Dulac – The first of the last chords

Ich hatte hier schon länger nichts mehr über eine deutsche Band geschrieben. Das liegt wohl daran, dass ich schon lange keine richtig gute Veröffentlichung aus dem Bereich gehört habe. Obwohl, da waren die Kaput Krauts, die Schwulen Nuttenbullen oder die letzte Kommando Sonne-Nmilch. Hm, vielleicht war ich einfach nur faul.

Auf jeden Fall gibts jetzt ein neues Album auf Taken by Surprise (Co-Release mit Twintoe Roecords & Crapoulet Records), das ich richtig gut finde und eben von einer deutschen Band kommt. Die Rede ist von Dulac! Die Frankfurter Band hat mit ihrem Debüt Album "The first of the last chords" bei mir ganz gute Karten. Auch wenn mir der Gesang manchmal ein bisschen auf den Sack geht, ist die Musik doch irgendwo zwischen dem 85er D.C. Sound und dem heutigen Zeug aus Portland angesiedelt, was mich ja schnell überzeugt. Ich würd die Jungs auch noch mit Deadverse vergleichen, aber die kennt ja niemand.

Audacity / Coathangers – Split 7″

Sweet! Es gibt einen neuen Song von Audacity.

Nächste Woche bringen sie zusammen mit den Coathangers eine Split Single auf Suicide Squeeze Records raus und wenn Ihr wollt, könnt Ihr die hier schon vorbestellen.

Das Label scheint eine Vorliebe für Split Singles mit mir zu teilen. Von den Coathangers ist das bereits die 5., von Audacity ist es die erste, aber die haben ja erst kürzlich angefangen bei denen zu veröffentlichen (und hatten auf anderen Labels Splits).

Beide Songs sind super und das Artwork ist schick. Kann man nichts mit falsch machen. Könnt Ihr ja selber sehen/hören…

White Lung – Neue 7″

Hört mal. Die inzwischen schwer angesagte Band aus Vancouver bringt am 05. November eine neue Single auf Deranged raus. Das ist doch mal was. Das Album "Sorry" fand ich schon super, dieser neue Song ist aber noch ein Stückchen besser.

Die Sängerin Mish Way hat hier deutlich mehr Melodie in der Stimme, was dem rotzigen Sound der Band nicht schadet, sondern ihn irgendwie noch ausgefeilter macht.

Eine neue LP ist wohl auch geplant, aber das dauert noch ein bisschen. Erst mal spielen sie auf dem FEST (na gut, wer spielt da nicht?), dann machen sie noch ne Tour durch den Westen der USA und dann schaun mer mal. Wird Zeit, dass ich die mal live sehe, verdammt.

Mind Spiders – Neues Album!

In ein paar Tagen erscheint bereits das dritte Album von den Mind Spiders innerhalb von drei Jahren. Da kann man inzwischen nicht mehr nur von einem Nebenprojekt sprechen, oder? Angefangen hat das Ganze 2010 mit einer netten Single von Mark Ryan, der damals auch bei Marked Men gesungen und Gitarre gespielt hat.

Da er nach der Pause von Marked Men ohnehin die meiste Zeit in seinem Studio abhing, konnte er das auch direkt für neue Songideen nutzen und ein paar Lieder mit Drumcomputer einspielen. Und zack – erste Veröffentlichung fertig und direkt bei Dirtnaps rausgehauen, ohne einmal aufgetreten zu sein.

Das live inzwischen zur Band gewachsene Projekt erinnert vom Gitarrensound natürlich ab und zu an Marked Men, allerdings experimentiert Ryan auch gerne mit dem Keyboard/Synthesizer herum und so entstehen immer mal wieder seltsame Songs mit sphärischen Elektrosounds und starken Halleffekten.

Das neue Album Inhumanistic soll allerdings noch rockiger ausfallen als die Vorgänger und somit wahrscheinlich da anknüpfen, wo Marked Men mit Ghosts aufgehört haben. Kann mir nur recht sein. Ihr könnt Euch hier und hier schon mal 2 vielversprechende Songs vom Album anhören. Find ich gut. Inzwischen gibts das ganze Album im Stream. Viel Vergnügen.

Slow Day – Fast Music

Es passiert grad nicht so viel. Oder ich bekomme nichts Wichtiges mit. Und das Wetter ist auch Herbst. Da kann man Euch ja mal eine alte Sache vor den Kopp knallen, die trotzdem auf jeden Fall hier Erwähnung finden muss: Die P.Trash Mixtapes!

Ein sympathischer Mensch namens Clumsy hat letztes Jahr die besten Hits aus sämtlichen Releases von P.Trash Records zusammengesucht, in 4 handliche Soundcloud Uploads gepackt, einen Beipackzettel dafür angefertigt und ein schickes Artwork online gestellt. Noble Sache.

Mit dabei sind so großartige Bands wie Sedatives, Steve Adamyk, Statues, Dean Dirg, Modern Pets, Dagger Eyes und und und…klingt eigentlich so, wie meine privaten Mixtapes auch. Ihr könnt den ganzen Kram runterladen (Seiten A/B & Seiten C/D) oder einfach hier die 4 einzelnen Seiten der Tapes hören. 180 Minuten Freude!

Gedanken zu Produzenten

Ganz ehrlich? Ich hab mich selten mit den Produzenten von Punk Alben auseinandergesetzt. Pfft, ich hab meistens gar keine Ahnung, wer die LP abgemischt hat, die ich da grade höre. Keine Ahnung, warum das so ist, aber in Sachen Punk Rock war doch eigentlich der Sound einer Platte fast zweitrangig und ein Namedropping von irgendwelchen dicken Soundmenschen eher unangebracht.

