Sentinel – Age Of Decay LP

Trash Punk mit fetter Metal Kante. Hurra! Was Anderes bringt mich montags schon gar nicht mehr in das Hamsterrad. Wie gut, dass Sentinel aus der Zeit gefallen sind und ein Best of 80er aus genannten Genreversatzstücken angerührt haben.

Auf ihrem zweiten Album brettern die New Yorker Trash Punker mit ihrem Hardcore Crossover Metal in die gleiche Richtung wie schon bei ihrem Debüt vor zwei Jahren – na gut, die können halt nichts Anderes. Mit Leuten von Mutually Assured Destruction, Break Away, Mindforce, Age of Apocalypse, Colossus, Pillars of Ivory, Casket Architects und Restraining Order.
11 Songs, die sich alle anschicken, die Zeit zurückzudrehen und Sneaker mit Lederjacke und Vokuhila wieder bürotauglich zu machen. Bei mir laufen die meisten Frauen schon so rum. Cool.

Convulse Records. Natürlich in verschiedenen Variationen auf Vinyl streng limitiert. Als Weihnachtsgeschenk wohl ein bisschen knapp, aber auch als Partykracher zum Abriss am Jahresende geeignet. Also kauft, Leute!

Evil Tree – Moon Maniac 12″

Uff. Keine Ahnung, was heute los ist. Ich glaub, ich hab versehentlich das "unhappy meal" bestellt. Ist das nicht eigentlich ein Gefühl, das dem Montag vorbehalten ist? So ugh und müde und nichts funktioniert und kalt und alles Arschlöcher und wieso bin ich eigentlich heute Morgen aufgestanden?

Was solls. Wie sagte Jürgen von der Lippe einst. "Wo wir schon mal da sind, da bleiben wir gleich hier." Ähnlich gute Ohrwürmer zaubert Drew Owens mit seiner Vielzahl an verschiedenen Bands jeden Tag aus seinem Hintern. Diese Woche hat der gute Mann Bock auf ein bisschen Metal. Warum nicht? Wenn man’s kann, ne? Geiler Typ.

Neon Taste Records. Limitierte 12″ Vinylplatte kommt vielleicht auch nach Deutschland. Die ersten 100 Stück sind farbig, aber man muss laut Label 18 Jahre alt sein, um die zu kaufen. Sorry, Freunde.

Barricade – Apocalypse Joyride LP

Kennt Ihr diese alte, furchtbare Funktion beim Android Smartphone, die euch mitteilt, dass ihr gerade 2 Minuten zu laut Musik über Kopfhörer gehört habt und die die Lautstärke dann automatisch runterregelt, weil euch sonst innerhalb von wenigen Sekunden das Gehirn explodieren würde?
Furchtbar. Nett gemeint und überhaupt nicht übergriffig, aber egal – das machen wir einfach mal so, dachten sich die Hersteller.

Aber wieso geht das bei Smartphones und nicht bei anderen Dingen? Wieso kann man das zum Beispiel nicht bei Autos einprogrammieren, die haben doch ohnehin zu viel verwirrende Elektronik heutzutage? "Sie sind jetzt 15 Minuten 230 km/h gefahren. Niemand kann es so eilig haben. Chill mal." Und dann wird automatisch auf 80 km/h heruntergebremst.
Oder bei einer Spielekonsole. Da müsste auch mal eine automatische Meldung kommen, dass man sein Leben verschwendet, wenn man 14 Stunden am Stück Tony Hawk Pro Skater II spielt, um alle Gaps zu absolvieren. Wir sind viel zu freie Menschen, da muss mehr reguliert werden!

Ach so. Frohes Neues. Wir starten das Jahr mit einer Punk Band, die vielen von meinen Punk Rock Freunden sehr gut gefallen wird, weil sie Metal machen. Klingt komisch und ist auch so. Aber Barricade aus Denton in Texas ballern hier 4 Songs raus, die man getrost in das Metalfach bei den Neuheiten einsortieren kann, wenn doch die Nachfrage an guten Brüll- und Gitarrenattacken gerade so groß ist. Das Album kommt erst im Mai raus, aber man kann das digital jetzt schon einmal bestaunen und das Jahr zünftig mit energiegeladenem äh, Punk (?) beginnen. Geiler Scheiß.

Dirt Cult Records.
Ich hab da ja so eine automatische App bei mir eingebaut, die mich warnt, wenn ich zu lange arbeite. Die heißt Langeweile und lässt mich automatisch nach 6 Stunden einschlafen. Praktisch!

The Executed – Demonstration CS

Ich kenne 3 Leute aus meiner Metal-Selbsthilfegruppe, die das voll super finden, was The Executed aus Phoenix hier runterrotzen. Das ist so ne schöne Mischung aus dreckigem Hardcore Punk und schnödem Rock’n’Roll, die mit der richtigen Corporate Identity und dem richtigen Gesang auch schnell in der Schmuddelecke des Metal ein paar Freunde findet.
Also die drei Typen, von denen ich sprach. Und mich. Die anderen haben eh keine Ahnung. So wie ich.

4 Songs, die keine 7 Minuten dauern und doch ist die extrem verdichtete Energie des Tapes ausreichend, um in der Zeit 3 Bier zu stechen, 15 Ollies zu probieren und mit dem gebrochenen Arm halb besoffen einarmig ins Krankenhaus zu fahren. Find ich gut – kann man bei der Band digital kostenfrei und beim Label Noise Merchant Records auf Kassette erwerben…Cool.

Das sind nur zwei Leute! Ein Drummer und ein anderer Kerl, der alles andere macht. Ob die wohl mal zu zehnt waren und dann naja, ich mein…der Bandname kommt ja irgendwoher, oder? Gibt es die Todesstrafe in Arizona?

11-jährige spielen Zukunftsmusik

Na das ist mal nobel. Zwei kleine Scheißer aus Brooklyn zeigen den alten Herren der Heavy Metal und Hard Rock Szene, wie man heutzutage musiziert. Catchy Riffs und gelungene Breakdowns. Sauber! Unlocking the Truth scheinen auch relativ häufig Gigs zu spielen. Auf dem Times Square…

Die instrumentalen Stücke gefallen mir deutlich besser – auf der Facebook Seite der Band kann man sich auch Lieder mit Gesang anhören, der etwas dünn klingt. Warten wir mal ab, was Stimmbruch, Alkohol und Drogen aus den Jungs machen. Und die Groupies natürlich. Was macht man mit 11 eigentlich heutzutage? Hm, egal. Mehr Musik gibts nach dem Klick.