Bin ich eigentlich der einzige Depp, der sich über leere Papp-Kaffeebecher und Koffer als Requisiten in Serien aufregt?
Die ganze schöne Spannung und der sorgfältig geschrieben und vorgetragene Dialog, der einen in den Bann zieht, ist auf einmal nur eine Plastik-Traumblase, die mit dem pappenden "Tock" Geräusch des leeren Bechers platzt, der just "frisch" vom Barista ausgehändigt wurde.
Oder die reisenden Protagonisten müssen noch hektisch und schnell den Flug außer Landes erwischen und man nimmt ihnen den Stress ab, bis auf einmal die leeren Koffer mit zu viel Schwung und Elan aus dem Kofferraum des Taxis geflogen kommen, als wäre man von Mike Tyson gefahren worden, der jetzt stolz und pflichtbewusst sein Bestes gibt, die federleichten "gepackten Sachen" noch schnell aus dem Auto zu hieven und in die Hände seiner gestressten Fahrgäste zu übergeben. Neee. Plöpp platzt die Blase. Das ist ja nur gespielt.
Das sind die falschen Geschenke unter dem Kaufhaus-Tannenbaum. Die Attrappen, die nur solange funktionieren, wie man nicht genauer hinschaut, -hört oder darüber nachdenkt. Das ist natürlich jetzt zu philosophisch und vom Hölzchen aufs Stöckchen, aber eigentlich tragen wir ja die ganze Zeit diese Attrappen mit uns herum und die ganze Welt ist vollgestopft mit Leuten, die nur so tun und Krediten, die dabei helfen. Wie hat unser Freund Ralph Möbius nochmal gesungen? Alles Lüge.
Dazu in einem großen Glas mit einem Schluck der Road Trip vom Lieblings-Synth-Punker Cuir. Prost.