Dienstag, der Dreizehnte. Es ist Zeit für einen neuen Eiskratzer, nachdem ich mich gestern mit der verdammten Parkscheibe ne halbe Stunde abgekämpft habe, bis ich genug freie Sicht zum Ausparken aus der Garage hatte.
Leider war aber in meinem Adventskalender heute nicht Lyvanas oder Licargo oder Michelin, sondern eine neue Band bei Slovenly aus Reno, die sich eigentlich mit diesem Thema auch auskennen müssten, da ist es doch genauso kalt.
Na, egal. Spitting Image erzeugen auf jeden Fall genügend herzerwärmende Töne, um zumindest den schwarzen Klumpen in der Brust ein bisschen auftauen zu lassen. Die Band ist schon seit 10 Jahren unterwegs und hat vor 7 Jahren mal ein Tape bei Casino Trash herausgebracht, das richtig gut war/ist – und das war damals noch hip, eine Kassette zu veröffentlichen – oder besser, Spitting Image sind Avantgarde, der Rest heute nur noch billige Trendsetter.
Musikalisch hingegen sind die 4 Jungs eher in der Vergangenheit von einem Best-of der Post Punk Ikonen Nordamerikas zu verorten. Andererseits höre ich auch Australien ein bisschen heraus? Sucht euch am besten eure Lieblingsband aus, ein bisschen was davon steckt auch in Spitting Image.
Ein Song heute – den Rest gibt es später. Guten Appetithappen.
Slovenly Records. Wenn man den Song 26 mal gehört hat, während der Motor läuft, ist das gesamte Eis abgetaut. Profi-Tipp.
Tür Nummer 12. Das erste Dutzend ist voll, die Hälfte der Wartezeit bis zum Familien-GAU ist geschafft.
Türchen Nummer 11. Heute ist der dritte Advent, also ein Sonntag wie jeder andere, aber es brennt eine Kerze mehr auf dem Tisch, weil man das schon immer so gemacht hat. Naja, in den letzten knapp 100 Jahren zumindest.
Hurra, wir sind zweistellig. Am 10. Tag hat Gott euch die tollen Fatigue in den Kalender gebastelt. Die 4 Mädels aus Berlin haben nun ihr Debüt Album veröffentlicht, wenn man das Tape "Barbecue Times" aus dem Jahre 2019 nicht als Album sondern irgendwie als EP zählt, weil es ja nur 6 Songs enthielt.
Tür Nummer 9. So langsam muss man sich Sorgen machen um die Nachhaltigkeit von Hardcore Bands. Wenn die immer ihre EPs und Demos auf Kassette herausbringen und dann dort zwar 7 – 76 Lieder drauf sind, diese aber nur eine insgesamte Spieldauer von ca. 2 Minuten haben, ist das doch auf Dauer ein furchtbarer Müllberg aus Plastik.
Hinter Tor Nummer 8 lauert so etwas Beklopptes wie die Vorstellung, dass jemand schwanger werden könnte, ohne gepimpert zu haben. Heute ist nämlich das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, wie man in katholischen Kreisen zu sagen pflegt. Na dann herzlichen Glückwunsch.
Bin ich eigentlich der einzige Depp, der sich solch Fragen stellt wie die, ob sich Rantanplan schon einmal die Bühne mit anderen Comic-Hunden geteilt haben? "Heute Abend: Rantanplan mit Idefix und Struppi im Vorprogramm." Ich find das nicht mal besonders lustig, aber es interessiert mich trotzdem. Komisch.
Tür Nummer 6 hält die Gaffer aus Perth für euch bereit.
Tür Nummer 5 erinnert euch freundlich daran, die Hundekacke von euren Stiefeln zu kratzen, weil morgen der Nikolaus kommt. Außerdem ist heute Montag und der Beginn der Arbeitswoche für 12% von Euch. Also los.
Das vierte Türchen hält parat: eine Band aus Kansas City in Missouri namens The Whiffs! Die haben jetzt auch schon wieder ein neues Album aufgenommen und veröffentlichen das im März auf Vinyl. Täusche ich mich, oder werden diese Vorankündigungen auch immer ambitionierter? Egal.