Bummer Punk. Schöne Zuschreibung für die neue Dragnet 12″. Nicht zu verwechseln mit den Australiern, das hier sind zwei Jungs, naja, ältere Männer aus Alabama, die sich mithilfe eines Drumcomputers eine Band gebastelt haben und damit mal eben 6 eingängige Punk Rock Stücke veröffentlichen, die so auch aus der Feder von Mark Ryan stammen könnten. Zumindest erinnert mich das hin und wieder an solche Sachen wie Mind Spiders, Oddfellows oder O-D-EX, wenn man ihm den Synthi wegnimmt.
Das computergenerierte Schlagwerk nervt nach einer Weile in bisschen und der Einsatz des immer gleich klingenden Beckens entlarvt den künstlichen Charakter der rhythmischen Begleitung, aber wenn man das ausblenden kann, ist das sehr lockerer Unterhaltungsstoff zum Legosteine aufräumen.
Total Punk. Erscheint auf 12″ Vinyl. Autsch, auf einen Einer getreten.
Die Platte für den Beginner Kurs "Wie tanze ich Pogo?". The Carp spielen zehnmal hintereinander kontinuierlich ihren schnoddrigen Punk Rock Schmutz runter und animieren damit ältere Menschen zum Beinwippen und Kopfnicken und jüngere Leute, sich gegenseitig den Montagmorgenfrust aus dem Brustkorb zu dreschen.
Rechtzeitig zur Vorstellung des neuen Kabinetts unter dem schlaksigen Hampelmann mit dem moralischen Kompass Deutschlands ("Vergewaltigungen in der Ehe sind okay") haben wir schon einmal die passende Band aus dem Keller ausgegraben.
Jake Robertson tritt den Beweis an, dass man keine 5 Leute braucht, um wie AC/DC zu klingen. Der Typ macht ja eh alles alleine und schreibt seit Jahren nur Hits, warum nicht auch mal in die Richtung der Gleich- und Wechselstromtypen aus Sydney gehen und den ausgelatschten Pfad der Dicke-Eier-Rock-Musik entlang flanieren.
Na endlich.
Eine neue Platte von Smirk, dem Typen namens Nick Vicario, der auch bei Crisis Man, Public Eye und Cemento sein Wesen treibt. Zwei Songs von der EP, die tatsächlich auch einfach nur Extended Play heißt, hat uns das Label Total Punk Records schon einmal als Appetizer serviert und ja, das macht Bock auf mehr.