Gluten Priest – Love Or Labour CS

Love Or Labour“ …Liebe oder Arbeit. Das ist hier die Frage.
Mein Therapeut behauptet ja, dass es für ein erfülltes Leben nicht das Eine ohne das Andere geben kann.
Aber der macht das auch nur nebenberuflich und verkauft hauptsächlich den angeblich besten Döner in der Stadt und oft weiß ich nicht, ob er mich verarschen will oder ich ihn einfach nicht richtig verstehe…egal.

Auf jeden Fall werden auch die Jungs von Gluten Priest aus Melbourne keine eindeutige Antwort auf die selbst gestellte Frage liefern, so viel kann ich schon einmal verraten. Und sonst weiß ich auch nicht viel zu berichten.

Die Band spielt eine Mischung aus 90er Emo und Shoegaze und Indie und Post Punk und dieser grobe Brei schmeckt erstaunlicherweise richtig gut. Zumindest klingt es besser, als es sich jetzt in der Beschreibung liest. Sie selber haben es Garage Noir getauft. Ja, warum nicht.

Das Album fängt stark an und fällt dann etwas ab, aber wenn man sich beeilt und in den ersten 10 Minuten 2 Flaschen Rotwein kippt, kommt man sehr gut in die Stimmung für den Rest von „Love Or Labour“. Vertraut mir 😉

Das Debüt kommt demnächst auf Kassette irgendwo in Australien raus. Happy Hunting.

Smarts – Who Needs Smarts, Anyway? LP

Na endlich. Heute ist der 16. Oktober. Da hab ich jetzt aber auch lange drauf gewartet.
Vielleicht ein bisschen zu lange…Was war da noch gleich?

Ich hatte mir doch extra einen Knoten in den Enddarm gemacht. Hm, mal schauen.
Ist ja sowas wie ein Tagebuch hier, ne? Blätter, blätter, hmm…ahhhhh!

Heute erscheint das Album von den genialen Smarts aus Melbourne. Cool! Wisst ihr noch? Hatte ich neulich angekündigt.

Tolles Debüt, das irgendwie innerhalb eines Songs den Spagat zwischen chilligem Saxophon-Indie und hektischem Minutemen-Punk schafft, ohne sich dabei den Musculus pectineus zu zerreißen.
Irgendwas zwischen Egg-Punk und 80er New Wave Indie?

Ach, es ist einfach schön, den 4 Leuten da zuzuhören. Der Kram geht mit eingängigen bis interessanten Melodien und aufmunternden Rhythmen direkt ins Bein. Oder bei alten Männern in den Fuß, der nicht mehr tanzen, sondern nur noch wippen kann.

Die Band gibt es erst seit 2 Jahren. Mal sehen, wohin die Reise geht.

Ist heute bei Anti-Fade in Australien und Feel it Records in den USA erschienen. Und steht bald bei eurem Plattenhändler im Regal. Mit Kaufempfehlung.

Smarts – Who Needs Smarts, Anyway?

Oha! Ich freu mich auf das Album. Dann kann ich auch mehr dazu sagen. Vielleicht auch nicht. Egal. Geil. Bis zum 16. Oktober höre ich einfach das hier. Oha…

EUGH – The Most Brilliant Man Alive

Ein sehr talentierter Mann, der normalerweise seine Zeit bei den großartigen Kitchen People verschwendet, hat hier aus der Not der Isolation eine Tugend gemacht und mal eben in kompletter Eigenregie verflixte 7 Synth Punk Songs eingespielt.

Ich wiederhole mich ja nur sehr ungern, aber Synth Punk ist die Zukunft! Naja, zumindest die Gegenwart. Den Kram kann man auch mit einem bekackten Mundschutz singen. Gut, das Cover ist jetzt äh, eher künstlerisch. Aber ansonsten..ziemlich cooler Scheiß.

Wie auch Kitchen People – den Namen hier muss man sich merken: Vincent Buchanan-Simpson. Guter Mann.

Der Bandname ist ganz nebenbei eine interessante lautmalerische Beschreibung des höchsten europäischen Gerichts, haha.

Quarantäne Carepaket

So, ihr Hamsterkäufer. Ich hab mal ein wenig musikalische Untermalung für eure Endzeitseuche zusammengestellt, die man ganz prima im Wartezimmer oder in der Kassenschlange oder zu Hause unter dem Sauerstoffzelt hören kann. Davon wird man nicht gesund, eher im Gegenteil. Und gute Laune, hm, auch nicht so richtig. Aber für so einen Quatsch bin ich auch nicht zuständig.

Das wird jetzt laufend aktualisiert, solange der Quatsch noch dauert…

Jackson Reid Briggs & The Heaters – Hammered LP

Hier kommt das bereits 4. Album von den australischen Garage Punk Rockern Jackson Reid Briggs & The Heaters. Und nachdem sie mit den letzten drei Platten sukzessiv immer ein bisschen an Fahrt oder Tempo oder Drive oder sonst einer Metapher aus der motorisierten Bewegung eingebüßt haben, ist nun folgerichtig fast schon ein neues Genre fällig, um das Album „Hammered“ zu beschreiben.

Ich mein, das ist immer noch ein großartiges Songwriting von Herrn Reid Briggs und es macht auch Spaß, das gesamte Album zu hören, aber hier fehlt halt ein bisschen die rohe und unkontrollierte Energie des Erstlingswerks. Ihr wisst schon, der Dampf, der Druck, das Feuer.

