Die fünf Jungs aus Parma mit dem beschissenen Leben bezeichnen ihre Musik selber als "Chitarrino Power Punk", was mich erst mal den Begriff "chitarrino" googlen ließ. Ich weiß zwar auch nicht, was "Power Punk" ist, aber kann mir was darunter vorstellen…wahrscheinlich eine etwas druckvollere Spielart des Punk, ne? Klingt für mich ein bisschen redundant, aber ok was solls. Man kann ja irgendwie alles mit "Punk" kombinieren, um einen Sound zu beschreiben. Die Band, in der ich mal gespielt habe, wurde beispielsweise mal im Radio als "soft punk" beschrieben. Auch schön.
Also, "chitarrino" bezeichnet eine kleinere Version der Gitarre, die man wohl eher im 16. Jahrhundert genutzt hat – mit mehr Saiten als eine "normale" Gitarre klingt das Teil dementsprechend auch anders. Ziemlich gut sogar, nur nicht nach Punk Rock, 'tschuldigung, Power Punk.
Shitty Life klingen nach sehr coolem Garage Punk, der sauber abgemischt und gut gemastert wurde (North London Bomb Factory). Shitty Life klingen so, als ob sie mich live wegblasen würden (Get Lost Fest ’19). Shitty Life haben mit der Renaissance und dem 16. Jahrhundert nichts am Hut, eher sind sie fest verankert im 21. Jahrhundert und dem Copy und Paste (Dean Dirg).
Mit "Switch off your Head" haben die Parmanesen auf jeden Fall eine schöne Viertelstunde Musik auf Spastic Fantastic herausgebracht, die sich hübsch auf einer cremefarbenen 12″ macht. Geile Band, kann ich mich für begeistern. Allerdings wüsste ich jetzt zu gerne ,wie eine Punk Band mit diesen kleinen chitarrinos klingen würde…
Mal abgesehen davon, dass ich die Bezeichnung "Cassingle" noch nicht kannte und auch nicht kennen will, gibt es eigentlich nicht viel über dieses "Release" zu erzählen.
Gestern hat wohl die aktuelle Biographie von QUEEN, bzw. Freddie Mercury ein paar Preise bei den Golden Globes abgeräumt. Finde ich jetzt nicht so wahnsinnig spannend, obwohl ich mich schon frage, warum eigentlich inzwischen wieder immer mehr gesungen werden muss in Filmen, damit die Preise bekommen. Ist ja gruselig. Lebt Peter Alexander noch? Vielleicht kann der auf seine alten Tage…ach, schon tot. Na, egal.
Ich muss so ungefähr 18 oder 19 gewesen sein, als meine musikalische Sozialisation absolut und unumstößlich abgeschlossen war. Also für mich, ich war fertig, hatte meinen Geschmack und den für mich richtigen Stil gefunden. Punk Rock mit seinen Ausläufern links und rechts des Genres war für mich das einzig Richtige, was man so auf Platte, CD oder Tape hören konnte.
Eine Marked Men Single Compilation. Also fast eine neue LP. Geil. Ich nehm 2, danke.
Also das einzig Mysteriöse an dieser Band ist eigentlich der bekloppte Name. Da erwarte ich doch zumindest eine Frau am Gesang, oder an der Gitarre oder besser noch, versteckt hinter dem Schlagzeug, damit das irgendeinen Sinn ergibt. Die Band besteht aber tatsächlich aus 4 Kerlen. Seltsam. Zum Glück gibt es das Internet und dort steht, dass "Mystery Girl" ein Album von Roy Orbison ist – AHA! Nun ist natürlich alles klar. Nicht.
Als mir ein Freund vor zwei Jahren die Kurt Baker Combo Platte "In Orbit" ans Herz gelegt hatte, bin ich der Empfehlung umgehend blind gefolgt und hab mir die LP gekauft. Man kann dem Mann vertrauen, der hat guten Geschmack, hab ich mir gesagt. Naja, manchmal eben auch nicht. Das Album plätscherte so dahin, hat mich mit dem Power Pop Geschwurbel nicht wirklich überzeugen können.
Post-Punk. Noch so ein Subgenre, das schon seit 40 Jahren mit sämtlichem Müll gefüllt wird, der in keine andere Schublade so richtig passt. Es ist wie diese eine Krimskrams-Schublade, die man in der Wohnung hat und in der sich nach und nach jede Menge Quatsch ansammelt, der sonst nirgendwo seinen Platz findet – Kleber, Schere, Gummis, Batterien, Stifte, Haustiere, Fruchtzwerge, usw.
Wo wir gerade mal wieder in Australien unterwegs sind, hätte ich noch was Feines für euch. Jedenfalls dann, wenn ihr euch ein bisschen auf weirden Folk/Pop/Indie Kram einlassen könnt.