Noch so eine australische Band, die ich im letzten Jahr übersehen hab. Das Land wirkt immer so lütt, wenn man bedenkt, dass ja eigentlich nur die Ränder des Kontinents besiedelt sind, aber offensichtlich reichen ein paar kleine Städte wie Sydney und Melbourne mit ihren insgesamt 10 Millionen Einwohnern, um eine größere Szene und Füllmenge von guten Punk Rock Bands hervorzubringen als ganze andere Kontinente. Ja, ich meine Dich, Antarktis – sieh zu!
Scud waren letztes Jahr recht fleißig und haben direkt zwei EPs digital veröffentlicht, die voller Punk Rock Garage Hardcore Hits sind. Also, wenn man seinen Punk Rock mit künstlerischen Kanten mag und sich an den Hardcore oder Garagen oder Grunge Ecken stoßen möchte und die blauen Flecken stolz zur Schau stellen möchte, sollte man hier zugreifen.
Die zweite EP , die sich thematisch gänzlich dem Auto widmet, passt auch wunderbar in den Anachronismus von Punk Rock und huldigt einem totgerittenen Pferd, ohne zu bemerken, dass man noch immer im Sattel sitzt und dem armen Gaul die Sporen gibt. Sehr cool. Erinnert mich manchmal an Judy And The Jerks, nur halt im dritten statt des fünften Ganges über die verstaubten Freeways gejagt, um mal im Bild zu bleiben. Toll.
Noise Merchant Records bringt beide EPs auf einer Kassette heraus. Nett, oder? Ich empfehle auch die digitalen Versionen direkt bei der Band, die Cover sind schöner. OK!
Ich hab ein schönes Foto aus England am Wochenende gesehen, das den ganzen Zirkus von der Krönung irgendwie versinnbildlicht. Auf dem Bild ist ein Warnschild vor dem Buckingham Palace zu sehen, das vor Dieben warnt, die sich dort herumtreiben. Und ich weiß nicht, ob irgendeiner der Besucher und Schaulustigen die Ironie verstanden hat.
Wie funktioniert das eigentlich mit dieser Demokratie? Da passt einem Präsidenten die leidige Abstimmung mit Mehrheitsverhältnissen und anderen Meinungen im Parlament nicht, weil sein Projekt ja in die Hose gehen könnte und dann kann der das einfach so entscheiden? Cooles System.
Nach der tollen Single von Split System im Frühling folgt nun das erste Album im Herbst. 11 Hits aus Australien, die man so auch in ähnlich schon bei Stiff Richards oder Jackson Reid Briggs & the Heaters gehört hat. Das sollte nicht weiter verwundern, schließlich ist das hier ja die Bastardisierung von Garage, Punk und Rock, die nur so aus Melbourne kommen kann. Und obendrein spielen hier die genannten Leute/Bands mit – die können ja quasi gar nicht andes.
Eine neue Veröffentlichung von Herrn Billiam ist nun nicht unbedingt ein Grund, aus dem Bett zu fallen und vor Überraschung seinen morgendlichen Cognac in den Schoß zu kippen. Der Typ aus Melbourne hat schließlich in den letzten Jahren mit Bands wie Disco Junk, Collective Hardcore, TOR oder Dot Com regelmäßig für Verstimmungen gesorgt und nebenbei auch noch seine Solosachen in einer wahnsinnigen Frequenz auf den Markt geworfen, dass man fast glauben könnte, der meint das ernst.
Wow. Hier steckt eine ganze Menge drin!
Ein paar neue Lieder von den genialen Cutters aus Melbourne.
Puh. Diese ganze Pandemiekacke ist anstrengend. Ich habe zunehmend schlechte Laune und bin unentspannt und insgesamt irgendwie unfit. Kann aber auch sein, dass ich so schon immer war und das erst jetzt merke, weil es mir jeden Tag von Kind und Frau gesagt wird. Hm.
Seit der letzten