Bevor der Sommer komplett zu Grabe getragen ist und das Wetter mir nur noch ungemütlich matschigen Post Punk und gemütlich warme Marshmallows in die Gehörgänge drückt und meinen Geschmack verklebt, muss ich schnell noch eine Überdosis sonnigen Pop Punk in Schokolade dippen und durch die Pauken- und Trompetenröhrchen am Trommelfell vorbei in den Hippocampus schieben.
Wieso dann nicht gleich einfach zwei Alben zum Preis von einem, damit es sich auch lohnt? Pooched aus Victoria in Kanada haben zwei Alben irgendwann in den letzten 5 Jahren aufgenommen und digital veröffentlicht, aber jetzt tatsächlich bemerkt, dass die einzeln zu kurz für ne LP und zu lang für ne Single sind. Also packen sie beide zusammen und veröffentlichen das auf zwei Seiten einer 12″ Schallplatte. Nett.
Poppiger Skate Schrammel Core zum Wackelpudding lutschen und Kaugummi kauen. Cool.
Bloated Kat Records. Auf buntem Vinyl im November verfügbar. Von unserem Freund Greg in Oakland gemastert und recht enthusiastisch vom Label beworben:"Should be shipping Early November. I’ve never heard that band, but I bet they suck."
Poppiger Punk Rock aus New York City mit weiblichem und männlichem Gesang und Mikey Erg am Schlagzeug. Also quasi all meine neuralgischen Punkte abgeschossen. Piu Piu. Geiler Scheiß, zeitlos, angenehm, ungefährlich.
Weil jetzt dann doch endlich Freitag ist, höre ich heute nur Pop Punk und fröhlichen Indie Schmu. Das macht die Sonne warm und die Limo kalt und das Eis süß und das Wochenende lang. Ist bewiesen.
Keine Ahnung, wie ihr das kommende Wochenende in der Hitze verbringen möchtet, aber ich nehme mir dieses Album aus dem Jahr 2006 und fahre in die Eissporthalle, um auf Schlittschuhen meine Inliner-Fähigkeiten für den Sommer zu trainieren, wenn es wieder warm wird und man draußen cool sein muss.
Pop Punk hatten wir jetzt länger nicht mehr. Ist auch gar nicht so leicht, in dem unübersichtlichen Wust von generischen und zu glatt produzierten Klonen mal was Interessantes zu finden.
Ich liebe diese Stimme. Schon bei den großartigen Caves oder auch den Flamingo 50 hat mir ja das Songwriting und das Gedudel und der Bass und Schlagzeug und jaja und klaro natürlich alles bombe, aber die Stimme von Louise Hanman?!
Na, vermisst hier jemand die 90er und den Sound von schrammeligen Gitarren aus dem Autoradio bei offenem Fenster auf dem Weg zum Meer?
4 Akkorde, 3/3 Takt oder andersrum, ist doch scheißegal, mehr braucht es nicht für meinen perfekten Montagmorgen-Workout-Mix. Ich trainiere nämlich für meinen Auftritt in der Yogurette™ Werbung müsst ihr wissen. Ich bin dann der kleine Dicke, den niemand vögeln will und der in dem Werbespot hinter einem Adonis herhechelt.