The Gnomes – Magic Man

Ein neuer Song von The Gnomes aus Melbourne. Die Jungs haben in der Zwischenzeit seit Veröffentlichung des Albums im Herbst noch besser zueinander gefunden und sehen inzwischen auch alle gleich aus.

Das ist doch ein Witz, oder? Hat hier KI nachgeholfen, weil nur ein Bandmitglied zu der Fotosession zur Verfügung stand und dann hat man einfach andere Bärte da dran geklebt? Naja, sehen alle top aus.

Musikalisch gehts ein bisschen mehr in die Glam Punk Richtung oder aber in die Proto-Punk Schiene gestolpert, das könnt ihr euch aussuchen. Das "Lick", wie wir gitarrenaffinen Pöbelschreiber gerne sagen, ist an GOD angelehnt. Klingt jedenfalls so. Tolle Ein-Mann-Band aus 4 Leuten.

Hinter dem Namen vermute ich jedes Mal eine furchtbare Egg Punk Band, das krieg ich auch nicht mehr aus dem Kopf. Dabei ist das ja eigentlich nur eine erweiterte Solo-Garage-Punk Band von dem einen Typen, der sich Gnome nennt. Und dann hat klonen lassen. Weird. Aber geil.

Steht für sich. Fun Fact: Die Band trat tatsächlich bis vor kurzem unter dem Singular "Gnome" auf und hat sich dann wegen Streitereien mit Spotify einfach kurzerhand umbenannt und einen neuen Account angelegt. Bei Spotify. Muss ich alles nicht verstehen.

Stepmother – Absurdus Manifestus LP

Wenn man sich mal auf einschlägige Pornoseiten „verirrt“, fällt einem schnell auf, dass die Mehrheit der heterosexuellen Gesellschaft auf der gesamten Welt offensichtlich geschieden ist und die Eltern mit jeweiligen neuen Partner:innen leiert sind und die Patchwork-Familie ggf. sogar mit neuen Geschwistern zusammenlebt.

Und die sind alle furchtbar horny, so ist das halt, man begehrt, was man jeden Tag sieht. Kann man alles erklären. Schön ist das dennoch nicht, wie jede Obsession.

Wenn man dann noch diese Spielart des Rock n' Roll und Proto Punk wie mein Freund Helge als „Dicke-Eier-Rock“ bezeichnet, dann passt der Bandname Stepmother wunderbar zu dem „Power Trio“ aus Melbourne.

Die neue Platte klingt wie die alten Platten, sehr schöner sleazy Garage Punk Rock n' Roll, der am besten zu einer Dose Bier im Unterhemd am Grill passt. Oder zu einem sonnenverbrannten Ellenbogen im Fahrersitz. Kann man machen.

Legless Records. Kommt im April auf verschiedenen Vinylfarben raus. Pink, schwarz, blau. Eine andere Assoziation wären im Übrigen die familienfreundlichen Märchen, bei denen die böse Stiefmutter immer die Mörderin Antagonistin ist. Aber ich schreibe hier ja für mein Publikum.

Hedge Burners – Fall Out Of The Future

Schöne Musik aus Melbourne – na sowas. Bekannte Gesichter haben sich da in diese Vandalen-Band geschlichen, die an Wochenenden die Cannabis-Hecken in ihrer Nachbarschaft anzünden und daraus ihre Inspiration, ähm, ziehen.

Hedge Burners sind Leute von Split System, Dick Diver, Stiff Richards und Boomgates und The Green Child, wobei der Sound sich eher in Richtung der letztgenannten bewegt.

Poppiger Indie Garage Rock mit nem frischen Pint aus der Eckkneie runtergespült. Schmeckt gut.

Legless Records. Kommt bestimmt auf LP, aber ist erst einmal nur digital für den 19. März angekündigt. Wird also ein Herbstalbum. Ernte- und Trockenzeit. Da brennt der Scheiß auch besser.

Unregistered Falcon – Import Cigarettes // 200 Sideways

Unregistered Falcon aus Melbourne klingt wie Brat Farrar auf schlechtem Speed. Also so ohne gute Laune, sondern einfach nur drei Tage wach und hibbelig und eigentlich keinen Bock mehr, wach zu sein, aber das Gefühl, noch tausend Dinge tun zu müssen und das dann alles auf einmal in die Flüstertüte kotzen. Punk?

Ende Januar erschienen und hoffentlich inzwischen im Bett.

Public Figures – Figure It Out! EP 12″

Oh ja. Melodischer Pub Rock mit Ohwurmcharakter aus Melbourne. Da klingt der Kneipenabend doch direkt viel gemütlicher. Public Figures machen Musik irgendwo zwischen Bad//Dreems und Bangles. Hä? Ja, warum nicht. Find ich gut.

