Eine neue Mangelerscheinung aus Berlin. Und Leipzig. Also wieder einmal ziemlich guter Post Punk aus der Allee der Kosmonauten.
Hier haben sich in Ermangelung von anderen Möglichkeiten 6 Leute zufällig zusammengefunden, um Musik zu machen.
"He, ich hab gerade keine Band, haste Bock?" "Ich spiel schon in 12, aber ok. Lass noch mal 4 andere Leute fragen." "Ok. Cool. Ich trink noch schnell meine Mate aus."
Das Ergebnis dieser "Jam-Sessions", wie wir das früher genannt haben, kann man nun in Form einer schicken 12″ Vinylscheibe hören und bestaunen. Der Bass blubbert hervorragend seinen Song vor sich hin und bietet dem Schlagzeug ein ganz wunderbares Fundament für kräftig bis vertrackte Rhythmen aus der Post Punk Schublade, während Gitarren und Synthesizer irgendein Gedöns spielen, der sich wie Rauchschwaden aus dem Proberaum zu einer ganz zauberhaften Melodienreihenfolge verdichtet und in einem Zug weggeatmet werden will. Eimer-Stlye. Nur so kann man auch auf den Namen kommen – Go Lamborghini Go.
Davon wird man zwar ein bisschen luftig im Kopf, aber so was passiert halt, wenn man sich dem Post Punk hingibt.
Cooler Scheiß aus Berlin. Kauft das bei der Band oder bei Armin.
Ich hatte den Lamborghini in Gelb damals geschenkt bekommen (SIKU). Vielleicht in der Hoffnung, dass ich mich für Autos mal interessieren würde. Ich glaub, das Ding ist ein paar Tage später Opfer eines Lady-Cracker "Unfalls" geworden.
Ich glaub, diese Leute rund um die Allee der Kosmonauten Crew sind inzwischen etwas gelangweilt von dem spröden Punk der Neuzeit.
Neues aus dem Hause Lieek. Manchen Bands scheint diese Corona-Krise ja ganz gut zu bekommen. So sind diese Songs von dem Trio aus Berlin bereits die zweite Veröffentlichung aus dem furchtbaren/fruchtbaren Jahr 2020.
Sehr coole Songs von Glueams aus Berlin, die ich sehr gerne mitsingen würde, aber ich versteh kein Wort. Ich kann nicht mal sagen, um welche Sprache es sich hier handelt. Ist das Deutsch? Englisch? Afrikaans?
In diesen trüben Tagen sehnt man sich nach aufmunternden Klängen und lieblicher Musik. Nach Sonnenschein und fröhlichem Kinderlachen. Ein wenig Optimismus und Besinnen auf die positiven Dinge des Lebens. Ja? OK.
Stottern ist therapierbar, aber nicht heilbar. Das ist natürlich keine so schöne Erkenntnis, wenn man sich schon beim Bandnamen nicht einmal aus lauter Nervosität über den bestimmten Artikel hinaus artikulieren kann. Und dann nennt man das Album auch noch genauso, sodass ein stammelndes "Das Das Das Das" am Ende herauskommt.
Wusstet ihr eigentlich, dass man, wenn der hippe Lifestyle-Scheiß aus Hamburg mit der spießigen Kehrwochen-Romantik Stuttgarts gepaart wird, einen ziemlich exakten Durchschnitts-Berliner erhält?
Das ist mir auch noch nicht untergekommen, dass eine Band die besten Songs ganz nach hinten schiebt. Na sowas!