Slander Tongue – S/T LP

Könnt ihr euch noch daran erinnern, als die Claudia Strunz ihren Mann (den Fußballdeppen) verlassen hat, um mit Effenberg (anderer Fußballdepp, selber Verein) zusammen zu sein? Haha, ja. Das war eine spannende Geschichte in den 90ern. Da klaut der eine Dummbatz einem anderen strunzdoofen Dumbatzen die Frau, die in der ganzen Sache auch lediglich als Beutestück dargestellt wurde.

Puh, aber ganz helle war auch die Claudia nicht. Sie hatte ironischerweise ein hübsches Tattoo auf ihrer Schulter, auf dem stand: „True Love never die“ (sic!).
Was soll man dazu sagen?

Daran musste ich nur gerade denken, als ich die Debüt LP von den Berlinern Slander Tongue gehört habe. OK, der genaue Gedanke war eigentlich „Rock n Roll never dies“ , aber das sind jetzt Spitzfindigkeiten.

Hä? Ach so Musik…Äh, zumindest kann ich euch noch verraten, dass hier Axel von den Modern Pets und Bikes an der Gitarre seine Kunst verrichtet und das reicht ja meistens auch schon, um zumindest ein gewisses Interesse an der Band zu zeigen. Die Band hat bereits zwei Singles veröffentlicht und die LP ist jetzt bei Slovenly erschienen, das sollte auch aufhorchen lassen. Wieso eigentlich nicht bei Alien Snatch? Hat da jemand von Slovenly etwa den Axel geklaut? Spannend!

Hey, es ist Rock n’Roll. Reicht doch, oder?

Die Claudi ist im übrigen nicht mehr mit Effe zusammen. Vielleicht muss man da mal über einen Besuch beim Hautarzt mit der Laserpistole nachdenken?

Sore Points – Not Alright EP

Schon lange nichts mehr aus Kanada hier gehabt, oder? Und Slovenly Recordings hatten wir auch schon länger nicht mehr thematisiert. Na dann.
Sore Points aus Vancouver haben gerade ihre 3. Single veröffentlicht, nach Hosehead Records und Deranged Records nun also auf Slovenly Recordings. Die Musik ist dabei allerdings die gleiche geniale Mischung aus Garage Power Pop Punk Rock und Hardcore geblieben.

Naja. Eigentlich ist es ja bloß Punk Rock, da muss man sich nicht viel Mühe geben mit Schönrederei. Ein bisschen Radioactivity höre ich da raus, ein bisschen Orange County aus den 80ern und vielleicht noch aktuellen Kram aus Australien. Aber wahrscheinlich auch nur, weil ich das alles gerade noch auf dem Plattenteller liegen hatte, haha.

Das ist sehr gute Musik – fertig. 4 Songs in 6 Minuten. Aus.

Wird Zeit für ein Album, würde ich sagen.

Gay Anniversary – Μουσική για την οικογένεια LP

Das wird ein kurzer Spaß, denn ich kann nicht viel zu der Band erzählen. Außer vielleicht, dass ich erst letztes Jahr in dem Plattenladen meines Vertrauens die 10″ aus dem Jahr 2012 erstanden habe, die damals noch auf Slovenly erschienen ist und die schon allein wegen des Covers in jede 10″ Sammlung gehört. Falls es sowas gibt. 10″ Sammlungen. Bescheuert.

Musikalisch ging das auf der 10″ schon in Richtung hektischer weirdo Garage Punk mit extra coolem Beigeschmack und kleinem bisschen Nerv-Faktor. Seit spätestens den großartigen Big Black weiß man ja auch, dass Synthies, Gitarren und Drumcomputer ganz schön Krach machen können, dafür aber auch schlechte Laune. Fun Fact: Die Kassette kam auf dem schönen Label Fetaface raus, was für ein griechisches Label doch recht selbst-ironisch ist.

Und in diese Richtung schlägt jetzt auch das Pendel der LP aus, allerdings ist der Sound doch deutlich rockiger, was der Band extrem gut tut. Vielleicht passiert das nach 7 Jahren und man nennt es Entwicklung. Weniger Nerv-Faktor, dafür wesentlich mehr Pogo und Spaß. Erschienen ist die Platte bei Είσοδος Κινδύνου Records, ein recht neues Label aus Athen. Das komplette Album ist diesmal auf Griechisch gesungen. Ich hab also keine Ahnung, worum es geht. Im Großen und Ganzen wohl um Punk, Platten und Feta, hab ich gelesen. Cool.
Wenn ihr in Athen seid, schaut euch die Band an, muss live ziemlich geil sein.