Anxious Pleasers – S/T CS

4 Akkorde, 3/3 Takt oder andersrum, ist doch scheißegal, mehr braucht es nicht für meinen perfekten Montagmorgen-Workout-Mix. Ich trainiere nämlich für meinen Auftritt in der Yogurette™ Werbung müsst ihr wissen. Ich bin dann der kleine Dicke, den niemand vögeln will und der in dem Werbespot hinter einem Adonis herhechelt.

Um dafür 25 Kilo abzunehmen, brauche ich nun halt unterstützende und motivierende Musik. Und wer bietet sich da besser an, als die großartigen Anxious Pleasers mit ihrem Debüt Kassetten-Demo?
Hm, bestimmt viele andere coole Bands, aber die Pleasers sind nun mal gerade verfügbar, haha. Man könnte im übrigen hier auch den abgelutschten Begriff der Supergroup nutzen, denn am Start sind bei den Anxious Pleasers niemand anderes als Matt Ellis (PlasticHeads, uvm.), Nathan Burger (TV Freaks, uvm.) und TJ Charlton (TV Freaks, uvm.). Ja, und so klingen auch die 7 Songs. Poppiger, rauher Garage Punk Rock aus Kanada.

Sehr schöne und kurzweilige Eigenkompositionen und ein Cover von den Pagans. Geiler Scheiß aus Hamilton, Ontario!

Dann kann es ja losgehen! Wie? Es ist Dienstag? OK, dann nicht.

Anxious Living – S/T EP

Schon wieder so ein toller Kram aus dem Hause Pissed Off! Records. Anxious Living kommen laut Info zu Teilen aus Singapur und den USA und haben vorher bei so schönen Bands wie SIAL, Constant Insult, Lubricant und anderen gespielt.
Offiziell kommt die EP erst in 10 Tagen raus, aber man kann jetzt schon einen Song von der Kassette hören und der ist mal ziemlich cool. Das Label informiert zum Sound der Band, dass sie sich so ähnlich wie the Estranged, Wipers oder/und Mission of Burma anhören, was allerdings auch auf eine Menge von untalentierten Gruppen bei "Battle of the Bands" oder so einem Quatsch zutreffen würde.
Gott sei Dank heben sich diese 3 hier deutlich von dem Mittelmaß der Nachahmer ab und spielen sehr souverän einen Dark Death Garage Rock Punk, der sofort ins Ohr geht und da bleibt.

Da freut man sich doch auf den Rest der EP. Also ich.

Anxious and Angry – Todd Taylor (Razorcake)

Über den sympathischen Podcast vom Off with their Heads Sänger Ryan hab ich schon öfters mal was geschrieben. Mit Recht, denn meistens hat der Anxious and Angry Podcast coole Gäste, die sich einfach über alles Mögliche mit Ryan unterhalten und ab und zu wird auch gute passende Musik gespielt. Inzwischen gibts schon über 50 Folgen und ich will da gar nicht weiter drauf eingehen, wen er wo alles schon interviewt hat – seht Euch da einfach mal selber um.
Eine Ausnahme, die ich noch mal herausgreifen will, ist der Fanzine Macher Todd Tayler, mit dem Ryan sich kürzlich getroffen hat. Der Typ, der vor ca. 15 Jahren mit dem Punk Rock Fanzine Razorcake angefangen hat, erzählt ein bisschen über seine Zeit beim Flipside Magazin und wie er danach zusammen mit einem Kumpel in einem kleinen Appartement das Razorcake begonnen hat. Da ich das Ding gerne lese, wollte ich mal dieses interessante Gespräch mit Euch teilen. Dauert lange, was fürs Wochenende…

Anxious and Angry and Vice

Irgendwann hatte ich schon mal erzählt, dass Ryan, Sänger von Off With Their Heads, einen Podcast auf seiner Seite Anxious and Angry hostet. Inzwischen sind da schon 11 Episoden bei herausgekommen und die meisten davon sind auch sehr unterhaltsam. Vor ein paar Wochen war Jake Burghart bei ihm zu Gast und hat ein bisschen über seine Arbeit gesprochen, was durchaus spannend ist, denn er ist der leitende Kameramann bei der HBO Serie VICE. Der gute Mann hat auch den Film "We’re never going home" von/mit Against Me! gemacht, seine Arbeit könnte man also schon kennen. Und Ihr wisst ja bestimmt was das Magazin VICE so schreibt und tut, dann muss ich das auch nicht erklären.
Ich war auf jeden Fall schwer begeistert von der ersten Staffel der besagten Serie, die man sich komplett bei YouTube ansehen kann. Vor allem die letzte Folge, in der ein Team von VICE den bekloppten Dennis Rodman und drei der Harlem Globetrotters nach Nordkorea begleitet. Das solltet Ihr Euch mal ansehen. Unfassbare Sachen.

