Ach hey, wo wir gerade dabei sind, zu meckern und die Stirn über deutsche Bands zu runzeln. Ich hätte da noch so ne Gruppe, die mich auf den ersten Blick eher abgeschreckt hat…
Deutsche Laichen aus Göttingen haben es mir auf jeden Fall wirklich nicht leicht gemacht. Was für ein blöder Name. Was für ein hässliches Cover. Wieso singen die mal in Deutsch und mal in Englisch? Ugh.
Aber gut, ich hab die Platte bei nem Kumpel auf ner linksversifften WG-Party gehört und weder von Name noch von Cover Notiz genommen. Und schon fand ich das nach dem zweiten Bier richtig gut. Das klingt so leicht anachronistisch jugendlich egal, so nach 90er und drauf geschissen. Aber dazu dann angenehm zeitlose (und) politische Texte mit einer tollen Stimme vorgetragen. Öfters auch mehrstimmig unterwegs. Ja, warum nicht. "emanzenlesbenschlampe" oder "My Cunt my Business" bleiben im Ohr.
Tausendmal besser als die hyterische Frau aus Göttingen, die immer "Lord of the Boards" geschrien hat.
Letztes Jahr irgendwann auf Zeitstrafe erschienen. Ich glaub, ich kuratiere mal eine Playlist für das Gegenteil eines Impulsiv-Kaufs. Die Platte ist ganz weit vorne dabei.
So schön eine 10″ auch grundsätzlich ist, dieses Cover versucht mit aller Macht, dass ich die Platte im Regal stehen lasse und mir die 6 Songs erst gar nicht anhöre.
So, das hier ist also das neue Geistesprodukt von Dan Gräns, dem schwedischen Pop Punker aus Stockholm, der schon mit ein paar Sachen unter anderem bei Alien Snatch Records auf sich aufmerksam gemacht hatte (
Könnt ihr euch noch daran erinnern, als die Claudia Strunz ihren Mann (den Fußballdeppen) verlassen hat, um mit Effenberg (anderer Fußballdepp, selber Verein) zusammen zu sein? Haha, ja. Das war eine spannende Geschichte in den 90ern. Da klaut der eine Dummbatz einem anderen strunzdoofen Dumbatzen die Frau, die in der ganzen Sache auch lediglich als Beutestück dargestellt wurde.
Oh ja. Perth liefert mal wieder guten 70er Jahre Punk ab, der so gut wohl nur noch in Australien gespielt werden kann. Dieses Mal und in ziemlicher Nähe zur Perfektion tun das Cold Meat, die bisher mit ein paar tollen Singles (unter anderem eine Split mit den heißgeliebten Ubik) schon auf sich aufmerksam gemacht haben.
Rumms, da bleiben nicht viele Fragen offen. Einfach mal den Staub von den 30 Jahre alten Skateboards weggeblasen und ein Stirnband über die Vokuhila-Frisur gebunden, um dann mit 40 KM/h über Bullenautos zu grinden und Hippies anzuspucken.
Der gute Kalle Jansson von den noch besseren Manikins hat mit seinem besten Alias Kalle Hygien die allerbeste Single jüngst auf Push My Buttons Records veröffentlicht. Mehr gut geht nicht.
Was soll das denn für ein Name sein? Und wie spreche ich das aus? Hab ich studiert, oder was? Hallo? Wikipedia? Sag mal…aha, mhm, ok. Na dann.
Wenn man mit dem Tippen des Bandnamens und des Titels der Single fertig ist, kann man auch schon wieder auf PLAY drücken. Gut, das liegt natürlich auch daran, dass mein Sekretär nur mit einem krummen Finger auf dem alten Amiga hantiert, während ich ihm meine Gedanken diktiere. Vielleicht wird es Zeit für eine neue Hilfskraft oder für neues Equipment.