Das ist ja eigentlich gar nicht so mein Ding, aber der Song "Work On Display" ist mir gerade zufällig in die Kopfhörer gerutscht, während ich in einem bekackten Café mit anderen beknackten Leuten am Rechner sitze und von anderen bekloppten Menschen auf der Straße blöde angegafft werde, weil ich in einem Café nix Besseres zu tun habe, als auf den blöden Laptop zu schauen.
Also hier sitzt jeder an einem separaten Rechner und wir glotzen nicht alle auf denselben Bildschirm. Man nennt das wohl Arbeiten? Naja.
Somit haben es die Expressionisten an diesem Tag auf den Quatsch hier geschafft. Depressiv ehrliche Texte, irgendwie ein bisschen Hamburger Schule aus Berlin. Der Bassist von Dackelblut, Blumen Am Arsch Der Hölle usw. ist hier am Start. Ganz nett. Passt zu einem Avocado-Ei-Brotstück mit Obst und Kaffee.
Rookie Records. Erstmal nur digital, wie es aussieht [UPDATE: Gibt’s laut Band (siehe Kommentar) auf LP bei Rookie, Flight13 und Hanseplatte in Hamburch. Mindestens]. Und auch schon wieder einen Monat alt, man kommt einfach nicht hinterher. Mehr Arbeit, mehr Kaffee. Schönen Resturlaub.
Bescheuertes Cover trifft auf bekloppten Titel. Da hat sich jemand an dem Cover von Slayer’s "Hell Awaits" in einer Zeichenstudie probiert und dann mittendrin eingesehen, dass die Größe der Schwerter und Äxte nicht ausschlaggebend für die Qualität des Bildes ist. Und dann war der Stift leer.
Ihr dürft mir das nicht übel nehmen, ich bin mit Radio groß geworden und NDR2/FFN haben mich in meiner frühen Kindheit musikalisch sozialisiert, bevor ich ausbrechen und ein zotteliger Punk Rocker werden konnte.
Eigentlich ist das viel zu schön für Total Punk Records. Da kratzt ja gar nichts, da scheppert nichts und da lärmt es überhaupt nicht.
Eingängiger Noise Rock? Verspielter Post Punk? Verliebt in die 90er? Welche Schublade soll es denn sein?
Mir ist beim Duschen
Ein bisschen schräger und softer Gitarren Pop von Sean Brook, dem Sänger der Band Brunch, die ich genauso wenig kenne. Egal.
Manchmal bin ich einfach sprachlos. Nicht wegen der Musik, die mich regelmäßig überflutet und sich wie heilsamer Balsam über die geschundene Seele legt, nein. Darüber rede ich ja andauernd. Vielmehr wegen der Scheißigkeit der Welt und der Geschwindigkeit, mit der einzelne Akteure in der Lage sind, diese auch noch zu erhöhen – deswegen fehlen mir manchmal die Worte.