Freunde, es geht weiter. Neue Woche, neue Aufgaben, neue Projekte. Alles spannend, spannend und wichtig, wichtig und volle Motivation bitte für die Sinnlosigkeit der allgemeinen Tastaturklopperei, die nun wieder in unnötigen Meetings besprochen und vereinbart wird.
Wenn es zu viel ist und der Stress der nutzlosen Arbeit zu stark ansteigt, einfach schnell aufs Klo und sich daran erinnern, wie man damals in der Dorfdisko lauthals zu Killing in the Name mitgeschrien hat und leise weinen, weil man auf einmal doch nur ein Rädchen im System ist und irgendwie jeden Tag tut what they fucking tell you. Dann aber zurück an den Schreibtisch!
Wie Spike Pit so schön sagt, vielleicht sind wir ja einfach geboren, um zu leiden. Dann seid Ihr auf jeden Fall auf einem guten Weg und hier an der richtigen Stelle, wenn Ihr die Frustration mit musikalischer Begleitung unterfüttern möchtet. Hardcore Punk aus Cleveland mit genug schlechter Laune in drei Songs für die ganze Woche. Macht was draus!
Tetryon Tapes & Serial Bowl Records. Ist schon im Juni erschienen, keine Ahnung, ob Ihr die Kassetten noch bekommen könnt.
1985. Da hat Madonna einst den Kapitalismus noch analog umarmt und war mit Haut und blondierten Haaren das Material Girl in der Material World. Dann haben Bad Religion sich 5 Jahre später zu dem neuen Jahrhundert bekannt und fortschrittlich angemerkt, dass sie digital Boys seien. Das waren aber auch schon immer die Klugscheisser unter den Punk Rockern.
Wieso schreien die Kapitalisten eigentlich immer am lautesten nach Subventionen und staatlicher Hilfe, wenn doch eigentlich der Markt alles regelt? Hatten wir das nicht erst neulich und das war ne kack Idee mit der Benzinpreisbremse, an der sich die Mineralölkonzerne einen goldenen Pimmel verdient haben?
Endlich wieder Montag, 35° im Büro und fiesen Kaffee aus der Kanne kratzen, den der Arschloch-Kollege als Rest übrig gelassen hat. Motten und Maden aus dem Müsli herauspulen oder mit abgelaufener Milch ertränken und auslöffeln. Künstliches Lächeln auf dem Flur, Augen verdrehen vor dem Monitor. Herrlich.
Ich glaube, "Denkt an die Elektrolyte" war einer der meist zitierten Sätze aus dem Film "Herr Lehmann" Anfang der 2000er. Damals hab ich von den Dingern zum ersten Mal so richtig gehört, weil ich Bio abgewählt hatte und Chemie auch doof war und wusste daher gar nicht so recht, was das ist. Irgendwas im Wasser gelöst halt.
Braucht jemand Nachschub in Sachen Synth Punk? Die Schweizer Band Sick Guitars And Terror Visions (S.G.A.T.V.) haben es zwar nicht erfunden, aber leisten ihren Beitrag zur gewaltlosen Rückeroberung der Bühnen Europas mit Synthesizern. Ist eigentlich nur ein Typ. Aber ich glaube, live ist er dann mit all seinen Freunden unterwegs und jeder bekommt einen Joystick und ein Bier in die Hand gedrückt oder so. Party.
Wieso ist das eigentlich immer so genau vom Hirn getimed, dass man pünktlich zum letzten Arbeitstag vor dem Urlaub so unglaublich scheiße drauf ist und total genervt?