Soakie – S/T LP

Bei diesem Release müssen schon 3 Kontinente ins Spiel gebracht werden, um den Wahnsinn für die Ewigkeit auf Vinyl zu pressen.
Soakie kommen zu einem Teil aus dem zauberhaften Melbourne (Australien) und zum anderen aus dem versifften überdimensionierten Rattenkäfig New York City (Nordamerika). Und ungefähr so würde ich auch versuchen, die Musik zu beschreiben.

Zauberhaft versiffter Hardcore mit melodischen Sonnenstrahlen zwischen dem Gitarrengewitter, das von einer rostigen Kreissäge begleitet wird. Ach, das ist die Sängerin? Na sowas – die hat wohl mal versehentlich ihre Stimmbänder in den Häcksler gehalten.

Leider sind erst einmal nur 2 der 7 Songs öffentlich, aber allein „Boys on Stage“ ist den Kauf der Platte schon wert.

Erscheint am 10. Februar bei LA VIDA ES UN MUS DISCOS (Europa).

Romero – Honey

Eine PowerPop Bande aus Melbourne hat jüngst ihr Debüt angekündigt. Eine Single auf Cooldeath mit mindestens einem Hit.
Honey kann man nämlich jetzt schon einmal hören, bevor der zweite Song und somit die gesamte Single am fucking Valentinstag veröffentlicht wird. Und so, wie ich das höre, kann die B-Seite gar nicht schlecht sein, denn Honey ist wirklich ein Paradebeispiel für zeitlosen PowerPop. Und Romero sind eine ziemlich ausgebuffte und geniale PowerPop Band.

Mehr muss man dazu nicht sagen – ich weiß nicht, ob so eine feine Single das viele Geld wert ist, das man für den Postweg und den Zoll und das Produkt ausgeben muss, aber wer reich ist, könnte sich jetzt noch schnell eine von den 50 roten Singles vorbestellen.

Oder 2. Ich freu mich ja auch über Geschenke, ihr undankbaren Penner.

Apropos Penner. Ich bin mal auf Reisen und muss hier ne Pause machen. Bis später.

The Tacks – One Last Goodbye

Was ist das denn? The Tacks aus Christchurch bringen mit ihrer ersten Single einen recht widersprüchlichen Song auf die Tanzfläche, der irgendwie ein bisschen zwischen Goth- und Pop-Punk hin und her hüpft.
Mal klingt es ein bisschen nach The Smiths, Grave Pleasures oder Replacements und dann wieder nach Sugar Stems oder ähnlich poppigen Zeugs. Und das innerhalb von nicht mal 90 Sekunden.

Das könnte auf jeden Fall spannend werden, was sich da entwickelt, denn schlecht ist das hier nicht, aber leider erst einmal nur ein Song. Na, mal abwarten.

Hier spielen im übrigen Leute von Nervous Jerk mit und wenn das aus Ganze aus Island oder Norwegen oder Alaska käme, könnte man eventuell Artwork, den Titel und Text einer adoleszenten Depression zuschreiben. Aber aus dem sonnigen Neuseeland? Wasn da los?

Jungs, wenn ihr es schon nicht hinbekommt, ein sonniges Gemüt zu bewahren, wie sollen wir das dann hier schaffen? Was? Klimawandel? Ach so. Hm.

Erscheint bei Dust Up!. Heute.

The Chats – High Risk Behaviour LP

Komisch, da hab ich mindestens 152 Beiträge über die australischen Auswüchse in Sachen Garage und Punk Rock geschrieben und dann The Chats komplett vergessen. Na sowas!

Obwohl, da war bestimmt mal ein Video hier als Song des Tages Monats. Die machen immer so kruden Quatsch, die Jungs aus Sunshine Coast, da lohnt es sich, die gesammelten Videowerke mal anzusehen.

