Ich könnte mir vorstellen, dass genau so vor 40 bis 45 Jahren ein ganzer Haufen an Garage- und Kellerbands in Deutschland geklungen haben. Wie schön, dass wir heutzutage an dieser Subkultur direkt teilhaben können.
Zwei Oktaven Langsamer oder Z.O.L. sind drei Leipziger Streuner, die im Musikunterricht nicht besonders gut aufgepasst haben und deswegen auch so wunderbar krumme Musik abliefern können. Der Roundhouse Kick mit Räuberleiter vom Cover visualisiert sehr charmant den Mix der 8 Knaller aus Lofi Schrammel Garage Punk mit viel Herz und Dosenbier. Cool.
Phantom Records. Auf Kassette erschienen. Achtung, Schulferien. Vielleicht ein bisschen weniger schreiben und ein bisschen mehr spielen. Bis denne.
Hat eigentlich die Popularität dieser Rasse inzwischen ein bisschen nachgelassen oder sind die braunen und schwarzen Tölen mit dem breiten Schädel immer noch die erste bis zweite Wahl bei Hundebesitzern? Das ist so ein bisschen die alternativere Version zum Golden Retriever, wenn man halt keine Kinder hat und nicht so einen blöden treudoofen Familienhund braucht, den man auch treten kann, ohne dass er beißt, ne?
Vor 20 Minuten wurde noch darum gebeten, dass wir aufhören sollen, um etwas zu tun. Jetzt fragen wir uns, was eigentlich passiert, wenn wir tatsächlich aufhören. Und ich hab noch nicht einmal einen Kaffee getrunken, ihr Stresser. Ich mach jetzt erst mal gar nichts mehr, bis wir uns einig werden.
Auch wenn der Aufruf ein bisschen verwirrend anmutet, wirkt das Debüt Album von den Eel Men aus London wie ein Riesenlutscher vom Jahrmarkt. Was soll ich denn nun machen? Aufhören oder Anfangen. Womit? Das klingt ein bisschen nach panischem Aktionismus, aber vielleicht schätze ich die Stimmung auch falsch ein.
Stress Positions melden sich nach dem Album im Dezember schon mit der zweiten Ladung an geballter akustischer Frustbewältigung zurück. Thematisch möchte uns die Band aus Chicago in den Zoo mitnehmen und auf die besonderen Exponate (sagt man nicht bei einem Zoo, oder?) hinweisen, die hier in Käfigen und Gehegen zu begaffen sind.
Vielleicht sollten wir damit anfangen, nur noch doitsche oder europäische Musik zu konsumieren, weil die Platten aus den USA bald eh nicht mehr zu bezahlen sind.
Da fängt man am Montag schon in aller Frühe damit an, sich zu entschuldigen. Wo soll das enden?
Das ist ja schon ein bisschen gehässig, dieses Album ausgerechnet am Tanzverbotstag in Deutschland zu veröffentlichen. Vielleicht hält man sich als streitbarer Franzose da eh nicht dran, mag sein. Aber ich als guter Katholik, ach nee.
Gibt es sowas wie Posi-Deathrock? Ach, diese bekloppten Genre Schubladen werden noch einmal mein Ende sein. Die fünf Franzosen aus der Distance in Bordeaux zaubern auf jeden Fall auf ihrer Debüt EP eine schöne Mischung aus Post Punk mit Melodie und Garage Rock mit kalten Füßen aus dem Hut und positionieren sich damit irgendwo auf dem Schulhof zwischen Gummitwist und den Tischtennisplatten.
San Francisco Occult Heartbreak Pop. Viel mehr Worte braucht es eigentlich nicht, um mich anzulocken. Die Musik von The Pennys kommt etwas grobschlächtig daher, ärgert sich nicht über schiefe Harmonien oder Rauschen im Hintergrund und macht deswegen genau alles richtig, um nicht langweilig und austauschbar zu wirken.