Chainshot – S/T LP

Junge, was ist denn hier los? So hört sich das also an, wenn man viel zu gut für schnöden Hardcore Punk ist und es dann trotzdem macht.

Selten so viel Energie, Melodie und Wut in dieser komprimierten Form gehört, obwohl die Songs tatsächlich für das Genre recht lang sind und des öfteren die 2 Minuten-Marke knacken und einmal sogar episch lange 3:21 an Unterhaltung bieten.

Man könnte meinen, die sind alle verrückt geworden, wie die ihre Instrumente und Stimme malträtieren – aber das alles so unfassbar sauber und genial, dass es sich hier vielleicht auch um ein Demo handelt, das versehentlich von 33 1/3 auf 78 rpm abgespielt wird?

Ziemlich großartig und inspirierend. Ich zum Beispiel geh jetzt raus und zünd die beschissene Stadt an.
Bei Chainshot handelt es sich offenbar um eine neue Band aus Nashville, Tennessee (wenn man mal von den drei veröffentlichten Singles und den 6 Jahren Bandgeschichte absieht, Du Trottel) und man könnte wegen des Titels Hoffnung haben, dass diese wahnsinnigen 11 Songs demnächst tatsächlich auf Platte veröffentlicht werden.

Chain“ scheint das neue Qualitätsmerkmal im Namen von Bands zu sein. So wie früher „Fugazi„, haha.

Free Throw – SWIG

Ich knall mir das hier mal rein, weil es ein bisschen so klingt wie eine Mischung aus Pup und FIDLAR. Also der eine Song. Der, bei dem sich der Anfang so geklaut nach Propagandhi anhört.
Der andere Song ist nicht so gut. Der ist eher so Emo-Kram, den ich nicht mag. Aber der eine Song. Der ist gut. Und welche Band schafft heute schon 50%?
Free Throw aus Nashville, die schaffen das. Gute Quote eigentlich.
OK. Schönes Wochenende.

Die Band gibts auch schon ein bisschen länger, aber vorher stimmte die Quote nicht. Ha

Datenight – Is This Also It? LP

Vor ein paar Tagen ist die zweite LP der großartigen Datenight aus Nashville veröffentlicht worden. Und nachdem die erste LP zwar in meinem Regal, auf dem Plattenteller und im Auto abgefeiert wurde, aber hier keinerlei Beachtung fand, muss ich das jetzt mal zumindest für das neue Album schleunigst ändern.

Ähnlich wie bei Comin‘ Atcha 100mph ist auch hier eine sehr angenehme Mischung aus energetischem Post Punk, Garage Rock und Nashville Sound zu hören. Noch immer sehen die drei Jungs so aus, als würden sie ausschließlich All-Ages Shows spielen können, weil sie selber zu jung für Alkohol sind, aber irgendwoher muss ja auch diese unbändige Energie auf der Platte herkommen.

Dieses frische und jugendliche Songwriting gepaart mit Referenzen aus dem gammeligen Sound vom Opa Punk Rock n‘ Roll macht dann Datenight’s zweite LP zu einer weiteren Party, die hoffentlich auch auf dem Plattenteller landen wird.
Bislang erst einmal nur so:

Ist der Albumtitel eine Anspielung auf The Strokes? Spannend…?