Mikey Erg – Bon Voyage 7″

Achtung, Pop Punk’s not dead!

Und wer kann das wohl besser in 3 eigenen Songs und einem Beatles Cover unter Beweis stellen, als der großartige Mikey Erg?
Niemand. Hör auf, zu überlegen – "Niemand" ist die richtige Antwort.

Die Single ist bei Stardumb gestern erschienen und die auf 100 Stück limitierte Version in gelb mit lustigen Punkten ist bereits ausverkauft. Das freut doch das Sammlerherz.
Aber auf schwarzem Vinyl sieht man eure Fettfingerabdrücke viel besser – also los…könnt ihr noch 400 mal kaufen!

V.A. – Stay Home (Ramones Cover)

Eine weitere schöne Idee von dem Label, das seine Künstler am liebsten besoffen macht und dann einsperrt. Blöd nur, wenn dieses "Geschäftsmodell" jetzt auf einmal auf der ganzen Welt zur Pflicht oder zum favorisierten Freizeitangebot geworden ist.

Dann also ein neues Projekt von Drunk Dial Records. Wir lassen die Künstler wie jeden anderen Penner derzeit auch, zuhause saufen, und sie sollen einen Song von den Ramones covern. Und zwar vom Album "Leaving Home". Weil, geht ja nicht, ne, verstehst du? Haha. Und dann nennen wir das "Stay Home". Haha.

Klingt jetzt nicht so kreativ, isses auch nicht. Aber:

EVERYBODY loves Ramones and word play, right?

Mit dabei sind untere anderem Drakulas, Hakan und Dark Thoughts. Die Songs sind auch zum Glück nicht einfach nur nachgespielt, sondern haben teilweise durchaus einen völlig neuen Charakter, was man natürlich auch komplett scheiße finden kann, wenn man Ramones Fan ist.
Entscheidet selbst.

Der Erlös geht komplett an die Bands. Oder an wohltätige Zwecke. Vielleicht ist auch ist das eine auch das andere. Oder so.

EUGH – The Most Brilliant Man Alive

Ein sehr talentierter Mann, der normalerweise seine Zeit bei den großartigen Kitchen People verschwendet, hat hier aus der Not der Isolation eine Tugend gemacht und mal eben in kompletter Eigenregie verflixte 7 Synth Punk Songs eingespielt.

Ich wiederhole mich ja nur sehr ungern, aber Synth Punk ist die Zukunft! Naja, zumindest die Gegenwart. Den Kram kann man auch mit einem bekackten Mundschutz singen. Gut, das Cover ist jetzt äh, eher künstlerisch. Aber ansonsten..ziemlich cooler Scheiß.

Wie auch Kitchen People – den Namen hier muss man sich merken: Vincent Buchanan-Simpson. Guter Mann.

Der Bandname ist ganz nebenbei eine interessante lautmalerische Beschreibung des höchsten europäischen Gerichts, haha.

Nardwuar vs. Ian MacKaye

"I’m not a collector. I am an archivist. There’s a difference."

Ian MacKaye zeigt in diesem sehr unterhaltsamen Interview mit Nardwuar dem geneigten Zuschauer ein paar sehr schöne Erinnerungsstücke aus über 40 Jahren (persönlicher) Hardcore-, Band- und Labelhistorie. Und dazu erzählt er noch ein paar schöne Geschichten. Kurzweilige 70 Minuten.

Ich glaub, ein Hoarder gilt erst dann als Messi und Hoarder, wenn er eine zu kleine Wohnung hat. Der Bursche hier hat einfach genügend Platz für den ganzen Scheiß…

Goldie Dawn – S/T 7″

Bird on a Wire ist kein besonders guter Film. Aber es ist der einzige, der mir jetzt zu der Frau einfällt. Goldie Hawn. Wieso nennt sich eine Band heute so? Hä? Was? Ach, die heißen gar nicht so? Und warum…ach. Schon gut.

Die Glam/Punk/Rock’n’Roller von Goldie Dawn aus Glasgow machen auf jeden Fall mit ihrem Debüt eine ziemlich gute Figur und spielen mit den letzten 50 Jahren Musikgeschichte herum, um daraus dann ein Best-Of in 4 Liedern zu basteln.

Das klappt auch einigermaßen gut. Unterhaltsam allemal – bisschen mehr Punk als Rock und ein bisschen mehr Power als Pop. Oder genau anders herum.
Gute Melodien von der Gitarre, die straight und tight vom Schlagzeug und Bass zusammengeschraubt werden. Über allem schwebt die wirklich gute Sängerin.

Erscheint Ende Mai bei Drunken Sailor.

Ob da wohl eine Gibson Gitarre mit im Spiel ist? Eine Mel Gibson? Hahaha…ich muss ins Bett.

Da schau ich mir den Film noch mal an.

Catsick – Catsick EP & II CS

Hier schon die Nummer 2 von den Verrückten aus Christchurch, die ihr erstes Tape erst vor ein paar Monaten bei dem tollen Label Dust Up! veröffentlicht haben. Puh, wie lange sich heutzutage ein paar Monate anfühlen. Damals haben wir noch vor dem Plattenteller gesessen und Musik gehört und Bier getrunken und über bessere Zeiten nachgedacht. Und heute? Hm. Eigentlich auch. Äh.

Naja, die Band und deren aufmunternden Lärm hatte ich auf jeden Fall noch nicht unterbringen können hier und das ist eigentlich schade, denn diese bekloppte Mischung aus Punk, Hardcore, Garage und Trash muss viel öfters gepostet werden, damit ich nicht komplett durchdrehe.

