Die heutige Band kommt aus der Kategorie "Ich hab zwar das Drehbuch noch nicht fertig, aber der Soundtrack steht". Patrol aus Barcelona sind zurück aus den 80ern und haben sich noch ne extra Prise Haarspray unter die Arme lackiert, eine handvoll Koks ins Gesicht geworfen und in die zu engen Ledergarnituren gezwängt, um ordentlich im Stile der New Wave Of British Heavy Metal abzurocken.
Da bleibt keine Hose trocken, kein Oberlippenbart sauber und kein Autoscooter unbesetzt. Die EP ist schon im Sommer veröffentlicht worden. Macht aber nix, der Sound ist ohnehin zeitlos und für Ewigkeiten in den knochigen Händen der Metal und Rock Maskottchen aus den 80ern gefangen.
Guter Start in die Woche, mit Vollgas in die Discokugel.
La Parca Te Busca. Auf Kassette erschienen, aber schon ausvekauft.
Fun Fact: Wenn man die Bandmitglieder "Heritor, Val, Manah & Romeo" durcheinanderwürfelt und wieder zusammensetzt, ergibt das "A Venom Horror Metal Hail". Naja, fast 😉
Krise? Welche Krise? Schön, dass es mindestens einer "Berufsgruppe" noch gut geht und diese sich über ein stabiles Wachstum freuen kann. "Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der im Dax, MDax und SDax notierten Konzerne stieg im Geschäftsjahr 2023 im Schnitt um elf Prozent".
Immer schön der Reihe nach, ne? Da haben Armor aus Florida neulich (naja, im Sommer) ihre erste LP veröffentlicht und ich hab da noch nix zu erzählt. Schlimmer noch, ich hab die Knaller-EPs ebenso unerwähnt gelassen. Na sowas. Dann also jetzt.
Der erste Song des Debütalbums der kanadischen Psychoräder aus Greater Sudbury beklagt sich direkt darüber, ein Schattendasein zu führen. Ich glaub, die sind aus New Jersey oder Kalifornien zugezogen und haben das mit den kanadischen Wintern noch nicht so ganz verkraftet, dass es einfach ein halbes Jahr dunkel und schattig ist.
Wir brauchen mal wieder ein bisschen mehr Optimismus und Power Pop. Also ich. Ja, vielleicht benötigt es fast schon Pop Punk, um der kommenden Welle des Pessimismus aus der Klimakonferenz und der alltäglichen Scheißigkeit der Menschen entgegenzuwirken.
3 von 15 Songs werden vom Drummer nicht angezählt, alle anderen (12) sind fein säuberlich mit vier Stockschlägen eingeläutet, dass es fast schon rührend ist. Hätte ich aus Gründen der Street Credibility und Toughness wahrscheinlich rausgeschnitten, es wirkt so sehr brav und artig, was irgendwie dem harten Geballer zwischen dem Anzählen der Lieder die Glaubwürdigkeit raubt.
Puh, was für eine Woche. Die eine unsympathische Westmacht erhält einen neuen alten Führer, während die andere alte westliche Ohnmacht auf einmal finanziell führerlos da steht und nun fällt überall Weihnachten aus, oder so ähnlich.
Vor knapp zwei Jahren hatte ich mal was zu der Band aus Reno geschrieben, als die gerade aus ihrem Wüstenloch herausgerochen kamen, um Goldschätze aus der KBD Garage zu restaurieren.
Also das ist aber mal gar nicht Punk Rock. Das ist ja Power Pop, Rock’n’Roll oder Psychedelic Rock oder irgend so ein Glam Hippie Kram. Na sowas aber auch.