Und nun veröffentlicht das lustige Trio also ihr Debüt Album, auf dem auch zwei Stücke von vorherigen EPs vertreten sind. Muss ich dazu eigentlich was sagen? Ihr kennt das Zeug bestimmt eh schon, ne? Perfekte Mischung aus rumpeligem Garage und melodischem RotzePunk. Interessante Texte, denn meistens werden ja kluge Anekdoten erzählt…

Leider erst einmal nur ein paar Songs verfügbar, bevor das Album im März erscheinen wird. Keine Ahnung, was die noch bis dahin machen müssen, wahrscheinlich das Cover bunt ausmalen.

Erscheint bei Cooking Vinyl Australia und kann man auf der Bandcamp Seite im exklusiven weißen Vinyl für eine Million Mark exkl. Zollgebühren vorbestellen. Yeah.

Ditches – Get Away (Album Teaser)

Es musste ja so kommen. Nach 2 tollen Singles und einem Demo kommt nun das Album von den europäischen Marked Men/Radioactivity Klonen beim Drunken Sailor raus. Meiner Meinung nach ist es ein bisschen übertrieben, dass das Cover frappierende Ähnlichkeiten zu dem „Silent Kill“ Album aufweist, aber es ist ja heutzutage auch schwierig, was Eigenständiges zu machen, ne?

Irgendwann im Frühling erscheint das Ding, das die 4 Jungs aus Stockholm tatsächlich bei Jeff Burke aufgenommen haben, um sicherzustellen, dass sich auch beim Sound keine Unterschiede mehr erkennen lassen. Und was soll man sagen?

Hat funktioniert. Tolles Lied, super Melodien, alles richtig gemacht. Da kann man sich auf die LP der Ditches einfach nur freuen. Und das Label ist ja auch nicht verkehrt.

Dadar – To Take Out Or Eat In CS

Obacht, hier kommt zwar nix Neues, aber dafür eine tolle Übersicht über das Gesamtkunstwerk von Dadar. Ihr wisst schon, diese italienische Pop-Synthie-Garage-Punk-Rock-Super-Wunderwaffe, die man auf dem letzten Get Lost hätte sehen können.
Natürlich wäre es mir a) lieber, wenn die Band mal endlich ein paar neue Songs veröffentlichen würde und b) noch lieber, wenn diese Diskographie auch auf Vinyl erhältlich wäre.
Sagt mal ehrlich, hört ihr eigentlich die ganzen Kassetten auch oder stehen die nur als Schmuck in euren Glasvitrinen?

Ach, ich nagel mir das Ding in jedem Format hier an die Wand und hör dann digital mit den Laptopboxen, damit man auch wirklich in den Genuss von lofi kommen kann.

Allerdings müssten wir eigentlich noch klären, was es mit der Band und dem Dauerthema Essen auf sich hat. Erst die „Sick of Pasta“ Geschichte und jetzt dieses chinesische Take Out Menü als Cover? Was ist da los im Dadar Land, muss der Herr immer hungrig ins Bett und überhaupt…ob die wohl auch liefern? Hm. Müsste ich mal anrufen.

Keiner da.
Erscheint beim Leipziger Label Lo-Fi Lo-Life und dem italienischen Pendant Budget Living.

Das Das – S/T CS

Stottern ist therapierbar, aber nicht heilbar. Das ist natürlich keine so schöne Erkenntnis, wenn man sich schon beim Bandnamen nicht einmal aus lauter Nervosität über den bestimmten Artikel hinaus artikulieren kann. Und dann nennt man das Album auch noch genauso, sodass ein stammelndes „Das Das Das Das“ am Ende herauskommt.

Schwamm drüber, aber sagt mal… gabs da nicht mal einen Film, in dem es auch um so Sprechprobleme eines bekackten Herzogs ging und das dann happy ending hatte? Keine Ahnung, hab ich nicht gesehen.

Die beiden Musiker mit dem lustigen Namen hier kommen aus Berlin und machen lofi Synthie Wave Punk Garage. Es erinnert sehr stark an frühe 80er Jahre, als das von der Band gewählte Medium Kassette noch Standard war für derlei Art von Musik. Man siehe Kassettentäter.
Furchtbar sympathisch und bestimmt live ziemlich cool.

