Landowner – Blatant LP

Post-Punk. Noch so ein Subgenre, das schon seit 40 Jahren mit sämtlichem Müll gefüllt wird, der in keine andere Schublade so richtig passt. Es ist wie diese eine Krimskrams-Schublade, die man in der Wohnung hat und in der sich nach und nach jede Menge Quatsch ansammelt, der sonst nirgendwo seinen Platz findet – Kleber, Schere, Gummis, Batterien, Stifte, Haustiere, Fruchtzwerge, usw.
Und während die meisten Menschen wahrscheinlich auch die großartigen Landowner unter dieser Flagge des Post-Punks segeln lassen würden, haben sich die 5 Kerle aus Massachusetts einfach ihr eigenes Genre ausgedacht – weak hardcore. Ziemlich geil.

Ziemlich geil deswegen, weil es stimmt. Die Band ist genauso weak und hardcore wie es Minutemen oder Jesus Lizard waren. Ein massiv dominanter Bass im Vordergrund gibt den Ton an, ein bisschen Gitarrengeplenkel (weniger als bei Minutemen) setzt Akzente, eine zweite Gitarre quietscht und macht mal mehr und mal weniger Lärm. Ein Saxophon wird treffsicher hier und da eingesetzt, ohne dass es 80er Jahre Softporno nervt. Das Schlagzeug ist hier wirklich nur Begleitinstrument und ich würd mich wundern, wenn der Drummer mehr als drei Teile an seinem kit verbaut hat. Über all dem spricht und singt Dan seine brillanten Texte. Yeah!

Das ist wirklich eines der besten und eigenständigsten Alben, das ich aus diesem Genre kenne. Ha.

Mit Blatant bringen Landowner bereits ihr zweits Album heraus, das erste „Impressive Almanac“ erschien bereits vor 2 Jahren – allerdings nur auf Kassette, weshalb es wahrscheinlich unter meinem Radar durchgerutscht ist. Nun hat sich im Juli das neue Label Born Yesterday Records ein Herz gefasst und der Band neben einem Kassetten Release auch ein paar Platten spendiert. Gute Wahl, ich nehm eine.

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