Chastity – Death Lust LP

O Canada. Jetzt habe ich diese Platte dreimal gehört und ein Bier dabei getrunken; es bleibt mir ein Rätsel. Das ist ein Künstler, der das alles alleine geschrieben hat? Hui. Und der hatte Shows mit den Priests, Fucked Up und Metz, bevor er irgendwas veröffentlicht hatte? Ich glaub, ich find den Kram richtig gut. Ok, vielleicht waren es auch drei Bier und nur ein Durchlauf der LP.

Aber lasst euch nicht täuschen – das Album Death Lust fängt ja irgendwie so Indie-poppig an, aber wird dann schnell schon etwas grungig. Dann streut der talentierte Mr. Brandon Williams ein wenig (Post-)Hardcore ein, um dann den Rest des Albums heftig am Thron von den Deftones zu rütteln und Shoegaze, Stoner-Post-Nu-Metal Scheiß mit melodischen Sprenklern hier und da zu zelebrieren. Und dann kommt zwischendurch so ein Pop-Song wie „Heaven Hell Anywhere Else“. Was soll man damit anfangen? Einfach alles toll finden? Puh.

Ach, hätte ich doch bloß Ahnung von Musik, dann könnte ich das ganz großartig mit anderen Bands vergleichen und der hier beschriebenen Band Unrecht tun. Aber so wie es aussieht, müsst ihr den Kram selber in eure Schubladen stecken. Ich kam mir beim Hören auf jeden Fall ein paar Mal so vor, als würde ich einen Sampler hören. Sehr abwechslungsreich, sehr cool, sehr vielschichtig.

Erschienen bei Captured Tracks im Juli.

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