Nur Enttäuschungen, wohin man sieht. Bei den Olympischen Spielen ist die Seine so dreckig, dass die Triathleten alle darin sterben werden und deshalb gibt es die Medaille diesmal ohne Schwimmen. Also quasi Biathlon, oder so.
Die Auswahl an den Jugendwörtern des Jahres wird auch immer unlustiger, was soll denn bitte "Pyrotechnik" im Sprachgebrauch von "Digga" und "Hölle Nein" zu suchen haben? Und warum wird "Yolo" noch mal vorgeschlagen? Nur, damit der bekackte Bubble Tea, den wir doch eigentlich überwunden hatten, wieder abverkauft werden kann? (Zu Erläuterung der Bedeutung des Vorschlags gilt der Satz "Gestern mein ganzes Gehalt (sic!) für Klamotten und Bubble Tea ausgegeben. Yolo."). Lustig.
Könnt ihr euch noch an the Locust und die Blood Brothers erinnern? Das waren doch die Speerspitzen der etwas seltsameren Hardcore Bands. Sympathisches Chaos hätte man das auch nennen können. Glücklicherweise haben Leute von denen jetzt mit anderen Leuten von den Yeah Yeah Yeahs zusammengefunden und eine Supergoup gegründet, die wahrscheinlich mehr Musiktheorie im Proberaum versammelt als die meisten Prog Rocker jemals vergessen könnten.
Und tatsächlich ist bei dem Debüt Album von Head Wound City zwar eine Mischung aus Hardcore, Noise Rock und vertracktem Gedöns herausgekommen, aber das alles so gut zusammen verquirlt, dass es eine wahre Freude ist. Geiler Scheiß aus Losa Angeles.
Three One G. Auf LP erschienen und bestimmt bald auch in Europa zu erhalten. Das ist eh Sound für erwachsenere Ohren, die haben ja ein bisschen mehr Geduld als diese verrückten jungen Leute, die immer alles sofort zur Verfügung haben müssen. Gammelfleischparty mit meinen Altersgenossen, yay.
Lasst euch nicht vom Cover täuschen, die 4 Burschen aus Hamburg sitzen höchstwahrscheinlich genau jetzt nicht bei Keks und Kuchen um die Häkeldecke, sondern bei Bier und Zigaretten um die brennenden Skateboardreste in der Öltonne.
Da muss irgendwo eine Blaupause für krachigen Hardcore Garage Punk in Hattiesburg, Mississippi vergraben sein, die ins Trinkwasser versickert ist und sämtliche Kids der Stadt infiziert hat. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass auch Draft Dodger ein solch wunderschön krachiges "Album" in die Welt gekotzt haben.
Die Spaßvögel von den EASTIE RO!S aus Berlin haben wieder in der Bastelstube zu viel Gras geraucht und sich offensichtlich tagelang nur von den Beatles ernährt. Was dabei herausgekommen ist, klingt nicht unbedingt nach den Pilzköpfen, sondern vielmehr nach zeitgenössischem Deutschpunk (oder ist das deutschsprachiger Punk Rock?), der sich gar nicht so schäbig und dreckig anhört, wie das die Band vielleicht manchmal gerne hätte.
Was man so alles in 2 Minuten machen kann. Zähne putzen, ähm. Ähhhh. Vokabeln lernen. Hm. Ich hab früher in der 5 Minuten Pause eine ganze Zigarette geschafft, vielleicht würden junge Leute heute in zwei Minuten ein Fläschchen Kokos-Sirup vapen (oder was da sonst so drin ist).
Kurz vor der nächsten Hitzewelle kann man sich jetzt noch schnell mit Honig (Freude) einschmieren, nackig über die Wiese laufen und ein Wettrennen mit den fliegenden und stechenden Leckermäulern in schwarz-gelb absolvieren. Oder man legt sich einfach in die Badewanne mit Eiswürfeln und lutscht den Durst weg.