Cherry Cheeks – S/T LP

Na endlich.
Nach ein paar lustigen Veröffentlichungen, die ausschließlich digital hier in diesem Irrenhaus zu bestaunen waren, gibt es nun bald das Debütalbum von dem Synthie Punker Kyle Harms aka Cherry Cheeks aus Florida direkt auf Langspielplatte. Hurra!

Ihr kennt die Kirschbäckchen, ich muss da nicht viel zu erzählen, oder? Sehr melodisch und eingängiger Synthpunk mit der Leichtigkeit eines sonnenreichen Lebens eingetütet. Toll.

Im September kann man dann bei Total Punk eine LP kaufen, die ein Dutzend neuer Lieder aufzuweisen hat und hoffentlich den Standard der bisherigen Veröffentlichungen halten kann. Hier darf man schon einmal einen Song vorab hören und der schneidet gar nicht mal so schlecht ab. Wird schon.

Wer von Euch ist eigentlich für diesen Sommer verantwortlich? Frage für meine Speedo Kollektion. Und ich rede nicht von den Schallplatten.

Smirk – 7 Track Extended Play 12″ EP

Eine neue Platte von Smirk, dem Typen namens Nick Vicario, der auch bei Crisis Man, Public Eye und Cemento sein Wesen treibt. Zwei Songs von der EP, die tatsächlich auch einfach nur Extended Play heißt, hat uns das Label Total Punk Records schon einmal als Appetizer serviert und ja, das macht Bock auf mehr.

Nach der LP, die kürzlich bei Drunken Sailor (UK) und Feel It (US) erschienen ist, aber ja eigentlich nur eine Zusammenstellung von zwei älteren Tapes war, kommen jetzt hier ganz frische Songs im September auf den Markt und ihr könnt das sogar schon vorbestellen. Beim Künstler selber für läppische $1.000 und beim Label für $7. Hm. Aber nur digital. Hm?

Egal – behaltet das mal im Hinterkopf. Irgendwann, wenn der erste Lebkuchenmann neben den Marzipankartoffeln auf dem Wohnzimmertisch liegt, kommt auch eine neue Smirk Platte in Deiner Stadt an! Yay!

Statt des recht einfallslosen Namens tät ich dem Herrn mal empfehlen, die nächste Veröffentlichung "Smark" zu nennen. Weil, haha, wenn man das dann zusammen rückwärts liest. Haha.

Predator – Spiral Unfolds

Genau wie bei jedem neuen Teil der anfangs noch guten Filmreihe von Predator wundere ich mich auch hier…nanu, den gibt’s noch? Ja, nicht totzukriegen, das Vieh.

Glücklicherweise kann die Band um Brannon Greene, der im übrigen auch bei den jüngst vorgestellten Nag singt, hier aber im Gegenteil zu den Filmen den hohen Standard und das Niveau von ihren Erstlingswerken halten, wenngleich sie auch mit dem neuen Album etwas mehr in die Richtung von anderen großartigen Bands wie zum Beispiel Video gehen.
Soll heißen: ein bisschen Geschwindigkeit drosseln und in die weirde und düstere Ecke der Punk Genres gesetzt, wo sich derzeit viele Gleichgesinnte tummeln, scheint an der Zeit zu liegen.

Die beiden Songs machen Bock auf mehr Salzstangen und Bier und das Album kommt dann auch, wie die letzte Single, bei Total Punk raus. Was soll da schon schief gehen.

Ich frag mich ja gerade, ob man sowas wie Alien vs. Predator mal promoten sollte und die Jungs zusammen Konzerte spielen können. Ach so….

Teaser Party

Also eigentlich sollte man ja immer gelassener und ruhiger und geduldiger werden, je weiter man im Leben voranschreitet, ne? Aber irgendwie klappt das bei mir gerade nicht.
Musste da gerade drüber nachdenken, als ich eine Folge ALF im Kopf rezitiert habe. Früher hätte ich das cool gefunden, so einen pelzigen Anarchisten als Mitbewohner zu haben, aber heute würde ich ihn wahrscheinlich erschießen.
Vielleicht liegt das auch an der bekackten Pandemie, oder vielmehr an den äh, Schutzmaßnahmen, die man so beschließt, damit wir alle gesund bleiben. Keine Konzerte und keine Bars und keine Party und keine Plattenläden machen mich auf Dauer wohl ein wenig dünnhäutig.
Naja, wo wir uns gerade in Geduld üben müssen, dachte ich mir, es sei an der richtigen Zeit, um euch ein paar Teaser vor den Latz zu knallen.