Vor einer Woche veröffentlicht und auf 50 Stück limitiert. Der Grundsatz für das gesamte Konzept könnte hier lauten: weniger ist mehr.

The Tissues – Blue Film LP

Es sind schon wieder zwei Wochen im neuen Jahr rum; in den Regalen der Supermärkte werden die Restbestände der Weihnachtsfressutensilien umgesprüht zu Karnevalsleckerli. Die Tage werden angeblich wieder länger, aber eigentlich sind die Nächte zu kurz. Die anstehende Frühlingsmode löst die im Winter beliebten frei liegenden Teenagerknöchel mit selbst gehäkelten Rollkragenpullundern ab.
Es ist ein bisschen Zeit für Post Punk.

Da würden sich derzeit The Tissues aus Los Angeles anbieten, die jüngst ihr neues Album veröffentlicht haben. Sie selbst beschreiben ihren Sound als inspiriert von Pylon, Siouxsie & the Banshees, The Stooges, Make-Up.
OK.
Dann los.

Ich hör beim Song „Lust Sick“ immer nur „lustig lustig“. Ha.

Surrender – S/T (UPDATE)

Ach, na endlich. Da haben die Melodien und Harmonien 30 Jahre und länger in den Koksresten der Schulterpolster-Diskothekenklos und im klebrigen Dreck der Schlabberpulli-Jugendzentrentanzflächen geschlummert, um nun ausgerechnet von den talentierten Punk Rockern Scott und Dave ans Tageslicht gekratzt und mit viel Authentizität neu vertont zu werden. Toll.

Man gut, dass die beiden zuvor in so Bands wie The Creeps, Crusades, Black Tower oder Sedatives gespielt haben und damit nicht sonderlich bekannt geworden sind. Einem Mike Ness oder Mike Muir würde man so eine Pop Platte sicherlich nicht abnehmen. Man siehe nur Fat Mike (noch ein Mike, das scheint gerade ein populärer Name in meinem Kopf zu sein) und sein Musical, das ja ziemlich kacke war…wenigstens musikalisch. Vielleicht aber auch nur deswegen, weil man es mit seiner Hauptband vergleicht. Hm.

Naja, es ist doch schön, wenn sich Künstler heute noch so vielseitig verwirklichen können und Genregrenzen sprengen, ohne dabei Glaubwürdigkeit einzubüßen. Könnte aber auch sein, dass es einfach nur ziemlich gut ist, weil es ziemlich gut ist.

Erscheint offiziell am 24. Januar.

[UPDATE]

Das haben die Jungs jetzt wohl auch erst gelesen und die Songs schnell wieder bis zum Release offline genommen…? Müsst ihr mir einfach vertrauen – tolles Album.

Wann kommt das denn auf Platte? Und welcher C-64 Enthusiast macht eigentlich diese Cover?

Big Hits – S/T

Endlich mal wieder was Neues aus Hattiesburg, der kleinen Stadt in Mississippi, aus der auch die großartigen Dee Dee and the Fuzz Coffins kommen und in der augenscheinlich ein ganz besonderer Punk Rock Sound hergestellt wird, auf den die Band hier wohl recht stolz ist – zumindest haben sich Big Hits bei Bandcamp nicht mit ihrem Bandnamen, sondern mit dem Namen der Stadt angemeldet. Puh, langer Satz, erst mal ausruhen.

Die Band heißt also Big Hits und die besteht aus vier strammen bekifften Jungs, die gerne Party machen. Und nebenbei auch ein bisschen Musik, die sich mit Garage und Rock und Fuzz und Punk zu dem Hattiesburg-Sound zusammenmixt.

Sehr kurzweilig und cooles Debüt, auf dem sich tatsächlich ein bekacktes Grateful Dead Cover befindet. Erstaunlich.

Freundlicherweise haben sie auf der Bandcamp Seite auch die Texte abgedruckt. Falls ihr also mal wieder lachen wollt…

I like to party.
Hell yea