Schönes neues Ding von den Nörglern aus Atlanta, Gerogia. Ein richtig dick gepacktes Album voller Dark Wave Post Punk Hardcore Stücke, die auch schwarzgekleidete Freunde aus der Death Rock Ecke begeistern könnten, wenn die nicht so unfassbar dogmatisch da rumsäßen und, äh, nörgeln würden.
OK, Nag machen hier sicherlich nix Neues, aber dafür ist die Aufbereitung aus Melodie und Düsternis so sehr mit verschiedenen Einflüssen gespickt, dass Nag durchaus mit ihrem zweiten Album Observer ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der dunkleren Post Punk Szene haben dürften. Und wie schön, dass es ein positives Merkmal ist – man könnte ja auch sensationell scheiße sein. Aber dieses Privileg überlassen sie gekonnt den englischen Bands, die sich anschicken, alle gleich zu klingen.
Das Album ist derzeit nur digital zu bestaunen, vielleicht kümmert sich da aber bereits jemand drum, dass man es auch auf Vinyl oder Kassette hören kann. Wäre doch schön.
Apropos Nörgeln. Wusstet ihr, dass euer Kaminfeuer daheim hundertausendmal mehr Feinstaub verursacht als mein stinkender Diesel? Echt? Dann schaut nicht so pikiert, wenn ich qualmend vor dem Biomarkt stehe und darauf warte, dass ihr mit eurem SUV (Benziner, natürlich) umständlich ausparkt. Ha!
Na, da hatte es aber jemand eilig, was? Sowas kommt dann dabei heraus, wenn man nur 10 Minuten im Studio gebucht hat, aber unbedingt ein Demo mit 4 Songs veröffentlichen möchte.
Ich glaube ja, hier hat man eine Familie von Marsmenschen, Kobolden und Robotern in eine leere Coladose gesperrt und die haben dann mithilfe ihres Mini-Synthesizers einen Hilfeschrei nach dem anderen aufgenommen.
Eine neue Kassetten Single von EUGH aus Melbourne. Bäh, was für ein beschissenes Format, aber was solls, hier darf jeder machen, was ich nicht will.
Netter Hardcore Punk aus Kalifornien kommt da von Torso. Oder heißen die TØRSÖ? Die haben da in the US of A keine Tastaturen für "Ø" oder "Ö", deshalb konnten sie das bei Bandcamp nicht korrekt angeben. Ist aber auch nicht so wichtig.
Ach, die Schweden. Vor allem die Umeånesen. Die basteln immer an solch zuckersüßen Melodien und verpacken das dann in jedes Genre der Musik, welche sich eifrige Journalisten irgendwann mal ausgedacht haben.
Wie schön, eine neue LP von den Liquids mit 27 (!) neuen Stücken, die ausnahmslos großartig sind. Wie immer wird bei den Punkern aus Indiana fuzziger Punk Hardcore mit Garagegeschmack runtergerotzt, der wieder einmal vor positiven Vibes zittert.
Schon länger nichts mehr von den Sick Thoughts gehört, nachdem sie ihre letzte LP vor 2-3 Jahren auf Goner veröffentlicht haben. Zuvor waren sie ja eigentlich die Band, die alle 2 Wochen eine neue Single rausgehauen hat.
Bei dem scheiß Wetter und dem bekackten Winter und der ewigen Dunkelheit ist es ja fast schon ein wenig beruhigend, wenn auch die positiven Surfer-Dudes, Punker und Hardcore Kids da unten im sonnig-fröhlichen Neuseeland schlechte Laune haben. Geteiltes Leid ist doppelt Mist oder so.