Matt Ellis – Stays Home / High Risk Assurance

Pop Punk mit Lederjacke und Chucks. Braucht man da noch mehr Erläuterungen? Eigentlich nicht, ne?
Matt Ellis, der junge Hüpfer aus Hamilton in Ontario, kann nichts anderes als poppigen Punk mit belanglosen Texten in seinem Klo zu spielen.
Glücklicherweise lässt er uns daran teilhaben und nimmt den Kram auf, packt ihn auf die Bandcamp Seite und verschenkt die Songs da.
Kann man Kaugummi zu kauen oder Limo zu trinken.

Das hier kam vor ein paar Tagen raus.

Und das hier vor einem Monat. Da kann man jetzt ja auch künstlerisch nicht so einen großen Entwicklungssprung erwarten.

Das könnt ihr jetzt mal fein auf eine Kassette aufnehmen und dann eurer Mama zum Muttertag schenken. Bestellt schöne Grüße.

Kool & The Gang Bangers – Night of the living Deadbeat

Ein Track vom bald erscheinenden Album der Schweden mit dem Fimmel für Wortspielerei. Das kann man verzeihen, machen die Jungs von Kool & The Gang Bangers doch ziemlich eingängigen und überhaupt nicht albernen Garage Punk Rock.

Das neue Album „Feel Bad Music“ erscheint demnächst bei dem großartigen Londoner Label No Front Teeth Records und hier schon einmal ein Vorgeschmack.

OK. Der Song ist eigentlich schon alt, der erschien bereits auf Kassette bei Nofidelity Records im September letzten Jahres. Macht nichts, neu einspielen und noch mal auf der LP verwursten. Geht schon klar.

Richtig gute Band. Da sollte man eigentlich mehr von hören.

Erinnert teilweise sogar an Hex Dispensers. Oder?

Kann ich mir den ganzen Abend anhören.

Geht ja auch schnell.

I hate my life and I hate the world.

Das bringt einen doch nach vorne. Geiler Scheiß.

The Missed – S/T 7″

Wenn ich bei Google „was macht eigentlich“ eingebe, bekomme ich als ersten Vorschlag zur Ergänzung der Suche „Peter“ angeboten. Einfach nur Peter. Nicht Lustig. Nicht Alexander. Nicht Cortner. Einfach nur Peter.

Dabei wollte ich doch bloß wissen, was eigentlich einen Sommer macht, weil ich heute eine Schwalbe gesehen hab.
Ach. Ist nicht so wichtig.

In diesem Zusammenhang und weil ich über ein Konzertposter der Band gestolpert bin, ist mir auf jeden Fall aufgefallen, dass ich lange nichts von den großartigen Nervosas aus Ohio gehört habe. Gibts diesen genial düsteren Death Punk Rock Hardcore nicht mehr? Nein.
Schade.

Und so begann dann die Assoziationskette, die mich hier her geführt hat…was macht eigentlich Mickey Mocnik von den Nervosas heute?
Pop Punk.
So irgendwie ein bisschen The Muffs. Ziemlich cool. Hätte ich so nicht erwartet.
Die Single ist bereits letztes Jahr erschienen. Auf 300 limitiert und in 700 verschiedenen Farbvarianten gepresst. Kann man beim Label (Just because Records) via Bandcamp kaufen.

Im übrigen hat auch eine längere Recherche zu keinem Ergebnis geführt. Ich weiß nicht, ob vielleicht 2 Schwalben einen Sommer machen oder ob das doch noch mehr bedarf. Warm isses ja.

Mikey Erg – Bon Voyage 7″

Achtung, Pop Punk’s not dead!

Und wer kann das wohl besser in 3 eigenen Songs und einem Beatles Cover unter Beweis stellen, als der großartige Mikey Erg?
Niemand. Hör auf, zu überlegen – „Niemand“ ist die richtige Antwort.

Die Single ist bei Stardumb gestern erschienen und die auf 100 Stück limitierte Version in gelb mit lustigen Punkten ist bereits ausverkauft. Das freut doch das Sammlerherz.
Aber auf schwarzem Vinyl sieht man eure Fettfingerabdrücke viel besser – also los…könnt ihr noch 400 mal kaufen!

V.A. – Stay Home (Ramones Cover)

Eine weitere schöne Idee von dem Label, das seine Künstler am liebsten besoffen macht und dann einsperrt. Blöd nur, wenn dieses „Geschäftsmodell“ jetzt auf einmal auf der ganzen Welt zur Pflicht oder zum favorisierten Freizeitangebot geworden ist.

Dann also ein neues Projekt von Drunk Dial Records. Wir lassen die Künstler wie jeden anderen Penner derzeit auch, zuhause saufen, und sie sollen einen Song von den Ramones covern. Und zwar vom Album „Leaving Home“. Weil, geht ja nicht, ne, verstehst du? Haha. Und dann nennen wir das „Stay Home“. Haha.

Klingt jetzt nicht so kreativ, isses auch nicht. Aber:

EVERYBODY loves Ramones and word play, right?

Mit dabei sind untere anderem Drakulas, Hakan und Dark Thoughts. Die Songs sind auch zum Glück nicht einfach nur nachgespielt, sondern haben teilweise durchaus einen völlig neuen Charakter, was man natürlich auch komplett scheiße finden kann, wenn man Ramones Fan ist.
Entscheidet selbst.

