Der Konsum von Musik ist wie der Konsum von Drogen.
In der Jugend fängt man mit den Klassikern, den leicht bekömmlichem Kram an. Vielleicht ein bisschen Beatles und Queen oder Tote Hosen und Ärzte zu den ersten Zigaretten und dem ersten Bier. Dann wird man etwas experimentierfreudiger aufgrund seiner guten und schlechten Erfahrungen.
So ist vielleicht für den einen dann Hip Hop eine gute Wahl, was wunderbar zum Kiffen passt. Für die andere muss es psychedelic Rock und LSD sein. Außerdem natürlich SxE Hardcore, dem praktischerweise der fehlende Umgang mit Drogen inhärent ist.
Und dann gibt es noch Sachen, von denen man einfach die Finger lässt. Weil man sieht, was für Vollidioten das hören/nehmen. So zum Beispiel Plastik Pop und Koks.
Ich weiß, das Bild ist ein bisschen schief, aber ich wollte eigentlich bloß darauf hinaus, dass es eine feine Sache ist, wenn man nach jahrelangem Genuss einfach die verschiedensten Dinge immer noch mag. Ich freu mich, dass ich mich für Hip Hop/Rap und Metal und Rock n' Roll und Punk Rock und Indiekram heute (fast) gleichermaßen begeistern kann.
Deswegen auch Bad Moves aus Washington D.C.. Tolle Indie-Band auf Don Giovanni. Bedient meine Schwäche für abwechselnden männlichen/weiblichen Gesang. Die dritte Platte inzwischen. Sie ist super. Kann man prima zu vapen, haha.
Vielleicht sollte ich mal eine Tabelle machen mit Bands und korrespondierenden Drogen. Oder ich schieb mir noch ein Zäpfchen in den Arsch und geh pennen. Hm. Mal sehen.
Wenn ihr einen lebensdurstigen und experimentierfreudigen Teenager mit Liebeskummer und Zugang zu dem Drogenarsenal seiner Apothekeneltern kennt, der zwei Wochen mit einem Cocktail aus Diazepam und Amphetaminen, Alkohol und Hydroxyzin auf einer Party mit seinen imaginären Freunden am Strand feiert, dann gebt ihm dieses Album als den perfekten Soundtrack zu seinem Exzess.
Zwei neue Songs von den SynthiePunks aus Brüssel.
Ich hab mich noch nie gefragt, wie wohl die genialen Hex Dispensers und auch Marked Men/Radioactivity klingen würden, wenn sie nicht in den stickigen, versifften und MAGA-verseuchten Großstädten Texas' ansässig wären, sondern hin und wieder mal ein bisschen Pazifikluft schnuppern und Wellenreiten könnten.
Oh ja. Richtig guter lo-fi Garage Punk Noise, der in meiner Playlist bei Tony Hawk’s Pro Skater ganz oben stünde, hätte ich da was zu sagen.
Wusstet ihr eigentlich, dass die meisten Massen- und Serienmorde während einer Hitzewelle begangen werden? Ich sag das nur mal so im Hinblick auf die aktuelle Wettervorhersage.
So ein Umzug hat ja auch was Schönes. Nicht.
Power Pop Glam Rock aus Montreal. Klingt so stark nach 70ern, dass man den verrauchten Konzertsaal schmecken und das Treibhausgas aus den leeren Dosen Haarspray riechen kann.
Ohne da großartig auf diesem elenden Fußballthema in Coronazeiten rumreiten zu wollen, ne?