Coriky – Clean Kill (Album Teaser)

Meine Filterblase ist fast explodiert, als dieser Teaser gestern bei Bandcamp erschienen ist. Und dass nur, weil hier zwei ehemalige Fugazi Burschen mit am Start sind.
Coriky heißt die neue Band von Ian MacKaye, Amy Farina und Joe Lally also, aha. Was zum Teufel soll das bedeuten? Ist das auch wieder ein Anagramm, wie bei Fugazi? Hm, Coriky. Klingt komisch.
Ich glaub ja, dass nur durch die Beteiligung von zwei Fugazi Typen hier die Vorfreude auf das Album schon ungerechtfertigt groß ausfällt – zumindest gemessen an der Qualität des Songs.

Zumindest ist das mein Tipp, denn so rein musikalisch ist das keine Meisterleistung oder Offenbarung, was The Evens + Joe Lally hier abliefern, oder seh ich das etwa zu negativ? Das hat mit Fugazi einfach nicht viel gemeinsam.
Aber man soll ja auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, ne? Ich mein, kann man machen, aber ergibt halt nicht viel Sinn.

Der Kram hier ist deutlich mehr Evens als alles andere. Und The Evens fand ich nie so besonders gut – trotzdem bin ich gespannt auf das Album, das im März dann bei Dischord erscheinen wird. Vielleicht schreibt ja Joe Lally auch ein paar Songs…

C.O.R.I.K.Y. hm…Center of the religious and idiotic knitting youth? Carnivorous orchids' reek is killing you? Ach, so wichtig ist das nicht.

Hot Snakes – I Shall Be Free

Ein neuer Song von den genialen Hot Snakes. Muss und kann ich nicht viel zu sagen…wie schon im November auch nur ein Song, aber das hat wohl Methode, denn bis zum neuen Album sollen insgesamt 4 Singles im Takt der Jahreszeiten herauskommen…das hier ist der Frühling.

Gut, klingt jetzt nicht wie Vivaldi, sondern so, wie Hot Snakes zu Zeiten von Jericho Sirens klingen. Ziemlich geil.

Also kommt dann das neue Album in äh, Moment, Winter, Frühling, Sommer, Herbst, also im Oktober? Ach. Warten wirs ab.

Otoboke Beaver – I Am Not Maternal

Die neue Single von den verrückten Mädels aus Kyoto lädt zum Tanzen ein. Ein bisschen Punk Rock, ein bisschen Off-Beat, und dazu das unglaublich präzise Zusammenspiel der Vier gepaart mit dem mehrstimmigen Gesang macht auch diese Single zu einer Party, die man nicht verlassen will.  Man sitzt nur da und ruft "Mas Tequila", bis man merkt, dass man gar kein Japanisch kann, aber dann ist das auch schon egal.

Derzeit ist "I am not Maternal" nur digital zu bestaunen, aber da kommt bestimmt demnächst was Feines – nachdem sie die letzte Single (auch nur ein Song) auf eine rote 5″ Single gepresst haben (einseitig), wird das dieses Mal wohl eine quietschgelbe 14″ Maxi-Single, die auf keinen Plattenteller passt, aber geil aussieht.

Das Cover ist im übrigen von den Küntlern Nakagawa Homeopathy gezeichnet worden, die anscheinend tolle Mangas machen, falls euch sowas interessiert.

Wie der meiste Kram von Otoboke Beaver, ist und wird auch diese Single bei Damnably Records erschienen werden sein worden gewesen.

Zip it – Trash Baby

Eine Fünferbande aus Detroit hat sich mit ihrem Debüt und dem vermeintlichen Genre "Goblincore" in mein verfettetes Punkrocker-Herz gespielt.
Richtig gute Melodien treffen auf harmlose und doch schöne Texte, schauriger Synthie mischt sich mit schepperndem Schlagzeug und die Einfachheit verzehrter Gitarren im Drei-Akkorde Takt macht den 5 Song Spaß zu einer großartigen 9 Minuten Party.
Zip it sollte man mal im Auge behalten, das wird sicherlich interessant.

Wenn man gerade keine Kohle hat, kann man sich den Ohrenschmaus kostenlos herunterladen.

Was zur Hölle ist Goblincore?

Cuir – Demo Single LP

Mein Lieblingsfranzose neben dem Typen, der das Croissant erfunden hat, kann seine perfekten Synthie Punk Rock Perlen nun endlich auf ein richtiges Langspielformat pressen.

OK, das ist hier quasi nur eine Compilation von den beiden Sachen, die CUIR bereits veröffentlicht hat. Also wie der Titel bereits verrät, sind hier einmal das "Demo" und einmal die Songs von der "Single" noch einmal auf die "LP" geritzt worden, allerdings kommt da ja auch noch das exklusive Stück "Synthpunk Attitude" mit drauf, das auch nur auf der LP zu finden sein wird.
Und der ganze Kram wurde von Daniel Husayn in der North London Bomb Factory abgemischt. Das muss reichen. Das Cover stammt auch vom selben Shooting wie die beiden Bildchen der anderen Veröffentlichung und ist dementsprechend genauso vielsagend.

Also, kurzum – keine neuen Songs hier für den Beitrag und die Platte kann man auch noch nicht kaufen.

Ich erspare euch hier lediglich das Klicken zwischen zwei Tabs. Gern geschehen.

