Ein Soloalbum vom Post Garage Punk Spezialisten Dylan McCartney aus Cincinnati. Ihr kennt die Musik, die er in den Bands und Projekten seit Jahren abliefert (Crime Of Passing, The Drin, Motorbike, The Serfs, usw.), aber kennt ihr auch sein ruhiges, teilweise etwas seltsames Werk aus dem Herbst letzten Jahres, auf dem er mit einer Mischung aus Folk und Post Trash Punk seiner Oma gedenkt, die letztes Jahr verstorben ist?
Genau das richtige Tonbandgewusel für den Freitagabend im klaustrophobischen Kellergewölbe des Kleinhirns. Cool.
Chrüsimüsi Records haben daraus eine Kassette gebastelt und auf die B-Seite noch ein paar unveröffentlichte Tracks aus den Jahren 22-25 gezaubert. Das lohnt sich.
Manchmal bin ich einfach sprachlos. Nicht wegen der Musik, die mich regelmäßig überflutet und sich wie heilsamer Balsam über die geschundene Seele legt, nein. Darüber rede ich ja andauernd. Vielmehr wegen der Scheißigkeit der Welt und der Geschwindigkeit, mit der einzelne Akteure in der Lage sind, diese auch noch zu erhöhen – deswegen fehlen mir manchmal die Worte.
Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich hier um eine Kassette mit ein paar Songs von Crime of Passing, die zwischen 2017 und 2020 entstanden und aufgenommen worden sind. Zack, 145 Zeichen mit redundanter Kacke gefüllt. So, wie ich es in der Schule gelernt habe. Mehrwert? Information? Fehlanzeige.
Das ist aber mal eine sehr schöne Post Punk Nummer, die man sich hier vorab von Crime of Passing anhören darf.