Nach starken Singles und Demo nun also die Langspielplatte von den exzellenten Hardcore Punk Rockern aus Bristol. Im Beipackzettel steht was von Minutemen und NoMeansNo und das veranschaulicht sehr schön, warum ich das so selten und ungern mache mit den Bezügen zu anderen Bands. Ist nämlich doof.
Gimic brettern verspielt und sympathisch krachig durch die 12 neuen Songs und natürlich ist die Stimme hier am Ende des Albums zerschossen und die gute Frau muss sich neue Stimmbänder ausleihen, aber wir haben eine knappe halbe Stunde an der Dekonstruktion Freude gehabt.
Mit den ruhigeren Stücken klingt das Album dann insgesamt auch noch so furchtbar erwachsen, fast schon nach den 90ern, als man händeringend nach radiotauglichen Grungenachfolgern gesucht hat. Insgesamt einfach nur eine richtig gute und krachige Punk Rock LP mit genügend Energie für den Rest der Woche, wenn man keine Feiertage bis Oktober mehr hat und alleine im Büro sitzen muss. Ach, ist ja schon Montag. Cool.
Drunken Sailor. Kommt nächsten Monat auf Vinyl, kann man vorbestellen in Farben. Wie wäre es mit Thelonious Monk oder Slayer als Referenz? Und wer will mir das streitig machen?
Wenn ich das richtig sehe, ist das die erste Split Single von Split System. Dass die da nicht früher drauf gekommen sind, na sowas. Egal, Hauptsache mal wieder zwei neue Songs zwei toller Bands von zwei bekloppten Kontinenten. Split System machen immer das Gleiche und es wird einfach nicht langweilig. Hervorragender Garage Pub Rock mit Trinklaune und einer energetischen "unser Wochenende startet am Donnerstag mit Kaffee und Dexedrine" Stimmung.
Ich freu mich auf das Get Lost Fest, wenn ich die australische Invasion live miterleben darf. Aborted Tortoise, Mini Skirt, Bad//Dreems…Und mit dabei sind dieses Jahr auch Split System, die kürzlich erst ihr Debüt veröffentlicht haben und nun mit dem zweiten Album schon wieder vor der Tür stehen.
Rock’n’Roll! Rowdy aus dem großen und weiten Texas sind die etwas räudigere Variation von Romero aus dem großen weiten Australien.
Willkommen im Rest des Verstandes von Cruelster, dem grausamsten Punk Rock Quintett aus Cleveland, Ohio. Die taltentiert verrückten Leute von Know-so und Piss Me Off (und anderen Krachmachern) haben inzwischen einen Haufen unübersichtlicher Releases angehäuft und ihren Stil des ähm, angetrunkenen Skaters, der auf dem Kirchenfest wohlerzogene Christen anpöbelt in den letzten 10 Jahren perfektioniert.
Tür Nummer 6 hält die Gaffer aus Perth für euch bereit.
Nach der tollen Single von Split System im Frühling folgt nun das erste Album im Herbst. 11 Hits aus Australien, die man so auch in ähnlich schon bei Stiff Richards oder Jackson Reid Briggs & the Heaters gehört hat. Das sollte nicht weiter verwundern, schließlich ist das hier ja die Bastardisierung von Garage, Punk und Rock, die nur so aus Melbourne kommen kann. Und obendrein spielen hier die genannten Leute/Bands mit – die können ja quasi gar nicht andes.
Gute Nachrichten, meine lieben Trödelknödel. Ihr habt noch nix für eure Lebenspartner, Hunde, Schildkröten, Katzen und Goldfische zu Weihnachten? Schämt euch! Das Fest der Liebe wird doch traditionell mit einem Batzen an sinnfreien Geschenken begangen, Hauptsache Geld ausgeben. Und ich hab da was!