Einmal kanadischer Pop Punk, immer kanadischer Pop Punk. Dieses Ottawa muss aber auch pinkes Kaugummiwasser aus den Leitungen sprießen lassen. Als Fan, der diese Spielart des Garage Punks trotz des voranschreitenden Alters nicht ablegen kann, bin ich hoch erfreut, demnächst eine ganze Albumladung neuer Songs von Matty Grace hören zu können.
Die Singer/Songwriterin hat wieder mal ein paar Musiker um sich geschart, die man auch aus anderen beliebten Bands bereits kennt. Also eigentlich nur einen, aber der ist gut. Jordan von den Creeps, namentlich. Oder Crusades, Cheap Whine, Surrender…Der macht eigentlich eh alles richtig.
Leider erst einmal nur ein Song online, aber für mehr reicht eure Aufmerksamkeitspanne ja eh nicht, ne? Ich bin dann mal auf wilder Fahrt für den Rest des Jahres. Habt ne gute Zeit – wir sehen uns im nächsten Leben Jahr.
Dirt Cult Records. Kommt erst im Februar raus, aber dann bestimmt auch auf LP. Wie haben es die Buzzcocks gesagt? "If you think you are too old to Pop Punk you are." 🙂
Beim Hören der neuen Ausgabe von Pop Punk für heranwachsende Skateboarder hatte ich ein Flashback zurück in die 90er, als solch Bands auf einmal überall aus ihren Löchern gekrochen kamen und gefühlt die Sonne Kaliforniens aus dem Lautsprecher in mein Leben transportierten.
Wer von Euch weiß eigentlich noch, was er so alles von seinen Eltern zu Weihnachten bekommen hat? Die ersten 5-10 Jahre vergessen wir mal, das ist wahrscheinlich Kram, der jetzt eh auf einer Müllhalde irgendwo in seinem eigenen Plastiksud vor sich hin rottet. Aber was ist mit den späteren Geschenken? Das wären dann jetzt ja auch schon durchschnittlich vielleicht 20 oder so? Wo sind die hin?
Schau an, die Robots aus Barcelona haben einen Plan. Sehr gut. Wurde auch Zeit, dass sich jemand, äh, darum mal kümmert? Schade, dass ich nicht so recht Spanisch kann. Dann muss ich mich eben an der Musik erfreuen und hoffen, dass es die zwei Spanier und die Spanierin ähnlich gut mit mir meinen wie die ganzen schwedischen Bands, von denen ich ebenfalls nichts wirklich verstehe und was mich dennoch nicht davon abhält, zumindest unter der Duche oder im Auto lauthals falsch mitzusingen.
Bevor der Sommer komplett zu Grabe getragen ist und das Wetter mir nur noch ungemütlich matschigen Post Punk und gemütlich warme Marshmallows in die Gehörgänge drückt und meinen Geschmack verklebt, muss ich schnell noch eine Überdosis sonnigen Pop Punk in Schokolade dippen und durch die Pauken- und Trompetenröhrchen am Trommelfell vorbei in den Hippocampus schieben.
Poppiger Punk Rock aus New York City mit weiblichem und männlichem Gesang und Mikey Erg am Schlagzeug. Also quasi all meine neuralgischen Punkte abgeschossen. Piu Piu. Geiler Scheiß, zeitlos, angenehm, ungefährlich.
Weil jetzt dann doch endlich Freitag ist, höre ich heute nur Pop Punk und fröhlichen Indie Schmu. Das macht die Sonne warm und die Limo kalt und das Eis süß und das Wochenende lang. Ist bewiesen.
Keine Ahnung, wie ihr das kommende Wochenende in der Hitze verbringen möchtet, aber ich nehme mir dieses Album aus dem Jahr 2006 und fahre in die Eissporthalle, um auf Schlittschuhen meine Inliner-Fähigkeiten für den Sommer zu trainieren, wenn es wieder warm wird und man draußen cool sein muss.