Keine Ahnung, was mit 1 und 2 passiert ist, aber Nummer 3 macht wunderschönen warmen Bedroom Pop oder Dream Pop oder wie diese sanfte Musik zum Einlullen genannt werden soll.
Einflüsse aus den 60ern und 70ern klingen durch, spielen mit Seifenblasen, Pusteblumen und Regenbogenkreide und legen sich wie ein weicher Samtumhang über den grauen Alltag. Persica 3 aus Paris hat hier sein zweites Album veröffentlich und damit die Unbeschwertheit Deiner Kindheit in Musik gepresst. Kann man auch mit einen Poster zusammen kaufen. Alle Einnahmen gehen an das UN Flüchtlingshilfswerk, man könnte also auch gerne 2 kaufen.
Find ich super, ich leg mich wieder hin.
Hidden Bay Records. Auf Kassette am 21. März verfügbar. Als Persika (frz. Persica) werden antike griechische Geschichtswerke bezeichnet, die das persische Achämenidenreich behandelten und im 5./4. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurden. Oder eine Bio Freilandgurke. OK.
Uffta. Richtig guter Hardcore Punk aus Montréal von Cafard. Dort, wo man offensichtlich noch immer angestrengt gegen meterhohe Schneeberge kämpft, haben die Leute von Youssouf Today, Michel Platinium und Cloaca ihren Weg zum Proberaum freigeschippt und sich mit energetischem Lärm warm gehalten.
Da ärgert man sich die ganze Zeit über schlaflose Nächte und die Gedanken drehen sich im Kreis und man weiß nicht, wie der ganze Apparat wieder funktionieren kann und dann kommen Last Quokka aus ca. 14.000 Kilometern Entfernung und erzählen, wie es geht. Den Spieß aus der veganen Schaschlik Wurst rausziehen und umdrehen!
Die zweite LP von Pyrex klingt ein bisschen nach einer härteren und schlechter gelaunten Version von den großartigen Video aus Austin. Das ist natürlich Quatsch. Die Band aus Brooklyn, die sich nach hitzebeständigem Glas benannt haben, ballern einfach 8 schnörkellose Punk Rock Knaller mit Hardcore Effet in die Magengrube und der leichte Hall-Effekt auf der Stimme erinnert mich ein bissl an besagtes Nebenprojekt des Bad Sports Sängers.
Die neue Lieblingsband meiner Diabetiker-Freunde aus Spanien.
Das ist ja eigentlich gar nicht so mein Ding, aber der Song "Work On Display" ist mir gerade zufällig in die Kopfhörer gerutscht, während ich in einem bekackten Café mit anderen beknackten Leuten am Rechner sitze und von anderen bekloppten Menschen auf der Straße blöde angegafft werde, weil ich in einem Café nix Besseres zu tun habe, als auf den blöden Laptop zu schauen.
Bescheuertes Cover trifft auf bekloppten Titel. Da hat sich jemand an dem Cover von Slayer’s "Hell Awaits" in einer Zeichenstudie probiert und dann mittendrin eingesehen, dass die Größe der Schwerter und Äxte nicht ausschlaggebend für die Qualität des Bildes ist. Und dann war der Stift leer.
Ihr dürft mir das nicht übel nehmen, ich bin mit Radio groß geworden und NDR2/FFN haben mich in meiner frühen Kindheit musikalisch sozialisiert, bevor ich ausbrechen und ein zotteliger Punk Rocker werden konnte.