Catsick nennen ihre Musik im übrigen crackrocksteady. Aha, warum nicht. Falls euch das auch gefällt, könnt ihr vielleicht noch eine der 15 Kassetten ergattern, wenn ihr schnell seid. Mehr gibbet nicht – dafür sind die verfügbaren Dinger aber großzügigerweise handnummeriert.

Hier noch schnell die erste EP, die leider schon auf Kassette ausverkauft ist, aber das hättet ihr doch eh nicht bestellt, gebt es zu. Kauft es digital. Es ist der passende Soundtrack für die Isolation und für den Wahnsinn.

Death Cult – Spiritual Conundrum [Update]

Ein neuer Song von Death Cult, den Punk Rock Hardcore Garage Kollegen aus San Antonio in Texas. Da erscheint wohl eine neue Single von der Band, die sich seit drei Jahren nicht mehr gemeldet hat. Schön.
Nicht so schön: der Bassist, der diesen coolen Song geschrieben hat, ist leider letztes Jahr verstorben.

[Update: Niemand ist gestorben – siehe Kommentar. Uff..Und jetzt auch die ganze EP online…hurra]

Dennoch – ein paar neue Songs kommen Ende April auf Kassette raus und man kann das schon hier vorbestellen.

Auch so eine Band, bei der (fast) alle den selben Nachnamen haben. Wie sich diese Leute immer finden…verrückt.

No Problem – It’s My Pain (Panic)

Über die Großartigkeit von No Problem muss ich hier ja eigentlich nichts schreiben, ne? Nur mal so zur Erinnerung: Spätestens mit der letzten LP "Let God Sort Em Out" haben die Kanadier aus Edmonton gezeigt, dass sie mit ihrem wüst-melodischen Quartett eine wackelige Hängebrücke zwischen depressivem Hardcore und wütendem Punk Rock errichtet haben, die lustig im Sturm der Zeit zwischen den 80er Jahren und dem Heute hin- und herschwankt.

Dazu passend haben sich die 4 Burschen nun in der Quarantäne dazu entschieden, einen Song von den niederländischen Punks PANIC zu covern, der aus dem Jahre 1978 stammt. Das ist auch ganz gut gelungen, vielleicht ein bisschen viel Hall, aber ganz ohne Effekt ist ja auch langweilig, hm?

Danke, diesen über 40 Jahre alten Ohrwurm ins Heute zu transportieren.

Da scheint auch noch mehr zu kommen – der Song ist auf dem "Album" Quaranteen Covers erschienen. Ich freu mich.

Occults – Celebration

Habt ihr das auch in der TAZ gelesen, dass in Taiwan die Baseball Saison angefangen und man dort einfach anstelle eines Publikums einen Haufen Pappkameraden aufgestellt hat?

Die "Fans" hatten sogar ihre scheiß Masken auf! Verrückt. Schon ALF wusste "that Taiwan must be the most fun place on earth."

Vielleicht sollte man da in Köln auch mal drüber nachdenken, diese Idee bei diversen Konzerten umzusetzen. Das macht für die Bands doch wahrscheinlich gar keinen Unterschied, haha.

Ähm. Hier mal ein bisschen Stimmungsmusik aus Brisbane von den Occults. Interessanterweise liegt der Tab schon fast einen Monat hier halbtot in meinem Browser herum und wartet auf die Veröffentlichung. Aber ich hatte bis jetzt zu gute Laune für diese Goth Punk Zelebration.
Das ist dann jetzt aber auch vorbei. Hervorragende Musik zum…äh…hm…?

Was macht ihr eigentlich so? OK, dann hört dazu einfach die Occults – ist wie Ketchup, schmeckt zu allem ¯\_(ツ)_/¯

Schon 2017 aufgenommen und schon vor einem Monat erschienen.

Mich würde ja interessieren, ob es in Taiwan auch geplant ist, Applaus, Schmähungen und andere Fangesänge über die Stadion PA einzuspielen – ähnlich wie in Sitcoms.
Das wäre doch eine total glaubwürdige Lösung für die Übertragung der Bundesliga, oder?

Cherry Cheeks – Motivator

Hier, an so einen Kram könnt ihr euch jetzt schon einmal gewöhnen. Ein gelangweilter, jedoch talentierter Mann spielt mit seinem Synthesizer im heimischen Florida so lange herum, bis ein recht ansehnlicher Bastard aus Punk, Wave, Pop und Rock entsteht.

Das kann natürlich auch eine Frau sein. Oder ein Kind. Oder ne Katze? Hund? Goldfisch? Und das muss auch nicht zwangsläufig Orlando sein. Kann ja auch in Duderstadt passieren, haha.

Egal – was ich sagen wollte: in diesen Zeiten steht eine Sache auf jeden Fall fest: Bands mit mehr als zwei Leuten sind tot! Man darf nicht mehr gemeinsam proben oder ins Studio gehen. Und Konzerte sind ja sowieso alle bis 2022 abgesagt. Das Motto Amerikas E Pluribus Unum (Aus Vielen wird Eins) kann man jetzt also eigentlich umdrehen, wenn aus tausend Bands auf einmal 5000 Solokünstler werden. Munu Subirulp E!

Der Künstler heißt im übrigen in diesem Fall Kyle Harms und ist mir gänzlich unbekannt.

Also dann…Solokünstler. Was macht eigentlich Atom? Ach komm, ich kann das auch. Ich fühl mich jetzt voll motiviert und such mal im Keller nach meinem alten Taschenrechner. Dann gehts ab.