Da ist es nicht verwunderlich, dass Jake und Ryan am meisten über diese Reise in das unbekannte Land gesprochen haben. Auch das kann man sich bei Langeweile gerne noch mal anhören. Entweder hier oder einfach auf der Seite runterladen.

Im übrigen mach ich jetzt erst mal ein bisschen Pause. Soll heißen, dass ich noch unregelmäßiger als ohnehin schon hier Kram reintippe. Wisster Bescheid.

Anxious and Angry – Podcast von Ryan Young (OWTH)

Was Neues von Off with their Heads! Allerdings nichts Musikalisches, sondern eher so spoken word Kram. Sänger und Gitarist Ryan Young hat angefangen, einen Podcast aufzuzeichnen, dem man kostenlos auf iTunes lauschen kann. Laut Beschreibung soll das ein "anything goes" Geplapper werden, bei dem er über sein Leben, das Leben seiner Gäste und über das Leben im allgemeinen labert. Zudem wird das Ding mit ein paar Punk Rock Stücken garniert. Klingt doch schon mal nett.

In dem ersten Teil seiner Podcast Serie "Anxious and Angry" interviewt Ryan den Sänger von Boysetsfire, Nathan Gray. Kann man sich hier anhören. Dauert auch nur knapp über ne halbe Stunde. Angekündigt hatte der Sänger von Off With Their Heads dieses Projekt bereits vor 6 Wochen, aber irgendwie wollte ich das nicht hier verwursten, wenn man den Quatsch noch gar nicht hören kann. Und jetzt ist also der erste Teil veröffentlicht, während schon die nächsten geplant (oder schon aufgezeichnet?) sind. In der nächsten Episode wird wohl der ehemalige Bassist von Against Me!, Andrew Seward, zu Wort kommen. Außerdem wird bald unter der Adresse Anxious and Angry  auch ein Shop erreichbar sein, in dem Ryan seine eigene Shirt Kollektion verkaufen wird. Kein Scheiß.

Off with their Heads – Schatzkarte

Jedes Jubiläum will gefeiert werden. So anscheinend auch das von Off with their Heads, die vor ziemlich genau 10 Jahren ihre erste Single veröffentlicht haben. Jetzt könnte man sagen HÄ? – die haben doch schon 2003 Sachen veröffentlicht, weil das so bei Discogs steht und überhaupt. Aber glaubt man dem Sänger und Gitarristen Ryan, so ist tatsächlich grad eine Dekade vergangen, seit sie ihre allererste Single 'Fine Tuning The Bender' aufgenommen und rausgebracht haben. Und das feiert der gute Mann nun mit einem Rerelease von eben diesem Produkt. Aber warum kennt niemand diese 7″? Und wieso kommt man nicht mal über Umwege an dieses Ding ran? Ja nun, Ryan hat mir das mal im Interview erzählt, dass er die Aufnahmen so kacke fand, dass er nach einer Show in Florida sämtlichen Restbestand im Wald vergraben hat. Das erklärt natürlich, warum die Singles nicht für teures Geld im Internet zu haben sind – niemand weiß, wo die liegen. Sagt er hier…


Jetzt hat Ryan aber entschieden, dass diese erste Veröffentlichung von Off with their Heads doch noch gut genug ist, um sie unter die Leute zu bringen. Man darf sich also nun einen Repress unter Anxiousandangry vorbestellen und hat damit sogar die Chance, die verlorenen Erstpressungen zu finden. Denn anbei liegt diese 'Schatzkarte', von der er gesprochen hat und auf der die Stelle vermerkt ist, wo das Vinyl seit 10 Jahren vor sich hin rottet. Interessante Idee. Leider kann ich da nicht mitmachen, aber falls Ihr grad im Urlaub seid…schaut mal nach! Wie gesagt, Ihr könnt dieses limitierte Stück Geschichte auf seiner Seite pre-ordern und Euch an der Jagd beteiligen oder einfach nur ein paar Monate warten und wahrscheinlich seltsame Songs hören, die so nicht mit der Band assoziiert werden (Na gut, das stimmt so nicht. Man kann sich die Songs auch schon auf seinem Podcast anhören). Interessant ist das allemal…

