Torso – Home Wrecked

Netter Hardcore Punk aus Kalifornien kommt da von Torso. Oder heißen die TØRSÖ? Die haben da in the US of A keine Tastaturen für „Ø“ oder „Ö“, deshalb konnten sie das bei Bandcamp nicht korrekt angeben. Ist aber auch nicht so wichtig.

Baller Baller D-Beat mit tollem Sound aus mächtig-kräftig Gitarren und richtig gutem Gesang. Klingt böse und angepisst, so, wie es sein soll.

Zwei eigene Songs und ein Cover von The Faith – da kann man nicht meckern. Hm, naja, doch, ich finde eigentlich immer was, haha. Diese Aufnahmen entstanden nämlich bereits vor über drei Jahren und somit ist natürlich die kulturelle Relevanz der Songs längst überholt. Ach, nur Spaß – diese Musik und Texte sind so zeitlos wie Hanuta zum Bier.

Hüsker Dü und Assück. Die mussten diesen digitalen Quatsch mit den fehlenden Umlauten auf dem Keyboard zum Glück nicht mehr mitmachen. Gott habe sie selig.

Smirk – Cassette I & II

Ist der Clown noch immer im Amt? Puh.
Mir kann das grundsätzlich ja ziemlich egal sein, wer der Präsident der USA ist, aber dieser Vogel muss weg.

Das hat ja nicht einmal was Positives für den Punk Rock oder Hardcore getan, so, wie einst zumindest Reagan oder sogar Bush (der zweite) für etwas gut war.

Und heute? Heute bekommen wir nur ein aufgewärmtes Lied von MDC, na toll.

Vielleicht sind die Zeiten von platten Plattitüden einfach vorbei und man singt jetzt subtiler gegen den orangefarbenen König der einsilbigen Gemütsbeschreibungen. Oder ich höre zu viel Musik aus Australien und Deutschland. Wobei auch deutsche Bands früher ordentlich gegen die USA auf die Kacke gehauen haben – heute wäre mir sowas eher peinlich. Interessant.

Naja, ich wünsche auf jeden Fall, dass der dicke Mann, der zum Furzen extra in die Duschkabine steigt, damit er länger was vom vibrierenden Ton und dem verwesten Burger-Geruch hat, seine Sachen packt und in den Knast geht.
Dabei bin ich nicht einmal Fan von dem anderen Kasper. Die Welt wird leider nicht besser. Vielleicht beruhigt sich dieser ganze unmenschliche und hasserfüllte Diskurs mal, das würde ja schon reichen.

Um die Schlechten falsch zu zitieren: „Pure Vernunft darf ruhig mal eine Chance bekommen.“
And now to something completely different..Musik aus dem Mai…ist gut.

Und aus dem September. Auch nicht schlechter geworden. Nur rotziger, aber das kann auch an der Jahreszeit liegen, höhö.

Smirk selber behauptet, dies sei Comedy aus Kalifornien. Nun denn, da schließt sich der Kreis zum Clown aus Washingont D.C.

Sweet Reaper – Closer Still LP

Ich hab mich noch nie gefragt, wie wohl die genialen Hex Dispensers und auch Marked Men/Radioactivity klingen würden, wenn sie nicht in den stickigen, versifften und MAGA-verseuchten Großstädten Texas‘ ansässig wären, sondern hin und wieder mal ein bisschen Pazifikluft schnuppern und Wellenreiten könnten.
Und trotzdem sind Sweet Reaper mehr als nur die Antwort auf eine nicht gestellte Frage. Kalifornischer Power Punk Pop n‘ Roll Garage Surf, der richtig viel Spaß macht und den ich mir jetzt auf ne CD für den Discman gebrannt habe, damit ich damit am Maschsee schön Kiten Inliner fahren Bier trinken kann. Geil.

Das Artwork ist auch toll. Naja. Nee, eigentlich find ich das ziemlich gruselig. Aber man soll ja nicht von der Form auf den Inhalt schließen.
Falls euch Massenger gefallen – da sind 2 Leute mit dabei.
Hurra, Sommer.

Die Platte gibts seit 2 Wochen bei Alien Snatch. Ziemlich gutes Jahr für das Label bislang, ne? Verkackt es nicht!

GARBITCH – S/T

Hilfe, ist der Bass da aber schlecht gelaunt, da bekommt man ja Angst. Und das arme Schlagzeug wird verdroschen, meine Güte. Der Rest von GARBITCH, die wegen des schönen Namens allein schon ein extra Sternchen im Poesiealbum verdient haben, macht dann auch noch ähnlich zauberhaften Krach.
Ich glaube, die 4 Mädels haben in dem Proberaum in Kalifornien ihre Verstärker so umgemodelt, dass sie mit den erforderlichen 20.000 Volt funktionieren, die der Sound hier braucht.

Jedes Instrument und die Stimme der Sängerin werden auf hoch energetische Weise strapaziert. Das Resultat ist dann eine widersprüchlich wohlklingende Kakophonie, die man heutzutage ja schlicht als Hardcore Punk bezeichnet. Geile Sängerin, tolle Texte, eingängige Riffs. 5 Songs, nur digital erst einmal. Geil.

Fuck your label. Und dann auch noch auf der Bandcamp Seite eine schwarze Schrift auf schwarzem Hintergrund gewählt. Haha. Großartig.