Demnächst bei Offside Records in Frankreich erhältlich. Ich bin Fan und gehe jetzt ein leckeres Croissant mit Leberwurst frühstücken.

Isotope Soap – An Artifact Of Insects 12″

Wie hört sich das eigentlich an, wenn eine adoleszente Gruppe von pickeligen Robotern im Stimmbruch die Schnapsvorräte ihrer Eltern plündert, um dann die LSD Reste von der Schallplattensammlung der 70er abzulutschen und so gut gelaunt in den Proberaumkeller torkelt?

So.

Das Debüt der Schweden erscheint Ende Januar (also jetzt so?) bei Push my Buttons.

Soakie – S/T LP

Bei diesem Release müssen schon 3 Kontinente ins Spiel gebracht werden, um den Wahnsinn für die Ewigkeit auf Vinyl zu pressen.
Soakie kommen zu einem Teil aus dem zauberhaften Melbourne (Australien) und zum anderen aus dem versifften überdimensionierten Rattenkäfig New York City (Nordamerika). Und ungefähr so würde ich auch versuchen, die Musik zu beschreiben.

Zauberhaft versiffter Hardcore mit melodischen Sonnenstrahlen zwischen dem Gitarrengewitter, das von einer rostigen Kreissäge begleitet wird. Ach, das ist die Sängerin? Na sowas – die hat wohl mal versehentlich ihre Stimmbänder in den Häcksler gehalten.

Leider sind erst einmal nur 2 der 7 Songs öffentlich, aber allein "Boys on Stage" ist den Kauf der Platte schon wert.

Erscheint am 10. Februar bei LA VIDA ES UN MUS DISCOS (Europa).

Romero – Honey

Eine PowerPop Bande aus Melbourne hat jüngst ihr Debüt angekündigt. Eine Single auf Cooldeath mit mindestens einem Hit.
Honey kann man nämlich jetzt schon einmal hören, bevor der zweite Song und somit die gesamte Single am fucking Valentinstag veröffentlicht wird. Und so, wie ich das höre, kann die B-Seite gar nicht schlecht sein, denn Honey ist wirklich ein Paradebeispiel für zeitlosen PowerPop. Und Romero sind eine ziemlich ausgebuffte und geniale PowerPop Band.

Mehr muss man dazu nicht sagen – ich weiß nicht, ob so eine feine Single das viele Geld wert ist, das man für den Postweg und den Zoll und das Produkt ausgeben muss, aber wer reich ist, könnte sich jetzt noch schnell eine von den 50 roten Singles vorbestellen.

Oder 2. Ich freu mich ja auch über Geschenke, ihr undankbaren Penner.

Apropos Penner. Ich bin mal auf Reisen und muss hier ne Pause machen. Bis später.

The Tacks – One Last Goodbye

Was ist das denn? The Tacks aus Christchurch bringen mit ihrer ersten Single einen recht widersprüchlichen Song auf die Tanzfläche, der irgendwie ein bisschen zwischen Goth- und Pop-Punk hin und her hüpft.
Mal klingt es ein bisschen nach The Smiths, Grave Pleasures oder Replacements und dann wieder nach Sugar Stems oder ähnlich poppigen Zeugs. Und das innerhalb von nicht mal 90 Sekunden.

Das könnte auf jeden Fall spannend werden, was sich da entwickelt, denn schlecht ist das hier nicht, aber leider erst einmal nur ein Song. Na, mal abwarten.

Hier spielen im übrigen Leute von Nervous Jerk mit und wenn das aus Ganze aus Island oder Norwegen oder Alaska käme, könnte man eventuell Artwork, den Titel und Text einer adoleszenten Depression zuschreiben. Aber aus dem sonnigen Neuseeland? Wasn da los?

Jungs, wenn ihr es schon nicht hinbekommt, ein sonniges Gemüt zu bewahren, wie sollen wir das dann hier schaffen? Was? Klimawandel? Ach so. Hm.

Erscheint bei Dust Up!. Heute.

The Chats – High Risk Behaviour LP

Komisch, da hab ich mindestens 152 Beiträge über die australischen Auswüchse in Sachen Garage und Punk Rock geschrieben und dann The Chats komplett vergessen. Na sowas!

Obwohl, da war bestimmt mal ein Video hier als Song des Tages Monats. Die machen immer so kruden Quatsch, die Jungs aus Sunshine Coast, da lohnt es sich, die gesammelten Videowerke mal anzusehen.

Und nun veröffentlicht das lustige Trio also ihr Debüt Album, auf dem auch zwei Stücke von vorherigen EPs vertreten sind. Muss ich dazu eigentlich was sagen? Ihr kennt das Zeug bestimmt eh schon, ne? Perfekte Mischung aus rumpeligem Garage und melodischem RotzePunk. Interessante Texte, denn meistens werden ja kluge Anekdoten erzählt…

Leider erst einmal nur ein paar Songs verfügbar, bevor das Album im März erscheinen wird. Keine Ahnung, was die noch bis dahin machen müssen, wahrscheinlich das Cover bunt ausmalen.

Erscheint bei Cooking Vinyl Australia und kann man auf der Bandcamp Seite im exklusiven weißen Vinyl für eine Million Mark exkl. Zollgebühren vorbestellen. Yeah.