Ja, mir san mit’m Radl da

Sowas nennt man dann wohl Beschäftigungstherapie. Nachdem Ryan Young, Sänger und Gitarist von den allseits beliebten Off with their Heads, erst mal ne kleine Zwangspause für die Band verhängt hat, widmet er sich zahlreichen anderen Dingen. Da wäre zunächst mal sein Podcast, Anxious and Angry, in dem er unterschiedliche Leute aus dem Punk Rock Business interviewt und den ich hier ja nun auch schon öfters aufm Dings hatte. Dann hat er angefangen, aus diesem Anxious and Angry auch ein Modelabel zu machen, wo er seine T-Shirts und son Kram verkauft. Außerdem läuft unter dem selben Namen jetzt auch sein eigenes Record Label an, auf dem das Debüt von der aus New Orleans stammenden Band Pears erscheinen wird. Könnt Ihr auch schon hier vorbestellen. Aber das reicht wohl alles nicht, immer nur rumsitzen und quatschen und Shirts entwerfen und sich mit Plattenpresswerken und Artwork-Fuzzis am Rechner rumschlagen, da kriegt man ja einen dicken Arsch von.

Also hat er sich seinen Kumpel Brad Lokkesmoe von Dear Landlord und Gateway District geschnappt und will mit ihm zusammen im September von Minneapolis nach Denver aufm Fahrrad fahren. Das sind laut Routenplaner ca. 1500 Kilometer…also ungefähr von Berlin bis ans Mittelmeer. Respekt. Damit das Ganze aber auch noch einen tieferen Sinn ergibt, machen die beiden das für einen guten Zweck und sammeln Kohle für eine gemeinnützige Organisation, namentlich Save.org. (Suicide Awareness Voices of Education). Und damit dieser schöne Plan auch wirklich in die Tat umgesetzt wird, brauchen die beiden erst einmal ein gewisses Startkapital und darüber hinaus natürlich Spenden, die sie dann an Save.org übergeben können, wenn Sie diese Tour überleben. Auf Indiegogo haben sie deswegen eine Kampagne gestartet, bei der Ihr für diese feine Sache spenden könnt. Das vorerst angestrebte Ziel liegt bei $1.000 und wie immer bekommt man auch neben dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, ein paar nette Kleinigkeiten zurück, wenn man diese Kampagne unterstützt. Für $20 bekommt Ihr beispielsweise eine Postkarte von den beiden aus der Stadt, wo sie grad lang radeln. Für ein bisschen mehr ($25) sogar ein Geschenk von ner Tankstelle. Und so weiter…
Falls Ihr noch Fragen habt, Ryan erzählt Euch den Kram selber noch einmal.

Pale Angels – Strange Powers

Pale Angels, die einzige transatlantische Band, die ich kenne, streamen ihre neue EP Strange Powers in voller Länge. Das Grunge Fuzz Noise Punk Trio war im Frühjahr auch hier in Aachen zu Gast und hat mich live schwer beeindruckt, auch wenn sie mit einem anderen Drummer auf Tour waren. Normalerweise sitzt da nämlich der umtriebige Mikey Erg am Schlagzeug (bei Anxious & Angry erzählt er auch davon), aber der hatte wohl keine Zeit oder musste grad mit 7 anderen Bands ne Platte aufnehmen. Auf jeden Fall ist er auch auf dieser neuen EP von den Pale Angels nicht mit dabei, da die Band den Kram während der besagten Tour in Amsterdam einfach mal live eingespielt hat.
Und die kann man jetzt schon mal hier hören und dann völlig begeistert auch beim Label Specialist Subject vorbestellen. Das echte, runde, schwarze Vinyl kommt dann im August. Und wer ganz schnell ist, kann eines von 50 noblen Scrapbooks von der Tour bekommen. Die werden da nämlich noch mit beigepackt…also Beeilung!