Blow Blood Records. Auf 150 Stück limitierte Vinylscheibe, ein paar silberne und ein paar schwarze. Kann man auch zuhause gut hören.

Dr. Sure’s Unusual Practice – No Pigs/Desksitter 7″

Während andere Freunde sich vor Freudensprüngen über den neuen Song von Dr. Sure’s Unusual Practice gar nicht zurückhalten können und schon darüber nachgrübeln, ob das Auswandern nach Melbourne vielleicht insgesamt konstengünstiger wird, als sich immer die Singles und LPs nach Europa schicken zu lassen, klebe ich noch ein bisschen auf dem Sofa fest und will micht nicht so recht motivieren lassen.

Bin aber auch abrupt krank geworden und liege in einem Meer von Rotzfahnen und Pillendosen herum. Ich glaub, der Song ist ganz gut. Geht um Schweine, oder?

Marthouse Records. Kommt am 10. August auf Single in lila und grün. Aber grün nur auf dem Meredith Musik Festival und dann auf Discogs. Digital immer und überall. Gesundheit. Danke, Jan.

Whose Reality? – Demo CS

Geballer aus Melbourne. Whose Reality? machen Crust-verliebten D-Beat Hardcore Punk mit netten melodischen Anleihen in den Gitarrenschrammelversatzstücken und viel Hall auf dem Gesang.

Wie das bei D-Beat so ist, kann die Band halt leider nur genau diesen einen "Rhythmus" auf dem Schlagzeug und alle weiteren Instrumente müssen dann zusehen, dass sie im Tempo und Stimmung hinterherkommen.

Zum Glück gibt es zwischendurch Break-Downs, bei denen man sich vor der Bühne furchtbar gut gegenseitig auf die Fresse hauen kann. Insgesamt eine gute Therapieform für Aggressionsbewältigung. Oder ein Motor für Aggressionsaufbau. Hauptsache man haut sich auf die Schnauze. Peace!

Noise Merchant Records. Auf Kassette erschienen. In meiner Realität herrschen Kriege, Hungersnöte und Klimakatastrophen, während die meisten Menschen um mich herum alles dafür tun, diese Zustände möglichst gut zu ignorieren. Also bleibt vielleicht besser in euren Realitäten, ich bespreche das mit meinem Therapeuten.

Possible Humans – Standing Around Alive LP

Zum Ausgleich ein bisschen Pop aus Melbourne. Die Possible Humans gibts jetzt auch schon fast 10 Jahre und nun haben sie ihr drittes Album parat, das zwar nicht in Europa zu erwerben, aber zum Glück schon ausverkauft ist.

Ja, was soll ich sagen. Pop halt. Mit Gitarren und so. Habt ihr früher mal R.E.M. gehört und scheiße gefunden? Dann lasst die Finger hiervon. Dudeldum.

Hobbies Galore. Vom Labelchef Alex MacFarlane aufgenommen, abgemischt, in 9 Teile geschnitten und auf 300 Vinylscheiben verteilt.

Burning Effigy – S/T EP

Jetzt, wo der Ostflügel des Weißen Hauses in Trümmern liegt, kamen die gesuchten Unterlagen zu dem Tod Mord von an Vicky Morgan ans Tageslicht und er konnte endlich aufgeklärt werden. Das hat uns die Pressestelle von den Toten Hosen mitgeteilt. Brüller.

Burning Effigy aus Melbourne machen Punk Rock n Roll auf den 8 Spuren von Dead Moon und Jeffrey Lee Pierce. Das ist gut.

Erst einmal nur digital.

Nth Wheel – S/T Lathe Cut 7″

Aufnahmen aus dem Jahr 2013, die jetzt auf 15 Singles mit höchstwahrscheinlich schlechtem Sound veröffentlicht wurden. Bisschen monotoner Schrabbel Kram. Man muss es einfach lieben. Was ist das eigentlich? Nth Wheel. Ist das noch Mathe? Erinnert ein bisschen an Bedroom Grunge Fuzz Pop, wenn ihr mich fragt. Erinnert an Metayouth. Das braucht keint Mensch, aber deswegen braucht ihr das.

So klingt der Winter.

Hobbies Galore. Auf 7″ Lathe Cut erschienen und ausverkauft. Digital kostenlos. Wenn Du magst, passe ich Ton und Detailtiefe an (z.B. nüchterner Nachrichtenstil vs. magaziniger) oder lackiere dir die Fußnägel schwarz-rot-gold. Peinlich, Spiegel.