Ach, wie erfrischend. Eine kleine Single mit 4 krachig bis wütend meldischen Songs, die einfach nur richtig guten Hardcore Punk aus dem Herzen Kanadas in Dein Wohnzimmer spucken.
Jug aus Winnipeg spielen eine simple Mischung aus klassischen Hardcore Riffs gepaart mit klassischem Basslauf und klassischem Mid-Tempo Scheppern, das alles durch das leidvolle Brüllen des Sängers als Kirsche auf der Sahne getoppt wird – Klassisch. Alles ein bisschen abgehackt, ein bisschen 80er und mit genug Gedudel und Spielerei zwischendurch ausgestattet, dass es bei dem Debüt der Band nicht etwa langweilig wird, sondern schon wieder eine richtig coole Single von Herrn Killingsworth abgemastert wurde. Scheint ein Qualitätsmerkmal zu sein, der Kerl. Toll.
Neon Taste. Erscheint in 3 Wochen auf schwarzem Vinyl. 200 Stück gibts und das wars. Auch erfrischend, ohne 6 Farben auszukommen. Leider teuer wegen Kanada, aber digital auch gut.
Eine neues Album von Frustration ist da hinten am Ende des Tunnels zu sehen. Ende März bringen die schlecht gelaunten Synth Punker aus Paris ihr 6. oder 7. oder 10. Album raus und unterstützen damit ihre Bodentruppen, die jetzt in die Ukraine geschickt werden.
Punk Rock mit verfaulten Eiern aus der Garage kommt heute aus Montreal im schönen Québec.
Kennt Ihr Zerstörte Jugend oder Die Skeptiker? Jingo de Lunch oder Manson Youth? Es war Mord? Schön für euch, dann habt ihr wohl entweder sehr viel Zeit mit punkaffiner Musik aus Deutschland verbracht und/oder seid einfach nur schon ganz schön alt.
Hier wird aus allen Rohren geschossen. Nägel mit Köpfen und so. Die alten weißen Hardcore Männer aus Bad Honnef bringen nach 40 Jahren ein neues Album raus und wissen noch immer, wie man mit den schönsten Paarreimen aus Scheisse’s Feder zu aggressiver Musik in Sauflaune kommen kann, ohne peinlich zu wirken.
Fürs Wochenende. Zwei neue Songs von Jake Robertson auf einer handlichen runden Scheibe. Einer davon ist auch richtig gut und wer kann schon von sich behaupten, stets 50% gute Arbeit abzuliefern, ne.
Was ist das eigentlich für eine strunzdumme Tradition, sich am Aschermittwoch (trotz Beginn der Fastenzeit, liebe Christen) schon morgens mithilfe von goldgelb gefüllten Maßkrügen das Sprachniveau und sein Alphabet auszudünnen und dann vehement wie ein Kleinkind plärrend und mit dem Finger zeigend allen anderen Menschen außerhalb des Bierzelts die Schuld an der hohen Rechnung zu geben? Puh.
Schon erstaunlich, wie man als "Band" klingen kann, wenn man seit über zwanzig Jahren seine Instrumente beim Sperrmüll zusammengesucht und aus Kinderspielzeug zusammengeklaut hat und nur mithilfe einer Knopfbatterie die elektrischen Hilfsmittel wie Gitarre, Bass oder Drumcomputer bedient.