Der Erlös geht komplett an die Bands. Oder an wohltätige Zwecke. Vielleicht ist auch ist das eine auch das andere. Oder so.

EUGH – The Most Brilliant Man Alive

Ein sehr talentierter Mann, der normalerweise seine Zeit bei den großartigen Kitchen People verschwendet, hat hier aus der Not der Isolation eine Tugend gemacht und mal eben in kompletter Eigenregie verflixte 7 Synth Punk Songs eingespielt.

Ich wiederhole mich ja nur sehr ungern, aber Synth Punk ist die Zukunft! Naja, zumindest die Gegenwart. Den Kram kann man auch mit einem bekackten Mundschutz singen. Gut, das Cover ist jetzt äh, eher künstlerisch. Aber ansonsten..ziemlich cooler Scheiß.

Wie auch Kitchen People – den Namen hier muss man sich merken: Vincent Buchanan-Simpson. Guter Mann.

Der Bandname ist ganz nebenbei eine interessante lautmalerische Beschreibung des höchsten europäischen Gerichts, haha.

Nardwuar vs. Ian MacKaye

„I’m not a collector. I am an archivist. There’s a difference.“

Ian MacKaye zeigt in diesem sehr unterhaltsamen Interview mit Nardwuar dem geneigten Zuschauer ein paar sehr schöne Erinnerungsstücke aus über 40 Jahren (persönlicher) Hardcore-, Band- und Labelhistorie. Und dazu erzählt er noch ein paar schöne Geschichten. Kurzweilige 70 Minuten.

Ich glaub, ein Hoarder gilt erst dann als Messi und Hoarder, wenn er eine zu kleine Wohnung hat. Der Bursche hier hat einfach genügend Platz für den ganzen Scheiß…

Goldie Dawn – S/T 7″

Bird on a Wire ist kein besonders guter Film. Aber es ist der einzige, der mir jetzt zu der Frau einfällt. Goldie Hawn. Wieso nennt sich eine Band heute so? Hä? Was? Ach, die heißen gar nicht so? Und warum…ach. Schon gut.

Die Glam/Punk/Rock’n’Roller von Goldie Dawn aus Glasgow machen auf jeden Fall mit ihrem Debüt eine ziemlich gute Figur und spielen mit den letzten 50 Jahren Musikgeschichte herum, um daraus dann ein Best-Of in 4 Liedern zu basteln.

Das klappt auch einigermaßen gut. Unterhaltsam allemal – bisschen mehr Punk als Rock und ein bisschen mehr Power als Pop. Oder genau anders herum.
Gute Melodien von der Gitarre, die straight und tight vom Schlagzeug und Bass zusammengeschraubt werden. Über allem schwebt die wirklich gute Sängerin.

Erscheint Ende Mai bei Drunken Sailor.

Ob da wohl eine Gibson Gitarre mit im Spiel ist? Eine Mel Gibson? Hahaha…ich muss ins Bett.

Da schau ich mir den Film noch mal an.

Catsick – Catsick EP & II CS

Hier schon die Nummer 2 von den Verrückten aus Christchurch, die ihr erstes Tape erst vor ein paar Monaten bei dem tollen Label Dust Up! veröffentlicht haben. Puh, wie lange sich heutzutage ein paar Monate anfühlen. Damals haben wir noch vor dem Plattenteller gesessen und Musik gehört und Bier getrunken und über bessere Zeiten nachgedacht. Und heute? Hm. Eigentlich auch. Äh.

Naja, die Band und deren aufmunternden Lärm hatte ich auf jeden Fall noch nicht unterbringen können hier und das ist eigentlich schade, denn diese bekloppte Mischung aus Punk, Hardcore, Garage und Trash muss viel öfters gepostet werden, damit ich nicht komplett durchdrehe.

Catsick nennen ihre Musik im übrigen crackrocksteady. Aha, warum nicht. Falls euch das auch gefällt, könnt ihr vielleicht noch eine der 15 Kassetten ergattern, wenn ihr schnell seid. Mehr gibbet nicht – dafür sind die verfügbaren Dinger aber großzügigerweise handnummeriert.

Hier noch schnell die erste EP, die leider schon auf Kassette ausverkauft ist, aber das hättet ihr doch eh nicht bestellt, gebt es zu. Kauft es digital. Es ist der passende Soundtrack für die Isolation und für den Wahnsinn.

Death Cult – Spiritual Conundrum [Update]

Ein neuer Song von Death Cult, den Punk Rock Hardcore Garage Kollegen aus San Antonio in Texas. Da erscheint wohl eine neue Single von der Band, die sich seit drei Jahren nicht mehr gemeldet hat. Schön.
Nicht so schön: der Bassist, der diesen coolen Song geschrieben hat, ist leider letztes Jahr verstorben.

[Update: Niemand ist gestorben – siehe Kommentar. Uff..Und jetzt auch die ganze EP online…hurra]

Dennoch – ein paar neue Songs kommen Ende April auf Kassette raus und man kann das schon hier vorbestellen.

Auch so eine Band, bei der (fast) alle den selben Nachnamen haben. Wie sich diese Leute immer finden…verrückt.