Steve Albini Interview

Vor 3 Monaten hatte ich mal erwähnt, dass es bald ein neues Shellac Album geben soll. Das hatte jedenfalls auch der Gitarist und Sänger der Band, Steve Albini, in einem Interview so gesagt. Jetzt sagt er das Gleiche noch mal, allerdings sind inzwischen schon die Testpressungen der neuen Alben auf dem Weg zu den Bandmitgliedern. Und das Artwork scheint so gut wie fertig zu sein. Dann dauert das ja jetzt wirklich nur noch 3 Monate, bis das Ding erscheint. Hurra!

Außerdem erzählt der Produzent Albini in dem aktuellen Interview mit Vish Khanna,  wie sein Verhältnis zu Kurt Cobain so war und die Aufnahmen zu In Utero liefen. Das Album feiert ja jetzt seinen 20. Geburtstag und wird mit viel Brimborium wieder veröffentlicht. Über das nie erschienene Fugazi Album, das in Kooperation mit Albini eingespielt wurde, hatte ich neulich schon die Meinung von Ian MacKaye hier veröffentlicht. Jetzt redet auch der Produzent mal über diese Zusammenarbeit. Und Herrn Albini ist Breaking Bad egal. Schockierende News! Hörts Euch an!

Homemade Records 1958-1992

Ein weiterer Eintrag auf meiner nicht enden wollenden Wunschliste: Enjoy the Experience ist ein Buch (und eine DoLP) über die vielfältige Musiklandschaft der Vinyl-Eigenproduktionen in den USA (auch genannt Vanity Vinyl). Irgendwann in den 50ern fing die Mittelklasse an, sich ebenfalls HiFi-Geräte zuzulegen und Schallplatten zu hören. Dadurch wurde natürlich Vinyl noch beliebter und mehr und mehr Presswerke eröffneten in den USA ihre Pforten.

Schon bald bewarben diese schlauen Füchse sich selbst mit der Idee "Hey, auch Du kannst eine Single mit Deiner eigenen Musik aufnehmen.Uns doch egal, wenn Du dabei wie eine rallige Katze klingst." Und die sympathisch bekloppten Menschen der USA haben das gemacht. Kleine Auflagen von maximal 500 Stück (was schon ne Menge ist, wenn man Scheiße rausbringt und als Gold verkaufen will) und dazu teilweise unfassbar hässliche Cover erblickten tausendfach das Licht der Welt. 

Pale Angels Album

Ich hatte neulich schon erwähnt, dass Mikey Erg in einer neuen Band Schlagzeug spielt, was ungefähr einen so großen Nachrichtenwert hat, wie der vom Hund gebissene Postbote. Obwohl, das ist mir als Zeitungsausträger mal passiert und ich fand das in jenen Tagen schon aufregend. Ähm.
Ich hatte auch erwähnt, dass die Pale Angels im August ein Album bei Kiss of Death herausbringen werden und siehe da, sie halten Wort! Hier ist der komplette Stream und ich muss sagen, es ist was ganz Anderes, als der restliche Kram, bei dem Mikey sonst so mitgespielt hat (Ergs!, Dopamines, Houseboat, etc.). Irgendwas noisiges, fuzziges, was das Trio da abliefert. Nice! 

Minor Threat T-Shirts!

Dischord Records verkauft keinen Merchandise. Keine T-Shirts, keine Caps, keine kurzen Hosen oder Hoodies. Noch nie. Trotzdem laufen viele Menschen mir einem Minor Threat oder Rites of Spring T-Shirt herum. Ich hatte mir mal vor 15 Jahren ein Fugazi T-Shirt gekauft (This is not a Fugazi Shirt) und lief gerne damit rum. Aber wie ist das möglich, wenn es offiziell derlei Sachen gar nicht gibt?

Bootleg! Natürlich stellt irgendjemand so einen Kram her, wenn der Bedarf da ist. Marktwirtschaft und so. Einerseits scheiss egal, andererseits ein bisschen blöd, wenn die Bands nichts davon haben, oder?

Jetzt kann man auf jeden Fall mit gutem Gewissen seine Vorliebe für die Hardcore Band aus Washington D.C. zur Schau stellen. Ganz offiziell hat Urban Outfitters die Lizenz von Ian MacKaye erhalten, Minor Threat-Shirts für 28$ zu verkaufen. Haha. 28$! Das Wahsington City Paper hat den Labelchef dazu befragt und Ian gibt sich relativ gelassen.

Do I think it’s absurd? Yes, I certainly do, Motherfuckers pay $28, that’s what they wanna pay for their shirts.

Außerdem gibt er an, dass eben diese große Anzahl an Bootlegs der eigentliche Grund für die Lizenzierung war. Mann Mann! Ganz nebenbei, Urban Outfitters ist nicht gerade politisch korrekt, was die Herstellung der verkauften Ware angeht, aber wenn schon scheisse, dann auch richtig.

