Hier kommt das bereits 4. Album von den australischen Garage Punk Rockern Jackson Reid Briggs & The Heaters. Und nachdem sie mit den letzten drei Platten sukzessiv immer ein bisschen an Fahrt oder Tempo oder Drive oder sonst einer Metapher aus der motorisierten Bewegung eingebüßt haben, ist nun folgerichtig fast schon ein neues Genre fällig, um das Album "Hammered" zu beschreiben.
Ich mein, das ist immer noch ein großartiges Songwriting von Herrn Reid Briggs und es macht auch Spaß, das gesamte Album zu hören, aber hier fehlt halt ein bisschen die rohe und unkontrollierte Energie des Erstlingswerks. Ihr wisst schon, der Dampf, der Druck, das Feuer.
Hier wird dann eben nicht mehr unkontrolliert herum gehüpft und Bierflaschen geköpft, sondern mal lieber mit Kopfhörern auf den Ohren und einem Whiskey Sour in der Hand im Ledersessel genussvoll mit dem Schluppen gewippt. Dafür hat man auf der Platte ein bisschen mehr Zeit für Saxophon und Gitarrendudelei gefunden.
Warum nicht – es ist immer noch typischer Garage Punk aus Melbourne und mit "Rented Fists" und "You’ve got it now" ist der Band sogar fast ein wenig das midtempo entglitten.
Die Platte kann man sich bei Beast Records bestellen. Ich suche im übrigen noch die ersten beiden LPs, falls ihr da mal in Australien drüber stolpert…
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Zum Beispiel die "Under the Influence" Serie von Suburban Home, bei der ziemlich viele gute Bands ausschließlich ihre größten Einflüsse gecovert haben. Schon mal wegen der Bandauswahl ziemlich cool, aber weil der von mir sehr geschätzte Künstler Mitch Clem gemeinsam mit seiner Verlobten Nation of Amanda die Cover von den Original Alben nachempfunden und für die Singles nachgezeichnet hat, war diese Serie darüber hinaus exquisit.:format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-3068111-1325245801.jpeg.jpg)
Oder die Sister Series, die vom sehr guten Fanzine Razorcake ins Leben gerufen und veröffentlicht wurde. Auch dort spricht zunächst die gute Bandauswahl für sich. Außerdem gehören immer zwei Single zueinander, wie das mit Geschwistern halt so ist, ne? Die Bands covern sich unter anderem gegenseitig und die Cover der Singles sind ebenfalls aufeinander abgestimmt bzw. ergänzen sich.
O
der natürlich auch die NOFX Single of the Month Club Sache, wenn man schon von Covern und zueinander gehörenden Singles spricht.
Hilfe, ist der Bass da aber schlecht gelaunt, da bekommt man ja Angst. Und das arme Schlagzeug wird verdroschen, meine Güte. Der Rest von GARBITCH, die wegen des schönen Namens allein schon ein extra Sternchen im Poesiealbum verdient haben, macht dann auch noch ähnlich zauberhaften Krach.
Wenn man mal Bock auf Post Punk hat, der nicht so langweilig glatt und stubenrein ist, dann kommt man hier mit dem Labelsampler von Billo aus Berlin ziemlich gut auf seine Kosten.
Hä? Hat da jemand den Keller von Posh Boy Records ausgefegt und ist über 40 Jahre alte Demos gestolpert?
Eine neue Kassette aus dem Hause Helta Skelta Records in Perth ist immer eine schöne Überraschung. Nicht, dass ich auf einmal Kassetten kaufen oder gar aus Australien bestellen würde, haha. Nein.
In diesen schlimmen Zeiten, in denen man panisch versucht, noch eine gebrauchte Atemmaske für 12.000€ auf dem Schwarzmarkt zu kaufen und in denen Kreuzfahrtschiffe, Hotelanlagen, ganze Städte und Regionen abgeriegelt und ausgeblutet werden bin ich froh, dass ich es mir hier in meinem Unterseeboot hübsch eingerichtet hab und euren Pandemie-Quatsch nur am Bildschirm verfolgen muss.