Eerie Family – S/T

Da sind sie wieder, die beiden fidelen Stimmungsmacher aus Austin, Texas. Alex Cuervo und Alyse Mervosh sind den meisten Leuten wahrscheinlich als ständige Mitglieder der zwar nicht unbedingt fröhlichen aber nichtsdestrotz (oder gerade deswegen?) genialen Hex Dispensers bekannt; hier haben sie sich zu einer schaurigen Kleinfamilie zusammengefunden und machen thematisch ziemlich genau da weiter, wo die Garage Punkrocker aufgehört haben.
Beweisführend wäre hier zum einen schon mal der Song „I Hope The Sun Explodes Today“ zu nennen, der auch auf dem letzten Album der Hex Dispensers vertreten war. Oder der Opener „Everybody Disappear“, der ebenfalls zuvor bereits auf einer fantastischen Single von Alex Cuervo verwurstet wurde.

Aber da hören die Parallelen auch schon wieder auf. Denn musikalisch sind Eerie Family doch sehr weit von Alex‘ Solokram oder den Hex Dispensers entfernt. Das liegt natürlich vor allem daran, dass die „Band“ nur mit Keyboard und Drums instrumentiert ist und tempomäßig mächtig auf die Bremse getreten wird (außer bei „Dead Stars..“). Dazu kommt dann noch der sehr träge vorgetragene Gesang der beiden, der bei allen Songs durch ein schauerliches Echo/Hallgerät gejagt wird, um noch mehr auf die ohnehin schon sich im Keller befindende Stimmung zu drücken. Wenn ihr jetzt denkt, das klingt ja der Beschreibung nach wie das andere Soloprojekt von Alex (Espectrostatic) nur mit Gesang, dann habt ihr komplett Unrecht und ich den Kram scheiße beschrieben. Hm.

Das ist „Doom Pop“ und „Gloom Pop“. Das ist „Darkwave“ und „Gloomwave“. Ich gehe mal davon aus, dass die Texte ihr übriges tun. Herrjee…Sollte man vielleicht alles nicht unbedingt im dunklen Winter hören. Nun ja – es ist „Death Pop“. Ich liebe es!

Leider nur digital veröffentlicht.

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