Ich beantrage Bezahlkarten für alle, die sich für Bezahlkarten aussprechen. Voll geil. Probiert das mal aus, wie das so ist, bevormundet zu werden und das bisschen an Autonomie aufzugeben, die man als Bittsteller noch hat.
Ich könnte mir vorstellen, solch eine Arbeitsgruppe zu bilden und zu leiten, die darüber bestimmt, welche Sachleistungen die Personen erhalten dürfen, die sich für eine diskriminierende Bezahlkarte aussprechen. Statt Bargeld, das am Fiskus vorbeigeschleust wird, gibt es dann einfach mal Essensgutscheine für die Kantine im Bundestag, die natürlich verfallen, wenn man zu spät kommt. Oder einen Zuschuss für ein gammliges Fahrrad, damit man mobil ist. Oder ein paar Socken von dem Verein der Schweißfüße. Ach, geht kacken.
In anderen Ländern ist es auch nicht schön, aber offensichtlich haben The Paranoyds sich damit ab- und etwas in Los Angeles gefunden, das sie so richtig gerne mögen. Wie schön. Mit der meuen Single können sie auf jeden Fall 4 Songs dazu beisteuern, dass meine Laune gestiegen ist, viel mehr kann man eigentlich von Musik nicht erwarten. Aber was ist das eigentlich? Punk aus der Vergangenheit? Irgendwie 80er Garage Pop Rock mit Punk Charme. Mag ich sehr.
Third Man Records. Auf 7″ erschienen und auf 130 Stück limitiert und rosa und ausverkauft. Man sollte meinen, das Label könnte größere Kapazitäten verkraften, aber ok.
Das schreckt mich ja eigentlich immer eher ab, wenn sich eine Band ein Cover einer sensationellen Platte schnappt und dies dann für ihre eigenen Zwecke missbraucht. Wirkt dann halt schnell albern oder im besten Falle sind es langweilige Kopisten aus dem Kindergarten der Punk Rock Akademie.
Komische Zeiten, ne? Auf einmal muss man sich ja richtig schlecht fühlen, wenn man einst pazifistisch von seinen Hippie-Eltern erzogen wurde und das verbale Säbelrasseln von kriegsgeilen Dumpfbacken aus der Bevölkerung immer als dummes Gelaber abtun konnte, wenn jetzt der Minister das ganze Land dazu auffordert, kriegstüchtig zu werden.
Zum vierten Mal präsentiert Dirtbag Distro eine feine Sammlung von Bands und Solo-Künstlern (Hallo Sven!) zum Kürbissuppen-Wettessen am Halloween Abend. Oder zum Süßigkeiten klauen bei den Nachbarn? Oder einfach mal ungeschminkt und unrasiert und ungekämmt vor die Tür gehen und die Hunde erschrecken.
Sanft in den Urlaub gleiten. Ich hab Herbstferien, Freunde. Steven Adams begleitet mich in die Erkältungswelle und in die überfüllten Kinderarztpraxen und steht mit mir Schlange für ein Fläschchen Antibiotika in der Apotheke. Cool.
Schön, dass sich mal jemand dieses Themas annimmt und nicht nur die degenerierten Vierbeiner beschimpft, die sich so weit von dem natürlichen Instinkt, nicht einfach irgendwohin zu scheißen, entfernt haben und ihre Kackhaufen auf Spielplätzen und Bürgersteigen hinterlassen.
Was ist eigentlich der Deal von Nacktschnecken? Ist das ein freiheitsliebende Bruder/Schwesterschaft auf Wanderschaft, die einfach keinen Bock drauf haben, immer ihren ganzen Scheiß mitzuziehen? Die sind ja sogar so sehr auf ihre Freikörperkultur stolz, dass sie nicht einmal in ein leeres Schneckenhaus einziehen würden, wenn man ihnen eines direkt vor die Nase legt. Oder den Arsch, das weiß man ja nicht so genau.