The Whiffs – Scratch 'N' Sniff LP

Das vierte Türchen hält parat: eine Band aus Kansas City in Missouri namens The Whiffs! Die haben jetzt auch schon wieder ein neues Album aufgenommen und veröffentlichen das im März auf Vinyl. Täusche ich mich, oder werden diese Vorankündigungen auch immer ambitionierter? Egal.

The Whiffs sind euch bekannt, die machen diesen wunderschönen Power Pop, der niemals langweilig wird, niemals gleich klingt und niemals an Attraktivität einbüßt. Oder waren das diese anderen da? Oder die aus Belfast? Ach. Nicht so wichtig.

Das neue Album kommt mit einem kleinen Aufkleber, den man scratchen und sniffen muss und dann bekommt man einen whiff von Banane. Coole Idee!

Kommt bei DIG! Records in den USA und bei unserem Freund Bachelor Records in Österreich heraus. Auf Jamaika Farben – grün, gelb oder schwarz. Stinken aber dennoch alle nach Banane und nicht nach Gras.

Total Downer – Caretaker CS

Türchen Nummer 3 hat den Total Downer fürs Wochenende. Der klingt ein bisschen wie Weezer und Marvelous Mark und ist deswegen sehr gut und unterhaltsam. Ich glaub allerdings, das gilt nur, solange man sich nicht mit den Texten beschäftigt, die dann tatsächlich dem Künstlernamen gerecht werden.

Total Downer ist ein Projekt von Andy Schuman aus Cleveland, Ohio, das sich autobiografisch um seine Kindheit und Jugend dreht. Naja, und in dieser Zeit erlebt man halt auch neben vielen schönen Dingen eine Menge Scheiße.
13 Songs kann man erwarten und einen davon schon jetzt einmal hören. Und sehen. Da gibt’s auch ein Video zu.

Apropos. Das Cover ist von Jack Wedge gestaltet, einem Illustrator aus New York, so weit ich das feststellen kann. Er selber gibt an, aus Arm Jouth zu stammen, das auf auf der Halbinsel Yowuiyogia liegt. Auf jeden Fall ein interessanter Künstler; wollte ich euch nur mal ans Herz legen, wenn Ihr ähm, experimentelle Animationsfilme mögt.

Just Because Records veröffentlicht das Album auf Kassette am 27. Januar. Seid nett zu euren Kindern.

Vcncs – Demo ’22 CS

Türchen Nummer 2. Hardcore for the Punks. Pardon, Punx. Aus Rennes. Find ich ziemlich cool. Da würde ich mir glatt einen Iro fürs Konzert rasieren, wenn ich noch genügend Haare hätte.
Vcncs scheinen ein Faible für Abkürzungen zu haben, zumindest tragen da die Songs von dem Demo der Band so wenig blumige Titel wie "C.A.F.O." und "M.H.I." oder "A.C.A.B.". Was soll das denn bloß bedeuten? Brauch ich da ein Szene-Wörterbuch?
Egal – unterhaltsam, energetisch und wer hat schon Zeit, ganze Wörter auszuformulieren oder gar Sätze in den heutigen

Auf Kassette bei Noise Merchant Records zu erhalten. Digital billiger bei der Band.

Grand Invincible – The Result LP

Hinter Türchen Nummer 1 wartet ein Cover, das nach brachialem Hardcore aussieht, aber erstklassigen Hip Hop bereithält. Na sowas, könnt ihr mal sehen, wie diserfisif diviservi diserv vielfältig ich hier unterwegs bin. Leider hab ich von dieser Gattung noch weniger Ahnung als von Punk, also kann ich da auch nur so Sachen sagen wie…äh…fett? Oder was sagt man da heute zu? Dope?

Geiler Scheiß von der Westküste der USA. Eigentlich ist das Album von dem Duo Grand Invincible schon im Januar auf Kassette erschienen und ich hatte das damals auch schon hier stückchenweise angepriesen, aber was solls.

Jetzt auf Vinyl bei Iron Lung Records zu erwerben und da könnt ihr mal sehen, wie lange man inzwischen auf die Platten warten muss. 11 verdammte Monate!

Fun Fact: Einer der beiden (J. Luke Oakson) war bei den Dwarves zwischenzeitlich mit dabei.

The Chisel / Mess – Split 7″

Zwei aktuelle Oi-Bands teilen sich eine Kiste Bier und eine 7″ Single. Die einen kommen aus London und trinken Brown Ale und die anderen kommen aus Guadalajara und trinken Modelo. Die einen heißen The Chisel und bieten zwei Songs, zu denen man ganz wunderbar trinken und grölen kann, während die anderen Mess heißen und zwei Songs zum Besten geben, die man ganz wunderbar mit Bier in der Hand mitgrölen kann. Na, wenn da mal eine Kiste überhaupt reicht. Oi.

Beach Impediment Records und Mendeku Diskak teilen sich die Welt auf und bei letzterem kann man die Single auch noch in schwarz bestellen. Schickes Cover auch. Lohnt sich.

