Heute mal ein bisschen Post Punk mit intellektuellem Appeal. Das bedeutet natürlich gleichzeitig, dass man zu dumm für Musik ist, wenn einem das nicht gefällt, logisch. Aber ich will in diesen harten Zeiten nicht polemisch sein. Nein.
Hier, für all die hart streikenden Dummbauern auf den Straßen und die hart trauernden Dummbrote in den Gossen rund um Deutschlands Fußballstadien. Der König der Bauern, der Beckenbauer, der Kaiser ist von uns gegangen, aber hey, gute Freunde kann niemand trennen, ne.
Auch Knowso aus Cleveland spaltet nicht, sondern versöhnt missmutige Bahnfahrer, die auf ihren Zug warten, mit streikenden Treckerfahrern, die ebenso auf ihre Almosen vom Start warten, mit dickbäuchigen Deutschland-Fans, die um eine vermeintliche Lichtgestalt weinen, die sie als Kaiser und einzige Führungsperson in schwarz-rot-gold akzeptierten. Wir sind alle eins, und das ist ganz schön impertinent.
Sorry, das hat alles gar nichts mit dem verqueren Gedudel der Band zu tun, die nun ihr drittes Album herausbringen und ähm, eigenwilliger denn je sind. Dazu kann man sich vielleicht nicht unbedingt konstruktiv in einen Dialog miteinander begeben, die Musik erfordert zu viel Aufmerksamkeit. Aber vielleicht ist es das, was wir gerade brauchen. Mehr Zuhören, weniger Scheiße labern. Mehr Versuchen, komplizierte Dinge zu verstehen, als sie in eine Schublade zu stecken und reinzukacken. Naja. Ich mags jedenfalls. Die Musik meine ich, nicht in Schubladen kacken. OK.
Sorry State. Auf 12″ erschienen. Mir ist gerade aufgefallen, dass es in Deutschland gar keine Thronfolge für den Kaiser gibt. Haben jetzt die Reichsbürger gewonnen oder verloren?
Hier, die neue Spectres Platte wurde vor knapp zwei Wochen angekündigt. Ich hab mit dem Teilen lediglich gewartet, bis das Wetter richtig ist. Schlimmer wirds wohl gerade nicht mehr, also einmal einen Song aus der Post Punk Melancholie Dose, bitte.
Bevor wir uns in den Jahresabschluss stürzen und uns mit Adventskalender, überflüssigen Weihnachstfeiern und uninspirierten Spotify-Listen durch den Dezember quälen, wollte ich noch kurz den deutschsprachigen Indie Pop abhusten.
Meint Ihr, es hat 12 sensationelle Freitage in Folge gegeben und dann kam Freitag der 13. und hat voll abgeschissen? Oder warum ist der heutige Tag verdammt dazu, rot im Kalender angestrichen zu werden und Menschen laufen extra vorsichtig über die Autobahn?
Pünktlich zum Ferienstart in diesem Bundesland setzt auch das beschissene Wetter ein und die Vorfreude auf sonnenverbrannte Kinder weicht der Einsicht, dass mehr UNO als Beach Ball gespielt werden wird.
Na, wer von euch genießt die neue Corona-Infektion vom Get Lost Fest? Können wir die schon als eigene Variante bezeichnen, weil die sich im menschlichen Organismus ausschließlich von Punk Rock, Fischbrötchen und Jever ernährt?
Wisst Ihr, was schön ist? Pfirsiche, Nektarinen und Melonen und Orangen. Also solch Obst, bei dem man beim Kauf noch nicht weiß, ob es schmecken wird, oder ob man daran stirbt. Das ist doch eine nette Abwechslung in dem durchdesignten Geschmackserlebnis der deutschen und internationalen Supermärkte, wo alles immer gleich schmecken muss.
Aus der Kategorie "Frühlingsmusik für den Herbst" haben wir hier das letzte Album von Marbled Eye aus Oakland im Angebot. Veröffentlicht im März, aber mit dem Sound eines Post Punk Albums, das wunderbar zu Spätsommer- und Herbstabenden unter dem Heizpilz begrabend passt.