John Paul Keith – The Rhythm Of The City

Der Mann mit nix als den 3 Vornamen legendärer britischer Musiker hat ein neues Album eingespielt und wird dies am 19.02. bei Wild Honey Records veröffentlichen. Bluesiger Rock n' Roll der Marke Memphis, schmeckt hervorragend zu einem rauchigen Whiskey. Man kann dazu aber auch einfach auf der alten Lederjacke von Opa/Papa herumkauen, die mit sämtlichen Bier- und Zigarettenresten der 60er Jahre in der Glasvitrine vor sich hinmüffelt. Selber Effekt.

Modern Cynics -Auditory Postcards

Toll. Simpler Punk Rock Pop Dudelkram, der mit der zurückhaltenden Stimme von Matty Grace (Future Girls, Outtacontroller u.a.) unterfüttert wird. Sänge da jetzt, äh zum Beispiel Dave Mustaine, dann wäre die schöne Gitarrenmelodie direkt im Arsch und der Song hätte nicht die paradoxe melancholische Zuversicht sondern wäre ein weiteres Exemplar von dystopischer Niedergeschlagenheit mit Langeweile-Bonus.
Diese Art von Musik steht und fällt mit dem Gesang – hier stehts. Kommt am 15.02. bei Dirt Cult Records raus.

Silicone Prairie – My Life On The Silicone Prairie

Achtung, die Einschläge kommen näher! Bereits am 05.02. erscheint das Album von Silicone Prairie bei Feel It Records und die erste Pre-Order Variante ist auch schon ausverkauft. Das ist halt dieser talentierte Mr. Ian Teeple, der schon bei zwölfzehn Bands mitgespielt hat (Warm Bodies, Natural Man, Yuck Ratz, u.a.) und jetzt mit Silicone Prairie sein Debüt abliefert. Quietschvergnügter Devo Core meets weirdo Synth-Punk – extrem unterhaltsam, kurzweilig und kreativ. Klingt nach Australien? Nix da – straight outta Kansas City!

Heavy Metal – Live At The Gas Station

Das ist dann Album Nummer 5 in 5 Jahren. Soll mal keiner sagen, die Burschen wären nicht fleißig da drüben in der Hauptstadt. Und nein, das ist keine Live-Platte…Nach einer Single auf Total Punk Records im Jahr 2018 fanden die Labelbosse das anscheinend so toll, dass es jetzt eine ganze LP geben wird. Der Vorgeschmack ist so, wie man das von der Band gewohnt ist. Ein bisschen rockig, upps Synthesizer, lädt zum Tanzen ein und versteckt in einem Song siebzehn Ideen für weitere zwanzig Lieder. Das ist schon meistens richtig gut, was Heavy Metal abliefern. Könnt ihr euch auch auf Video ansehen. Cooler Scheiß. Wie immer.

Brandy – The Gift Of Repetition LP

Nach der guten Platte aus dem Jahr 2018 bei Monofonus Press und der tollen Single vom letzten Jahr bei den totalen Punkern, gibt es nun eine Ankündigung zu ihrem zweiten Album, das in 4 Wochen erscheinen soll. Auch auf Total Punk.
Und da kann wohl nicht viel schief gehen, würde ich sagen, wenn man sich die beiden Appetithäppchen so anhört.

Gewohnt extrem cooler Garage Punk mit wuchtigen Rhythmen und ziemlich eingängigen Melodien, die zum Großteil aus den Hälsen der beiden Sänger stammen. Denn Gitarre, Bass und Schlagzeug liefern lediglich einen knietiefen Teppich aus Sound, auf dem das Geschrei und der Gesang sich enthusiastisch austoben können.

Coole Sache, freu ich mich drauf.

Kann man vorbestellen. Aber Porto, ihr wisst schon…

The Archaeas – Rock N Roll 7″

Was soll das denn für ein Name sein? Und wie spreche ich das aus? Hab ich studiert, oder was? Hallo? Wikipedia? Sag mal…aha, mhm, ok. Na dann.

Diese Urbakterien aus Louisville in Kentucky verschmutzen schon seit ein paar Jährchen die Umwelt mit ihrem dreckigen Garage Punk N Roll Sound, aber erst jetzt habe ich sie über Total Punk Records für mich entdeckt. Dort bringen sie nämlich ihre neue Single raus, die mit zwei wunderbaren Rock n Roll oder Punk Rock oder Garage Nummern geschmückt ist.

