Wieso wird es eigentlich so einfach in der deutschsprachigen Presselandschaft hingenommen, dass der bayrische König zwar auf den gesamtdeutschen Thron verzichten will, aber dies mit den Worten "Ich bin fein (fine?) damit" quittiert?
Was muss ich noch ertragen? Ich kann mich kaum mit dem aus dem Amerikanischen geklauten und absolut bekloppten "das macht Sinn" abfinden, dann kommt jemand bei der Arbeit um die Ecke und will ein gewisses Thema "noch ein bisschen stressen", damit es mehr Aufmerksamkeit erhält und nun faselt ein fleischgewordener Maßkrug was davon, dass er fein (fine?) sei, wenn er meint, er sei einverstanden, oder d’accord, wie man etwas schnöselig hätte sagen können. Aber nein. In Bayern ist man volksnah und hat Sauerkraut in der Unterhose und eine Brezel im Arsch und ist damit fein. Pfui deibel.
Apropos fleischgeworden.
Beef hat eine neue Single am Start und der mitreißende Synth-Punk mit Gitarre aus der Garage in Cincinnati kann auch dieses Jahr tanzwütige Bauerntölpel vom Melkschemel reißen. 4 Songs, auf Dauer würde mich der Synthi ein bisschen nerven, aber insgesamt ein tolles Klangbild zum Untergang der neuen Welt.
Goodbye Boozy Records. Auf 300 limitierten Singles erschienen. Aber dieser Synthie Kram funktioniert auch ganz gut digital. OK.
Wenn Flamingos nur deswegen rosa sind, weil sie die ganze Zeit Krabben und anderen Kram mit Carotinoiden fressen, kann ich dann auch mithilfe einer einseitigen Ernährung meine blasse, weiße, alte Männerhaut in ein zartes Azurblau oder ein kräftiges Kackbraun färben? Verschiedene Lebensmittelfarben in Kaffee, auf Toast und in Kartoffelbrei und schon lauf ich in ein paar Wochen wie ein Regenbogen herum. Nein? Mist.
Da ich offensichtlich zu dumm fürs Internet bin und aufgrund der Verwendung eines urheberrechtlich geschützten Bildes nun zwei Millionen Mark Schutzgeld bezahlen muss, fehlt mir momentan ein bisschen die Motivation, hier Neues reinzustellen.
Hallo Freunde. Ich bin heute in einem anderen Land auf einem anderen Kontinent aufgewacht und hier ist es sehr schön. Ich glaub, ich bleib hier eine Weile und lerne die Texte zu den 35 (!) Songs von Lumpy & The Dumpers auswending, damit ich mich nicht vor den Locals lächerlich mache in den Bars der coolen Leute.
Cindy hat Bert verloren und singt nun traurige Lieder über ihre Zeiten mit der Töle in Baskerville. Naja, nee. Sorry, ich hab nur noch einen begrenzten Zugang zu Humor und das, was übrig bleibt, ist leider schlecht geworden.
Also dafür, dass die Band so einen Lärm macht und mit so viel Geschrei ihre Meinungen und Problemchen kundtut, erfährt man relativ wenig über die Hintergründe. Man will als interessierter Hörer ja auch etwas über die Motivation der Künstler erfahren und am besten auch den Familienstand nachlesen und die Stuhlkonsistenz überprüfen können. Aber nein.
Keine Ahnung, was mit der Stimme des Sängers von The Stools passiert ist oder ob er einfach nur in den "Great Lake" gefallen ist und unter Wasser singt. Vielleicht hat er aber auch versucht, mit dem Küchemixer etwas von seinen Stimmbändern zu entfernen. Auf jeden Fall ist das ein durchaus interessanter Sound, als wäre konstant ein sehr aggressiver Frosch im Hals, der da jetzt wohnt und auch nicht mehr auszieht.
Poppiger Punk Rock aus New York City mit weiblichem und männlichem Gesang und Mikey Erg am Schlagzeug. Also quasi all meine neuralgischen Punkte abgeschossen. Piu Piu. Geiler Scheiß, zeitlos, angenehm, ungefährlich.
Jetzt machen sich also bald die Praktikanten von der Dorfpolizei und die Auzubis aus dem Innenministerium heimlich an meiner Haustür zu schaffen, wenn ich im Urlaub bin. Würden die vielleicht auch die Blumen gießen, wenn man einen freundlichen Zettel an die Tür hängt? Ich hab sonst hier niemanden. Naja, mal ausprobieren.