Oxyjane – I Thought I Was Dead

Habt Ihr auch so schlecht geschlafen? War Vollmond oder Neumond oder Mittelmond oder sowas? Haben die Demeter Leute ihre Füllhörner mit Scheiße gefüllt und in meinem Vorgarten vergraben? Irgendwas muss ja gewesen sein, dass ich so schlecht geträumt hab und so viel wach lag. Seltsam.
Naja, zum Glück gibt es ja immer die passende Musik für jede Gefühlsregung. Hier zum Beispiel von Oxyjane aus Graz etwas hübsch Hässliches zu dem Wetter und der Schlaflosigkeit und dem Füllhorn voll Scheiße.

Numavi Records. Graz. Eine deutschsprachige (naja) Stadt, die kommunistisch regiert wird. Dass es sowas noch gibt! Und, wie läuft das so?

Ammo – Web Of Lies / Death Won’t Even Satisfy LP

Na, habt ihr euren schwarzen Freitag genossen und sinnlose Scheiße zu eurer Sammlung von sinnloser Scheiße hinzugefügt? Am meisten haben wohl die gespart, die gar nichts eingekauft haben, aber was sind das denn für asoziale Mitmenschen, die unserer Wirtschaft nicht helfen und mit ein paar Großeinkäufen die Umsätze zum Jahresende ankurbeln wollen?

Ich hab alle meine Weihnachtsgeschenke gekauft und muss jetzt nur noch was für die Familie & Freunde finden. Aber zum Glück ist ja heute Cyber-Monday – da gibt’s bestimmt ne Familienpackung Duracel zum Sonderpreis. Mega. Super.

Die letzten drei Songs von der neuen LP von Ammo verdeutlichen eigentlich ganz wunderbar, was von diesem ganzen Mist zu halten ist. Life of Crime – Kleptocracy – Balance of Hatred. Der Rest ist allerdings genauso genial. Perfekte Platte für den Montagmorgen. Vorgetragen im perfekten Hardcore Geballer mit erstaunlich viel Melodien versteckt zwischen dem Scheppern und Schreien und Schreddern. Geiler Scheiß.

Static Shock Records. "Army-Green" oder "Schornsteinfeger" schwarzes Vinyl.

The Kimberly Steaks / No Matter – Split 7″

Wie lange hab ich eigentlich nicht mehr so einen poppigen Punk Rock hier gepostet? Und was genau fand ich eigenlich damals so toll an den 24 Bands, die alle gleich geklungen haben, sodass ich tatsächlich manchmal Schwierigkeiten hatte, die auf einem Mixtape auseinanderzuhalten?
OK – ich verstehe nach wie vor den Reiz und die Anziehungskraft von diesen ungefährlichen, netten und fröhlichen Liedern, die man ganz hervorragend als Soundtrack zu jedem Highschool Teenie Movie verwursteln kann.

Oder die einfach nur als Grundlage für die gute-Laune-Stimmung auf dem Zeltplatz herhalten müssen, wenn trotz Wespen im Nutella und Zigarettenkippen im Brie der Tag mit einem netten Frühstück beginnen soll.

The Kimberly Steaks klingen wie Green Day und No Matter klingen wie Copyrights. Oder City Mouse. Oder halt noch ne andere Band. Und das ist nicht schlimm! Wenn man den Sound mag, warum nicht noch eine Kopie einer Kopie in den Schrank stellen. Mach ich heute auch nicht anders, nur halt mit NFTs, haha.

Brassneck Records. 330 Stück gepresst auf lila/gelbem Vinylmatsch. Und ja, der beste Aschenbecher ist ein französischer Weichkäse.

New Buck Biloxi – Cellular Automaton LP/CS

Heute erscheint dann endlich offiziell das neue Album von Buck Biloxi. Ach nee, von New Buck Biloxi. Keine Ahnung, was daran so sonderlich neu sein soll, der gute Mann ist seinem Sound treu geblieben und rotzt bei 8 Songs direkt 8 mal das gleiche Gitarrenriff heraus. Garage Punk wird nicht viel besser als das hier.
Auf Platte und Kassette bei Total Punk Records erhältlich.

Wer kann mir verraten, aus welchem Film die Ausschnitte auf dem Album stammen? Scheint ein interessanter Stiefel-Thriller zu sein. Tipps bitte in die Kommentare.

Crime Of Passing – 2017 – 2020 CS

Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich hier um eine Kassette mit ein paar Songs von Crime of Passing, die zwischen 2017 und 2020 entstanden und aufgenommen worden sind. Zack, 145 Zeichen mit redundanter Kacke gefüllt. So, wie ich es in der Schule gelernt habe. Mehrwert? Information? Fehlanzeige.

OK, zweiter Versuch: Kommt bei den sympathischen Punkern von Mangel Records in Berlin auf Kassette heraus und ist mit 8 Songs auch bestimmt auf beiden Seiten bespielt. Hm.

Ach so. Musik. Soundtechnisch bewegt sich Crime of Passing auch bei diesen Songs natürlich in dem 80er Jahre Umfeld aus The Cure und Joy Division oder ein bisschen Crome und Psychic TV und ich bin endlich drauf gekommen, an wen mich die Sängerin erinnert. B-52’s! Wem das nicht reicht, dem kann ich auch nicht helfen.

Kann man kostenlos auf Bandcamp erwerben oder als durchsichtige Kassette für Weihnachten kaufen. Ich hab früher immer "durchsichtig" mit "unsichtbar" verwechselt. Schönes Wochenende.