Ausnahmen sind dabei vielleicht die Produzenten Steve Albini und J. Robbins, die mich allerdings zunächst als Musiker begeistern konnten. Ansonsten hätte ich die wohl erst sehr viel später auf dem Schirm gehabt (naja, um Albini kommt man wohl kaum rum). Eine andere Ausnahme sind fast alle Dischord Sachen, weil bei den über 160 Veröffentlichungen fast immer Don Zientara als Produzent drauf steht, da fällt es schwer, das nicht mitzubekommen.

Inzwischen ist es aber ganz normal, dass man im Zuge einer Neuerscheinung auch immer den Typen (gitbs da eigentlich auch Frauen in dem Geschäft?) hinter den Reglern erwähnt und ein bisschen damit wirbt, was der fabelhafte Mann noch so für Bands abgemischt hat. Ich merke dabei immer, dass ich von Sound keine Ahnung habe, denn ich frag mich des öfteren, wie viel ein Produzent an der Qualität einer Punk LP ausrichten kann. So ist meiner Meinung nach die New Day Rising von Hüsker Dü sagenhaft scheiße abgemischt, aber ein sensationelles Album. Im Gegensatz dazu gibt es unzählige Beispiele an sauber produzierten LPs, die jedoch komplett nichtssagend (dadurch) sind.

Statistik der Plattenverkäufe auf Amazon

AmazonVinylInfographicsHigh-730x1403Schaut mal, eine Infografik. Interessant, fast alle Genres erfahren einen Zuwachs an Verkäufen seit 2004. Aber Dance hat einen erheblichen Einbruch von 15% hinnehmen müssen. Skandal. Und Urban hat ebenfalls stark eingebüßt, so ein Ärger. Da muss was gemacht werden, Leute!

Ansonsten ist die Statistik so langweilig, wie man sich das vorstellt. Interessant wäre zu wissen, wie viele Platten insgesamt in Deutschland verkauft werden und wie viele davon bei Amazon bestellt sind. Dann könnte man diese Infografik mal besser auswerten. Wer bestellt eigentlich überhaupt regelmäßig Platten bei Amazon?

Naja, vielleicht ist der Kram ja für irgendjemanden interessant (5 Iron Maiden LPs in den Top 20 diesen Jahres), der Rock hört.

Pause vorbei.

Habt Ihr schon mitbekommen, dass es ein neues Sundowner Album gibt? Könnte man sich anhören. Und dazu gleich das Interview mit Chris McCaughan, dem Gitaristen und Sänger von den Lawrence Arms, lesen. Das ist der Typ hinter Sundowner, versteht sich. Und der sieht aus wie James Bond, oder so. Wie gesagt, lest das Interview auf Noisey selbst, da hab ich auch den HTML Code für den Player geklaut.

Außerdem haben die Pixies eine neue EP am Start. Na gut, das ist schon wieder ein paar Tage her, aber dennoch ne Meldung wert. Ich kann mich irgendwie nicht entscheiden, ob ich den Song gut oder schlecht finden soll. Strophe find ich super, Refrain ein bisschen schwülstig. Aber ein schönes Video. Hier nur das Teil von Youtube, das nicht gesperrt ist. Müsst Ihr auch mal bei Gelegenheit hören und Euer eigenes Urteil drüber bilden.

Bald schreib ich wieder mehr Unsinn über belanglosen Kram. Wird ja bald Herbst.

Mall’d to Death

Was tun die Leute in Minneapolis eigentlich ins Trinkwasser? Oder steht da irgendwo ein AKW, das ein Leck hat und musikalische Superkräfte verleiht? Oder schreibt ein amerikanischer Frank Farian heimlich alle Lieder für die Bands der Stadt und deswegen klingen so viele davon gut?

Auf jeden Fall ist mit der neuen Single von Mall’d to Death, die bald auf It’s Alive Records erscheinen wird, wieder einmal eine Band am Start, die irgendwie ein bisschen was von Dillinger Four und Off with their Heads hat. Nur wesentlich kürzere Songs, was mir ja persönlich sehr gut gefällt. Das schöne Teil trägt den Titel "More than a sinking feeling" und die 6 Songs dauern insgesamt knapp über 6 Minuten. Nobel! Inzwischen gibt es auch ein Video zu dem Opener der 7″, falls Ihr eher so visuelle Anreize benötigt, klickt halt hier, für alle anderen reicht wohl der Stream.

Stay Home Read a Book

Mir ist grad aufgefallen, dass ich total unbelesen bin. Zumindest was Bücher in englischer Sprache angeht. Also vor allem bei den Titeln. Ich hab da nämlich so einen Test nach einer Idee von Project Gutenberg gemacht, bei dem man anhand der Word Cloud tippen soll, um welches literarische Werk es sich handelt.

The 150 most common words in each text is shown, with the size of the word representing its frequency in the text. Common English words DO NOT APPEAR.

Aber selbst wenn man die Hauptdarsteller in der Wortwolke erkennt, muss einem noch der englische Titel des Werks in den Sinn kommen. Ist mir schwer gefallen. Mein Ergebnis verrat ich nicht. Ich mach dann lieber das Quiz mit den Covern der Bücher, da muss man nur Bilder erkennen und nichts lesen.