Derby Dolls EP

Das feine Label Erste Theke Tonträger bringt bald eine neue EP der Tübinger Derby Dolls raus, auf der sie diesmal komplett auf Deutsch singen. Ihrem Sound sind sie treu geblieben, soll heißen es wird noch immer eine Mischung aus NDW und poppigem Punk mit weiblichem Gesang geboten, die mir ziemlich viel Spaß macht.

Das Album Extreme Probleme war relativ schnell ausverkauft, also sollte man sich ranhalten, wenn man eines der 500 Exemplare dieser EP ergattern will.

Zwei Bands aus Liverpool

Ehrlich gesagt kannte ich beide Bands bis heute nicht, aber wer kann schon den Überblick behalten, wenn jede Woche 1000 neue Platten rauskommen. Meistens sind dann auch 990 davon kacke, was bei der Suche nach guter Musik teilweise Ohrenkrebs hervorrufen kann.  Ein relativ zuverlässiger Faktor für das Aufstöbern von HIts ist das Label vom betrunkenen Seeman: Drunken Sailor Records.

Auf Boss Tuneage und eben auch diesem Label ist nun die besagte Split Single von Good Grief und BUZZorHOWL aus Liverpool erschienen. Und wie ich schon gesagt habe, ist das eine von den vielen neuen Sachen, die ich tatsächlich gut finde. Während Good Grief recht poppig an die Sache rangehen, bringen BUZZorHOWL etwas mehr Schwung in die Split 7″. Und außerdem finde ich Singles, die sich Bands aus derselben Stadt teilen, immer auch interessant. Runde Sache. Überzeugt Euch selbst:

Neue Steve Adamyk EP

Die Pop Punker von der Steve Adamyk Band aus Kanadas Hauptstadt haben letzte Woche ihre neue EP auf Hoseheads veröffentlicht, wo auch White Wires unter anderem ihre Sachen rausbringen.

Wie zu erwarten gibts 4 neue Trash Pop/Garage Punk Nummern, die wieder diesen typischen kanadischen Pop-Appeal haben.

Aus der Asche der großartigen Sedatives und den Million Dollar Marxists entstanden, ist dies bereits die siebte Veröffentlichung nach drei Longplayern (P.Trash und Dirtnap) und drei Singles von den vier Jungs aus Ottawa. Und wieder einmal wird gezeigt, dass Ottawa eine gute Stätte für Punk Rock ist. Warum auch immer…sehr schön!

Neue Miracles Split Single

Der ehemalige Sänger von The Sainte Catherines und Yesterday’s RingHugo Mudie, hat inzwischen eine neue Band am Start, in der es zwar ein wenig ruhiger zugeht, also eher in die Richtung von Yesterday’s Ring, aber vielleicht gerade deswegen kommt seine kratzige Stimme noch besser rüber.

Die Rede ist von Miracles, dem 2-Mann-Projekt zusammen mit Fred Jacques (nein, nicht Frère Jacques, das is was anderes) aus Montréal. Die haben bisher schon ne Mini LP auf Asian Man herausgebracht und dieses Jahr auch aufm Groez Rock gespielt, wobei sie da wohl einige der Sainte Catherines Hits akustisch dargeboten haben.

Jetzt ist eine neue Split Single mit The Hunters raus, allerdings erst mal nur digital. Bis das Ding auf Vinyl erscheint, kann man sich die beiden Lieder ja hier anhören. Eins davon ist auch ein Sainte Catherines Cover…aber das wusstet Ihr ja.

Ian MacKaye Interview Part II

Vor ein paar Tagen hatte ich bereits den ersten Teil des Interviews hier gepostet, das Eli Janney und Geoff Sanoff mit dem Dischord-Labelinhaber geführt haben. Da hatte ich ja schon beschrieben, dass es den beiden Interviewern mehr um die Produktion und das Mischen von Bands geht.

Im zweiten Teil berichtet Ian über die legendäre Session mit dem Produzenten Steve Albini, die ja bekanntermaßen nie veröffentlicht wurde und redet noch ein bisschen über Ticketpreise für Shows und anderen Kram. Sehr interessant.

Recess Sommer Sampler

peeinpoolsDas feine Label von Herrn Congelliere (Toys that Kill, Underground Railroad to Candyland, uvm.) hat vor einem Jahr bereits einen kostenlosen Sampler auf der Seite bereitgestellt, den ich jetzt einfach mal hier anpreise, da ohnehin grad nicht viel los ist und der Mix ganz gut zur Hitze passt. Der Titel sowieso.

Hier könnt Ihr den Sampler mit Songs von Audacity, Arrivals, Bananas und einigen anderen runterladen. Viel Spaß beim Schwitzen!