits letztes Jahr im März veröffentlicht, aber das hab ich nicht mitbekommen. Jägermeister Fanta war früher mal total toll. Lasst’s euch schmecken.

Brainwash Victims – S/T CS

Angepisster Hardcore aus dem Käsestaat Wisconsin. Aus Milwaukee kommen die Käseköppe von Brainwash Victims und ballern charmanten Garage Hardcore Punk aus der Hüfte in den Magen. Viel besser kann man das eigentlich nicht abliefern und für die heiße Phase des Frühjahrsputzes genau der richtige Soundtrack, wenn es an die hartnäckigen und sinnlosen Dinge wie Staubwischen oder Teppichklopfen geht. Ganz geil.

Unlawful Assembly. Auf Kassette erschienen und eigentlich auch 8 einzelne Songs, aber hier nur digital und hintereinander weg ohne Trennstäbchen zu genießen.

Pleasure – Manic Phase LP

Wahrlich ein Genuss, diese manische Phase von Pleasure miterleben zu dürfen. Sehr mitreißender Hardcore Punk aus Leeds/West Yorkshire, I believe? Erinnert bei guten Stellen an Punter und spielt neben dem schnöden Hardcore auch ein bisschen Verstecken mit Post Genres und das steht dem Album sehr gut. Nehm ich.

Brainrotter Records. Auf rot und schwarzem Vinyl erschienen. Bin gespannt auf das nächste Werk, wenn die depressive Phase einsetzt. Toi toi toi.

Mr Radical – Promo Tape CS

Benannt nach einer Spielfigur aus dem Fallout Universum (glaub ich) und auch ansonsten viel bei allem geklaut, sind Mr Radical aus Anaheim dennoch eine ansprechende Abwechslung im kalifornischen Hardcore Mix.

Jaja, schon tausendmal berührt und tausendmal explodiert, keine neuen Räder erfunden und anachronistisch isses auch. Aber so eine gute Sammlung von tollen Hardcore-Bassläufen will ich mir hier reinkleben.

Und wie viele Bands kenne ich schon, die einen eponymen Song haben? Ganz geil.

Offside Records. Auf Kassette erschienen, das Album folgt demnächst, deswegen heißt es ja wohl auch Promo. OK. Descendents fallen mir ein. Und hatten The Ergs nicht auch einen? Nee, aber Motörhead, ne? Bad Religion, Minor Threat, Pennywise, oh. Sind ja doch ganz schön viele.

Blizz – Hate Cops

Schon wieder gut gelaunte Bullenhasser mit einer Mischung aus Hardcore und Street Punk.

Blizz werkeln in Batang und vertonen dort ihren aggressiven Widerstand gegen die Staatsgewalt auf Landessprache mit eingeworfenen englischen Phrasen. Kann man mitsingen, muss man nicht verstehen, das sind universelle Probleme. Ganz geil.

Ich bin mir bei den Proportionen auf dem Coverbild nicht ganz schlüssig, ob der bewaffnete Mensch dort ein kopfloser Polizistenmörder sein soll oder einfach nur ein sehr schmales Haupt hat, das dummerweise von dem Bandnamen überdeckt wird. Schaut man sich die anderen Kunstwerke des Künstlers an, wird eine gewisse Phase deutlich, in der er/sie sich derzeit bewegt und austobt. Aber Köpfe zeichnen ist auf jeden Fall keine Schwäche, was also auf einen "headless copkiller" als Heldenfigur schließen lässt.
Oder?

Das Demo ist erst einmal nur digital erschienen. Sind auch nur zwei Songs, aber muss reichen, ist ja erst Montag. Genug Gewalt für heute.

Big – Dance Music EP CS

Vielleicht liegt ihr Tannanzäpfle-besoffen im Ländle und möchtet das Wahlergebnis feiern, oder ihr sitzt im NRW-Hochofen und freut euch über neue Rekorde bei den Rüstungsaufträgen, oder ihr schraubt mit der Bohrmaschine die Benzinpreise bei eurer Tankstelle nach oben.

Es gibt so viele Gründe, zu feiern. Big aus Oakland liefern euch die passende Tanzmusik. Vielen Dank.

Die haben ganz andere Sorgen da drüben in Oakland. Zu viel Sonne, Meer und dieser geniale Bageltopia Laden um die Ecke. Schlimm.

Dres Code – Not From Texas CS

Ah, der Kaffee für die Ohren. Dres Code aus Tennessee ballern sympathischen lofi Garage Punk in die Tasse und erinnern mich dabei an eine entspanntere Version von Atari Teenage Riot.

Krach, Schrei, noch ein Schrei, ein anderer Schrei und alles verzerrt und darunter irgendwo Melodien, die aus den 80er Jahren Best-Of Hardcore-Riff-Buch abgeschrieben wurden. Geiler Scheiß.

Ragdoll Records. Auf 25 Kassetten erschienen. Wer davon nicht wach wird, sollte vielleicht mal zum Ohrenarzt. Oder nach dem Hören sowieso mal hingehen, ist ganz schön laut, kann nicht gesund sein.

Briefbombe – Deutsche Pest 7″

Neue Briefbombe. Wie schön. Ich verzichte auf Wortspiele, die haben Label und Band bereits alle ausgeschöpft. 10 neue Lieder in gewohnter Ballermanier mit schlechter Laune und dem passenden Ventil. Zuverlässig geiler Scheiss aus Hamburg.

Spastic Fantastic & Rilrec Records. Auf 7″ erschienen. Auf UPS Braun. Haha.