Hier wird dann eben nicht mehr unkontrolliert herum gehüpft und Bierflaschen geköpft, sondern mal lieber mit Kopfhörern auf den Ohren und einem Whiskey Sour in der Hand im Ledersessel genussvoll mit dem Schluppen gewippt. Dafür hat man auf der Platte ein bisschen mehr Zeit für Saxophon und Gitarrendudelei gefunden.
Warum nicht – es ist immer noch typischer Garage Punk aus Melbourne und mit „Rented Fists“  und „You’ve got it now“ ist der Band sogar fast ein wenig das midtempo entglitten.

Die Platte kann man sich bei Beast Records bestellen. Ich suche im übrigen noch die ersten beiden LPs, falls ihr da mal in Australien drüber stolpert…

Soakie – S/T LP

Bei diesem Release müssen schon 3 Kontinente ins Spiel gebracht werden, um den Wahnsinn für die Ewigkeit auf Vinyl zu pressen.
Soakie kommen zu einem Teil aus dem zauberhaften Melbourne (Australien) und zum anderen aus dem versifften überdimensionierten Rattenkäfig New York City (Nordamerika). Und ungefähr so würde ich auch versuchen, die Musik zu beschreiben.

Zauberhaft versiffter Hardcore mit melodischen Sonnenstrahlen zwischen dem Gitarrengewitter, das von einer rostigen Kreissäge begleitet wird. Ach, das ist die Sängerin? Na sowas – die hat wohl mal versehentlich ihre Stimmbänder in den Häcksler gehalten.

Leider sind erst einmal nur 2 der 7 Songs öffentlich, aber allein „Boys on Stage“ ist den Kauf der Platte schon wert.

Erscheint am 10. Februar bei LA VIDA ES UN MUS DISCOS (Europa).

Romero – Honey

Eine PowerPop Bande aus Melbourne hat jüngst ihr Debüt angekündigt. Eine Single auf Cooldeath mit mindestens einem Hit.
Honey kann man nämlich jetzt schon einmal hören, bevor der zweite Song und somit die gesamte Single am fucking Valentinstag veröffentlicht wird. Und so, wie ich das höre, kann die B-Seite gar nicht schlecht sein, denn Honey ist wirklich ein Paradebeispiel für zeitlosen PowerPop. Und Romero sind eine ziemlich ausgebuffte und geniale PowerPop Band.

Mehr muss man dazu nicht sagen – ich weiß nicht, ob so eine feine Single das viele Geld wert ist, das man für den Postweg und den Zoll und das Produkt ausgeben muss, aber wer reich ist, könnte sich jetzt noch schnell eine von den 50 roten Singles vorbestellen.

Oder 2. Ich freu mich ja auch über Geschenke, ihr undankbaren Penner.

Apropos Penner. Ich bin mal auf Reisen und muss hier ne Pause machen. Bis später.

Punter – Demo CS

Und schon wieder eine fantastische Band aus Melbourne! Die scheinen ja „on fire“ zu sein, da in Australien, haha. Sorry.
Der Sänger Ash Wednesday bezeichnet die Musik von den vier Jungs als einen Versuch, den aktuellen HC aus Melbourne (Scab Eater) mit dem 70er UK Punk Sound zu verschmelzen. Ich weiß ja nicht, ob das jetzt so recht gelungen ist, aber es ist großartiger Punk Rock geworden und das muss ja auch erst einmal reichen.
In Ermangelung von Schubladen würde ich sagen, Punter klingen wie eine Meute von tollwütigen Duracell-Häschen und den Quietsch-Boys. Rock n‘ Roll, Garage, Pop, Punk und ganz viel Rotz. Wenn die Punk Rock Veröffentlichungen in diesem Jahr diese Qualität halten können, muss man sich ja keine Sorgen machen.

Gemastert vom Husayn Daniel in London, wird das Tape am 10. Januar erscheinen. Cool. Ich warte auf die Platte.

MEAT – An Acquired Taste CS

Na? Bock auf ein bisschen Black Sabbath? Also den Kram aus der Zeit, als Ozzy noch gesoffen hat und lustig war? Na dann kommt mal her und schaut euch ein leckeres Stück Fleisch an… Zumindest klingt das ein bisschen so, was der Herr Mitch da mit seinem Projekt MEAT hier eingereicht hat. Also nach Black Sabbath, nicht nach Fleisch. Wie soll denn Fleisch klingen, bitte? Echt mal…Mist, jetzt muss ich darüber nachdenken.

Doch zurück zum Thema. Angeblich gibt es das Projekt aus Melbourne schon länger und angeblich gibt es auch bereits zwei andere Veröffentlichungen, die ich aber nirgends finden kann. Und ich hab sogar Google benutzt.
Egal, es waren angeblich sowieso nur digitale Releases. Jetzt aber kommt via Pissfart Records endlich was Handfestes von den Rock n’Roll spielenden Proto Metal Punkern. Es ist zwar nur eine EP geworden und die auch nur auf Kassette und davon auch erst einmal nur 2 Songs vorab, aber der eine Song davon, der ist richtig gut.

UPDATE: Jetzt das ganze Tape im Stream. Hurra.

Mit Leuten von Slush, Brad Pot und Mesa Cosa ist das also auch wieder eine lustige Melbourne Truppe, die sich passenderweise demnächst mit den großartigen Pist Idiots die Bühne teilen wird.

Vielleicht sollte ich Weihnachten und Silvester und 2020 in Australien verbringen. Mann Mann Mann.