Homemade Records 1958-1992

Ein weiterer Eintrag auf meiner nicht enden wollenden Wunschliste: Enjoy the Experience ist ein Buch (und eine DoLP) über die vielfältige Musiklandschaft der Vinyl-Eigenproduktionen in den USA (auch genannt Vanity Vinyl). Irgendwann in den 50ern fing die Mittelklasse an, sich ebenfalls HiFi-Geräte zuzulegen und Schallplatten zu hören. Dadurch wurde natürlich Vinyl noch beliebter und mehr und mehr Presswerke eröffneten in den USA ihre Pforten.

Schon bald bewarben diese schlauen Füchse sich selbst mit der Idee „Hey, auch Du kannst eine Single mit Deiner eigenen Musik aufnehmen.Uns doch egal, wenn Du dabei wie eine rallige Katze klingst.“ Und die sympathisch bekloppten Menschen der USA haben das gemacht. Kleine Auflagen von maximal 500 Stück (was schon ne Menge ist, wenn man Scheiße rausbringt und als Gold verkaufen will) und dazu teilweise unfassbar hässliche Cover erblickten tausendfach das Licht der Welt. 

Johan Kugelberg, der lange bei Matador Records gearbeitet und schon 18 Bücher auf den Markt geworfen hat, nahm sich diesem Phänomen an und hat den Schinken kürzlich bei Sinecure Books veröffentlicht, in dem über 1000 Cover und die Geschichten zu den leidenschaftlich produzierten Singles zu bestaunen sind. Außerdem gibt es dazu auch die Möglichkeit, sich ein paar der Songs anzuhören, wenn man sich die DoLP dazu bestellt. Eine großartige Sammlung von frühen DiY Sachen. Von lesbischen Folk Sängerinnen über psychedelische Disco Bands bis hin zu religiösem Unsinn und Teenie-Pop. Hervorragend!

 

 

 

 

 

Und dass da nicht nur Quatsch über die Jahre erschienen ist, sondern teilweise auch richtig guter Kram, kann man evtl. an den Invaders erkennen. Je nach Geschmack. Aus dem Jahre 1970: Spacing out!

Danke, Adrian!

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