Viel mehr kann man da nicht zu erzählen, ein Trio macht gute Musik und hat damit auch schon gute Resonanz erzielt – Bandcamp of the Day bei New Noise zum Beipsiel. Und jetzt hier natürlich. Große Ehre, würd ich sagen.

Schön, dass sie mit dem komplizierten Bandnamen immerhin so eine schlichte Bezeichnung für die Single gefunden haben.

Civic – Selling, Sucking, Blackmail, Bribes 7″

Na, erinnert ihr euch noch an die großartigen Rotz’n’Roller aus Geelong in Australien? Da hatte ich mich letztes Jahr schon für begeistern können und lauwarme Worte für die 12″ gefunden. Und jetzt gibt es demnächst eine neue Single von den 5 Verrückten, von der man heute bereits einen Song vorab hören darf. Sehr großzügig. Danke, Civic.
Die Single wird demnächst auf Total Punk Records herauskommen. Passend, wo doch auf dem Label fast ausschließlich nur super Bands ihre Sachen veröffentlicht haben (Predator, Brandy, Erik  Nervous, Video etc.). Außerdem spielen Civic am 03. September im Hafenklang in Hamburg und ich überlege schon, ob ich nicht einfach nach dem Get Lost Fest einfach noch in dem Laden liegen bleibe, um mir diese geile Band live anzusehen…

Der neue Song erinnert mich vom Gesang ein bisschen an G.G. Allin, keine Ahnung, wo diese Assoziation auf einmal herkommt, aber schlecht ist das ja nicht. Ansonsten ein bisschen wilder als auf der 12″ und ziemlich druckvoll. Kommt am 26. Juli offiziell raus, kann man jetzt vorbestellen.

Brandy – Clown Pain 7″

Hier ist das Rezept schnell erzählt. Fuzzige Gitarren, straighter Beat mit Gerassel und Scheppern, eher gesprochener Text als gesungen und mit ein bissl Hall unterlegt. Das Ganze wird monoton dann mindestens 500 Sekunden wiederholt und so laut eingespielt, dass man es später nicht mehr sauber aus den Boxen oder den Ohren herauskriegt – Tadaaaaa… Cooler Scheiß aus New York City!

Da spielen wohl Leute von Pampers mit, von denen hatte ich doch mal irgendwo eine nicht weniger coole Single auf Jackshack Records hier rumfliegen. Muss ich mir gleich noch mal anhören. Aber erst mal zu den aktuellen Themen:

Apropos aktuell. Die Single ist bereits im Februar auf dem tollen Label Total Punk erschienen. Und wenn euch die zwei Songs gefallen, dann hört auch mal bei den Pampers rein.

Predator – No Face 7″

Den ersten Predator Film habe ich irgendwann Anfang der 90er gesehen, als ich auch alt genug war, um dieses Werk kognitiv angemessen verarbeiten zu können. Also 12 oder so. Auch wenn der Film irgendwie trashig und die Handlung vorhersehbar ist und die Schauspieler eher kräftig als gut sind, bleibt da trotzdem der geile Predator.
Das Alien mit den "Dreadlocks" und den mega abgefahrenen Waffen und der super coolen Tarnvorrichtung. Das fand ich so toll, dass ich eigentlich diesem Antagonisten eher die Daumen gedrückt habe, als dem blöden Ami mit dem seltsamen Akzent.
Das ging wohl ein paar anderen Menschen auch so, zumindest wurde aus dem einen Film eine ganze Reihe. Zur Zeit gibt es 4 Filme und es ist noch kein Ende in Sicht. Spoiler: Der Predator gewinnt nie.

Vielleicht sollte man sich deshalb lieber den Leuten aus Atlanta in Georgia widmen, die sich diesen Namen im Jahr 2009 gegeben haben. Die können sich zwar nicht quasi-unsichtbar machen, aber immerhin ballern sie ebenfalls ziemlich gut los. Eine Mischung aus Garage Punk und Hardcore in einer simplen Darbietung, die absolut fantastisch klingt. Kreissäge als Gitarre, schepperndes Schlagzeug, blubbernder Bass und Chöre – Geil.
Die neue Single kam letztes Jahr auf Total Punk heraus, sehr cool.

Aber auch das Album von 2014 kann sich hören lassen. Wenn ihr also irgendwo die Dinger auf Vinyl findet, dann schickt sie mir. Danke.

Zur Zeit gibt es 3 Alben und 4 Singles und ein Ende ist nicht in Sicht. Spoiler: Predator ist ne mega gute Band.