Dieses melodische Garage Punk Orgel Gedöns mit mehr Zucker als in einem durchschnittlichen Glas Nutella erlaubt ist, verklebt immer und immer wieder meine Ohren und mein schwarzes, verklumptes Herz. Gut, wenn es eh verklumpt ist, macht das ja nichts, könnte man meinen. Schiefes Bild irgendwie. Hm.
Das Duo Basilisko aus dem Basken- und Rioja-Land verbindet ja eigentlich eine Liebe zu düsteren Werken und die haben sich thematisch und musikalisch am Mittelalter zu orientieren versucht. Aber das höre ich nicht. Ich höre nur dideldadeltralala mit viel Hall auf den Gitarren. Klingt vielleicht in Spanien anders, das Mittelalter.
Auf jeden Fall höre ich bei der letzten Poison Ruïn mehr Kerkerrasseln und hier ist das eher doch charmantes Gedudel, aber wir hören ja alle unterschiedlich, ne? Lassen wir das. Schöne LP.
Flexidiscos. Erscheint heute offiziell auf blutrotem Vinyl, aber man könnte auch Rioja-Weinrot dazu sagen. Ich hab gerade den zweiten Teil von Harry Potter durch und vielleicht hat mich der Basilisk deswegen angesprochen. Also nicht angesprochen, ich kann ja kein Parsel. Ach, egal.
Ich habe gestern im Radio gehört, dass die deutsche Polizei an ihre Grenzen kommt und im ersten Moment gedacht, das sei nun ein besonders plumper Versuch von Herrn Dobrindt, unsere Nachbarn davon zu überzeugen, die Landesgrenzen mit der Unterstützung deutscher Polizisten zu sichern.
Eine lustige Mischung aus quietschvergnügtem Keyboard Power Pop und zuckerfreiem Punk Rock kommt da in Form einer runden Vinylscheibe ins Haus geflogen.
Wenn der Finanzminister sich vor einen wütenden Bauern-Mob stellt und von der "Politik und den Medien" (?) fordert, endlich etwas gegen die linksextremistische Unterwanderung der Klimakleber zu unternehmen und sich obendrein stolz damit brüstet, die finanziellen Leistungen für Asylbewerber und Arbeitslose zu kürzen, dann fragt man sich, was der Mann eigentlich beruflich macht. Was für ein Kasper.
Die LP von Katarsi ist das Ergebnis einer langen Serie von Enttäuschungen, wenn man dem Label Glauben schenken darf. Auch nicht unbedingt die Lobpreisung, die einem so vorschwebt, wenn man jemanden um ein Feedback bittet.
Für Fans von aufdringlichen Bassisten ist hier eine wunderschöne Single erschienen, um die sich gleich 3 Labels gekloppt haben.
Als Kind habe ich immer extra uninteressiert getan und in eine andere Richtung geblickt, wenn mein C-64 mal wieder länger gebraucht hat, um California Games oder Gianna Sisters zu laden. Man muss nur sehr indifferent gegenüber den technischen Errungenschaften agieren, dann machen die alles schneller und besser, habe ich damals gelernt.